Welpe unsicher bei Hundebegnungen. Was tun?
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AussieBoomer -
18. April 2011 um 17:15
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Hallo,
Boomer lebt jetzt seit fast 3 Wochen bei mir. Jetzt habe ich aber das Problem das er sehr unsicher bei anderen Hunden ist. Jedesmal wenn wir einen anderen Hund treffen macht er sich ganz klein und versteckt sich hinter meinen Beinen.Das läuft dann etwa so ab.
Wenn der andere Hund so ca 10 m weg ist freut er sich noch und fängt an an der Leine zu ihm hin zu ziehen. Das geht so lange bis der andere Hund ca.4m vor uns ist. Dann wird Boomer immer kleiner und kommt immer näher zu mir. Wenn der andere Hund dann 1m vor uns ist ist Boomer auch schon ganz verschwunden hinter mir.Jetzt zu meiner Frage. Wie verhalte ich mich in solchen Situationen richtig? Ich möchte ja auch nicht das er sein Leben lang angst vor anderen Hunden hat.
Vor allem verstehe ich es auch nicht. Denn bei seiner Züchterrin leben 4 erwachsene Aussies, 2 Cavalier King Charles Spaniel und 3 Französische Bulldoggen.
Ich hoffe ihr könnt mir ein paar tips geben. - Vor einem Moment
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Wenn der Welpe Schutz sucht, würde ich ihm auch den Schutz gewähren, ihn aber auch nicht großartig betüddeln. Die Zeit, dass er andere Hunde interessant findet, kommt wahrscheinlich schneller als dir lieb ist.
Das einzige, was ich persönlich nicht mitmachen würde: ich würde mich nicht 6 Meter von einem Hund durch die Landschaft schleifen lassen. Auch nicht von einem Welpen.
Viele Grüße
Frank -
Zitat
Jetzt zu meiner Frage. Wie verhalte ich mich in solchen Situationen richtig?
Schutz gewähren ist richtig, bloß zu nichts zwingen.
ZitatIch möchte ja auch nicht das er sein Leben lang angst vor anderen Hunden hat.
Ich würde an deiner Stelle in eine gut geführte Hundeschule gehen.
Die Gruppe sollte nicht zu groß sein, eine Hundetrainerin, die alle Hunde im Auge hat und individuell auf einzelne Welpen eingeht.
Auch dort sollte dein Welpe nicht ins kalte Wasser geworfen werden.
Mit Hilfe einer Trainerin wird er schon noch sicherer werden.ZitatVor allem verstehe ich es auch nicht. Denn bei seiner Züchterrin leben 4 erwachsene Aussies, 2 Cavalier King Charles Spaniel und 3 Französische Bulldoggen.
Deswegen kann dein Welpe trotzdem ängstlich sein.
Hast du diese Zuchtstätte und deinen Welpen vorher häufig besucht und die Interaktionen zwischen den Welpen und den erwachsenen Hunden beobachten können?
Wie und wo lebten die Welpen?
Wie alt war dein Welpe bei Abholung?Gruß
Leo -
Das hat meine Boxerhündin auch gemacht. Bei manchen Hunden die sie schon sehr gut kennt macht sie das heute noch.
Ich habe ihr den Schutz hinter mir auch geboten, aber ich bin nicht stehen geblieben. Selbstbewusst weiterlaufen, denn wenn der Hund merkt das du Selbstbewusst bist wird er dir vertrauen. Es ist ganz klar das er sich erstmal klein macht um dem anderen Hund zu zeigen das er harmlos ist. Wie alt ist dein Hund jetzt? -
Ich finde es sehr richtig, dass Du Dir über das unsicher scheinende Verhalten Deines Hundes Gedanken machst und Dich direkt am Anfang bereits bemühst darauf richtig zu reagieren.
Meinen Vorrednern schließe ich mich an, aber möchte hinzufügen, dass Du bei einer Hundeschule/ Welpenstunde darauf achten solltest, dass Dein Hund mit gleichaltrigen Hunden zutun hat und das gemeinsame Spiel kontrolliert abläuft. Das bedeutet für mich, dass auch in der Welpenstunde wilde Raufereien und gemobbe unter den Welpen unterbunden werden. Wenn größere/ ältere Hunde dabei sind, sollten diese gemäßigt auf die Welpen korrigierend einwirken. Für mich persönlich bedeutet dies, dass ein älterer Hund nur dann maßregelt, wenn der Welpe/ Junghund über das Ziel hinausschießt und die Maßregelung dann auch "sanft" bzw. spielerisch und souverän erfolgt. Von älteren Hunden, die jede "Kleinigkeit" eines Welpen/ Junghundes kommentieren und maßregeln müssen, in dem sie direkt Zähne zeigen, schnappen, den Hund am Boden fixieren, sind für mich nicht souverän, sondern eher selber unsicher. Begegnungen mit anderen Hunden sollten Spaß machen und Deinem Hund Freude bereiten.
Dass ein Welpe bei Hundebegegnungen auch "für das Leben etwas lernen soll" und das Leben auch für einen Welpen "kein Ponnyhof" ist, versteht sich von selbst, aber es ist meiner Meinung nach immer die Frage, was Welpen je nach Charakter bei Hundebegegnungen lernen. Schlecht wäre es, wenn Dein scheinbar etwas unsicherer Hund aus Hundebegegnungen lernt, dass andere Hunde ihn vorwiegend maßregeln, ihn unterbuttern, ihm mental überlegen sind, er sich gegen sie zur Wehr setzen muss, um selber weiter zu kommen, weil Frauchen/ Herrchen ihn in solchen Situationen sich selber überlässt. Irgendwann kommt der Tag, an dem dann auch ein unsicherer Hund andere Taktiken versucht, um vorwärts zu kommen. Der stets freundliche und devote Hund wird dann plötzlich zum Leinenpöbler und "Angstbeißer".
Ich persönlich finde es nicht schlecht, wenn Dein Hund anderen respektvoll begegnet, in dem er sich klein macht und devot zeigt, solange dies für Deinen Hund auch eine positive Folge hat bzw. die anderen Hunde darauf angemessen reagieren. Angemessen heißt für mich, dass sie Deinem Hund freundlich begegnen und sein Verhalten anerkennen oder ignorierend begegnen, wenn sie keine Lust haben. Unangemessen wäre für mich, wenn andere Hunde daraufhin respektlos mit ihm umgehen, das devote Verhalten Deines Hundes als Anlass sehen, um ihn zu mobben, oder ihn durch Drohgebärden zusätzlich einzuschüchtern.
Natürlich müssen Welpen auch lernen, wo sie stehen bzw. wie ihr Status gegenüber anderen Hunden ist. Natürlich werden Kräfte gemessen, Verhaltensregeln gelernt, Grenzen ausgetestet etc. aber meiner Meinung nach alles in Maßen und vor allen Dingen auch so, dass "Abbruchsignale" richtig und angemessen angewandt werden und die gegenseitigen "Abbruchsignale" des jeweils anderen Hundes akzeptiert und anerkannt werden.
Zudem kann ich Dir nur den persönlichen Rat geben, nicht immer zu allen Hunden mit Deinem Hund zu hinzugehen, sondern ihm bereits im frühen Alter beizubringen, dass man auch mal an einem anderen Hund vorbei geht ohne Kontakt aufzunehmen. Gerade bei unsicheren Hunden ist es später, wenn man eben nicht mehr überall und zu jedem Hund gehen kann, ein leicht missverstandenes Zeichen für einen unsicheren Hund, dass man plötzlich nicht mehr zu allen Hunden hinrennt.
Es gibt zum Thema sehr sehr viel zu sagen und ich merke bereits, dass ich wieder zuviel schreibe. Sorry.
Viel Glück und Erfolg.
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ZitatAlles anzeigen
Ich würde an deiner Stelle in eine gut geführte Hundeschule gehen.
Die Gruppe sollte nicht zu groß sein, eine Hundetrainerin, die alle Hunde im Auge hat und individuell auf einzelne Welpen eingeht.
Auch dort sollte dein Welpe nicht ins kalte Wasser geworfen werden.
Mit Hilfe einer Trainerin wird er schon noch sicherer werden.Leider habe ich noch keine Hundeschule gefunden die die Welpen nicht ins kalte Wasser wirft. Deswegen wird das wohl zimlich schwierig. Bei den beiden wo ich war sollte man die Welpen am Tor ableinen und dann zu den schon frei laufenden anderen Welpen rein gehen. Das fand ich jetzt so nicht wirklich schön. Vor allem glaube ich nicht das Welpen sich untereinander etwas beibringen können.
Deswegen kann dein Welpe trotzdem ängstlich sein.
Hast du diese Zuchtstätte und deinen Welpen vorher häufig besucht und die Interaktionen zwischen den Welpen und den erwachsenen Hunden beobachten können?
Wie und wo lebten die Welpen?
Wie alt war dein Welpe bei Abholung?Leider habe ich ihn nur 2 mal besuchen können und da war er meistens nur mit seinen Geschwiestern am spielen oder schlafen. Die Welpen lebten mit der Mutter und den andern Hunden im Haus und bei schönen Wetter konnten sie raus in den Hof um zu spielen. Leider war der Hof aber zimlich abseits von allem und er scheint nicht wirklich viel kennen gelernt zu haben. Das merkt man daran das er vor allem möglichen angst zeigt zB. vor Autos,Kindern und vor lauten geräuschen (da reicht schon wenn man das Futter in den Metall Napf fallen läst).
Also ist das mit den anderen Hunden nicht unsere einzige Baustelle. Ich habe Boomer mit 10 Wochen abgeholt.Gruß
Leo -
hey
ich würde bei begegnungen meinen hund nur an die hunde lassen, wo du weißt, dass die nichts machen... und am besten kannst du das ja mal so versuchen, indem du zuerst den kontakt mit dem anderen hund aufnimmst und deinen hinter deinen rücken lässt und wenn er neugierig ist wird er schon nach vorne kommen...
ansonsten würde ich auch nicht stehen bleiben und weiter gehen. denn mit stehen bleiben signalisierst du gefahr. ich würde auch darauf achten, dass du deinen hund den schutz gibst und damit meine ich nicht auf den arm nehmen oder auf die andere seite schicken, sondern bewusst selbstbewusst weiter gehst und wenn der andere hund näher kommt diesen wegschickst oder dem halter schon von weiten sagst, dass du keinen kontakt möchtest. man sieht bei einigen hunde schon von weiten ob diese pöbeln oder nicht. da würde ich z.B. schon hervor eingreifen. entweder den halter bescheid geben oder notfalls selbst den hund blockieren.ich habe durch die welpengruppe mir einige probleme mit meinem hund eingehandelt. sie hat leider dort gelernt, weil sie viel gemobbt wurde (und ich es nicht besser wusste 1. hund und so und trainer nichts dolles machten) angriff ist die beste verteildigung.
und das dauert eben lange bis man dem hund dann wieder vermittelt hat, dass er sich auf einen verlassen kann und man selbst schon die situation regelt. ich lasse heute grundsätzlich keinen fremden hund mehr an meine hündin. außer ich kenne die leute oder sehe diese öfters. sonst bin ich da sehr vorsichtig. da meine hündin mehrmals an der leine auch für mich unerwartet angegriffen wurde. es gibt eben leider sehr viele hunde die schon mit zug in der leine auf einen zu kommen. begegnungen an der leine immer nur dann (zumindest bei mir) wenn die leine locker durchhängt.was du auch machen könntest gehe doch mit anderen spazieren in leinengruppen. manchmal merkt man auch wenn der hund von alleine kontakt aufnehmen will..oder übe mit einem hund der sich nicht besonders für andere hunde interessiert. dies hat mir auch mit meiner hündin viel gebracht. da hat sie gemerkt, dass sie nicht aufgefressen wird.
also, eines ist klar, dein hund braucht auf jeden fall viel kontakt und wenn manches etwas wild aussieht, vieles ist in ordnung..ich weiß selbst, dass es manchmal schwer ist genau zu entscheiden wann etwas zu wild wird. frage doch mal in einer hundeschule an und sage denen, dass dein welpe etwas schüchtern ist. vielleicht lassen die dann erstmal nur 1-2 welpen zu ihm bis sie ihn in die komplette gruppe nehmen.
meine hündin hatte auch angst wg. autos und lauten geräuschen. ich bin damals mit ihr an der straße viel spazieren gegangen und habe sie aus der hand gefüttert...oder habe mich am straßenrand gesetzt, aber so das sie entspannt war. usw. all so aktionen!
ist immer blöd, wenn man einen hund kriegt der nicht so viel kennen gelernt hat.am besten vermittelst du deinem hund schon zu hause, dass du alles regelst..indem er ins körbchen geht wenns klingelt und er dir nicht ständig hinterher läuft...usw.
das sind alles dinge die man von beginn an schon regeln kann, damit man später keine probleme mit sowas hat.viel erfolg.
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