Viel zu tun- wo anfangen?

  • Hallo zusammen

    Ich bin neu in diesem Forum angemeldet, lese aber schon einige Zeit immer mit.

    Nun gut, ich habe da eine grössere Baustelle und will auch nicht lange ausholen. Ich habe Hundeerfahrung, aber mit einer längeren Pause dazuwischen von einigen Jahren nicht mehr intensiv mit einem Hund gearbeitet, resp. unser alter Hund war recht gut erzogen. Daher bin ich zur Zeit sehr unsicher, wie ich alles anpacken soll.

    Wir haben seit kurzer Zeit einen Hund aus dem Tierheim adoptiert, Mischlingshündin (Schäfer x ?), ca. 5 Jahre alt und überhaupt nicht erzogen. Also es gibt viel zu tun, ich freue mich auf die Arbeit aber ich möchte das richtig anpacken.

    Grösste Probleme zur Zeit: Nicht abrufbar, Essen klauen, in Abwesenheit auf Sofa/Bett liegen (dürfen unsere Hunde generell nicht. Nein, nicht mit der Begründung der Dominanz, sondern einfach weil wir es nicht wollen) und Ziehen an der Leine. Ansonsten ist es eine sehr liebe und angenehme Hündin.

    Aber wo soll ich beginnen mit Arbeiten? Und vor allem Wie? Mich stresst vor allem das nicht Herkommen auf Kommando... Aber für die drei anderen Probleme bin ich auch für Tipps dankbar ;)

    Soll ich in erster Zeit nur zu Hause üben bezüglich Aufmerksamkeit und Bindung aufbauen? Wie soll ich mich auf dem Spaziergang verhalten, habe die Kleine an einer 4m Leine. Soll ich noch nichts tun als einfach laufen, aber nicht rufen usw.? Denn das sitzt ja vollkommen nicht, wäre es somit besser, lieber nicht zu rufen, als dass es dann nicht klappt oder ich die Leine einholen muss?

    Meine Idee: Zu Hause nur die Aufmerksamkeit üben, in verschiedenen Räumen, draussen und drinnen. Name rufen, schaut Hund auf= Leckerlie (oder gleich mit Clicker anfangen?). Später dann nur noch Leckerlie, wenn sie mich anschaut. Aber wie lange soll ich das machen? Bis zu welchem Zeitpunkt? Wann anfangen, das "Hier" einzubauen und vor allem wie?

    Mit Spielzeug kann sie garnichts anfangen, Leckerchen geht so einigermassen, aber auf dem Spaziergang reagiert sie kaum darauf (fressen nur wenn es gerade vor der Nase ist, ansonsten nicht).

    Ich kenne die Threads hier im Forum (doppelter Rückruf usw.) und bin auch fleissig am lesen... aber bin auch etwas :???: , wie ich das umsetzen soll in der Anfangszeit, wo ich mich ja auch mit dem Hund bekannt machen muss.

    Hach, weiss nicht, wie ich es angehen soll. Vor allem merke ich, dass ich selbst viele Fehler mache, und das ärgert mich zusätzlich :(

    Hoffe, ihr kommt bei meinem Chaos etwas nach, sonst einfach nachfragen.

    Danke im Voraus, liebe Grüsse
    Aschira

  • hallochen und willkommen..........

    der abruf ist das wichtigste......übe mit 5m schleppleine....am besten gehts mit pfeife(schau mal unter martin rütter/oli P.-Vip hundeprofi.........meiner hatte es in 3tagen echt kapiert.........

    anso.aufmerksamkeit erstmal in der wohnung üben....wenn sie noch nicht auf den namen hört,dann immer wenn sie zu die kommt den namen sagen.........kann sie das schon,dann immer wenn sie zu dir kommt komando einfügen.....das komando muß immer das letzte sein,was sie hört,wegen der verknüpfung...........das komando muß auch wieder von die aufgelöst werden und nicht vom hund(zb mit belohnung)........

    die bindung baut sich mit der zeit automatisch auf...je mehr man mit dem hund macht,sich mit ihm beschäftigt,je mehr man mit ihm unternimmt,erlebt......

    so nun wünsche ich euch viel spass

  • Huch, ich wunder mich, dass hier niemand antwortet. :???:

    Zitat

    Grösste Probleme zur Zeit: Nicht abrufbar, Essen klauen, in Abwesenheit auf Sofa/Bett liegen und Ziehen an der Leine.

    Zum abrufen wurde ja schon ein wenig gesagt. Eine lange Leine hast du ja schon. Die sollte anfangs wohl erstmal reichen. Deine Idee das erstmal in ruhiger und gewohnter Umgebung zu üben finde ich gut. Mach sie irgendwie auf dich aufmerksam (Rascheltüte, Klapperdose, Klatschen,...) und wenn sie schaut geh in die Hocke und ruf sie zu dir. Wenn sie auf dem Weg zu dir ist rufe dann "hier" oder was auch immer das Kommando zum kommen sein soll. Wenn sie da ist, belohne sie. Im Freilauf kannst du ja erstmal die Leine dranlassen.

    Beim Essen klauen musst du einfach aufpassen und sie nicht unbeaufsichtigt mit Essen auf dem Tisch lassen. Je weniger "Erfolge" sie hat, desto besser kannst du es ihr aberziehen. Wenn sie versucht Essen vom Tisch zu nehmen sag ein eindeutiges "nein". Vielleicht klappt es auch ganz gut mit dieser Methode: https://www.dogforum.de/bring-deinem-h…bei-t61351.html Diese ist zwar eigentlich dazu da, dem Hund das "nein" überhaupt erst beizubringen und dass er Hund nichts von der Straße aufnimmt, aber so klappt es bestimmt auch dem Hund beizubringen, dass er ohne deine Erlaubnis nichts vom Tisch nehmen darf.

    Wenn der Hund nicht auf das Sofa/Bett soll und es während deiner Abwesenheit trotzdem macht, ganz einfach: Wenn du den Raum verlässt versperre das Sofa und Bett. Stelle irgendwas großes darauf, sodass der Hund nicht mehr hochspringen kann (große Pakete, Wäschekörbe, etc.) Aber pass auf: In die Kisten oder Wäschekörbe packst du am besten was schweres rein, damit der Hund die nicht einfach herunterschmeißen kann und doch auf's Sofa/Bett springt ;)

    Beim Ziehen an der Leine gibt es ja schon sehr viele Threads zu... und in vielen war das Ergebnis: ausprobieren was bei deinem Hund am besten klappt, da gibt es zu viele Möglichkeiten wie man es angehen kann, und jeder Hund reagiert anders darauf. Hier ist ein Thread den du mal durchstöbern solltest: https://www.dogforum.de/endet-das-denn-nie-t127305.html Besonders in den ersten Seiten stehen dazu sehr viele verschiedene Möglichkeiten wie man dem Hund das an-der-Leine-laufen beibringen kann... du musst schauen, was deinem Hund am besten hilft.


    Ich hoffe ich konnte etwas helfen :)
    (vielleicht schreiben ja noch ein paar andere ihre Meinung dazu..)

  • Hallo Zusammen

    Schön hat es ein paar Antworten gegeben, danke vielmals. Es zeigt mir doch, dass meine Überlegungen nicht ganz so abwegig waren.

    enomis
    Das mit der Hundepfeife ist so ne Sache, das ist vor allem mein Problem, da habe ich glaube ich etwas Hemmungen. Will nicht abhängig sein von solchen Hilfsmittel... Oder baust du das mit der Zeit wieder etwas ab, resp. verbindest es mehr und mehr auch mit dem Stimmkommando, so dass du am Ende die Pfeife nur noch in Notfällen brauchst? Hast du as einfach gegoogelt oder steht die Methode auch hier im Forum (habe schon gesucht, aber nichts Konkretes gefunden. Aber vielleicht suche ich ja falsch).

    Erni_
    Danke auch noch für die Links, schaue mir die einmal durch. Mir ist es einfach so wichtig, dass ich meinen Hund, obwohl schon älter, gut abrufen kann, damit er auch seine Freiheit geniessen kann. Hat ja Vorteile für beide Seiten.

    Das mit dem Fressen habe ich jetzt so gemacht wie du das beschrieben hast. Ich kann zum Glück die Kücke bei uns abschliessen, daher immer wenn ich nicht aufpassen kann oder nicht da bin, wird die geschlossen und alle sonstigen Esswaren werden verstaut, so dass sie nicht in Versuchung kommt. Sonst mache ich noch Training mittels Leckerlie, auf den Boden legen, warten, und dann erst auf mein kommando darf sie das fressen (mache ich auch teils zur mentalen Beschäftigung)...

    Sofa/Bett versuche ich einmal mit deinem Tipp der Verbauung. Zimmertüren schliesse ich, Aber das Wohnzimmer geht eben nicht. Suche mir also einmal ein paar Sachen zusammen :D Sie reagiert sehr gut auf ein strenges "Nein", zum Glück. Ist also nicht so, dass sie gleich alles in sich reinstopf ohne wenn und aber...

    Ja all die Methoden wegen nicht an der Leine ziehen verwirren mich etwas. Logisch gibts nicht die allgemein gültige Methode... Wie lange soll ich dann eine Variante testen? Habe ein paar Tage das mit dem Anhalten und warten, sich Leine wieder etwas löst, ausprobiert. Bin aber noch nicht wirklich so überzeugt... Nun versuche ich das in eine andere Richtung gehen, kaum spannt sich die Leine. Klappt etwas besser, ist aber auch erst einen Übungstag her ;)


    Vielen liebe Dank nochmals für eure beiden Antworten
    liebe Grüsse

    Aschira

  • Also wenn du meinen "Geheimtipp" in Sachen Leinenführigkeit hören willst... ich finde, dass der plötzliche Richtungswechsel immernoch am besten klappt. Die Leine vor den Bauch halten und kurz bevor die Leine zuende ist einfach umdrehen, sodass der Hund nur seinen Eigenruck verspürt den er durch das in-die-Leine-laufen verursacht hat. Und das eine Weile machen... immer kurz bevor sich die Leine spannt die Richtung wechseln. Ich finde die Methode wirkt Wunder bei den meisten Hunden. Bei den meisten - nicht bei allen.
    Ich würde es einfach ein paar Mal ausprobieren. Du merkst eigentlich sofort ob der Hund dazulernt und sich an dir orientiert oder nicht. Klar wird er anfangs nur ein paar Sekunden auf dich achten und dann wieder in die Leine laufen. Aber anhand dieser paar Sekunden, ob er wenigstens ein bisschen auf dich achtet und sich an dir orientierst erkennst du schon gut, ob er auf die Methode anspringt - oder eben nicht.
    Probier es einfach aus!

    lg

  • Hallo,
    die einzige Methode, die bei meinem Hund geklappt hat, war
    "es geht nicht weiter wenn gezogen oder in die Leine geprungen wird".
    Du kannst das sogar prima auf der Hofeinfahrt üben
    Stelle einfach mal den gefüllten Napf hin und gehe nur vorwärts, wenn Dein Hund NICHT zieht. Ansonsten sofort stehenbleinben und warten , bis der Hund wieder in Deine Richtung geht. Dann wieder los. ist anfangs etwas nervig, bringt aber wirklich etwas, man muß nur IMMER konsequent sein.
    Mein Terriertier habe ich mit Richtungswechsel nur hochgepult und außerdem ist dieser ja auch nicht immer und überall möglich.

    LG
    Alex

  • Vielen Dank für die neuen Nachrichten, freue mich über jeden Tipp :)

    Zitat

    Also wenn du meinen "Geheimtipp" in Sachen Leinenführigkeit hören willst... ich finde, dass der plötzliche Richtungswechsel immernoch am besten klappt. Die Leine vor den Bauch halten und kurz bevor die Leine zuende ist einfach umdrehen, sodass der Hund nur seinen Eigenruck verspürt den er durch das in-die-Leine-laufen verursacht hat. Und das eine Weile machen... immer kurz bevor sich die Leine spannt die Richtung wechseln. Ich finde die Methode wirkt Wunder bei den meisten Hunden. Bei den meisten - nicht bei allen.
    Ich würde es einfach ein paar Mal ausprobieren. Du merkst eigentlich sofort ob der Hund dazulernt und sich an dir orientiert oder nicht. Klar wird er anfangs nur ein paar Sekunden auf dich achten und dann wieder in die Leine laufen. Aber anhand dieser paar Sekunden, ob er wenigstens ein bisschen auf dich achtet und sich an dir orientierst erkennst du schon gut, ob er auf die Methode anspringt - oder eben nicht.
    Probier es einfach aus!


    Es scheint, dass diese Methode bei meinem Hund fruchtet. Aber eine Frage dazu: während der ganzen Übung spreche ich nichts, ist das richtig so?

    @bewer
    auch bei dir die Frage: Sprichst du während der Übung mit dem Hund oder machst du das alles ganz still?


    Liebe Grüsse euch allen

  • Nein, gar nichts sagen, kein Kommentar zu der ganzen Sache abgeben. Das einzige was der Hund lernen soll ist dass auf Dauer in die Leine laufen negativ und sich an dir orientieren positiv ist. Es soll ja hierfür auch kein Kommando geben, es soll der "Normalzustand" sein.
    Erst wenn es später ans Bei Fuß laufen geht gibt es ein Kommando dafür :)

  • schau doch mal unter vip der hundeprofi martin rütter/oli p.....das video ist sehr lehrreich

    ich benutze wort und pfeife.....wenn er sich weiter entfernt,dann habe ich keine lust durch die gegend zu rufen,da reich 1pfiff......ist er im kleinenradius bei mir,benutze ich ein HIER..........beiders klappt sehr gut

  • Also wir haben Pali die Couch ganz einfach mit einer Zeitung abgewöhnen können... :)

    Nicht zum schlagen, sondern die einzelnen Seiten aufgebreitet auf der Couch verteilt - ich kann ja nicht den ganzen Tag neben der Couch stehen und sie runter scheuchen. Auf jeden Fall war nach noch nicht einmal einer Woche die Couch total uninteressant für sie - vielleicht klappt es ja auch bei dir...
    Pali kommt auch Dank Pfeife und Fleischwurst (zum antrainieren) wieder zu mir zurück.

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