Mein Hund bellt mich an

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  • Ich kann Euch nachfühlen. Das nervt wirklich und ich habe das glücklicherweise nur einmal ertragen müssen.

    Wie ignoriert Ihr sie denn? Die Frage klingt blöd, aber ich würde sie wirklich keines Blickes würdigen, erst wenn sie Ruhe gibt.
    Das fällt schwer, aber auch ein Blick kann sie als Bestätigung verstehen.
    Das habe ich bei meiner gesehen. Ich habe sie, als sie anfing kurz angeschaut, weil ich dachte "Was ist denn jetzt mit ihr los?" Da hat sie sich erst richtig reingesteigert.
    Irgendwelche Formen der Ablenkung, die Du vorhin beschrieben hast, sind ebenfalls Bestätigung ihres Verhaltens.

    Falls Ihr das jetzt alles schon so macht, dann werdet Ihr damit auch ans Ziel kommen. Das Verhalten hat sich eben schon lange als erfolgreich eingeprägt. Es dauert, bis sie es wieder verlernt hat. Aber haltet durch, sobald sie auch nur ein Mal wieder ihr Ziel erreicht, könnt ihr von vorn anfangen.

  • Hallo Susanne!

    Naja, sagen wir mal so: Wir haben unserem Hund mehr Tricks beigebracht als er uns! Und ihm gestehen wir ja auch ein bisschen Spaß zu!

    Bespaßt wird der Hund allerdings in dieser Situation nie, es sei denn du nennst Richtungswechsel oder laufen über Stege, über die er nicht gerne geht als Spaß. Wie ich unseren Hund kenne versteht der unter Spaß was anderes.

    Was unsere Spaziergehgewohnheiten angeht kommen wir so auch nicht weiter: wir gehen selten die selben Wege, wir bestimmen immer wo es langgeht, und auch gespielt oder getrickst wird nicht immer. Da für mich kein Zusammenhang erkennbar.

    Viele Grüße!

  • Zitat

    Wie ignoriert Ihr sie denn? Die Frage klingt blöd, aber ich würde sie wirklich keines Blickes würdigen, erst wenn sie Ruhe gibt.
    Das fällt schwer, aber auch ein Blick kann sie als Bestätigung verstehen.
    Das habe ich bei meiner gesehen. Ich habe sie, als sie anfing kurz angeschaut, weil ich dachte "Was ist denn jetzt mit ihr los?" Da hat sie sich erst richtig reingesteigert.
    Irgendwelche Formen der Ablenkung, die Du vorhin beschrieben hast, sind ebenfalls Bestätigung ihres Verhaltens.

    Ignorieren haben wir unterschiedlich angestellt:
    1. Nicht bewegen, keine Reaktion und kein Blickkontakt
    2. Körper wegdrehen, Rücken zum Hund, kein Blickkontakt

    Beides bisher erfolglos.
    Wenn die Rat lautet dass wir es einfach noch länger (wie geschrieben, bereits zwei Wochen durchgezogen, nullkommanull Effekt) probieren sollen werden wir das wohl tun.

  • Zitat

    Wichtig wäre mir den Hund nur dann wieder zu beachten wenn er ganz entspannt ist, und das kann auch mal dauern. ;)
    Ich merke an meiner Hündin wie wichtig Ruhe ist, viel Zeit zum Schlafen, ... und Ruhe im Umgang mit dem Hund selbst.

    Wenn sie also bellt geh ganz ruhig zu ihr hin, nimm die Leine und binde sie an (alternativ könntest du sie auch ablegen oder an eine Decke, ... bringen, wenn sie das aber in so einer Situation nicht mitmacht eben anbinden). Und dann geh weg und warte, warte wirklich bis sie entspannt ist. Dann geh hin und hol sie ab, auch das ganz ruhig, ohne Lob, Jubeln und Leckerli. Ich würde sie dann sogar noch kurz an der Leine laufen lassen und dann ohne großes Tamtam wieder ableinen und laufen lassen.

    Ganz wichtig: Bleib konsequent! Egal wie lange es dauert. Wenn dein Hund im falschen Moment die Aufmerksamkeit doch bekommt machst du es dir selbst noch schwieriger.

    So würde ich vorgehen. =)

    Hallo lillameja!

    So einen Tipp habe ich mir mal gewünscht! Das klingt wirklich vernünftig, ich tendiere auch ganz klar zur Idee mit der dünnen Leine und dem anleinen, da alleiniges Ignorieren bisher keinen Erfolg gebracht hat. Vielleicht fällt es Luna so leichter runter zu kommen, und sie aus ihrer Bell-Ekstase zu reißen.

    Wir werden das mal probieren, die Motivation dazu haben wir.


    Noch eine kleine andere Frage: ist es sinnvoll ein Spiel-Startsignal zu geben? Ein Endsignal geben wir schon, was zwar in dem Moment gut funktioniert und das Spiel beendet, aber nicht vor späteren Bellattacken schützt.
    Sollten wir die Spielzeit also mit einem Startbefehl einläuten und mit einem Endsignal beenden? (Um ehrlich zu sein finde ich das ziemlich unnnatürlich, aber wenn es hilft...)

    Viele Grüße!

  • Zitat


    Noch eine kleine andere Frage: ist es sinnvoll ein Spiel-Startsignal zu geben? Ein Endsignal geben wir schon, was zwar in dem Moment gut funktioniert und das Spiel beendet, aber nicht vor späteren Bellattacken schützt.
    Sollten wir die Spielzeit also mit einem Startbefehl einläuten und mit einem Endsignal beenden? (Um ehrlich zu sein finde ich das ziemlich unnnatürlich, aber wenn es hilft...)

    Viele Grüße!

    Ich finde das unnötig und hat meiner Meinung nach keinen erzieherischen Effekt. Der Hund merkt ja sehr schnell, dass jetzt Spielen angesagt ist, wenn Ihr ein Spielzeug in die Hand nehmt, oder so.
    Wichtig ist nur, dass Ihr diejenigen seid, die den Anfang und das Ende des Spieles bestimmen. Wenn sie das Endsignal akzeptiert, ist das gut.

    Das mit der Leine ist eine Möglichkeit, sie sollte sie dann nur schon dran haben, denn wenn Ihr sie erst "einfangen" müsst, um sie ihr anzulegen, empfindet sie das, als besonders lustiges Spiel und wiederum als Bestätigung ihres Verhaltens.

  • Zitat

    Dein Hund hat's gut. Der hat seinen eigenen Entertainer. Der auch noch dann springt, wenn er das möchte.

    Das, was Du Ablenkung nennst, damit das Bellen aufhört, ist Belohnung. Und das effektivste Belohnungssystem, ist das variable - also genau das, was Du prakizierst.

    Ruhe bringt man dem Hund bei, indem man Ruhe übt. Also keine Beschäftigung, Ablenkung oder ähnliches bietet.

    Das wird natürlich mühsam, denn Du hast das Durchhaltevermögen schon gut trainiert ;)

    Viele Grüße
    Corinna

    Kommt mir auch so vor.
    Auch wenn du sagst, dass das Bellen nur macnhmal direkt beim Training von den tricks auftreten würde, könnte ich mir vorstellen, dass es dem Hudn vielleicht nützen würde eine Zeit lang mal gar keine Tricks zu machen, sondern ihn mit anderen Beschäftigungen auszulasten.
    Für mich hört sich das ganz klar danach an, dass dein Hund diese Beschäftigung von dir fordert und du sie durch die Versuche sie vom Bellen abzulenken auch noch bestätigst.
    Auch wenn das Bellen oft nicht im direkten Zusammenhang mit den Tricks auftritt. Tricks sind meiner Meinung nach nett, aber man muss aufpassen,dass der Hund nicht irgendwann sein Programm abspielt und dabei immer mehr hochpuscht, das wirkt sich auf sein ganzes Verhalten aus.
    Ich würde an deiner Stelle z.B. kleine Suchspiele mal in Erwägung ziehen und diese in langsamen Teilschritten aufbauen, damit der Hund nicht hochpuscht und weider ins Bellen fällt. Das wäre eine beschäftigung, bei der sie ruhig arbeiten muss und keinen Erfolg hat, wenn sie übermotiviert ist.

    Mein Hund hat dieses verhalten auch angefangen, da haben bei mir die Alarmglocken geläutet. Ich hatte dieses Problem in der Unterordnung. Ich habe dann immer nur ca 2-3 Minuten trainiert und dann Zwangspause gemacht, solange bis er sich still neben mich gelegt hat, dann gings weiter. So hatte ich das Ganze schnell im Griff, aber bei mir war es natürlich auch nicht so eingefahren wie bei dir und mein Hund hatte mit dem Bellen keinen Erfolg.

    Hier wurden dir ja schon viele gute Tipps gegeben, ich denke, wenn ihr euch daran haltet, bekommt ihr das auch in den griff, auch wenn das nicht von heute auf morgen gehen wird.

  • Übrigens wird ein Verhalten zuerst verstärkt gezeigt, wenn man es ignoriert, d.h. sie wird länger und/oder lauter bellen, springen usw.

    Das legt sich mit der Zeit aber, wenn der Hund merkt, dass darauf auch keine Reaktion erfolgt ;)

  • Zitat

    Kommt mir auch so vor.
    Auch wenn du sagst, dass das Bellen nur macnhmal direkt beim Training von den tricks auftreten würde, könnte ich mir vorstellen, dass es dem Hudn vielleicht nützen würde eine Zeit lang mal gar keine Tricks zu machen, sondern ihn mit anderen Beschäftigungen auszulasten.

    Tricks machen wir eh kaum beim spazierengehen, sondern abends in der Wohnung. In der Wohnung ist sind die Bellattacken allerdings noch NIE aufgetreten.

    Andere Beschäftigungen wie Schnüffelspiele machen wir ebenso beim Spazierengehen. Wir wechseln das sehr stark ab, weil es mir sonst auch zu langweilig werden würde. Und wenn das jetzt auch nach Überanstrengung für den Hund klingt: die Zeit in der der von uns beschäftigt wird beträgt vielleicht 10% des Spazierganges.

    Zitat

    Ich würde an deiner Stelle z.B. kleine Suchspiele mal in Erwägung ziehen und diese in langsamen Teilschritten aufbauen, damit der Hund nicht hochpuscht und weider ins Bellen fällt. Das wäre eine beschäftigung, bei der sie ruhig arbeiten muss und keinen Erfolg hat, wenn sie übermotiviert ist.

    Schnüffelspiele draussen: alles schon gemacht. Macht sie supergerne, und machen wir auf fast jedem Spaziergang. Allerdings ohne erkennbaren positiven Effekt auf die Bellattacken.


    Zitat


    Mein Hund hat dieses verhalten auch angefangen, da haben bei mir die Alarmglocken geläutet. Ich hatte dieses Problem in der Unterordnung. Ich habe dann immer nur ca 2-3 Minuten trainiert und dann Zwangspause gemacht, solange bis er sich still neben mich gelegt hat, dann gings weiter.

    2-3 Minuten beschäftigen und dann ablegen macht Luna ohne Probleme. Denkst du man kann sie durch so eine Übung von vornherein ruhiger bekommen, sodass die Bellattacken nicht mehr auftreten?

  • Zitat


    Das, was Du Ablenkung nennst, damit das Bellen aufhört, ist Belohnung. Und das effektivste Belohnungssystem, ist das variable - also genau das, was Du prakizierst.


    Muss nochmal kurz nachhaken. Ich verstehe in diesem Zusammenhang nicht den Begriff der Belohnung. Für mein Empfinden wird Luna nicht belohnt.
    Betrachtet man folgende sehr typischen Situationen:

    1. Ich laufe mit dem Hund über den Strand. Bleibe mal stehen, gehe weiter. Irgendwann bleibe ich wieder stehen. Hund bekommt Bellattacke. Ich ignoriere den Hund komplett. Keine Reaktion, Hund bellt weiter. Nach 3 Minuten gehe ich weiter (genauso wie die ganze Zeit vorher) ignoriere den Hund weiter, verlasse den Strand. Hund hört irgendwann auf zu bellen.Womit belohne ich den Hund? Er bekommt nichts anderes, als er schon vorher hatte. Im Gegenteil, ich verlassen dann eher den Strand, den sie so liebt!

    2. Ich laufe durch den Hafen. Hund neben mir. Ohne Leine, läuft sehr gut bei Fuß. Wir gehen einen Weg biegen mal dort ab, mal dort. Gehen weiter, plötzlich Bellattacke. Ich biege ab (wie auch schon etliche Male vorher!) auf einen Steg. Hund fühlt sich etwas unwohl auf dem Steg, eiert mir trotzdem hinterher. Hört auf zu bellen. Wo ist die Belohnung? Es ist vielmehr eine Strafe für Luna über einen Steg zu laufen, und mich zu nötigen abzubiegen muss sie gar nicht, haben wir es doch schon die ganze Zeit vorher gemacht, ohne dass sie es einfordern musste.


    Passend dazu: ich habe natürlich auch schon probiert sie bei einer Bellattacke mit einem Leckerchen zu bestechen, also zu belohnen. Aber: Sie nimmt es gar nicht! Sie will gar nicht "belohnt werden", obwohl sie sonst ALLES für ein Leckerchen tut!

    Wie passt das zusammen?


    Wie wird sie also in euren Augen von mir "belohnt"? Sie hat schon vorher Aufmerksamkeit, sie hat Freiheit, bekommt vorher schon Abbiegeläufe, und plötzlich fordert sie genau das, was sie eh schon hat, und zwar mit Bellattacken?

    Und auch wenn ich reagiere (was ich wirklich selten tue!), sieht sie keineswegs belohnt und glücklich aus (wie sonst bei einer Belohnung) sondern angespannt. Es macht für mich nicht den Anschein, dass ihr diese Situation gefällt, ihr Gebell ist nicht spielerisch, sondern eher angestrengt.

  • Hi Didi...

    Zitat

    Hallo Susanne!

    Naja, sagen wir mal so: Wir haben unserem Hund mehr Tricks beigebracht als er uns! Und ihm geste-hen wir ja auch ein bisschen Spaß zu!

    Bespaßt wird der Hund allerdings in dieser Situation nie, es sei denn du nennst Richtungswechsel oder laufen über Stege, über die er nicht gerne geht als Spaß. Wie ich unseren Hund kenne versteht der unter Spaß was anderes.

    Was unsere Spaziergehgewohnheiten angeht kommen wir so auch nicht weiter: wir gehen selten die selben Wege, wir bestimmen immer wo es langgeht, und auch gespielt oder getrickst wird nicht immer. Da für mich kein Zusammenhang erkennbar.

    Zitat


    Dein Hund hat's gut. Der hat seinen eigenen Entertainer. Der auch noch dann springt, wenn er das möchte.

    Das, was Du Ablenkung nennst, damit das Bellen aufhört, ist Belohnung. Und das effektivste Beloh-nungssystem, ist das variable - also genau das, was Du prakizierst.

    Ruhe bringt man dem Hund bei, indem man Ruhe übt. Also keine Beschäftigung, Ablenkung oder ähnli-ches bietet.

    Das wird natürlich mühsam, denn Du hast das Durchhaltevermögen schon gut trainiert

    Zitat


    Muss nochmal kurz nachhaken. Ich verstehe in diesem Zusammenhang nicht den Begriff der Belohnung. Für mein Empfinden wird Luna nicht belohnt


    Ich bin ja nun alles andere als ein Profi aber ich versuch trotzdem
    mal zu erklären was gemeint ist ;)
    Das Bellen ist ja nur die Auswirkung nicht die Ursache.
    Und du musst an der Ursache arbeiten.
    Das ist wie Loch im Zahn, dann Zahnschmerzen,
    Tablette, Schmerzen weg... nur... das Übel ist noch da :sad2:

    Es geht darum zu erkennen was deinen Hund dazu
    bringt dieses Verhalten zu zeigen...
    Es sieht für mich aus als würde er dich manipulieren.
    Der Hund agiert ...du reagiert. Auch Ignoranz ist eine
    Reaktion wenn auch eine negative. Aber er bekommt
    auf sein Bellen eine Reaktion und die ist Belohnung!

    Er nutzt diese Form der Kommunikation mit dir anscheinend
    schon in vielen Situationen... stell dir vor, er weitet es aus...
    Im Haus, an der Leine, beim Spielen usw....
    Es gibst viele unterschiedliche Situationen wo der Hund dieses
    Verhalten zeigen kann aber er meint immer das gleiche... z. B.:

    ... gib mir den Ball, los
    ... mir ist langweilig , bespaß mich
    ... ne lass uns woanders langgehen
    ... ich will meinen Kong
    ... ne keinen Bock

    Dein Hund will Beachtung und bekommt sie ... und eigentlich
    soll es ja umgekehrt sein, oder ?
    Damit ignorieren funktioniert muss der Hund erst mal erkennen
    und lernen das du die Sonne bist um die er kreist.

    Du möchtest nicht das er bellt, du möchtest ihn sicherlich auch
    In solchen Situationen anleinen können, du willst dich nicht
    tyrannisieren lassen ...oder?

    Du magst aber auch keine Privilegien streichen wie z.B. den
    Freilauf :???:

    ... Weil es mit gerade aufgeht ...
    ersetze im bisher geschriebenen Hund durch Herrchen... :D


    Mal als übertragenes Beispiel :
    Kinder die hübsche Bilder malen, kriegen als Aufmerksamkeit
    Ein Bonbon... Kinder die sich schreiend und trampelnd auf
    den Boden werfen die stille Treppe oder Fernsehverbot.
    aber ... beide wurden beachtet...

    Grüße

    Susanne und die Mäuse

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