Bellen in 2 Situationen! Wie verhalten?

  • laut Literatur können Hunde nicht eifersüchtig sein, ich sehe es aber mittlerweile anders.
    mein Hund ist eifersüchtig und schwer in meinen Papa "verliebt".
    will sich jemand seinem Papa nähern, dann passt das dem Hund gar nicht.
    jetzt könnte man sagen, der Hund verteidigt eine Ressource.
    aber machen wir Menschen das nicht auch? zum Beispiel, wenn der eigene freund angebaggert wird? wir sind dann eifersüchtig und reagieren entsprechend auf die Konkurrenz.
    Wär in dem Sinn auch eine Reccourcen- Verteidigung.

  • diese ganze "eifersuchts"-situation beschreibt auch in etwa unser problem.
    any ist seit ca. einem 3/4 jahr bei uns.
    wenn wir uns spaßenshalber mal einen klaps geben oder rumkabbeln, wird sie ganz verrückt. bellt, winselt, jault ... sie hat mich sogar schon mal gezwickt :(
    wir verweisen sie jedes mal auf ihren platz, wenn sie damit anfängt. beruhigt sie sich nicht, ignorieren wir ihr verhalten.
    so oder so brechen wir die kabbelei ab ... aber ich denke, damit hat sie vermutlich genau das erreicht was sie wollte.

    wir versuchen, solche situationen nun auch ein bisschen zu trainieren. sprich, wir kabbeln uns ein bisschen und schlägt sie an, wird sie sofort auf ihren platz geschickt. bisher sehen wir aber noch keinen erfolg. ich hab das gefühl, ihr stresspegel steigt ins unermessliche in so einer situation.

    mein freund und seine kumpels klatschen sich bei ihrer begrüßung immer ab, selbst da schlägt sie an, dabei ist gar nichts passiert ausser dieser "klatsch".

    was können wir tun um ihr verständlich zu machen, dass hier grad nichts schlimmes passiert zwischen meinem freund und mir?
    andererseits möchte ich aber nicht, dass sie vollkommen resistent gegenüber situationen ist, wo mir ein mann gefährlich zu nahe kommt ... da kann sie gerne bellen und zwicken.

    was tun? den rütter anrufen? :D

  • Der Hund ist nicht "eifersüchtig" sondern will deine Freundin maßregeln und erziehen. Er ist der Meinung, entscheiden zu dürfen, was sie macht und was nicht. Sobald sie aus dem von ihm festgelegtem Muster ausbricht, gibt's "Mecker".

    Das wird oft mit "Eifersucht" verwechselt oder der Idee, dass der Hund "beschützen" will. Das schmeichelt den meisten HH. In Wirklichkeit ist es eher so, dass der Hund die Person ohne seine Hilfe nicht für lebensfähig hält und der Meinung ist, dass er alle Entscheidungen für seinen Mensch treffen und kontrollieren muss, dass dieser kein Blödsinn baut. Das ist für die meisten dann weniger schmeichelhaft.

    Das größte Problem entsteht dabei für den Hund, der dadurch im Dauerstress ist. Von daher ist es wichtig, dem Hund klar zu machen, dass er sich entspannen darf, weil deine Freundin - davon gehe ich mal aus - durchaus auch ohne sein zutun klar kommt. Das geht zB mit Ignorieren von falschem und Belohnen von richtigem Verhalten. Macht er also Theater wenn ihr raucht, dann lasst ihr ihn links liegen. Sobald er sich ruhig verhält, darf er gelobt werden. Klingt leicht, ist in der Durchführung aber in sofern etwas kompliziert, da es auf das richtige Timing ankommt.

    Innerhalb der Wohnung darf er sich daran gewöhnen, deiner Freundin nicht ständig nachzulaufen. Er darf lernen, dass nichts schlimmes passiert, wenn er sich auf seinen Platz legt und pennt. Das schafft man ganz gut, in dem man so lange in der Wohnung rumläuft, bis Hundi das zu blöd wird und sich freiwillig auf seine Platz legt.

    Das wären grob die ersten Schritte. Im Detail muss man individuell auf den Hund eingehen, weshalb ich zu einem Trainer vor Ort raten würde.

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