Welpe bellt - wie verhalten

  • Hi,

    unsere Kleine ist jetzt 13 Wochen alt und bellt Sachen / Tiere an, die sie nicht kennt oder, die ihr unheimlich sind. Das Bellen an sich ist ja eine ganz normale Lautäußerung und sicherlich Zeichen ihrer Unsicherheit. Ich wollte nur fragen, wie ich am besten darauf reagiere.

    Bis jetzt versuche ich es zu ignorieren oder sie abzulenken (Sitz üben/ Leckerlie suchen). Ist das richtig oder soll ich das Bellen von anfang an unterbinden?

    Angebellt hat sie schon: Hasen in einem Stall, einen Ball an den sie nicht rankam (böser Ball schwamm im Wasser :p) und heute einmal ohne für mich ersichtlichen Grund beim spaziergang (wollte sich gar nicht beruhigen).

    Sie bellt auch die Nachbarshunde, die im Grundstück sind, an. Wie zeige ich ihr da am besten, dass ich das regele und nicht sie.

    Ich freue mich auf zahlreiche Tipps :smile:

  • Hallo,

    wir sind auch gerade dabei, unserem Mischlingsjunghund (19 Wochen) ein Kommando beizubringen, mit dem Bellen aufzuhören - unser erster Versuch trägt eine kleine Frucht :smile: , daher hier mal, wie wir es anstellen:

    Als er im Park einen anderen Hund anbellte (er wollte zu ihm hin und spielen, musste aber noch im Sitz warten), habe ich ein Geräusch gemacht, dass er von mir noch gar nicht kannte, nämlich "pssst-leise". Er hat kurz aufgehört und mich fragend angesehen, in dem Moment habe ich ihn sofort gelobt und er hat ein Leckerchen bekommen. Das werden wir jetzt oft wiederholen.

    Und als er als Welpe in der Wohnung bellte, um mich zum Spiel aufzufordern, bin ich schnell weggegangen; dieses Aufforderungsbellen hat er schnell eingestellt.

    Aus Angst vor einem Gegenstand hat unser Kleiner bisher nicht gebellt - aber ein befreundeter Junghundbesitzer hat mir erzählt, dass seine Hündin immer die großen Mülltonnen im Hof angebellt hat, er ist mit ihr immer wieder hin und als sie ruhig war, hat er sie gelobt und ihr ein Leckerchen gegeben; das Bellproblem hat sich so nach einigen Tagen gelegt.

  • Hi,

    danke für die Antwort ;)

    Das mit dem Komando werd ich das nächste mal ausprobieren, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.

    Den Ball im Wasser hat sie auch nur solange verbellt, bis sie wusste, wie sie rankommt. Zu den Hasen werd ich wohl nochmal gehen und sie loben, wenn sie artig ist.

  • Willst du, daß sie einfach aufhört zu bellen oder willst du, daß sie sicherer wird?

    Im zweiten Fall lass sie einfach an der längeren Leine, ignoriere sie, geh zu dem Angstauslöser, hock dich daneben und fass ihn an, ohne Welpi dabei anzusehen (ich hab bei so einer Aktion schon Müllbeutel an der Strasse angefasst, weil die im Dunkeln ja sooo gruselig sind.). Im Normalfall "denkt" Welpi "ah, Frauchen hat keine Angst, dann kann ich ja auch mal gucken". So lernt sie, daß die große böse Welt gar nicht so gefährlich ist, wie sie denkt. Welpen lernen viel durch abgucken.

  • Sie soll schon sicherer werden und vor den Hasen hatte sie glaub ich nur Angst. Leider kann ich sie nicht direkt anfassen (stehen auf einer Wiese vor Gemeindehäusern) aber vielleicht hilf es schon, wenn ich ans Gitter gehe. Super Tipp Danke :gut:

    Bei den Nachbarshunden will ich ihr aber auch das Gefühl geben, dass ich das regele und nicht sie. In dem Grundstück sind drei Boxer und wenn ich mit Tapsi komme drehen sie auf. Die eine Hündin verbeißt die Andere dann immer vom Zaun weg :???: Meine Kleine schaut sich das ne Weile an, dann bellt sie und weicht zurück. Sollte ich da auch stehenbleiben und jedes ruhige Verhalten loben oder lieber das Bellen unterbinden?

  • *lach
    Klar, es reicht schon, wenn du das Gitter anfasst.

    Wenn du siehst, daß deine Kleine der Auslöser für die Bellerei/Beisserei der Nachbarshunde ist, würde ich sie zurückrufen. Im schlimmsten Fall gibt es sonst auf der Nachbarseite ne Mordsbeisserei. Hast du die Möglichkeit, dort einen Sichtschutz anzubringen? Was sagt denn der Nachbar?

  • Nachbarshunde war vielleicht etwas zu ungenau. Direkten Sichtkontakt haben sie nicht, weil der Nachbar nicht neben uns wohnt, aber wir müssen regelmäßig an dem Zaun vorbei und ich will nicht, dass sie dann jedesmal bellt. Mit unserem alten Rüden bin ich da auch immer vorbei, den haben sie aber nicht oder nur ganz selten angebellt und sich auch nicht so aufgeführt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Hunde jetzt in die Pupertät kommen.

    Vielleicht bin ich auch zu lang stehengeblieben, aber da die Kleine Angst hatte, wollt ich warten, bis sie sich beruhigt. Das nächste mal werd ich einfach zügig an dem Grundstück (Zaun nicht direkt an der Straße) vorbeigehen. Das ist sicher streßfreier für alle.

    Mit den Hasen und anderen "gefährlichen" :headbash: Dinge werden wir weiterhin trainieren.

    Gewundert hat mich heute aber, dass sie ohne Grund gebellt hat. Aber vielleicht hab ich auch nicht gesehen, was sie "aufgeregt" hat. Dafür ist ein Abbruchkomando sicher hilfreich.

  • Ja das sind wir wohl :lachtot: Bei Cid, unserem alten Rüden, wusst ich immer, wenn ne Katze in der Nähe ist, obwohl meilenweit keine zu sehen war. Aber er hat die Ohren gespitzt und war ganz angespannt. :pfeif:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!