Kicki und die leidige Leine
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So, ich habe hier im Forum schon so einige Themen gesehen zum Thema leinenführigkeit, ich habe mir nun einfach mal gedacht, ich erzähle hier Schritt für Schritt über meine Fortschritte.
Meine Hündin habe ich nun 12 Tage und sie ist fast 4 Monate alt, ich glaube die Leine kannte sie bis vor kurzem gar nicht. Naja irgendwann ist dann auch mal soweit und ich quäle mich und vor allem meine kleine Hündin nun jeden Tag etwa 3-4 Mal mit der ach so blöden Leine. Sie trägt ein relativ breites Halsband und ich habe eine verstellbare 2m Leine welche ich kurz halte. Sie soll links laufen und ich halte die Leine mit der rechten als auch der linken Hand um sie steuern zu können. In den ersten tagen hat sie die Leine gebissen an ihr gezerrt, hoch geschnappt bis sie bei meiner hand war, kein Nein, kein Aus nix zog auch kein Leckerli, irgendwann habe ich stumpf die Leine fallen lassen und sie ignoriert, in der Hoffnung sie würde bleiben und so war es auch sie spielte noch kurz und irgendwann war es uninteressant und sie widmete sich wieder mir. Trotzdem sie zieht und zieht und röchelt und bäumt sich auf, ich bleibe dann stumpf stehen und warte darauf, dass sie sich entweder beruhigt oder sich in die Sitzposition bewegt, dann laufe ich wieder los und manchmal schaffe ich sogar nen Meter, beunruhigend wenn man mitten auf der Straße stehen bleiben muss, aber so lange kein Auto kommt mache ich es. Jedesmal wenn sie dann vernünftig mitläuft bekommt sie Lob und ab und an ein Leckerli, ich habe gemerkt bei regelmäßiger Leckerli vergabe setzt sie sich einfach zu oft hin um dann wieder stehenbleiben zu können.
Grad komm ich vom gassigehen wieder, sie liegt jetzt hinter mir und schläft, natürlich ist sie vollkommen erschöpft, sie hat keine Ahnung was ich von ihr will! Ich werde mich bemühen nun jeden tag oder auch öfter am Tag darüber zu berichten, welche Fortschritte mein "ZIEHHUND" macht, es nervt fürchterlich, meine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt ... aber wir werden es sicher bald schaffen ....
Wer die ultimative Lösung kennen sollte ... her damit

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Hi,
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Die ultimative Lösung gibts glaub ich nicht...aber so hats bei uns am Besten funktioniert. Wir hatten auch das Problem, dass Monsieur nicht verstanden hat was ich denn eigentlich von ihm will
ZitatAlles anzeigenIch wollte noch warten mit Tipps zu Leinenführigkeit bis ich mir sicher bin dass Loui es jetzt auch wirklich verstanden hat
Und nun ist es soweit...Wir haben zwei verschiedene Leinenmodi sozusagen, allerdings nicht im Unterscheid Geschirr/Halsband sondern im Unterschied kurze/lange Leine. Und zwar ist die "lange" Leine ( im mittleren Ring eingehakt bei ner 2m Leine) die "Hundeleine" bei uns. Das heißt er darf schnüffeln, etwas zurückbleiben, etwas vorgehen, markieren usw. während die kurze Leine "meine" Leine ist. Da muss er perfekt im Fuß gehen, komplett auf mich konzentriert sein, sofort stehenbleiben wenn ich stehen bleibe usw.
Erstaunlicherweise hat es länger gedauert bis die Leine immer locker war an der "Hundeleine" als an der kurzen.
Aufgebaut haben wir das ganze so: Wir haben begonnen mit der kurzen Leine, an der langen durfte er erstmal noch machen was er wollte...
Und zwar fangen wir an mit einem "Ritual" damit er weiß dass er ab jetzt konzentriert laufen muss: ich hol ihn zu mir her, stell ihn neben mich, schiebe ihn ganz sanft ins sitz und klicke ihn an die kurze Leine. Da er sonst nie hingesetzt wird hat er das ganz schnell begriffen und das "schieben" ist eigentlich nurnoch ein Popo anstupsen
Beim losgehen wird kein Kommando oder irgendetwas verwendet denn Hund soll ja ab nun ständig aufpassen was ich tue. Ich gehe also los und sobald der Hund vor mich geht, also das "fuß" verlässt, bleibe ich stehen. Wenn er nicht nach mir schaut (was anfangs wahrscheinlich der Fall sein wird) stupse ich ihn an um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, und drehe mich langsam! mit der ihm zugewandten Schulter (wenn der Hund rechts geht mit der rechten Schulter zuerst) von ihm weg. Damit lade ich ihn körpersprachlich ein mit mir zu gehen. Ziel ist es also nicht sich umzudrehen und den Hund in die andere Richtung zu zerren, sondern er soll der Einladung folgen mitzugehen. Geht er mit ist der erste Schritt geschafft. Geht er nicht mit bekommt er nochmal einen Stupser und wenn nötig einen sanften Leinenzug in die richtige Richtung. Am Besten läuft das ganze komplett nonverbal abAlso geht es ein Stück in die andere Richtung, geht er vor selbes Spiel von vorne. Je nach Hund dauert es eine Weile bis er begriffen hat was da läuft. So sind wir sehr schnell ans Ziel gekommen, zumindest an der kurzen Leine ( ca. eine Woche üben). Ist die Übungseinheit beendet wird er gelobt (verbal und/oder mit Futter) und wird wieder an die lange Leine geklickt.
An der langen Leine wird im Prinzip dann genauso geübt, nur dass eben mehr erlaubt ist. Sehr angenehm finde ich allerdings dass man die Möglichkeit hat eben auch mal zu gehen ohne zu üben (auch wenns nervt dass der Hund zieht...aber man kann und will eben nicht die ganze Zeit maßregeln/umdrehen/stehenbleiben. Als meiner das Prinzip an der kurzen Leine verstanden hatte wusste er auch schnell dass auch an der langen Leine Schluss ist wenn er zieht und korrigiert sich dann auch selbst wieder. Wenn er sich in einem Reiz verliert (z.B. da vorne ist der beste Stock ever
) reicht es stehenzubleiben und er kommt wieder an meine Seite. Aber selbst das kommt immer weniger vorWas mir bei der Methode geholfen hat war, dass es relativ ruhig zugeht. Bei den normalen Richtungswechseln davor war das immer so ein hektisches hin-und hergeziehe bei dem mein Hund garnicht kapiert hat was eigentlich los war.
Vielleicht hilfts jemandem von euch mein Roman ja weiter...falls er denn soweit verständlich ist

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Hallo,
also zusätzlich zu dem Normalen Stehen-Bleiben/Richtungswechseln bei Zug auf der Leine, gibt es wie Riann schon schrieb eine Art "Unterscheidungstraining"- empfehlenswert, da man wenn man wirklich mal in Eile ist (vor einem Termin etc.) nicht immer konsequent das Trainingsprogramm mit stehen bleiben durchziehen kann. Für den Hund ist es dann ziemlich vewirrend, er weiß womöglich nicht was der Halter genau von ihm will- mal darf er ziehen- ein andermal wieder nicht.
Das ganze baut man dann so auf, dass der Hund mit dem einen "Equipment" (bei Riann z.B. die lange Leine) erstmal mehr Freiheiten hat- es wird dann für die Spaziergänge ohne Training verwendet- und bei der anderen immer konsequenttrainiert wird (z.B. kurze Leine).
Das ganze lässt sich auch prima über Halsband und Geschirr aufbauen. Ist zum Beispiel in diesem Video zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=dTdWjqJnXOE&feature=related (Teil 2 ist dort auch)
Nach der Methode haben schon viele Bekannte mit- wie du so schön sagst "Ziehhunden" gearbeitet und es hat wunderbar funktioniert da das Training konsequenter war.
:)
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Du hast dieses Hundchen erst 12 Tage und eine Welpe ausserdem..
Manchmal kann ichs fast ned lesen..
Das ist ein Hundekind keine Maschine..also Zeit lassen ,ankommen lassen, aneinander gewöhnen..dann klappts auch mit der Leine..Ich hoffe bloss du kommst auch von o-100..ehrlich..
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Zitat
Du hast dieses Hundchen erst 12 Tage und eine Welpe ausserdem..
Manchmal kann ichs fast ned lesen..
Das ist ein Hundekind keine Maschine..also Zeit lassen ,ankommen lassen, aneinander gewöhnen..dann klappts auch mit der Leine..Ich hoffe bloss du kommst auch von o-100..ehrlich..
Ui naja gut .... ich denke nicht, dass ich dem Hundchen zu viel aberverlange ... wir müssen aber nunmal 15m über die Straße laufen um dahin zu kommen wo ich sie "laufen" lassen kann und auf diesem kleinen Stücken üben wir halt ... und ich will sie nicht quälen oder sonstiges aber sie muss es über kurz oder lang lernen .... und selbst in der Welpenschule haben wir geübt aber einmal die Woche in der Welpenschule reicht sicher nicht aus :) Auch meine Kinder sollen irgendwann mit ihr laufen können und sie ist schon jetzt außerordentlich kräftig .... :)
Ich versuche alles spielerisch, will sie nicht quälen mich auch nicht :) Ich liebe meinen Hund und ich lasse ihr auch die Zeit .... ! Dieser Thread soll halt auch den "weg" von Kicki zeigen ... und manchmal sind halt steine da oder nen Fluss oder auch ne Kreuzung :)
Danke für die Tipps :)
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Gestern Abend vorbildlich, heute vormittag bis auf ein kurzes Stück auch vorbildlich ... und nun grad eben ... die Hölle auf Erden :d! Sie zieht sie beißt die Leine, schnappt hoch bis sie bei meinen Fingern ist. Wieder völlig K.O liegt sie da und pennt
... naja niemand hat gesagt, dass es leicht wird !! -
Einfach nur phänomenal ... Heute ist sie so toll gelaufen, fast gar kein ziehen mehr .... ob das wohl am Brustgeschirr liegt
Ich werde weiterhin berichten! -
Ich war gestern wieder in der Welpenschule und sie hat ihr Bestes gegeben sich nicht zu benehmen, sie hat null gehört hat nix gemacht was man von ihr möchte :) Diese Woche soll ich mit ihr "Fuß laufen" üben ... die Leine ist wieder unser gemeinsamer Feind, es klappt einfach gar nicht, egal was ich mache ... ich quäle sie und mich und ich übe gar nicht lange. Es ist der absolute Hass!! Ich mag sie nicht ärgern ich versuche es auch so gut es geht "spannend" zu machen ... ich freu mich wie bekloppt wenns super klappt, aber es klappt wenn nur super kurz!! Es nervt nervt nervt ...

Man ...
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Hey, nicht verzweifeln!

Unser Junghund Moses ist mittlerweile 8 Monate alt und wir üben immer noch intensiv Leinenführigkeit.
Er läuft sehr oft super neben mir, nur: wenn ich genervt und angespannt bin, ist er auch genervt und angespannt, dann geht es nicht so gut, wenn ich gut gelaunt und ruhig bin und ganz bei ihm, dann ist er auch ganz bei mir, die Freude aneinander & die Bindung zwischen uns ist entscheidend.
Wir üben bei Ziehen mit Richtungswechsel - und was auch prima klappt: wenn er nicht so richtig bei mir ist, dann lasse ich ihn Sitz machen, begebe ich mich auf seine Ebene und spreche ruhig mit ihm, wiederhole das Kommando, dann geht es meistens wieder super weiter. Er soll wirklich verstehen, was er tun soll, damit er es von sich aus gerne tut.
Aber: es gibt auch Stresssituationen, in denen er etwas wahrnimmt, was ich nicht bemerkte, etwas, das ihn verunsichert, dann ist er ganz durch den Wind, da helfen dann keine Kommandos mehr, sondern nur Verständnis, ein Auflockern der Situation, etwa durch ein Spiel oder einfach eine Pause.
Verlange nicht zu viel, das wird schon mit eurer zunehmenden Bindung. Viel Freude euch!
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Dankeschön :) Ist schön zu erfahren dass es mehr Leute mit den Problemen gibt, klar ist sicherlich auch, dass es am besten gleich klappen soll und irgendwie setze ich den Hund sicher auch unter Druck das ist nun wirklich nicht mein Wille aber es passiert. Dann setzt sie sich wieder stumpf hin und ich bleib auch stumpf stehen, drehe ihr den Rücken zu und warte und warte ... dann ist da wieder nen Grashalm der so schön im wind sich bewegt ... dann wieder nen Blatt, dann die nasse Erde auf dem Boden, dann ein Zaun, dann dies dann das ... alles bewegt sie zum ablenken, dann kann nen Meter schon nen Kilometer werden :) Immer fleißig üben und in geduld üben ...
Die Hundeschule will, dass sie links läuft und das ist auch erschwerend .... ich freu mich über jeden cm den sie mit mir läuft :) - Vor einem Moment
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