Bellen im Büro... :-(

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich frage Euch mal nach neuen Tipps, wie ich meinen Kleinen davon überzeugen kann, im Büro nicht zu bellen, wenn es an der Tür klingelt oder jemand aufschließt...

    Damit Ihr mir vielleicht helfen könnt, muss ich etwas mehr erzählen. Ich versuche mich kurz zu fassen, wenn Ihr Fragen habt, fragt...ist trotzdem lang... aber vielleicht haben ja noch mehr Leute so ein Problem und ich hoffe, Ihr helft mir :-)

    Also:
    er: der Kleine ist jetzt rd. 15 Monate alt, von klein auf an mit im Büro. Er ist ein Mix (klein, aber stabil, lt. DNA Malteser-Bernhardiner-Spitz-Border Collie-Yorki), im Grunde sehr ruhig für sein Alter, verträglich mit allem und jedem ... aber wachsam.
    Auslastung: Ich gehe morgens vor der Arbeit mit ihm in den Wald, ca. 1 h, da hat er Auslauf, Hundekontakt und wir machen etwas für´s Köpfchen (Suchspiele). Funktioniert prima, er orientiert sich sehr an mir, es ist ganz entspannt, aber vergnügt und nicht langweilig. Dann im Büro, Mittags eine kleine (30 min) Runde, aber auch im Büro kümmert sich immer mal kurz jemand um ihn (nicht, wenn er auffordert, sondern umgekehrt). Und abends gibt es nochmal zwei Runden je 30 min - 60 min. Daheim auch noch mal Spiele oder einfach nur etwas spielerisches Raufen :-) Soviel zur Auslastung, am WE kann´s auch mal mehr sein. Zwischendurch gibt es auch immer mal einen Ruhetag, wo wir nicht so viel machen, damit er auch das kennt. Ab und an kommt er auch in die Hundetagesstätte, wenn ich meine, er könnte mal einen ganzen Tag Hunderudelverhalten und "Frauchenpause" vertragen...
    mein Problem(seins ist es ja nicht): im Büro bellt er,wenn es an der Tür klingelt und/oder jemand kommt... ich hatte schon Einzelstunden zu diesem Thema. Es wurde mir geraten, ihm den Hundeplatz zu zeigen und ihn dort hinzubringen. soweit sogut, aber es wird nicht besser :-( maximal bleibt er da, bellt aber trotzdem... oder er kommt trotzdem irgendwann - wenn´s mal wieder länger dauert - angerannt und begrüßt den Gast... aaaahhh. Leider bin ich manchmal nicht schnell genug und der Gast begrüßt ihn dann auch: prima, sein(!) Erfolgserlebnis und ich kann wieder bei 0 anfangen :-) Man soll ja konsequent sein, klar, kein Problem, aber ich bin leider oft allein hier und darin liegt das Problem. Wie kann ich gleichzeitig (und das kommt vor) mit einem Kunden telefonieren, zur Tür gehen, wenn´s klingelt und den Kleinen davon abhalten, wedelnd - also freudig - bellend zur Tür zu rennnen???
    Meine Zwischenlösung: z.Zt. binde ich ihn, wenn er muckt, in solchen Situationen an der Hausleine in einem Raum an, von dem aus er nichts sehen kann. Aber unser Bürovermieter hat sein Büro über uns und findet es nicht lustig, wenn er dann weiter bellt. Außerdem kann das ja keine Lösung sein. Ich lasse ihn dann erstmal da, bis er Ruhe gibt, dann bringe ich ihn an der Hausleine zum Hundeplatz bis er dort Ruhe gibt und dann gebe ich ihn frei.

    So, all das habe ich schon versucht. Meine Hundetrainerin hat gerade zuviel zu tun und kann erst irgendwann wieder.

    Also: wie sehen Eure Tipps aus, ober meint Ihr, irgendwas stimmt hier nicht, weil er meint, auf mich aufpassen zu müssen? Also, ob ich etwas falsch mache :-(

  • Ich denke dein Hund ist ganz normal, erstmal.
    Es ist natürlich blöd wenn deine Trainerin grad keine Zeit hast wenn du Hilfe brauchst, viellt. gibts in deiner Nähe noch nen anderen Trainer?
    Ansonsten würde ich (jetzt gibts gleich wieder Haue hier...) erstmal zu einer Box raten. Groß genug, gemütlich und sie verhindert, dass er losrennen kann. Er muss da ja nicht laufend drinsitzen aber grad für so Situationen wo du nicht kannst wie du willst wäre er da ja gut aufgehoben und es ist sicher besser als anbinden.
    Natürlich sollte er in Ruhe an die Box gewöhnt werden.
    Insgesamt würde ich mir allerdings möglichst viele Bekannte ranholen um das zu üben, also dass die kommen, klingeln und dann eben auch den Hund ignorieren und du ihn trainieren kannst.

  • Es haben ja schon einige mein Problem gelesen... bitte antwortet auch... selbst wenn ihr meint, der Tipp wäre nur ein kleiner... selbst kleine Sachen können helfen :-) bestimmt! und ich werde gucken, was passt und was nicht :-)

    Bitte!

    Mein Ziel ist es, dass er sich einfach auch hier entspannt und nicht meint, auf mich aufpassen zu müssen oder sich eine Aufgabe suchen zu müssen - ich kann ja nicht in ihn reingucken, was er sich dabei denkt... ach so, er passt auch auf, wenn ich auf einer Bank, oder Decke oder im Restaurant sitze und aus seiner Sicht "anderes zu tun habe"... sonst ist er still und verläßt sich auf mich.

    Viele liebe Grüße & danke an alle :-)

  • Danke Tucker,

    ich habe eine Box gekauft. Eine riesige, da hätte er Platz und alles, aber die will meine Cheffin nicht im Büro haben. Ich soll es so schaffen... Im letzten Notfall könnte ich mich mit der Box bestimmt durchsetzen, aber erstmal soll ich es so versuchen...

    eine andere Trainerin möchte ich nicht, denn die, die ich habe, ist glaube ich, die beste, die man hier haben kann - habe mich ja vorher schon umgeguckt. Sie hat ein gutes Gespür für den Hund, den Halter und ist "gewaltfrei" mit unterschiedlichen Methoden. Und bei ihr wagt er nicht zu bellen, macht sofort alles und ist trotzdem "bei mir"... schlecht zu beschreiben. Aber es passt und da warte ich eben.

    Liebe Grüße

  • Was heißt er wagt es bei Trainerin nicht zu bellen? Hat sie die Situation denn schon jemals gesehen wenn er das bei ihr nicht tut?
    Ich glaube kaum, dass dein Hund auf dich aufpasst, er begrüßt die Leute ja freundlich...ein Hund der aufpasst begrüßt die Leute dann nicht und lässt sich anfassen ;) . Dein Hund meldet, dass jemand da ist und geht den dann begrüßen.
    Das Problem ist, dass du es kaum allen recht machen kannst und ganz nebenbei den Hund erziehen. Die Chefin will keine Box, der über euch will den Hund nicht bellen hören und arbeiten solltest du auch...es gibt nunmal keine Zaubermittel.
    Auf jeden Fall sollte dein Hund nicht weiter die Gelegenheit haben zu den reinkommenden Leuten zu rennen. Du hast das schon richtig erkannt, jedesmal wenn das gelingt fängst du bei null an. Und dafür müssen die Leute deinen Hund nicht begrüßen, es reicht dass er hinrennen kann. Da ist es schon vorbei und das kannst du auch nicht rausstrafen oder so. Da ist es einfach zu spät.

    Hast du meinen letzten Satz gelesen?
    Training mit Bekannten die kommen und klingeln... oder hat deine Chefin da auch was gegen? Ich mein, ihr muss doch auch dran liegen, dass dein Hund nicht eure Kunden anbellt (wobei sie natürlich auch schlicht den Hund verbieten kann wenns ihr zu bunt wird).
    Du musst halt schon irgendwie Trainingsbedingungen schaffen können...

  • ...ja, das üben hatte meine Trainerin auch gesagt... leider hapert es an den Möglichkeiten. Tagsüber arbeiten alle, die ich kenne, und abends gibt es Ärger mit dem Vermieter. Es reicht auch nicht dreimal klingeln, was ja schon einige nette Leute tun, die mein Problem kennen - sie rufen vorher an und dann üben wir. Aber so kurze Aktionen nutzen nichts... Wie Du ja schon gesagt hast, ein(!) Ausfall reicht und man fängt bei 0 an, selbst wenn es vorher schon besser wurde... aber den Ausfall weiß ich bislang noch nicht zu vermeiden, wenn ich allein bin :-(

    dass meine Cheffin den Kleinen verbietet, glaube und hoffe ich nicht, weil sie weiß, was er mir bedeutet und ohne ihn geht nichts :-) nee, wir werden das schon lernen, da bin ich zuversichtlich - aber wie???

  • Hallihallo,
    erstmal möchte ich dir sagen, dass es nicht nur ein Problem für dich ist, sondern dein Hund damit auch ein rießiges Problem hat. In dem Moment bedeutet es Sress und er versucht ihn durch die Bewegung und sein Bellen zu überwinden.
    Achte darauf, dass sein Platz in einer Ecke ist und du den kürzeren Weg zur Tür hast wie er. Somit zeigst du ihm: Hey, ich kann das regeln und du brauchst dich da nicht drum zu kümmern.
    Danach solltest du dir ein Bestätigungssignal zulegen. Clicker oder Markerwort. Konditioniere dies und dann kannst du beginnen, es im Alltag zu verwenden.
    Baut ähnliche Situationen nach und bestätigt den Hund permanent, wenn er in seiner Ecke liegt und ruhig ist. Sprich: Click-Leckerlie-Click-Leckerlie-Click-Leckerlie...
    Baut dies langsam auf. Als erstes sollte jemand an der Tür lediglich klopfen. Wenn der Kleine dann verstanden hat, das alles okay ist wird geklopft, Tür geht auf und es kommt wer rein. Wenn dies dann auch ohne Probleme klappt wir geklopft, es kommt jemand rein und du begrüßt ihn.
    Irgendwann wird dein Hund wissen, dass alles gut ist und er nichts mehr alleine regeln brauch.

  • Hallo,

    das Problem hatte ich mit unserer Hündin auch, als sie die ersten Wochen im Büro war. Ist natürlich blöd, wenn jemand reinkommt und man ist gerade am Telefonieren mit einem Kunden. WAU WAU, HÄ? am Telefon... Habe damals in der Hundeschule nachgefragt.
    1. Hund beobachten: Bellen aus Unsicherheit oder Big Boss Bellen?, also Rutenhaltung hoch, neutral oder eingeklemmt oder wedeln?, Körper eher nach vorn oder nach hinten geneigt?, Ohrenstellung?
    2. kein direkter Blick des Hundes zur Tür
    2. notfalls mal ne Woche streng das An-die-Leine-legen durchziehen
    3. eine Box kann Wunder bewirken (ich habe einen Kennel, da passt ne ganze Dackelbande rein, habe aber nur einen kleinen Dackelmix), die Box ist TABU für Kollegen, die den Hund streicheln wollen etc.

    Bei meinem Hund war es Unsicherheit. Klingeln etc. hat nicht gestört, aber besonders große Männer mit tiefer Stimme. Wir haben dann wie folgt trainiert:

    Hund komplett ignorieren, auch der Besuch darf den Hund keinerlei Blickes würdigen (ist schwer, nicht dahin zu gucken, wo es knurrt und bellt...), so dass der Hund merkt: hey, ich bin ja gar nicht gemeint.

    Mittlerweile sind wir so weit, dass Madame nur noch knurrt, wenn sie aus dem Schlaf gerissen wird. OK, das mag ich persönlich ja auch nicht... Ansonsten meldet sie nur einmal: WUFF. Das ist für mich in Ordnung.

    Mal abwarten, ob es so bleibt. Sie kommt ja gerade in die Pubertät mit Ihren 7 Monaten. Wie gesagt, es muß nicht bei Deinem Hund helfen, man muss erstmal schauen, aus welchem Grund sie bellt (siehe Körperhaltung Hund). Viel Glück für Euch!

    notfalls den Hund an die Leine legen, damit man schneller beim Besuch ist als der Hund

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