Kläfft und knurrt bei fremden Hunden an der Leine

  • Hallo,
    mein 8 Monate alter Aussie Rüde kläfft und knurrt an der Leine sobald er einen fremden Hund sieht. Laut meiner Hundeschule soll ich im Moment allen Hundebegnungen aus dem Weg gehen, d.h. umdrehen und Richtung wechseln. Leider ist das im Wald manchmal schwierig, weil ich dann riesige Umwege laufen muss. Ausserdem sehe ich nicht ,dass er dadurch lernt nicht zu kläffen.
    Für Tipps wäre ich sehr dankbar. Ablenken,Leckerlies usw. funktioniert nicht.
    Sobald er einen Hund sieht ist er nicht mehr ansprechbar.
    Ich habe ihn mit 4 Monaten vom Züchter bekommen, da hat er auch Menschen und Kinder angekläfft, das macht er jetzt aber nicht mehr. Nur bei den Hunden wird es immer schlimmer
    Maria[/b]

  • Hallo Maria,

    die Tipps Deiner Hundeschule sind nicht wirklich hilfreich. Wer hat schon die Möglichkeit, ständig allen anderen Hunden aus dem Weg zu gehen? Und ich kann Dir aus eigener Erfahrung versprechen, dass das Problem 1. nicht von alleine weggeht und 2. eher schlimmer wird, wenn man dem Konflikt aus dem Weg geht.
    Bei meinem Aussie Rüden hat das Theater auch mit ca 8/9 Monaten angefangen und ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur eins ans Herz legen: Lass die ganzen Ratschläge wie ablenken mit Leckerchen, allem aus dem Weg gehen etc links liegen und such Dir eine kompetente Hundeschule. Eine, die mit Dir und Deinem Hund am tatsächlichen Konflikt arbeitet und nicht mit ab- und drum rum lenken oder ausweichen.
    Das Problem Leinenanggression beinhaltet oft eine sehr viel weitreichendere Problematik als es zunächst aussieht, man kann sie aber recht schnell mit einfachen Mitteln in den Griff bekommen.

    LG Kerstin

  • Wir handhaben es so:
    Sobald der Hund den Feind "sichtet", sage ich "Schau!" (Schau bedeutet, dass er mich direkt ansehen soll). Macht er das, bekommt er einen Click und ein Leckerchenund wir gehen entspannt, an lockerer Leine weiter. Macht er das NICHT sprich, er ist nicht mehr ansprechbar, nicht mehr erreichbar für mich, drehe ich sofort rum.
    Was ich mir davon verspreche: Wenn mein Hund twasanderes fixiert, ncihtmehr ansprechbar für mich ist und sich nicht an mir orientiert, hat er das nachsehen und ich bin weg.

    Das Fixieren kommt ja meist umittelbar vor dem bellen (so ist es zumindest bei uns). Du musst deinen Hund gut beobachten und schon vorhersehen wann er was macht. Hat der Hund einmal gebellt, würde ich auf keinen Fall rumdrehen. Damit bestätigst du nur sein Verhalten.

    Ache auch auf dich selbst und deine Körpersprache. Lehnst du dich nach vorne? Wirst du hektisch? Verkürzt du die Leine? Alles Alarmsignale für deinen Hund, das hier etwas nicht stimmt.

    Wir haben auch einen Aussie Rüden, etwa einen Monat jünger als deiner und machen exakt das selbe gerade durch.
    Aussies regeln einfach gerne Situationen und genau das muss abtrainiert werden.

    Weiterhin würde ich darauf achten, dass DU immer zwischen deinem Hund und dem "Feind" bist.

    Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen!

    Liebste Grüße,

  • Ja das sehe ich im Prinzip genauso, nur wo bekomme ich einen guten Hundetrainer her? Ich habe schon einige ausprobiert, einer hat ihm eine Leinung um den Bauch gelegt, das sich alles zugezogen hat, wenn er losgerannt ist, der andere sagt ich soll ihn auf den Boden drücken usw. Da arbeitet niemand an der grundlegenden Problematik, die sicher da ist, die ich aber ohne Hilfe nicht sehe. Also wenn jemand einen guten Trainer kennt, ich wohne im Raum Koblenz, ich bin für jeden Tip dankbar.
    Maria

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