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Apportieren statt Knurren??

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    Hallo ihr Lieben,


    das Problem, dass meine Hündin aus Unsicherheit Leute und auch manche komischen Gegenstände anknurrt, ist ja schon ein ganzes Stück besser geworden. (nachzulesen in meinen älteren Threats) Da sie schon längere Zeit immer öfter und ausdauernder Stöcke und Co. spazieren trug, habe ich letzte Woche angefangen, das Tragen und Apportieren richtig unter Kommando zu stellen, was sie mit viel Freude tut.


    Bei vielen Leuten zuckt Happy inzwischen nicht mehr mit der Wimper, aber wenn Leute sie unverhohlen interessiert betrachten und sie am besten noch anstarren, reagiert sie immer noch oft mit Bürste und Knurren. Wenn uns jemand begegnet, rufe ich sie normal ins Fuß, nehme die Leine sicherheitshalber kürzer (aber nicht gespannt, sondern noch locker) und belohne sie, solange sie ruhig bleibt.


    Heute beim Sonnenscheinsonntagsspaziergang im Wald, wo wir fleißig am Sachen-rumtragen-üben waren, war ich einmal faul, als uns jemand entgegen kam. Und ich habe Happy einfach den Futterbeutel tragen lassen und worla...sie ging zwar stolz erhobenen Hauptes und skeptisch blickend, aber ohne zu knurren und ohne in die Richtung zu ziehen einfach an den Leuten vorbei. Diese fanden das dann total knuffig, sodass wir kurz gequatscht haben (sobald ich mit den Leuten freundlich rede, ist das Thema knurren sowieso immer gegessen, weil Happy dann sozusagen merkt, dass da garnix schlimmes passiert) und Happy dann sogar hin durfte und sich hat streicheln lassen.


    Nunja...nun war meine Idee...warum das nicht öfter so machen??? Happy bekommt was ins Maul, ist dadurch beschäftigt und ruhig, die Leute findens knuffig und quatschen uns nett an, Happy merkt daran dass nix passiert und kann positive Erfahrungen mit den Leuten sammeln. Denn...ein im Ansatz knurrender Hund schreckt viele Leute (verständlicherweise, aber leider) ab, sodass es dann nicht so oft zu diesem positiven Ende kommt, wie heute.


    Mein Gedanke war, Happy somit ohne überhaupt auf das eigentliche "Problem" reagieren zu müssen, vom noch gelegentlichen Knurren abzuhalten, durch den "Niedlichkeitseffekt" noch mehr positive Erfahrungen für sie arrangieren zu können und somit die Unsicherheit zu überwinden und auch das Knurren selbst sozusagen "auszuschleichen", sodass es irgendwann auch ohne Beutel im Maul klappt.


    Nun die Frage: Sind meine Gedanken Blödsinn, oder könnte es tatsächlich funktionieren???


    Liebe Grüße,
    Lily und Happy

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  • Im Grunde eine gute Idee, nur wäre ich mir bei manchem Hund unsicher, ob das Anfassen, wenn er einen Futterbeutel, heiß geliebten Stock oder Ball im Maul hat, eine gute Idee ist. In dem Moment ist es seins, denn er hat es im Maul und wenn es ihm sehr wichtig ist und nur auf die Idee kommt, dass ihm der Streichler seine Beute abnehmen könnte, dann wird Hundi wieder knurren. Und leider sind dann die meisten Leute so "ich tu dir doch nichts..." und fassen nochmal nach dem Hund und wenn er dann mal zuschnappt, ist der Hund der Böse, nicht der Mensch, der das Knurren als Warnung ignoriert hat.


    Ich würde es genau so machen, wie du es bereits tust. Hundi darf seine Beute tragen, wird kräftig gelobt, wenn er ruhig an fremden Menschen oder angstauslösenden Gegenständen vorbei läuft und wenn du zum Reden kurz stehen bleibst, wartet der Hund neben dir mit seiner Beute im Maul, aber "anstarren" (wobei ich das nicht verstehe, wieso starrt man einen fremden Hund an? :roll: ) oder gar anfassen ist Tabu.

  • Das hast du, wie ich finde, gut gelöst, würde ich so weiter machen.
    Nur anfassen lassen würde ich sie dann nicht, das muß nicht ein, wenn sie eine Beute hat ;)


    Wir haben es bei Bentley ähnlich gemacht, nur bei einer anderen Sache.
    Er hat sich ab und an Stöckchen geholt und sie dann halb gefressen. Wenn er dann ein Gummiteil zum tragen bekommt, macht er das nicht mehr ;)

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  • Ja, ka warum die Leute starren, aber irgendwie passiert uns das mehrmals täglich. Besonders alte Leute oder Familien mit Kindern bleiben einfach stehen und starren den Hund an, am besten noch Zungen schnalzend und auf den Hund einzwitschernd. Find ich total schrecklich, ist aber leider so.


    Ja, das mit dem Anfassen ist ein guter Gedanke. Soll ja auch nicht jeder machen, nur bei gestrigem Beispiel ging Happy dann während ich quatschte freundlich zu den Leuten hin und lies sich knuddeln. Sie suchte den Kontakt von dich aus, deshalb habe ich sie gelassen.

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