Jack Russel bellt bei männlichen, großen Menschen

  • Hallo zusammen,

    ich hoffe inständisch, dass ihr mir Tipps bei meinem Problem geben könnt.

    Folgendes Problem:
    Ich lebe in einer Wohnung in meinem elterlichen Haus. Vor ca 2 Wochen hat sich meine Mutter wieder dazu entschieden einen Hund aus dem Tierheim anzuschaffen. Nun ist es so das der JR-Rüde absolut verschmust und problemlos mit Frauen kann, aber bei Männern, vor allem großen Männern, wie ich es bin ängstlich und bellend reagiert.
    Auf Nachfragen bei der Vorbesitzerin, die ihn angeblich wegen einer Allergie abgeben musste, meinte diese das große Männer den Hund zweimal am Tag füttern sollen, um sein Vertrauen zu gewinnen. Bisher gelang das überhaupt nicht bei mir.
    Mit meinem Vater gab es die ersten 1-2 Tage das gleiche Problem. Er ist aber merklich kleiner.
    Ich habe bisher versucht mit dem Hund Gassi zu gehen, Leckerli, Kraulen, das ganze Programm. Es geht solange gut, bis ich 5min weg war und wiederkomme. Dann geht das Kleffen wieder los.
    Mitlerweile versuche ich dem Hund systematisch aus dem Weg zu gehen und zu ignorieren (habe ich hier im Forum als mögliches Lösungsmittel gelesen), aber es hilft alles nichts. Der Hund kommt extra auf mich zugelaufen, um mich anzukleffen.
    Ich habe allmählich den Verdacht, dass er schlechte Erfahrungen mit großen Männern gemacht hat und deshalb so reagiert.

    Über Tipps würde ich mich sehr freuen, da es sehr nervenraubend ist, auf die Art und Weise mit einem Vierbeiner unter einem Dach leben zu müssen.

    Gruß,
    Daniel

  • Hallo Daniel!

    Erst einmal willkommen im Dogforum!

    Ich kenne mich leider mit Angsthunden nicht sehr gut aus und möchte dir deshalb lieber keine Ratschläge geben.

    Schubse aber mal hier für dich und würde dir ansonsten empfehlen, dich nach einem guten gewaltfreien Hundetrainer umzuschauen. Vor Ort kann ein Trainer dich und den Hund ganz genau beobachten und dir somit eine viel bessere Hilfestellung geben, als es über das Internet möglich wäre. Gerade bei Angsthunden sind nämlich viele Feinheiten in der beidseitigen Körpersprache entscheidend, die nur durch (kompetente) Beobachtung erkannt und mit dir zusammen verbessert werden können.

    Wenn du Hilfe bei der Suche brauchst, kannst du auch hier im Forum noch einmal einen Thread eröffnen, in welchem du für deine Region nach Hundetrainern suchst.

    Viel Erfolg
    und
    Liebe Grüße,
    Maria und Harpo^^

  • Hallo,

    gut möglich, dass der Hund ein Problem mit großen Männern gemacht hat. Wichtig ist jetzt, dass ihr zusammenarbeitet. Heißt, wenn du kommst, sollte deine Mutter bereits gewappnet sein und den Hund mit Leckis füttern, wenn du reinkommst. Aber nur, wenn der Hund nicht kläfft, sondern ruhig bleibt. Man besten sollte er nach ein Sitz machen oder auf seinem Platz liegen.

    Du solltest erstmal den Hund ignorieren. Dann setz dich mal auf den Boden und halte Leckerchen hin, am besten rückwärts. Versuche nie den Hund direkt in die Augen zu schauen und beuge dich bitte nie frontal über den Hund. Das ist für ihn eine Drohgebärde. Laufe nie frontal auf den Hund zu.

    Als mein Hund kam hatte der ein Problem mit Kindern. Mein Sohn gab 3 Wochen lang nur vorsichtig Leckerchen und dann war das Eis gebrochen.

    Wichtig ist auch, wenn der Hund kläfft, ihn nicht unbewußt durch Schimpfkommandos und sonstige Rufe zu bestärken. Das ist wie Anfeuern im Stadion.

    Ich denke, 2 Wochen waren bis jetzt zu wenig. Du solltest konstant mit deiner Mutter an dem Problem arbeiten. Und deine Mutter sollte versuchen ihm erst gar keine Gelegenheit für das Kläffen zu geben. Ein rechtzeitiges Nein kann da aber auch manchmal Wunder wirken.

  • Danke euch erstmal für die Antworten...

    Zitat


    Wichtig ist auch, wenn der Hund kläfft, ihn nicht unbewußt durch Schimpfkommandos und sonstige Rufe zu bestärken. Das ist wie Anfeuern im Stadion.

    Meinst du damit, dass wenn ich reinkomme ihn nicht schimpfen soll? Einfach weiterlaufen und ihm das "Nein" von meinen Eltern aufdrücken lassen?

  • Wir hatten einmal einen Schäferhund, der offenbar von Männern geprügelt worden ist, und seitdem durfte kein Mann näher als 5 Meter an ihn ran. Allerdings hatte er keine Angst, sondern wurde aggressiv, dies aber wahrscheinlich aus Angst heraus.

    Wichtig ist bei einer Annäherung, das du kleiner wirkst, und langsam seitlich, vor allem aber ruhig, auf ihn zu gehst.

    Irgendwann wird er schon neugierig auf dich zugehen, vor allem, wenn es aus deiner Hand nach Leckerlis riecht, wenn du nur Geduld hast, und nicht zu stürmisch bist. ;)

    Ansonsten haben andere vielleicht auch noch ein paar gute Tips.

    Viel Erfolg wünsche ich auf jeden Fall.

  • Zitat

    Danke euch erstmal für die Antworten...


    Meinst du damit, dass wenn ich reinkomme ihn nicht schimpfen soll? Einfach weiterlaufen und ihm das "Nein" von meinen Eltern aufdrücken lassen?

    Ja, genau. Denn wenn du schimpfst, dann sagt sich der Hund erst recht, dass große Männer echt Sch... sind. Guck ihn nicht an und geh einfach weiter. Deine Eltern sollten ihn dann zu sich nehmen und ihn auf seinen Platz schicken. Wenn der Hund ne Weile ruhig ist, kannst du ihm ein Leckerchen geben. Besser wäre es aber, dass wenn du kommst deine Eltern bereits den Hund füttern, damit er erst gar nicht bellt und so lernt, dass du klasse bist, weil dann gibts was.

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