Unsicherheit oder Beschützerinstinkt?

  • Hallo,

    seit ein paar Tagen beobachte ich bei Jake (18 Wochen), das er ihm fremde Hunde erstmal grundsätzlich anknurrt und ne Bürste macht.
    Bei nem Jugendlichen würd ich sagen, er pöbelt Fremde an.
    Nicht selten spielt er danach mit ihnen, aber erstmal muss er ne "dicke Lippe riskieren".
    Er versucht auch immer öfter die anderen Hunde zu besteigen (Geschlecht spielt glaub ich ne untergeordnete Rolle), auch da weiß ich nicht ob das einfach im Affekt passiert oder aus einem anderen Grund.

    Würd mich über Tipps in jeglicher Form freuen.

  • Also mit 'Beschützen' hat das, meiner Meinung nach, nicht viel zu tun. Es wäre hilfreich zu wissen, was es für Situationen sind. Also ob die Hunde auf dich direkt zu kommen oder sich in der Nähe befinden, auf ihn zu steuern ect.

    Zitat


    Er versucht auch immer öfter die anderen Hunde zu besteigen (Geschlecht spielt glaub ich ne untergeordnete Rolle), auch da weiß ich nicht ob das einfach im Affekt passiert oder aus einem anderen Grund.

    Das kann ich dir leicht beantworten. Das 'besteigen' hat bei Hunden oft rein gar nichts mit Fortpflanzung zu tun sondern ist ein Dominanzakt. Er zeigt damit "Ich bin hier der Cheff!" und in diesem Alter, in dem dein Jake sich gerade befindet, ist das völlig normal. Selbst mein Kleiner mit 14 Wochen fängt damit bereits an. Auch ist es denen egal, ob es Rüde, Hündin oder Kastrat ist.

    Hoffe ich konnte ein wenig helfen. =)

  • Hallo,

    "Beschützerinstinkt" ist es definitiv nicht.
    Aus der Ferne tippe ich auf große Unsicherheit, verbunden mit 'ner großen Klappe.
    Das Besteigen muss nicht sexuell oder dominant motiviert sein.
    Bei gerade jungen Hunden dient es häufig zum Stressabbau.
    Das Besteigen würde ich schon im Ansatz unterbinden, trifft er mal auf den Falschen/die Falsche, kann's deswegen ordentlich Haue geben.
    Aber das wird er dann schon merken...

    Gehst du mit deinem Hund in die Hundeschule?

    Gruß
    Leo

  • Huhu,

    erstmal danke für eure Antworten.

    @Leo: das war eigentlich auch mein Gedanke.

    Die Situationen sind unterschiedlich, meist reicht es schon wenn er einen Hund oder wahlweise auch einen Menschen (zB Jugendliche im halbdunkeln sind ihm nicht geheuer) ein Stückchen von uns entfernt sieht. Dabei ist es egal, ob der Hund angeleint bei seinem Herrchen/Frauchen ist, oder auf ihn zugelaufen kommt. Kommt der Hund allerdings angerannt, quietscht Jake panisch los. Aber gut, wenn da so n riesen Schäfer auf mich zugerannt kommt, hab ich auch bissl bammel ^^

    Das Besteigen unterbinde ich eigentlich auch immer sofort, aus eben genau diesem Grund. Was wenn er mal an den Falschen gerät?
    Spielt Dominanz in dem Alter wirklich schon eine Rolle?

    Am Sonntag gehen wir das erste Mal in die Welpengruppe, freu mich schon total drauf. Möchte dann auch eigentlich regelmäßig mit ihm in die Hundeschule.

  • in dem alter ist das besteigen eines artgenossen eher eine übersprungshandlung - als ein dominieren wollen. eben eher eine art stressabbau.

    unterbinden würde ich das allerdings auch - die meisten hunde schätzen das nicht sonderlich.

    das anknurren und bürste machen ist höchstwahrscheinlich wirklich einfach nur unsicherheit.

    hier würde am besten ein souveräner althund helfen, der sich durch das ganze "geprolle" nicht aus der ruhe bringen lässt und dem "kleinen" die welt ein wenig erklärt - als "guter onkel/tante". (die betonung liegt auf souverän - also keinen "kinderschrecker" ;) )

    vielleicht kennst du jemanden, der so einen hund hat? (leider nicht eben grade häufig zu finden, ich weiss).

    eine hundeschule wäre da unter umständen auch hilfreich - am besten eine, die auf richtige sozialisation wert legt und auch die gruppen entsprechend zusammen stellt.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!