Alleine bleiben

  • Hi Leute,

    ich habe schon einige Male versucht, meine Hündin immer mal wieder ein paar Miuten alleine zu lassen bis hin zu einer halben Stunde. Das hat auch prima geklappt, ohne zu meckern. Nun war es gestern so, dass ich abends noch weg ging und sie das gemerkt hat, sie ist mir auch nach unten gefolgt, wo ich sie zu meinen eltern ins wohnzimmer lies, in einem unbemerkten Zeitpunkt, ging ich schnell wieder hinaus und schloss die Tür hinter mir. Ich hörte noch, dass sie zur Tür rannte und ein bisschen trauerte und bellte. In einem Monat ziehe ich mit Freundin zusammen, dann sind keine Eltern mehr da, dann ist sie halt mal 2 std. allein.

    HABT IHR MIR GUTE TIPPS, WIE ICH AM BESTEN IN SOLCHEN SITUATIONEN "TRICKSEN" KANN, dass sie es vielleicht so gut wie garnicht bemerkt, dass ich gehe oder es garnicht so schlimm findet?

    Danke und liebe liebe Grüße

  • Also, meine "Erfahrung" besteht gerade mal aus 3 Tagen, aber Mina hat weniger Probleme damit dass ich gehe wenn sie es auch mitbekommt - weil sie weiß, wo ich abgeblieben bin, denke ich mal. Du kannst ja mal versuchen, dich nicht heimlich davonzustehlen, vielleicht macht ihr das einfach Angst weil sie nunmal nicht weiß wo du hin bist - und meint, besser aufpassen zu müssen o.ä.?
    Ist aber nur eine Vermutung, die langjährigen HH hier wissen das bestimmt besser :)

  • ich bin der meinung, man sollte da nicht tricksen. denn irgendwann merkt der hund ja doch, dass man verschwunden ist - und es gibt gar nicht so wenige kandidaten die dann erstrecht "aufpassen" und das heimliche verschwinden wird immer schwerer...

    ich bin eher für einen langsamen aufbau des alleinbleibens - das rausgehen/wiederkommen muss etwas ganz selbstverständliches sein, etwas, was eben passiert und was gar nicht spektakulär ist.

    mit dem langsamen minutenweise aufbau hast du ja schon sehr gut vorgearbeitet. ich hab hier ein kleines ritual eingeführt, ich sag immer, wenn ich die wohnung verlasse, den gleichen satz: "ihr bleibt hier, bin gleich wieder da" (was man sagt oder tut ist völlig wurscht - mir gehts dabei nur darum, dass sie wissen, was kommt).

    dann geh ich, ohne viel aufhebens zu machen. wenn ich wieder komme, mach ich auch keinen allzugrosse sache draus: "bin wieder da" - dann zieh ich mich aus (jacke, schuhe ect) und dann wird ruhig und ohne grosse action kurz begrüsst.

    mein ziel war es, dass meine hunde irgendwann mein kommen/gehen als etwas ganz normales ansahen, was eben halt so passiert im alltag - manchmal auch mehrmals. ;) nix, was aufregend ist - denn sie kommt ja wieder. ;)

    ein lernprozess, der sich vom aufbau her wenig vom "sitz" oder "platz" unterscheidet - irgendwann nach gefühlten 2000 wiederholungen ist es selbstverständlich, dass "hund" sich auf sitz eben setzt. ;)

    individuell verschieden ist natürlich dabei immer, wie lange ein hund alleine bleiben kann - und wie lange es dauert, bis er 1 stunde, 2 stunden, 3 stunden ect. akzeptieren kann.

    wie gesagt, meinen hunden fällt es leichter, wenn sie zuerst lernen, dass ein kommen/gehen ganz normal ist.

  • Also ich habe hier auch so einen sitzen der partout nicht alleine bleiben wollte. :headbash:

    Wir haben folgendes gemacht und es hat supertoll funktioniert: Über ca. einen Monat hinweg das Alleinebleiben aufgebaut ( einfach mal den Raum verlassen, allleine ins Bad gehen usw. ohne groß Aufhebens drum zu machen, die Wohnung für nen Moment verlassen gleich wieder kommen ohne das Hundetier zu beachten....)

    Merklich verändert hat sich da bei meinem Hundekind allerdings nichts...mal hat er schon angefangen zu mosern wenn ich nur zur Tür gegangen bin, mal hat ers 2 Minuten ausgehalten...darüber hinaus sind wir allerdings nicht gekommen. Obwohl ich im Nachhinein der Meinung bin, dass es eine wichtige Vorbereitung war.

    Dann kam unser WUNDER :

    Ich habe den Tipp bekommen, dass ich ihm doch etwas zum kauen dalassen soll um den Abschied zu überbrücken und ihn zu beschäftigen, da er aber 1. dazu neigt die Dinger runterzuschlucken sobald sie annähernd groß genug sind und 2. die "Normalos" (wie Rinderkopfhaut und co.) ihn gar nicht mehr interessieren, da er grad erst durch den Zahnwechsel ist und gefühlte und gerochene Tonnen von dem Zeug gefressen hat, war das alles nicht spannend genug und ich konnte ihn damit also nicht alleine lassen.

    Und was man so tut als braves, pflichtbewusstes Frauchen, man klemmt sich hinter den PC und recherchiert nach schönen Sachen...und da habe ich den Dino Knochen entdeckt (is wohl ein getrockneter Ochsenoberschenkelknochen- riecht eklig, sieht eklig aus und wiegt seines Zeichens fast 2 Kilo) aber er hilft :D

    Den bekommt Monsieur jetz also NUR wenn ALLE die Wohnung verlassen und er wirklich KOMPLETT alleine ist! und er liebt ihn abgöttisch...er hat nichtmal mehr Zeit zu gucken wenn ich wiederkomm, geschweige denn mich zu begrüßen, weil er genau weiß, dass wenn ich jetz wieder da bin ich ihm seinen geliebten Knochen gleich wieder wegnehme :lol:

    Und auch wenns mal länger wird...mit Knochen in den Pfoten und Kopf draufgelegt hab ich ihn auch schon friedlich schlafend vorgefunden :headbash:

    Übrigens haben wir auch ein Markerwort wenn er "alleinebleiben" soll und uns nicht immer durch die Wohnung folgen soll: "bleib"

    Akzeptiert er damit ganz gut...

    Hoffentlich hilft dir mein Roman weiter und ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen....rausschleichen ist nicht die Lösung :smile:

    Lg Annabell

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