Wie verhalte ich mich richtig nach Hundeattacke?

  • Hallo.

    Hab unsere Problme oder besser gesagt "Baustellen" durch lesen der Foren ganz gut im Griff. Aber nun brauch ich mal wieder genauere Infos.

    Versuche es kurz zu machen.Meine Hündin ist nun 2 Jahre alt und als eher ängstlich zu bezeichnen. Wie in dem Thema von Linda09 hat meine ihren Spieltrieb in hochstehende Nackenhaare verwandelt.Aber nach erstem Anschnuppern an der Leine hat sie oft vertrauen gefasst und alles war soweit im grünen Bereich.

    Nun zum Problem. Am Sonntag wurde sie von 4 Galgos angegriffen.Die haben sie hier durchs Dorf gejagt und übel zugerichtet. Hat über den ganzen Körper verteilt genähte Wunden. Der andere Hundehalter war weit weg und hat nicht reagiert. Als seine Hunde zu ihm zurückkamen hat er sie ins Auto verfrachtet und ist schnell weg.(Hat ne Nachbarin vom Fenster aus gesehen).Meine kannte zum Glück den Heimweg und hat sich in die Garage "geflüchtet" und dort neben dem Auto gekauert.

    Das alles ist auf einem freien Feld passiert. Sie hat nach ihrem Ball gesucht und war deswegen nicht wirklich nah bei meinem Mann (ich war nicht dabei). Die 4 Galgos kamem von sehr weit, und mein Mann ist natürlich nicht davon ausgegangen, dass die auf "Jagd" sind. Auf sein Rufen hat sie natürlich in ihrer Panik nicht reagiert und wollte flüchten.

    Jetzt meine Frage. Wie Verhalte ich mich nun mit ihr wenn wir andere Hunde treffen? Bisher habe ich sie zu mir gerufen und sie musste bei mir bleiben bis wir aneinander vorbei waren. (Oder schnuppern lassen, je nach Hund und HH). Mache ich das weiterhin so? Will ihre Angst nicht unterstützen, aber nun hatte sie ja Bestätigung, dass Angst angebracht ist.

    Und bis die Fäden gezogen sind und die Wunden halbwegs abgeheilt sind, würde ich gerne jeglichen Kontakt vermeiden, weil ich sie nicht wild spielen oder gar balgen lassen will. Aber unterstützt das nicht ihre Angst? Also ich weiss nicht wirklich. Evtl. kann mir ja jemand hier helfen oder aus Erfahrung sprechen.
    Vielen Dank schon mal.

  • Hallo :)

    das tut mir leid das deiner maus sowas passiert ist!
    ich hoffe die wunden heilen schnell wieder! Gute Besserung !

    in der ersten zeit wirst du sie ja nun schonen müssen.. nicht das noch eine wunde beim toben wieder aufgeht oder so. aber wenn alles vorbei und heile ist würde ich ein Hundetreffen organisieren mit netten hunden mit denen sie spielen kann. so wird sie dann wieder positive erfahrung sammeln und den schreck vielleicht schnell vergessen.

    ansonsten würde ich weiterhin so vorgehen wie du/ihr es macht. ich würde sie zu mir rufen sobald andere hunde auftauchen und erstmal für sie checken ob die hunde ok sind und dann kann sie ja spielen oder schnüffeln.
    so zeigst du ihr dann ja auch das du sie keinen gefahren aussetzt sondern nach wie vor für sie da bist und ihr erstmal schutz bietest wenn fremde hunde ankommen. sollte es probleme geben hast du sie ja dann bei dir und sie brauch auch nicht wieder flüchten. in ihrer angst hätte sie ja auch mal weiter weg laufen können und dann vielleicht vor ein auto oder so :( darum ruf sie ruhig weiter zu dir. check erstmal ab und dann entscheide je nach begegnung.

    das wären meine tipps ;)

    gute Besserung an deine Maus !

  • Ganz wichtig ist jetzt, dass dein Hund erstmal wieder lernt, dass er nicht vor anderen Hunden grundsätzlich Angst haben muss. Die Frage ist nun, hat dein Hudn den Vorfall mit allen Hunden oder nur mit den 4 Galgos verknüpft? Aber das wirst du schnell merken.

    Grundsätzlich würde ich deinen Hund vorerst nur an der Leine führen, evtl. auch Schleppleine. Und zwar wegen vor allem den Verletzungen. Ich hatte schon oft einen operierten Hund, und auch da sind HUnde unsicher. So kann ich signalisieren, dass ich erstmal keinen Hundekontakt möchte. Hund an der Leine, der andere hat den Hund auch anzuleinen.

    Dann halte ich es grundsätzlich so, dass mein Hund keinen Hundekontakt, vor allem nicht an der Leine haben muss. Sie will es sogar an sich gar nicht. Und das sage ich auch den anderen HF. Ich rufe, ob sie ihren Hund zurückrufen können, anleinen können etc. Und das müssen sie akzeptieren.

    Auch dein Hund kann lernen überall vorbeizugehen. Mit Lob, Leckerchen udn Spielzeug kannst du das gut erreichen.

    Ladd deinen Hund erstmal nicht eng an anderen Hunden vorbei gehen. Läuft es gut, kannst du ihr stillschweigend ein leckerchen zuschieben. So werden andere HUnde wieder positiv. Wundere dich nicht, falls dein Hund jetzt unsicher oder aggressib reagiert. das ist normal. Sei du selbstsicher und gehe mit deinem Hund aus der Situation raus. Also weggehen, so weit, bis es dein Hudn aushalten kann. Bitte keine tröstende Worte oder Streicheleinheiten, das hilft dem Hund nicht, es verstärkt alles nur.

    Und wenn dein Hund von einem anderen Hund bedrängt wird, dann schicke ihn weg. Heißt für dich, du rufst deinen Hund zu dir, er soll bei dir beliben. Kommen andere Hunde zu nahe, schicke sie weg. Rufe "Hau ab!" oder ähnliches, das wirkt. Zumindest schaffe ich es zu 95%. Mein Hund hat ein Bandscheibenproblem und ich kann rüpelhafte Hunde einfach nicht zulassen.

    Auch bei den Galgos hätte dein Mann die HUnde am Anfang noch verjagen können. Ansonsten hätte er noch was dazwischen schmeißen können oder weglaufen. Aber bei 4 HUnden schon eine verdammt miese Situation. Wie egsagt, wenn du deinem Hund Sicherheit geben willst, dann schicke du die anderen Hunde weg, überlass den Job nicht deinem Hund. Er wird dafür wieder an Sicherheit gewinnen. Aber das kann ne ganze Weile dauern.

    Mein Hund wurde bsiher zweimal angegriffen, aber fast ohne Blessuren, es hat meistens 4 Wochen gedauert, dann wars soeit wieder ok.

    Und mach dich frei von dem Muss von Hundebgegnungen. Du und dein Hund, ihr seids, ihr braucht nur bedingt andere Hunde. Geht aber dein Hudn von selbst zu einem Hund, wo klar ist, dass der HUnd freundlich ist, dass lass es zu. Positive Begegnungen machen wieder Sicherheit.

    Und was die Galgos angeht, kennst du den Besitzer? Schicke die TA Rechnung hin und zeige ihn am Ordnungsamt an,. Das geht so gar nicht.

    Alles Gute!

  • Vielen Dank für eure Tipps und guten Wünsche.Das die Meute nicht von einem Auto angefahren wurde ist wirklich Glück gewesen.

    Schopenhauer, das liest sich wirklich gut mit der Akzeptenz deiner Wünsche an andere HH. Aber das funktioniert hier in Spanien nicht so gut. Leider noch nicht mal mit den deutschen HH, die hier überwintern. Das übliche:Ach, der macht nichts.Oder Hunde ohne Besitzer.

    Mein Mann konnte nichts machen, weil er mit dem Hund auf freiem Feld war zum Spielen und Austoben lassen. Selbstverständlich ohne Leine und da darf sie sich auch mehr als drei Meter von uns entfernen.Deswegen gehen wir ja aufs Feld oder in die Pampa. Auf die Entfernung gabs keine Chance.Er hätte sie genutzt, wenn es eine gegeben hätte.

    Die Idee mit Leckerchen gefällt mir gut, haben wir ganz am Anfang schon mal gemacht. Unerwünschte Hunde vertreibe ich grundsätzlich und bisher mit Erfolg. Werde das natürlich beibehalten.Das ist unser Job.Ich weiss. Hast Recht-denke immer andere Hundebegegnungen sind superwichtig für sie. Evtl muss ich da umdenken und das auf die Beschränken, die sie wirklich möchte. Werde mich in Geduld üben und versuchen ihr Sicherheit zu vermitteln.

    Leider ist der andere Hundehalter unbekannt.Sind aber am Suchen und informieren alle in der Umgebung und ich hoffe, dass wir bald sein Autokennzeichen haben, um ihn dann anzeigen zu können.Habe eine Wut auf den......

    Habt vielen Dank, habe nun Ansätze um mit ihr gegen das schlechte Erlebnis zu arbeiten.

  • Sorry, hab nicht gesehen, dass du in Spanien wohnst. Evtl. kannst du dir auch ne O2-Flasche kaufen, weißte du, mit dem Getränk. Dann Wasser reinfüllen und als Wassersritze benützen. Auch so kann man andere HUnde in die Flucht schlöagen oder was werfen.

    Ansonsten denke ich, machst du es eh soweit gut.

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