Spielen mit älteren Hunden

  • Gestern haben Annie und ich im Wald einen erwachsenen Rüden, einen Retriever, getroffen. Ganz lieber Hund :smile:
    Ich hab mit mit der Besitzerin verständigt und wir haben sie von der Leine gelassen, damit sie spielen können. Annie ist ja auch immer ganz interessiert an anderen Hunden und macht mords Theater, damit sie zu denen darf, zumindest solange sie an der Leine ist. Im Freilauf dann ist der Rüde auf sie zugestürmt, Annie hat laut gequietscht und ist davon gerast. Sie ist sogar einmal unter mein (geparktes) Auto geflohen! Kaum hat sich der Rüde aber von ihr entfernt, ist sie ihm interessiert hinterher gerannt, nur um wieder abzuhauen, kaum dass er wieder auf sie zukam.

    Sieht ja aus wie ein lustiges Jagdspiel, aber sie kneift beim Wegrennen auch den Schwanz ein. Hat sie Angst vor größeren Hunden?

    In der Welpengruppe war sie am Anfang ganz genauso, erst beim dritten Mal fing sie an mit den anderen zu raufen. Am Anfang ist sie schon ausgewichen, wenn einer seine Pfote auf sie gelegt hat, am Schluss war sie die wildeste Rauferin, mit Knurren, Bellen, Zähnefletschen :D .

    Sie kennt halt auch keine größeren oder erwachsenen Hunde. Das war vielleicht die zweite Hundebegegnung mit nem erwachsenen Hund, die sie hatte. Leider kenne ich keine anderen Hundehalter in meiner Umgebung.

    Meint ihr das ist Gewöhnungssache? Waren eure Welpen/Junghunde auch so?

  • Du bist auf dem besten Weg einen leinenaggressiven Hund zu bekommen.

    Such Dir Gegenden, in die Du zum Training fährst, in denen Hunde an der Leine geführt werden und üb, dass Deine Hündin kein Theater macht und schon gar nicht durch Ableinen für das Verhalten an der Leine beim Anblick anderer Hunde belohnt wird.

    Ich vermute, sie freut sich nicht, sondern versucht übertrieben sozial zu begrüßen, weil sie nicht weiß was sie machen soll. Durch Ableinen lässt Du sie im Grunde machen was sie möchte und sie zeigt ziemlich gut, dass sie gar nicht weiß was sie tun soll.

    Gerade unsichere Hunde entwickeln sich gerne zu Pöblern, Mobbern und Rabauken. Du solltest neben dem Training an der Leine auch regelmäßigen Kontakt zu souveränen Althunden suchen, damit sie Sozialverhalten lernen kann.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Dein Hund dreht an der Leine auf, und darf dann zur Belohnung zum fremden Hund rennen und toben...
    Hmmm.... da solltest Du evtl. umdenken. Bring deinem Hund bei das er nur durch Ruhe zum Ziel kommt.
    Wenn er aufdreht, drehste dich mit ihm um, und gehst ( Wortlos) in die andere Richtung.

  • Sie wurde natürlich erst abgeleint, als sie ruhig gesessen ist und nur gekuckt hat. Ich hab den Hund ja schon von weitem gesehen und sie schon am Rand absitzen lassen, damit sie gar nicht erst randalieren kann. Dann wurde sie mit "Lauf" zum Spielen geschickt, also alles nach Vorschrift :roll: .

    Nix da mit Randale und dann darf sie auch noch toben.

    Ich frage mich einfach, ob sie wirklich Angst vor den anderen Hunden hat, bzw. ob das extreme Beschwichtigungs-Spielverhalten "schlecht" ist und ich das unterbinden bzw. umgehen sollte. Dann weiß ich aber nicht, wie ich sie überhaupt zu anderen Hunden lassen soll.

    Oder ob es einfach normal ist - Hunde kommunizieren einfach viel, auch über Beschwichtigung, und ob sie mit der Zeit mehr Sicherheit im Umgang mit erwachsenen Hunden gewinnt. Und dann weniger beschwichtigen muss. (Siehe Welpenspielstunde.) Mir ist schon klar, dass sie nicht weiß wie sie sich verhalten soll. Aber wie soll sie das denn sonst lernen?

    Wenn sie an der Leine einen anderen erwachsenen Hund begrüßen darf, beschwichtigt sie auch extrem, nur nicht durch Spielverhalten, da macht sie sich dann ganz klein und pieselt, wedelt mit dem Schwanz, duckt sich. Wenn sie merkt, der Hund interessiert sich nur mäßig für sie, will sie unbedingt zum Spielen auffordern.

    Und nochmal: Leider habe ich keine "souveränen Althunde" griffbereit. Gibts die manchmal bei Aldi im Angebot? :hust: :???:

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