• Du "kämpfst" gegen einen Instinkt. Das ist das Problem. Das heißt, er kann gar nicht anders als die Leute in seinem Zuhause "doof" finden - sagt ihm seine Genetik. Und bei den meisten Hunden mit Wachinstinkt ist das eben oft auch so ausgeprägt, dass sie auch regelmäßige Besucher nicht als "selbstverständlich" akzeptieren können.

    Aber mit Training kann man viel erreichen. Ich denke, Du brauchst jemanden, der Dich konkret anleitet. Vermutlich bestätigst Du ihn unbewusst in den Situationen für sein Verhalten oder vermittelst ihm nicht ausreichend, was gewünscht ist.

    Ich habe ja nun selbst einen Hund, der Besucher im eigenen Haus wirklich so gar nicht haben möchte und da auch nicht fackelt. über Gehorsam kann ich ihn unter Kontrolle halten. Aber man sieht, wie es gegen das innerste Gefühl vom Hund geht, daher mache ich das nicht so oft und er darf in seinen "Ruhezone", wenn Besuch da ist. Er will dann da auch hin mittlerweile, weil er es kaum ertragen kann.

    Das Einmischen bei Deinen Kindern und dem Freund ist vermutlich weniger aus Zuneigung, sondern wohl eher, weil er es nicht nachvollziehen kann, dass die den Fremden nicht rausschmeißen. Er ist überfordert in der Situation und möchte, dass endlich wer "richtig" handelt.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Guten Morgen Corinna,

    ja, das kann ich verstehen und nachvollziehen. Ich denke auch, dass wir einfach weiter den gehorsam trainieren müssen. Dass das noch nicht ausreichend klappt, ist mit seinen 5 Monaten und den 8 Wochen, die er nun bei uns ist, vielleicht auch normal.

    Heute jedenfalls hat es schon mal gut geklappt (vielleicht war heute der Labrador in ihm dran?). Die Kinder haben sich wie immer benommen (beim Großen haben wir auch keine Probleme mehr, den hat er offensichtlich als ranghöher akzeptiert), aber ich habe den Kleinen wieder erinnert, dass er etwas zurückschrauben und weniger hektisch sein soll. Er ist wie üblich zu den Kids, hat aber den Freund nur zweimal kurz angeblafft (ich habe mich rechtzeitig vor den Freund der Kinder gestellt, da hat er sofort aufgehört.), wollte dann zu meinem Jüngsten mit auf den Sessel und hat sich dort streicheln lassen. Keine Zwischenfälle mehr seit nun 3,5 Stunden. Meine Männer sind nun allesamt weg zum Fußballturnier, vorher natürlich viel Durcheinander, Taschen einpacken, hin und her Gelaufe, Hund mittendrin, aber wirklich gelassen und, so mein Eindruck, freudig interessiert. Ich bin sehr froh, kein Zwicken, kein Hochspringen.

    Gestern habe ich ncoh sehr viel zu dem Thema gelesen. Verwirrend ist halt die Vielfalt der Meinungen, wie man's denn richtig macht. Ich habe mir nun das rausgesucht, was mir vom Bauchgefühl her als das für uns Richtige erscheint (und das ist das sich vor das angebellte ""Objekt oder "Subjekt" zu stellen und es so als "meins" zu kennzeichnen), natürlich jetzt für diese speziellen Situationen. Dass er meinen Sohn so behandelt, habe ich auch so verstanden wie hier beschrieben:

    http://www.dogbreedinfo.com/articles/kidsdogsrespecting.htm

    lg,
    krahkrah

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