Aggressiv gegen Fremde und Bekannte

  • hmm, was du so schreibst, was du mit ihm machst etc. klingt für mich eigentlich ganz gut, obwohl dass du ihn draussen ablegst u. dann weitergehst u. ihn erst nach ner weile zu dir herrufst nicht's mit ihm zeigen dass du der chef bist zu tun hast; aber das ist ja hier jetzt nebensächlich.

    auch daheim, so wie du schreibst hört sich bei dir/euch alles soweit okay an.

    tja, jetzt bin ich mal gespannt, was die fachleute hier im forum weiter dazu zu sagen haben.

    für mich persönlich hört sich die reaktion deines hundes in verschiedenen situationen nach argem stress an. :???: :???:

  • Ja, das mit dem Stress würde ja zumindest die Situation bei meiner Mutter erklären (wegen der Katze und dem Stress in meinem Umfeld und dass er eben nicht in seinem richtigen Zuhause war), aber hier zu Hause hat er keinen Stress. Und warum er bei meiner Freundin hätte Stress haben sollen... vielleicht wegen des anderen Hundes und der ungewohnten Situation, ich weiß nicht.
    Er ist zu uns so ein liebenswürdiger Hund und alle lieben ihn und finden ihn toll, ich soll ihn immer mitbringen und alle freuen sich ihn zu sehen und sind begeistert. Deswegen ist es mir auch so unangenehm, dass er so merkwürdig ist. Ich muß eh mit ihm demnächst zum Impfen, dann lasse ich ihn mal komplett durchchecken. Er hatte aber noch nie etwas, absolut gesund, vielleicht mal ne abgerissene Kralle, aber nie etwas ernstes (toi,toi,toi).
    Ich möchte nur, dass er so entspannt zu Fremden (er muss sie ja nicht lieben, er soll sie bloß in Ruhe lassen) ist, wie er auch zu mir ist.
    Und dass in der Woche bei meiner Mutter gleich 3 Mal etwas derartiges aufgetreten ist (für mich unverständlich), ist schon unschön und ich möchte dringend daran arbeiten, dass das nicht schlimmer wird.
    Ein Freund hat mir einen Hundepsychologen empfohlen, vielleicht hat der noch eine Idee.

  • Zitat

    Hey,
    mittlerweile bin ich dazu übergegangen, ihn ins Körbchen zu schicken und ihm erst zu erlauben, Besuch zu begrüßen, wenn ich es gemacht habe, damit er lernt, dass der Besuch ok ist und er keine "Eingangskontrolle" für mich durchführen muß.

    Das ist doch schon mal super und ein erster Ansatz.

    Zitat

    Auch so Kleinigkeiten wie als erster durch die Haustür zu gehen, habe ich angefangen.

    Das musst du nicht unbedingt durchziehen, dem Hund ist es egal, wer zuerst durch die Tüt geht und wer zuerst isst, darüber definiert kein Hund seine Position.
    Früher dachte man das, diese Theorie kenne ich auch, kannst du getrost vergessen.
    Ok, dein Hund lernt, diszipliniert loszugehen und auf dich zu achten, was ja auch nichts Schlechtes ist.
    Es schadet nicht, aber nutzt aber auch in der aktuellen Problematik nichts.

    Du hattest geschrieben, dass du das Gefühl hast, er wolle den Chef spielen.
    Noch mal:
    Woran machst du das fest?

    Ach, noch was:
    Ein guter Grundgehorsam bedeutet noch lange nicht, dass er "geführt" wird.
    Was fremde Menschen angeht, sieht er tatsächlich Handlungsbedarf.


    Zitat

    Das dominante bei anderen Rüden äußert sich für mich so, dass er im z.B. im Hundeauslauf direkt auch sie zurennt, mit gehobener Rute, Bürste und dann den Kontakt sucht, den anderen immer von der Seite her verfolgt (so unter dem Motto "bleib stehen und trag das mit mir aus). Die anderen gehen dann meist weg, aber er geht immer hinterher. Wenn einer bei ihm einmal aufbocken will, hat ers sich mit ihm gleich verdorben. Also nicht falsch verstehen, es gab noch nie eine Beißerei, auch nicht mit Hunden, es sind für mich immer die Drohgebärden. Unsichere Hunde würden die Sitation dann doch vielleicht eher meiden, statt immer hinterher zu gehen, oder?

    Hmm,
    etwas chaotische Zustände, würde ich mal sagen.
    Ein Hund hat nicht direkt mit erhobener Rute und Bürste auf andere zuzulaufen und den anderen Hund auch noch zu verfolgen.
    Dein Hund provoziert und das wird zugelassen?
    Er mobbt.
    Auch unsichere Hund mobben gerne, wenn sie das entsprechende Opfer finden.
    Machen "schwache" Menschen auch.
    Andere Hunde bocken auf, weil sie möglicherweise mit dem Gehabe deines Hundes Stress haben, dann erkennen sie ihn nicht als Rüden.
    Kastrierte Rüden werden von unkastrierten Rüden schon mal angerammelt, logisch, dass dein Rüde das nicht witzig findet.
    Der Halter des anderen Hundes sollte das sofort unterbinden.

    Schickst du deinen Hund mit dieser Gruppe los?

    Wie gesagt:
    Auch unsichere Hunde machen durchaus solche Sachen.
    Meines Erachtens bedeutet diese Hundegruppe u.a. Stress für deinen Hund.
    Zumindest lernt er nichts Gutes, außer, dass er Erfolg hat mit seiner Mobberei.

    Nun gut, das hat aber nichts mit dem jetzigen Menschen-Problem zu tun.
    Dafür brauchst du einen Trainer, der sich das Ganze ansieht.

  • Zitat

    für mich persönlich hört sich die reaktion deines hundes in verschiedenen situationen nach argem stress an. :???: :???:

    Ingrid, klar, hat der Hund Stress.

    Er ist mit einigen Situationen überfordert:

    Fremde Menschen + Hundegruppe

  • danke leo, du bestätigst durch deinen beitrag mein gefühl, dass es wohl tatsächlich eher ein etwas unsicherer rüde zu sein scheint; auch meine unsichere 2. hündin ist anfangs nach vorne u. andere hunde angegangen bzw. hat diese gemobbt.
    das war/ist harte arbeit und es wird/ist besser.

    wenn dem so ist, dass du einen unsicheren hund hast, dann ist er für meine begriffe -zumindest in seinem jetzigen stadium- zu oft zu viel stress ausgesetzt.

    einmal in der hu-gruppe, 10 hunde! -das kann ja gar nicht organisiert ablaufen- ......
    bei deiner freundin mal für ne weile - na, ich leg den hund mal kurz auf den rücken - versuchsobjekt?
    bei deiner mutter - weisst du, ob deine mam nicht wegen ihrer katze wuffel oft "zusammenstaucht"`?

    ich denke, deinem hund fehlt es an FÜHRUNG!

    hab ich auch erst lernen müssen mit meiner angst-hündin; hol dir fachmännischen rat von einem GUTEN! hutrainer; gerade bei unsicheren hunden ist es enorm wichtig, einen WIRKLICH GUTEN fachmann/fachfrau zu finden.
    für mich waren es leute die nach animal-learn oder cumcane unterrichten, google mal, ob da jemand in deiner nähe ist. viel glück mit deinem hund. ;)

  • Hey,
    laut dem Hundesitter benimmt er sich in der Gruppe nicht so. Da gibt es diese Rangfolge (und er ist dort nicht der Chef, sondern eine Hündin) und die wird eingehalten, da findet das Mobben so nicht statt.
    Am meisten tritt es auf, wenn ich in den relativ kleinen eingezäunten Hundeauslauf gehe, den ich meist meide. Trifft er so auf fremde Hunde (im Freien) passiert das recht selten. Da steht man dann manchmal auch so seitlich und glotzt sich an, aber wenn der andere Hunde dann geht, wird nochmal kurz gebellt, aber dann ist auch gut und er geht. Dort geht er nicht hinterher. An der Leine ist es oft anders, aber da lass ich ihn entweder gar nicht erst zum anderen Hund hin und wenn, dann auch bis zum Schluß. Also ich ziehe ihn dann mal weg, mir wurde gesagt, ich darf ich dann nicht aus der Situation ziehen.
    Hmm, woran mache ich fest, dass ich denke, er will der Chef sein.. An dem für mich dominaten Verhalten anderen Rüden gegenüber und dem reglementieren von Menschen. Für mich sieht das aus, als wolle er sagen "das ist meins". Er verhält sich auch so, wenn er was tolles zum Kauen hat und andere dann zu sehr in seine Nähe kommen und er das Gefühl hat, man will ihm das wegnehmen. Daher kriegt er nur bei absoluter Ruhe und in seinen Ruhebereichen etwas zum Kauen. Er verteidigt z.B. seinen Ball gegenüber anderen Hunden sehr stark. Wenn ich mit ihm Ball spiele, darf bloß kein anderer Hund in die Nähe kommen, geschweige denn versuchen den Ball zu nehmen. Wenn andere Leute mit ihrem Hund Ball spielen, ist es für ihn ok, dann läuft er auch mit und dann stört es ihn auch nicht, wenn der andere Hund den Ball bekommt, aber sobald es eben SEIN Ball ist, ist es für ihn nicht ok.

    In der Hundegruppe ist er schon sehr lange, daran sollte er sich eigentlich gewöhnt haben. Er geht meiner Meinung nach gerne mit. Wenn der Sitter ihn abholt, freut er sich sehr, und geht mit ohne sich noch einmal nach mir umzudrehen.
    Ich weiß, dass meine Mutter ihn nie wegen des Katers geschimpft hat, ganz im Gegenteil, sie mag den Hund und es gibt häufig maln Scheibchen Wurst extra ;)

  • kann es sein, dass er eine relativ grosse individual-distanz benötigt?
    meine alte hündin -hust/ich habe 2 hunde- mag z.B. keine kleinen eingezäunten hunde-ausläufe. sie hasst das wie die pest.
    ich geh da mit ihr nicht rein.

    naja, gutes kauzeug, also wenn meine wuffels knochen knabbern u. es käme eine für sie fremde person zu nahe könnte! es schon mal sein, dass sie knurren. also, ich hab's noch nicht ausprobiert, weil bekannte von uns, liegen meine wuffels in ihren körbchen NICHT zu den hunden hin dürfen wenn die knochen abnagen, basta! also kenn ich solche situationen gar nicht.

    und die spielsachen draussen:
    meiner alten hündin sind spielsachen z.B. völlig schnuppe. aber sowas von egal, die lässt sich diese von jedem hund wegnehmen, auch von fremden, sie interessiert sich nicht sehr für spielzeug.

    meine 2. hündin (die eigentlich unsichere!) verteidigt IHR lieblings-spielzeug vor fremden hunden wie bolle. kommen also fremde hunde auf uns zu, gibt's kein lieblings-spielzeug.

    tja, für mich verhält sich dein wuffel also eigentlich völlig normal :???:

  • Zitat

    Hey,

    Hmm, woran mache ich fest, dass ich denke, er will der Chef sein.. An dem für mich dominaten Verhalten anderen Rüden gegenüber und dem reglementieren von Menschen.

    Grundsätzlich erst einmal:

    Kein Hund wird dominant geboren.

    Lies bitte mal hier: https://www.dogforum.de/dominanz-t13548.html

    Da kommen wir der Sache schon näher.
    Meistens wird eben "Problemverhalten" mit Dominanz erklärt.

    Dein Hund hat Stress mit fremden Menschen, warum auch immer, das kann ich dir von hier aus nicht sagen.
    Und ich wiederhole mich:
    Da du ihm diesen Stress nicht nimmst, sprich, du die fremden Menschen nicht für ihn regelst, reglementiert er diese.
    Er hat diese Aufgabe übernommen, weil aus hündischer Sicht Handlungsbedarf besteht.


    Zitat

    Für mich sieht das aus, als wolle er sagen "das ist meins". Er verhält sich auch so, wenn er was tolles zum Kauen hat und andere dann zu sehr in seine Nähe kommen und er das Gefühl hat, man will ihm das wegnehmen. Daher kriegt er nur bei absoluter Ruhe und in seinen Ruhebereichen etwas zum Kauen. Er verteidigt z.B. seinen Ball gegenüber anderen Hunden sehr stark. Wenn ich mit ihm Ball spiele, darf bloß kein anderer Hund in die Nähe kommen, geschweige denn versuchen den Ball zu nehmen. Wenn andere Leute mit ihrem Hund Ball spielen, ist es für ihn ok, dann läuft er auch mit und dann stört es ihn auch nicht, wenn der andere Hund den Ball bekommt, aber sobald es eben SEIN Ball ist, ist es für ihn nicht ok.

    Das hat NICHTS mit Dominanz zu tun, das ist normales Ressourcenverhalten.
    Jeder Hund bzw. jedes Lebewesen hat Ressourcen, die unter Umständen verteidigt werden.
    Es ist gut, dass du alles wegpackst, wenn andere Hunde in der Nähe sind.
    Vollkommen richtig.

    Du brauchst wirklich einen guten Hundetrainer, der dir zeigt, wie du handeln musst.
    Ein sicherer Hund hätte es nicht nötig, so zu reagieren.

    Du hast das Problem nun erkannt, welches du auch sehr ernst nehmen solltest.
    Wir User haben dir nun erklärt, was mit deinem Hund so los sein könnte, was in ihm vorgeht und was ihn veranlässt, so zu agieren.
    Jetzt gilt es, einen fähigen Trainer zu finden, der dir zeigt, wie du das Ganze wieder in einen akzeptablen Rahmen bringst.

    Du solltest so ein Verhalten nicht im Alleingang therapieren, er zeigt Drohverhalten, das ist schon Aggression in der Vorstufe, die schnell kippen kann, ins Negative.

    Alles Gute,
    Leo!

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