Ein Problem gelöst - haben wir jetzt ein Neues???

  • Hallo zusammen,

    vor einigen Monaten habe ich von unserem Zweithund aus dem Tierschutz berichtet.Sobald es dämmerig wurde,bellte und knurrte er Herrchen im Haus an.Wie Ihr mir geraten habt - Knurren ignorieren,einfach normal verhalten - ist das Problem keines mehr.Herrchen kann sich jetzt auch in der Dunkelheit bewegen,Toni bleibt ruhig.
    Danke für Eure Hilfe!!!
    Aber....nun knurrt er Besucher (Männer) im Haus an!
    Heute war mein Schwiegervater da. Geklingelt,Hunde auf den Platz geschickt.
    Alles gut. Hunde ignoriert. Irgendwann Hunde gerufen,begrüsst,alles gut.
    Toni schlief auf dem Rasen,völlig entspannt.Hat sich dann streicheln lassen.
    Dann kam mein Schwiegervater zur Küchentür,Toni trottete hinterher,
    Und dann fing er an zu knurren?????Mein Schwiegervater stand mit dem Rücken zu ihm.Hat ihn also nicht bedrängt,nicht angesehen und wollte ihn auch nicht anfassen!!!!
    Nun soll man ja Knurren nicht verbieten. Aber wie reagiere ich richtig?
    Habe ihn auf seinen Platz geschickt.Was das richtig? Oder deutlich "nein" oder "aus" sagen? Oder doch ignorieren?
    Hat er aus Unsicherheit geknurrt? Aber warum unsicher?
    Vielleicht könnt Ihr mir nochmal helfen. Wir hatten noch nie einen unsicheren
    Hund und wollen es richtig machen. Er ist so ein toller Hund und er hat es so verdient,daß wir uns viele Gedanken machen.
    Oder machen wir uns zu viele Gedanken????


    Vielen Dank für´s Lesen

    Liebe Grüsse

    ninjazicke

  • Wenn mich ein fremder Hund anknurrt, regele ich das mit ihm selbst (klar, geht nicht in jedem Fall, meist aber doch). In Deinem Falle würde ich jedoch selbst auch mahnende Worte sagen.

    Wenn ein Hund Fremde auf dem Grundstück anzeigt, verbellt oder anknurrt, ist das eine Sache. Aber Dein Schwiegervater war ja nicht fremd im eigentlichen Sinne, denn der Hund musste wissen, dass er Besuch ist und auf dem Grundstück sein durfte. Das ist ein anders Paar Schuh und das sollte dem Hund auch vermittelt werden.

    Was Du dem Hund sagst, liegt erst einmal bei Dir, an der Situation und an dem Verhältnis zwischen dem Hund und Dir. Ich könnte mir in so einer Situation einen Spruch bei meinen Hunden in der Art vorstellen:"Sag mal, hast du 'nen Vogel? So benimmt man sich nicht zu Besuchern!" Bei Uneinsichtigkeit Platz und ein ernster Wort von Mensch zu Hund ("Sieh mich an, wenn ich mit dir rede!"). Reicht das immer noch nicht, dann ist eine räumliche Trennung mit einer gewissen Zeit zum Nachdenken für den Hund angesagt.

  • Der Schwiegervater ist offenbar nicht zum Haus gehörig. Zumindest nicht für den Hund. Also ist er wachsam. Da ist´s wurscht, ob er den schon mal gesehn hat, er gehört schlicht nicht zur Familie und "streunt" - aus Sicht des Hundes - auf dem Familiengrund rum.

    Drinnen ist er genehmigt - das scheint der Hund mitbekommen zu haben. Aber sobald er sich zu andren Bereichen bewegt, ist der Hund sofort wieder wachsam, passt auf und knurrt - ich nehm an, der nächste Schritt wäre Bellen, nicht Beißem.

    Verbieten ist einfach kontraproduktiv. Bestrafen in diesem Kontext imho auch, denn der Hund macht nix falsch, er interpretiert einfach die Situation falsch und wär die Situation so, wie er sie begreift, würde er ja alles richtig machen. Oder soll er nem Einbrecher beim Tragen helfen?

    Also würde ich eher ansetzen mit einer Art Freigabezeichen, einem Zeichen dafür, dass alles in Ordnung ist und Hund sich nicht um den streunenden Schwiegervater kümmern muss. Dazu müsst ihr aber die Situation im Griff haben - und das scheint euch der Hund nicht abzukaufen.

    In der expliziten Situation könnt ihr´s ganz simpel halten und den Hund loben, sobald er nicht knurrt. Allerdings ist da das Timing extrem wichtig, damit er´s nicht mit dem Knurren verbindet...

  • So wie ich die Situation begriffen habe, war der Besuch dem Hund "vorgestellt" worden. Damit sollte klar sein, dass sich der Besuch frei bewegen kann und das weitere Vorgehen von höherstehenden Personen (HF) geregelt wird. Das ist der Punkt, nicht das evtl. Tragenhelfen für einen Einbrecher ;) .

  • Hallo zusammen,

    danke für Eure Antworten.Natürlich kennt Toni meinen Schwiegervater.Selbiger "durfte" sich ja auch stundenlang im Haus und Garten bewegen,ohne angeknurrt zu werden.Deshalb verstehen wir ja auch nicht,warum er ohne (für uns ersichtlichen) Grund knurrte.Sollte er es nächstes Mal wieder machen, bekommt er ´ne Ansage! Denn ich denke nicht,daß er es aus Unsicherheit oder Angst gemacht hat.Vielleicht wollte er einfach nicht,daß Schwiegervater in die Küche geht??? Und sowas geht gar nicht. Der spinnt wohl!!!!!


    Liebe Grüsse

    ninjazicke

  • Steiger dich mal nicht in einen Gedanken rein, den du grade geraten hast, weil keine bessere Erklärung da ist.

    Vielleicht hat der Hund auch gar nicht den Schwiegervater angeknurrt, sondern grade was ganz anderes gehört, das euch einfach nicht aufgefallen ist oder nicht wichtig genug erschienen ist.. es gibt viele Möglichkeiten.

    Sich jetzt in die Idee reinzusteigern, dass der Hund da dominant ist - denn darauf läuft das ja raus, was du da jetzt unterstellst - weil er einmal(!) für euch unverständlich geknurrt hat, ist 1980er SV-Platz Manier und braucht kein Mensch mehr heutzutage.

    DSH Bauer
    Auch das muss ein Hund erst mal lernen.
    Das kann man natürlich über "und wenn er nicht, dann RUMMS", oder man macht sich arbeit und baut das Ganze in Ruhe auf. Ist halt eine Mentalitätsfrage, denke ich.

  • Was heißt hier "und wenn er nicht, dann RUMMS"? Es handelt sich, soweit ich das begriffen habe, um einen erwachsenen Hund. Der sollte die zivilen Umgangsformen und die Regelung der Zuständigkeiten kennen. Da kann man ruhig Klartext reden. Und von "RUMMS" habe ich keine Silbe geschrieben. Vielmehr von einem ganz klar abgestuften Vorgehen. Entweder beachtet der Hund die Regeln, dann ist es gut, oder er wird an die Regeln erinnert. Reicht das nicht, kommt ein mündlicher Verweis und dann, wenn das immer noch nicht reicht, eine angemessene Auszeit auf der Strafbank. Was ist daran "RUMMS"?

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

  • Zitat

    Der sollte die zivilen Umgangsformen und die Regelung der Zuständigkeiten kennen. Da kann man ruhig Klartext reden.

    Sollte. Sofern er entsprechen ausgebildet bzw. erzogen wurde.
    Wurde der Hund, um den es hier geht, denn entsprechend erzogen und ausgebildet?
    Weißt du nicht. Ich auch nicht.
    Entsprechend kann ich nicht verlangen, dass der Hund irgendwas beherrscht, weil er erwachsen ist, wenn´s ihm keiner beigebracht hat.

    RUMMS = Einwirkung
    Egal welcher Art.

    Über die Ausschluß-Kiste kann man seitenweise debattiern, inwiefern das sinnig ist.. grundsätzlich.
    Ich persönlich halte nichts davon. Zum einen dauerts mir viel zu lang - 3 Sekunden Reaktionszeit auf Fehlverhalten etc. Und zum zweiten streiten sich ja die Geister immernoch etwas, was genau der "Ausschluss aus der Gemeinschaft" psychologisch beim Hund "anrichtet"..

  • Ich hab das problem auch wenn jemand bei uns (wir wohnen 1.etage ) vorbeigeht...Malea hat seit einigerzeit "Ist okay" gelernt... Sie interpretiert es so wenn Menschen vorbeilaufen draußen und ich früh genug ist okay sage heißt es "Frauchen hat gesehen und es ist okay so..." Sie geht ihren gewohnten BEschäftigungen nach... Habe ich aber zuu spät reagiert und sie nicht bestätigt ist Polen offen.. Sie knurrt den anderen an.. Das ist hier in der Wohnung genauso ..Geht jemand vorbei und ich sage ist okay dampft sie ab.. Sie hat gemeldet..Frauchen hat bestätigt und alles is easy.. hat Frauchen nichts gesagt wirds arg...

    Sie ist ein Schäferhund Border Collie bennersennenmix und 2 1/2..Jahre.. Ich habe sie seit dem 28.8 aus dem Tierheim:D

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