Das leidige Thema Alleine bleiben

  • Hallo,

    ich brauch mal eure Hilfe. Ich bin ratlos und mein Trainer auch.

    Ich habe mit Koda das Alleinebleiben (im Schlafzimmer) geübt, schön langsam auf mittlerweile eine Stunde aufgebaut. Hab auch an der Türe oder unten im Treppenhaus gelauscht, nix zu hören, wenn ich ihm einen Kong oder so gebe ist er danach auch leergefressen, also alles okay...
    Jetzt habe ich mir letztens eine Cam gekauft und die Just-for-fun mal mitlaufen lassen...
    Das lief in etwa folgendermaßen ab. Ich gehe raus, sage kurz "Tschüss", Koda schaut eine Weile und fängt dann an zu fiepen und leicht an der Türe zu kratzen, so ca. die ersten 10- 15 Minuten (aber recht leise, deswegen hört mans vor der Türe auch nicht und teilweise auch mit recht großen Pausen dazwischen, so 1-2 Minuten)
    Dann wird er still, legt sich hin und versucht zu schlafen bis ich wieder komme. Er ist zwar immer noch recht unruhig, also legt sich oft um, fiept evtl sogar nochmal kurz, aber generell liegt er da und schaut oder versucht zu schlafen.

    Auf dem Video wirkt es auf mich teilweise recht gestresst, teilweise aber auch einfach nur, als würd ihm das einfach nicht passen und teilweise als würde er sich echt bemühen jetzt ruhig mit der Situation klar zu kommen... (Falls das eine Hilfe ist...)

    Die Frage ist, was mache ich jetz? Ich meine, wenn er gegen Ende unruhig werden würde oder durchgehen jammern würde, wärs klar, aber so?
    Soll ich es einfach ignorieren? Nach dem Motto, gut er hat noch etwas Stress, aber daran gewöhnt er sich schon noch?
    Ganz neu aufbauen? Dafür fehlt mir eigentlich die Zeit und die Dauer ist ja scheinbar auch nicht sein Problem.
    Einfach auch mal wieder früher heim kommen? Damit habe ich es gestern probiert (25 Minuten) mit dem Erfolg, dass er heute noch aufgekratzter war, also dass er in der "2.-Hälfte" nicht so ruhig war wie sonst, sondern eher die Dauer-Erwartungshaltung 'gleich kommt sie wieder, hinlegen rentiert sich nicht' hatte.
    Einen Kong oder ähnliches geben? Der verzögert das Ganze nur. Also, er frisst dann erst in aller Ruhe den Kong leer, sucht dann ob noch was da ist und dann gehts wieder normal los, also erst fiepen und dann langsam ruhiger werden.

    Hat jemand vllt eine Idee was genau sein/ unser Problem ist und wie ich es beheben kann? :hilfe:

  • Unser Labrador-Mix Moses ist nun fast 5 Monate alt und wir sind auch mitten im Alleinbleibe-Training.

    Wir filmen ihn die ganze Zeit und werten das Video immer nachher aus.

    Anfangs hat er auch immer erst nach einer kurzen Zeit ein wenig gemeckert.

    Mittlerweile klappt es super - gestern war er 2,5 Stunden allein und ist nicht mal von seinem Platz aufgestanden, er hat völlig entspannt geschlafen und keinen Mucks von sich gegeben.

    Unsere Methode:

    Vor dem Alleinbleiben wird er mindestens 15 Minuten völlig ignoriert, auch nicht angesehen (!), kein Abschiedswort, kein Spielzeug oder ähnliches - ich gehe einfach ruhig und wortlos weg. Manchmal geht er zur Wohnungstür, steht kurz da rum, dann dreht er sich um und geht zurück auf seinen Platz und döst oder schläft. Und manchmal, so wie gestern, bleibt er einfach auf seinem Platz liegen.

    Auch ignoriere ich ihn für einige Zeit völlig, wenn ich zu Hause bin, etwa am Schreibtisch sitze und arbeite, für mindestens zwei Stunden. Er liegt dann ebenso entspannt auf seinem Platz. Seitdem ich dies mache, klappt auch das Alleinbleiben viel besser.

    Und wenn ich nach Hause komme, wird er auch völlig ignoriert, für mindestens 5 Minuten. Mittlerweile steht er gar nicht mehr auf, wenn ich zur Tür hereinkomme, sondern hebt den Kopf - alles klar, sie ist wieder da - und legt sich dann wieder hin.

    Das Nichtansehen war bei uns der entscheidende Tipp. Auch bei einer Bekannten klappt es seitdem mit dem Alleinbleiben viel besser.

    Wir variieren auch die Zeiten, lassen ihn jeden Tag allein, manchmal nur 15 oder 30 Minuten, wenn wir dringende Termine haben, dann auch eben mal 2,5 Stunden.

  • ich mache es auch so das ich kein großes tamtam mache wenn ich gehe.... ich verabschiede mich nicht und begrüße sie auch nicht großartig wenn ich wieder komme.... es ist selbstverständlich das ich komme und gehe.....übe doch auch ab und an mal in der wohnung einfach den raum zuverlassen und die tür zu zu machen....solange er fiebt nicht wieder rein gehen wenn er dann mal einen moment ruhig ist gehst du wieder rein tust so als ob nix gewesen wäre....

    aber ml ne frage wie alt ist dein hund denn....?

  • Hallo,
    also danke erstmal für die Antworten. Aber eigentlich habe ich mich genau so verhalten wie ihr es vorgeschlagen habt...
    Naja, jedenfalls habe ich die Lösung meines Problems durch Zufall selbst herausgefunden. Viel zu simpel um selbst drauf zu kommen :headbash:
    Seine Hoheit will einfach nur nicht im Schlafzimmer eingesperrt werden. Vorhin ausprobiert, zweimal kurz gefiept nachdem ich die Türe zu gemacht habe und dann hat er die restliche Stunde geschlafen. :gott:

    Ich hatte schon Angst, dass ich alles ändern muss und es Sekunde um Sekunde nochmal aufbauen darf...

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