Wer lebt in einem großen Rudel?
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Hallo an alle Besitzer eines Mehrpersonenhaushaltes bzw. eines großen Rudels. Und damit meine ich ledeglich die Hunde (keine Kinder o.ä.) ;-)
Aus gegebenem Anlass möchte ich einmal wissen, wie ihr den Alltag mit euren Hunden meistert. Mir geht es nun in erster Linie um Besitzer mit 4 oder mehr Hunden.
Ich persönlich besitze 2 Hunde, könnte mir aber sehr, sehr gut vorstellen, irgendwann einmal, mehr zu besitzen!
Nun mit 2 Hunden ist das Leben ja noch relativ einfach. Irgendwie.
Man kann noch gut auf eher bewandertere Wege gehen. Man hat eben nur 2 Hunde ranzurufen. Man kann auch mal mit den Hunden in die Stadt, sie mit in ein Café nehmen und und und.
Bei mehr Hunden stell ich mir das aber schwieriger vor.Also meine Frage, wie meistert ihr das alle?
1) Wie seid ihr zu den vielen Hunden gekommen?
2) Welche Rassen/Mischlinge habt ihr?
3) "Braucht ihr sie zu etwas", also z.b. für die Arbeit am Vieh, bei der Jagt..., oder habt ihr sie "einfach so"
4) Was füttert ihr? (Geht bei 5 Hunden ja auch sehr schnell ins Geld...)
5) Wo geht ihr spazieren? Sucht ihr eher einsame Gegenden auf?
6) Wohin fahrt in in Urlaub?
7) Was macht ihr, wenn ihr mal weggeht, in ein Café z.B.? Nehmt ihr einen Hund mit, bleiben alle Zuhause, oder esst ihr euer Eis lieber Zuhause
8 ) Wie schafft ihr das mit der Erziehung jedes einzelnen Hundes? Wie viel Zeit geht für euch drauf?Ich weiß, viele, viele Fragen... Aber nachdem bei uns am WE ein Agility-Seminar war und der Seminarleiter mit Wohnmobil und 7 Hunden aufkreuzte, frage ich mich doch, wie schafft man SOWAS?!
Ihr habt auf jeden Fall meinen Respekt und jetzt her mit den Erfahrungen....
LG

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Hi,
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1) Wie seid ihr zu den vielen Hunden gekommen?
Die kamen so nach und nach
Baffo lebte bei uns, als ich begann, mich im Tierschutz zu engagieren. Zampa war ein Notfall und hatte bereits Interessenten und zog - eigentlich übergangsweise - bei uns ein. Sie blieb und ihr folgten weitere Pflegehunde, von denen Diana heute vor einem Jahr dann auch offiziell in unsere Familie aufgenommen wurde. Als sie über die Regenbogenbrücke ging, war schnell klar, dass wieder eine Segugia bei uns einziehen soll und so kam Mila zu uns.
Derzeit haben wir also Baffo, Zampa und Mila als eigene Hunde und meist ein oder auch zwei Pflegehunde.
2) Welche Rassen/Mischlinge habt ihr?
Baffo: Westi-/Foxl-Mix, 16 Jahre
Zampa: Spinone Italiano-Mix (ital. Jagdhund), 4 Jahre
Mila: Segugio Italiano (ital. Jagdhund), 3 Jahre
in Kürze wird eine Segugio Italiano-Hündin als Pflegehündin bei uns einziehen. Sie ist aktuell 8 Monate alt.
3) "Braucht ihr sie zu etwas", also z.b. für die Arbeit am Vieh, bei der Jagt..., oder habt ihr sie "einfach so"
Wir haben sie "einfach so", weil sie unser Leben bereichern.4) Was füttert ihr? (Geht bei 5 Hunden ja auch sehr schnell ins Geld...)
Wir barfen. Ins Geld? Nun ja. Für Futter und Leckerlis geben wir im Monat vielleicht so 120-150 Euro aus, aktuell mit 3 Hunde an der unteren Grenze, wenn die Pflegehündin kommt, die Spezialfutter benötigt, wird es wieder etwas mehr werden.5) Wo geht ihr spazieren? Sucht ihr eher einsame Gegenden auf?
Morgens, wenn wir mit allen Hunden gemeinsam gehen, laufen wir außerhalb, wo wir meist auf keine Menschen und Hunde treffen. Laufen wir einzeln mit den Hunden, mal hier, mal da. Aber direkt in die Stadt gehen wir so gut wie nie, höchstens zu Trainingszwecken.6) Wohin fahrt in in Urlaub?
Mich selbst zieht es derzeit nicht in den Urlaub. Mein Mann fährt im Juni 10 Tage mit dem Motorrad nach Südtirol.
Ansonsten haben wir hier so viele wunderbare Wanderwege und Ziele, da könnte es im Urlaub nicht schöner sein. Wenn, dann an die Nord-/Ostsee oder nach Dänemark, wobei wir aber eh keine "Wasserratten"-Hunde haben. Südtirol würde mir gefallen, weil da unsere Hundemädels in ihrem Element wären. Aber für Baffo wäre das mittlerweile zu anstrengend und daher lassen wir das lieber.7) Was macht ihr, wenn ihr mal weggeht, in ein Café z.B.? Nehmt ihr einen Hund mit, bleiben alle Zuhause, oder esst ihr euer Eis lieber Zuhause

Wir gehen höchstens mal essen und da können die Hunde gut zuhause bleiben. Ansonsten sind wir lieber mit den Hunden unterwegs, als irgendwie "auf der Piste" zu sein
Wir organisieren seit mittlerweile 12 Jahren unser Leben so, dass mindestens immer einer von uns sich um Baffo kümmern kann, weil er nicht fremdbetreut werden darf. Wenn einer von uns beruflich oder privat für einige Tage unterwegs ist, versuchen wir halt, dass der andere in der Zeit weniger arbeitet oder gar frei/Urlaub hat. Klappt bei uns bislang perfekt.8 ) Wie schafft ihr das mit der Erziehung jedes einzelnen Hundes? Wie viel Zeit geht für euch drauf?
Da wir uns die Erziehung und das Training, eigentlich alles, was die Hunde anbelangt, teilen, ist das schon machbar. Auch bei 4 Hunden. Baffo bekommt alle 14 Tage Physio, alle 8 Wochen hat er einen Friseurtermin. Hundeschule für Zampa und Mila ist einmal, ggf. auch zweimal pro Woche. Und so im Schnitt sind wir einmal im Monat beim Tierarzt (irgend was ist immer *g*). Pupa, unsere letzte Pflegehündin, musste öfters zum Tierarzt, ebenfalls zum Hundefriseur und auch mit ihr waren wir einmal pro Woche in der Hundeschule. Sagen wir einfach: Den Großteil unserer Freizeit (mein Mann arbeitet Vollzeit, ich 30 Std./Woche) verbringen wir mit den Hunden, ob zuhause oder unterwegs. -
wow

danke für deinen Beitrag! Sehr interessant...
Was mir auffällt, oder vllt schein es auch nur so, dass bei euch alles sehr strukturiert und durchdacht ist. Muss es wahrscheinlich auch irgendwie. Wenn der eine mal nicht da ist, macht der andere halt frei. Solche Dinge! Aber das macht man dann auch gern für die Hundis, schätz ich mal

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1) Wie seid ihr zu den vielen Hunden gekommen?
Zum Teil geplant, zum Teil ungeplant - gesehen, verliebt...2) Welche Rassen/Mischlinge habt ihr?
Bounty, Parson Russel Terrier Hündin, 5 Jahre
Ambar, Gos d'Atura Catala Hündin, 3 1/2 Jahre
Krümel, Chihuahua, knapp 3 Jahre
Basca, Gos d'Atura, bald 2 Jahre3) "Braucht ihr sie zu etwas", also z.b. für die Arbeit am Vieh, bei der Jagt..., oder habt ihr sie "einfach so"
Unsere Hunde sind Familienhunde, also eher "einfach so", wobei wir die Gos d'Aturas auch züchten - allerdings im kleinen Rahmen, 1 Wurf pro Jahr, jede Hündin max. 4 Würfe in ihrem Leben, wenn weniger ist auch nicht schlimm
4) Was füttert ihr? (Geht bei 5 Hunden ja auch sehr schnell ins Geld...)
Zur Zeit Josera Trockenfutter, wobei wir überlegen zu wechseln...5) Wo geht ihr spazieren? Sucht ihr eher einsame Gegenden auf?
Ich laufe mit den Hunden regelmäßig ohne Probleme durch den Ort, um raus zu kommen - auf den normalen Gassirunden treffen wir aber auch ab und zu andere Hunde usw... wenn ich mit den Wuffels Frisbee spielen oder speziell arbeiten will, fahr ich mit ihnen raus ausm Ort auf eine abgelegenere Wiese...6) Wohin fahrt in in Urlaub?
Bisher sogut wie nirgends, in Zukunft ist Nordsee geplant - gibt ja genug Ferienhäuser für Mehrhundehalter...7) Was macht ihr, wenn ihr mal weggeht, in ein Café z.B.? Nehmt ihr einen Hund mit, bleiben alle Zuhause, oder esst ihr euer Eis lieber Zuhause?
Mal so, mal so - oft gehen alle Hunde mit, manchmal auch nur ein oder zwei, manchmal keiner - kommt drauf an wo wir hingehen... Wobei wir nicht regelmäßig weggehen, aber z.B. wochenends auf Konzerte, da müssen die Wuffels eben daheim bleiben... Wenn wir irgendwo Essen gehen innem Biergarten oder so nehmen wir die Hunde meist mit, wenns irgendein vornehmeres Restaurant ist (was wirklich seltenst vorkommt) bleiben sie auch mal daheim... Ich richte mein Leben zwar weitestgehend an den Hunden aus, aber ab und zu nehm ich mir auch mal die Freiheit raus, was ohne die Bande zu machen - sowas bringt meine Hunde aber nicht aus dem Konzept *gg*8 ) Wie schafft ihr das mit der Erziehung jedes einzelnen Hundes? Wie viel Zeit geht für euch drauf?
Ich arbeite mit meinen Hunden in der Gruppe, wenn ein junger Hund dazu kommt wird der öfters mal einzeln mitgenommen - aber im Prinzip läuft die Erziehung bei uns nebenbei, gehört zum Alltag...
Wenn ich irgendwo wider auf einem Hundeplatz arbeiten sollte, suche ich mir aber gezielt einen aus wo ich z.B. auch mit mehreren Hunden (gleichzeitig) arbeiten darf - denn schliesslich ist nicht die Begleithundeprüfung mein Ziel, sondern ein funktionierender und möglichst stressfreier Alltag :)
Ach ja... wenn der erste Hund unerzogen ist, wirds mim 2./3./4./... auch nicht besser, da ist dann auch nach wie vor Arbeiten mit dem 1. Hund wichtig...Was mir zu dem Thema noch einfällt:
-Nachdem wir die Anzahl der Hunde erhöht haben, wurde mein Auto zum Zweisitzer umgebaut - schliesslich sollen die Puschels es ja bequem haben im Auto...
-Das Bett wurde verbreitert damit die Wuffels wochenends frühs zum Kuscheln alle mit rein passen...
-Futter wird in größeren Mengen bestellt...
-Sofa wird öfters ausgeklappt das sie Hundis mit drauf können...
-Aus dem Haus gehen ohne ein paar Hundehaare an den Klamotten? Unmöglich.
-Leckerliebedarf steigt bei uns weniger, da wir das normale Futter dafür verwenden, aber Kotbeutel, Kauknochen,...
-Manchmal ist gutes Hundemanagement gefragt, v.a. wenn unsere Damen läufig sind und sich regelmäßig anzicken... Da wird z.B. abwechselnd Freilauf gewährt und beim Alleinsein getrennt...
-Staubsaugen öfters als mit 2 Hunden -_-
-nette Nachbarn wichtig
-wenn ein Hund aufdreht, zieht er oft die anderen mit; bei uns im Rudel ist Bounty, mein PRT, der Unruhestifter; ist sie ruhig, sind die anderen auch ruhig; ist sie auf Dampf und bellt z.B., machen die anderen da mit... hier muss bewusst Bounty manchmal ausgebremst werden, damit nicht zuviel Unruhe entsteht...
-ich würde mir keine 4 Hunde mit Jagdtrieb halten wollen, einer reicht da schon; Bounty läuft z.B. am/im Wald etc. deutlich mehr an der Leine, auch wenn sie notfalls abrufbar wäre möchte ich nicht das die anderen sich das Jagen abschauen und dann gemeinsam durchbrennen...
-mehr Körbchen aufstellen *gg* Sonst stapelt es sich
Ja... ansonsten - 4x soviel Liebe, manchmal 4x soviel Geduld nötig, aber auch oft 4x soviel Spaß

Noch Fragen? Nur her mit

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Naja, hat man Hunde, die man problemlos einen Sitter anvertrauen kann, ist das sicher teils einfacher mit dem Handling. Dann kommt es eben auch darauf an, ob man dauerhaft die gleichen Hunde hält oder wie bei uns alle paar Wochen ein Zugang/Abgang in der Gruppe ist. Es macht auch einen Unterschied, ob ich einen Welpen in der Gruppe habe (würd ich nie wollen
), der aus meiner Sicht in den ersten Monaten wesentlich zeitintensiver ist oder auch einen Senior bzw. kranken Hund, der besondere Bedürfnisse hat. Mehr Hunde heißt ggf. halt auch, dass nicht nur ein Hund Durchfall hat, sondern eben 4 Hunde gleichzeitig oder - noch schlimmer - nacheinander
Mit jedem Hund steigt die Anzahl der Waschmaschinenladungen pro Woche und wir werden uns nun auch ein größeres Auto kaufen (müssen). Aber, und das darf man nicht vergessen, mehr Hund heißt auch mehr Freude!!!Wegen der netten Nachbarn: Unsere Nachbarn sind von unseren Hunden begeistert, weil unsere 3, 4 oder auch 5 weniger bellen als der eine Gartenhund in der Nachbarschaft

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Zitat
Es macht auch einen Unterschied, ob ich einen Welpen in der Gruppe habe (würd ich nie wollen
),Wegen der netten Nachbarn: Unsere Nachbarn sind von unseren Hunden begeistert, weil unsere 3, 4 oder auch 5 weniger bellen als der eine Gartenhund in der Nachbarschaft

keinen Welpen? Darf ich fragen warum? Ist es die Zeit, die deutlich mehr drauf geht, für Stubenreinheit und co., oder könntest du ihn dann nichtmehr hergeben???

Nette Nachbarn sind wahrscheinlich auch unglaublich wichtig....
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Zitat
-wenn ein Hund aufdreht, zieht er oft die anderen mit; bei uns im Rudel ist Bounty, mein PRT, der Unruhestifter; ist sie ruhig, sind die anderen auch ruhig; ist sie auf Dampf und bellt z.B., machen die anderen da mit... hier muss bewusst Bounty manchmal ausgebremst werden, damit nicht zuviel Unruhe entsteht...

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Was mich noch interessieren würde und was ich oben vergessen habe ist, wie sich die Hunde untereinander verstehen? Lieben sie sich, dulden sie sich...
Müsst ihr oft "eingreifen"? Gibts öfter mal heikle Situationen im Rudel? -
Welpen passen erstens nicht zu unserem Leben, da wir eben berufstätig sind und ich mag es lieber, wenn ich weiß, wie der Hund ausgewachsen aussieht und mich davon nicht überraschen lassen. Auch kann ich bei Hunden so ab 7 Monaten schon erkennen, wie sie drauf sind, also ob eher ängstlich oder forsch.
Bei uns gab es nur beim Einzug von Zampa richtig Zoff. Das war aber klar, da Baffo bis dahin so gut wie unverträglich mit allem war: Rüden, Hündinnen, Welpen. Es gab einzelne, hündische Ausnahmen, mit denen Baffo sich in den Jahren zuvor verstand, aber Zampa gehörte leider nicht dazu
Es war SEHR anstrengend und ich bin dann auch für ein verlängertes Wochenende mit Zampa in den Urlaub gefahren, damit sie alle Gemüter (die der Hunde und unsere) wieder beruhigen konnten. Danach gingen wir mit klarem Kopf und genauen Vorstellungen an das Thema ran und da die Hunde genaue Vorgaben bekamen, was wir erlauben und was nicht, funktionierte es auch.Danach zogen ja noch 9 Pflegehunde und Mila bei uns ein und es gab nur einmal eine heikle Situation, als die Pflegehündin (eine Hovawart-Mix) am ersten Abend durch den Wind war und sich auf Baffo "stürzte", als er vom Garten ins Haus kam. Nichts passiert
. Ansonsten fressen die Hunde nebeneinander liegend sogar Fleischknochen und ich kann auch eine Handvoll Leckerchen in den Garten werfen und sie streiten sich nicht darum. Was sie gerne und ständig machen: Sie klauen sich gegenseitig die Kopfhautstücke oder andere Schlemmereien und sind dabei auch echt gewieft
Sie liegen neben uns und miteinander auf der Couch, im Bett und teils in den Hundekörben.Ich denke, es kommt schon darauf an, ob die Menschen an einem Strang ziehen und sich einig sind und diese Ansichten den Hunden über dann auch klar kommunizieren.
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Bounty ist wirklich unsere Terrier-Terror-Töle *brumm*
Aber es war etwas... umständlich beschrieben *gg*
Untereinander gibts bei uns wenig Probleme, wobei ich hier schon regeln und managen muss - alleine klären lassen würde bei unseren Gossi-Damen darin enden, das sie sich gegenseitig festbeißen und keiner mehr loslässt - Weiber *hmpf* Ne, eher Z-i-c-k-e-n...
Wobei unsere sich im Prinzip nur vor/bei Läufigkeiten mal angehen oder wenns um Kausachen geht - normales Futter, Sofa, Bett, Hundekörbchen werden meist friedlich geteilt
Ich glaube wenn unsere hormonell gesteuerten Damen kastriert wären, wäre es in dieser Hinsicht einfacher... Aber man liebt ja Herausforderungen, ne?

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