Hysterische Bell-Anfälle im Garten

  • Hallo ihr Lieben,

    ich brauche mal dringend Rat.

    Ich habe eine 3 jährige kastrierten Podenca-Mix. Maxi steht gut im Grundgehorsam und lässt sich mit Superkommando in der Jagd abrufen.
    Sie hat einen starken Jagdtrieb - deshalb habe ich letzte Saison versucht sie auf der Hunderennbahn auszulasten. Ich hatte von vielen Windhundbesitzern gehört, dass die Hunde dann ausgeglichener werden, weil sie ihren Trieb kontrolliert ausleben dürfen. Sie dürfen dort ihren Job machen und sind dann ruhiger im Alltag...

    Mag bei Salukis stimmen. Bei meiner Podi-Maus wurde alles schlimmer und sie wurde schärfer. Das Rennen hat ihr zwar unglaublich Spaß gemacht aber sie wurde zum Jagdmonster und ich habe es bei dieser einen Saison belassen (2009). Dieses Jahr machen wir viel Schleppleinen-Training, Schnüffelspiele und üben Freilauf mit Superkommando. Funktioniert alles ganz gut. Vielleicht sollte ich sie noch etwas mehr arbeiten? Hört euch mal mein Problem an und entscheidet selbst.

    Ich ahbe einen großen (800m²) Garten in einer Genossenschaft. Überall um den Garten gehen kleine Fußwege herum. Maxi hat immer schon gerne Leute am Zaun begrüßt und ein-zweimal gebellt, wenn ein Hund vorbei ging. Seit letztem Winter (kein genauer Zeitpunkt ausmachbar) ist es vielviel schlimmer geworden. Sie kreicht sich in Hystrie wenn fremde Hunde vorbei gehen. Am Anfang hat sie das nur bei einer bestimmten Schäferhündin gemacht. Mittlerweile ist es wirklich bei jeden Hund.

    Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. In meiner Genossenschaft ist das nicht erlaubt, das ein Hund so einen Wahnsinn veranstaltet. Und ich kann es auch gut verstehen. Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie es klingt wenn ein Hund vor Wut und Hyterie kreischt?

    Ungefähr so:

    http://www.youtube.com/watch?v=6c_BUBrJPFI

    nur lauter und hysterischer...

    Es ist furchtbar laut und sie ist in totaler Rage und lässt sich nicht stoppen.

    Ich habe mit Schleppleine gearbeitet, sie mit Futter, Spiel und allem andren was mir eingefallen ist zu mir hin zu orientieren. Habe sie an der Schlepp belohnt, wenn sie ihre Aufmerksamkeit von außen weg gerichtet hat... alles ohne Erfolg. Sie hat sich weiterhin wie eine Irre in die Schleppleine geschmissen und dann eben zwischendurch geröchelt und dann weitergeschrien. Sow ird sie natürlich nur noch irrer - also habe ich die Schleppleine verworfen.

    Habe dann als auch Gehorsam im Garten üben etc. diese Situationen nicht abmilderte ein Sprayhalsband ausprobiert - da ich kurz davor bin den Garten zu verlieren (er ist nicht direkt an der Wohnung, sondern 50 m entfernt und ich habe nur Nutzungsrecht). Am ersten Tag war sie davon beeindruckt und hat einfah gar nicht mehr gebellt!!!! Und heute dann der Schock: sie hat sich daran gewöhnt und bellt/schreit das Ding einfach leer. Ihr doch Wurscht wenns zischt.

    Was soll ich nur tun? Muß ich einen inneren Zaun mit Sichtschutz zu den Wegen einziehen? Wie soll ich sie noch trainieren? Was muß ich grundsätzlich ändern? Nur noch an Leine in den Garten? Ein hartes Obedience Programm durchziehen (mit nem Podenco??)... ich weiß nicht, ob die Rennbahn alles schlimmer gemacht hat? Tendenziell glaube ich, dass diese Kreischerei einfach selbstbelohnend ist. Es ist ihr Revier und sie verteidigt es.

    Bitte helft mir :hilfe: :gott: :hilfe: :sad2:

    LG, die verzweifelte Annika

  • Wow,

    also ich habe mir das Video nicht angeschaut, aber ich habe schon hystgerische Hunde schreien hören :/

    Als erstes mal eine Empfehlung für eine sehr sehr gute Hundeschule. Die ist zwar etwas weiter weg, lohnt aber jeden Kilometer Fahrt :gut: :
    http://die-briards.de/

    Was ich als aller erstes machen würde ist, den Geschirrgriff zu konditionieren (nicht im Garten :hust: ) und das geht so:

    Du sagst z.B. "Stop" (sofern Du das nicht schon für etwas anderes verwendest), greifst dann in ihr Geschirr und ziehst es leicht nach hinten oder zur Seite, aber nicht nach oben, (und halt, als wirklich aller erstes würde ich mit clickertraining beginnen :D ) clickst, gibst ihr ein Leckerchen. (Also "Stop", Geschirrgriff, Click, Leckerchen.)

    Dann läßt Du das Geschirr wieder los.
    Das ganze wiederholst Du in unterschiedlichen Situationen an unterschiedlichen Orten 50mal über den Tag verteilt.
    Nach genügend Wiederholungen (wie viele ist abhängig vom Hund) wird sie anfangen, sich beim Griff ins Geschirr, oder vielleicht sogar schon, wenn du "Stop" sagst, zu Dir umzuorientieren, oder sich hinzusetzen. Das gibt dann einen Jackpot!Übrigens soll man nicht am Geschirr reißen, sondern einfach nur ein wenig gleichmäßigen zug aufbauen.

    Was hat das nun mit dem eigentlichen Problem zu tun? - Viel, aber erstmal mußt Du noch ein paar andere Sachen vorbereiten.


    Ich würde noch ein Entspannungssignal konditionieren (findest Du über die Suchfunktion) und das "Wo ist der Mann (Frau/Kind)"-Spiel einführen (hier habe ich das gerade für Wo ist der Hund" beschrieben: https://www.dogforum.de/fpost8329772.html#8329772 - der Aufbau ist der gleiche, nur in deinem Fall eben mit Menschen)

    Jetzt noch ein paar Fragen zu Deinem Grundstück:
    Wohnt ihr da, oder ist das so etwas wie ein Schrebergarten, in dem ihr euch nur Stundenweise aufhaltet?

    Wie hoch ist der Zaun? Es gibt recht preiswerte Sichtschutzmatten, die man einfach am bestehenden Zaun befestigen kann - so brauchst du keinen zusätzlichen Zaun zu ziehen.

    Gehen die Wege rund rum ums Grundstück?

    Kann man die "Mitgenossen" für einige Tage bitten, andere Wege zu benutzen? Dann kannst Du nämlich leichter gezielt bestimmte Sachen trainieren.


    Grundsätzlich hat sie jetzt verknüpft: Im Garten ist es furchtbar aufregend, denn da laufen Leute vorbei, und dann werd ich hysterisch und fange an zu schreien!" Sprich - jetzt hält sie schon gezielt nach solchen Situationen ausschau.
    Deshalb wäre es toll, wenn es mal drei vier Tage gäbe, an denen wirklich NICHTS am Zaun vorbei geht, während sie im Garten ist, und sie lernen kann "im Garten kann ich auch entspannt sein!"
    Wenn das möglich ist (oder Du sie zumindest so gezielt in den Garten lassen kannst, dass wenigstens dann grade keiner ist...), und du sie dort entspannen kannst, dann könnt Ihr zum eigentlichen Training übergehen.
    Da ist es dann wichtig, dass Du sie an relativ kurzer Leine hast, demit sie gar nicht erst ins "Leinehechten" geraten kann. Wenn sie dann einen fußgänger entdeckt, spielst du das "Wo ist der Mensch" mit ihr. Wenn sie sich zu doll aufregt, versuchst Du sie mit dem Geschirrgriff und dem Entspannungssignal wieder auf den Boden zu holen.

    Wichtig ist, dass Du einen Weg finden muß, selber dabei ruhig und gelassen zu bleiben. Wenn du ärgerlich und/oder frustriert bist, während Du sie am Geschirr hältst, oder versuchst, sie zu entspannen, puscht ihr euch nur weiter gegenseitig hoch.

    Das Entspannungssignal und den Geschirrgriff mußt du in entspannten Situationen immer weider aufladen, und auch das "Wo ist der Mensch"-Spiel mußt Du in völlig anderen Situaionen weiterspielen, damit sich die hsyterische Stimmung nicht auf diese drei Übungen überträgt, sondern es sich eben umgekehrt verknüpfen kann.

    Hat das Tempo, in dem sich die Menschen am Zaun bewegen, einen einfluß auf ihr Verhalten?

  • Liebe Martina,

    vielen vielen Dank für Deine Hilfe. Ich habe leider keinen Einfluß darauf wer wann am Zaun vorbei geht. Die Genossenschaft ist groß und das Grundstück ist an einem Durchgangsweg, der viel benutzt wird. Ich habe eine kleine Wohnung zwei Häuser weiter. Die Gärten in unserer Genossenschaft sind einfach die Freiflächen zwischen den Häusern. Die Flächen wurden in Gartenparzellen unterteilt und den Genossen zur Nutzung überlassen. Ich habe Glück und habe ein großes Stück ergattert. Aber ich kann da keinen einschränken im Vorbeigehen... die Leute hier sind auch eher spießig und fänden das eine Frechheit - finden sie ja bei dem Hundegeschrei schon und beschweren sich. Da kann ich nicht auf Hilfe hoffen...

    Maxis Geschrei ist unabhängig von der Geschwindigkeit der Leute, die vorbei gehen. Eigentlich kreischt sie andere Hunde an, die vorbei gehen. Leute eigentlich nicht.

    Mein Zaun ist genau 1m hohes Maschengeflecht. Höher darf ich nicht :-(... Sichschutz ist verboten :-((... Eigentlich dürfte ich auch nur Holzzaun (aber ich hab die Knete nicht 800 m² mit Holz einzuzäunen...ich dürfte höchstens in der Mitte des Gartens so Holztrennwände aufstellen um bestimmte Bereiche abuzutrennen. Selbst wenn ich 1m hohe planen drandängel... Aus der Mitte des Gartens sieht man doch trotzdem noch alles oder? Naja vielleicht wären die Hunde verdeckt...

    Hm... es ist so furchtbar und die Genossenschaft ist so gemein. Hab auch nur ne Duldung des Hundes und bei Beschwerden wird die einfach zurückgezogen... unabhängig vom Garten denk ich. :sad2: :sad2:

    Entspannungssignale sind ein super Tipp. Was fällt Dir noch ein? Hatte schon nen Einzeltrainer da und der hat eben gesagt Schleppleine und Orientierung vom Zaun weg und zu mir hin. Ist aber zu niedrigschwellig um da noch durchzukommen in ihren Anfällen.

    verzweifelte Grüße, Annika

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    Hier seht ihr den Garten. Davor ist das Haus meiner Nachbarn. Sie haben ihre Terassen und kleine Gärten zu meinem Garten. Das Haus ist 2 stöckig. Mein Haus sieht man rechts in der Ecke. es ist nicht am Garten und Maxi kann den Garten auch vom Fenster aus nicht einsehen. Die Pfeile sind Wege. Die rosa Ränder sind Buchenhecken, die natürlich nicht komplett schützen. Gerade rechts zum großen Weg hin ist die Hecke auch nur 70 cm hoch. Und darf nicht höher :-(((

    LG

  • Hallo,

    ich würde ihr ein Geschirr anziehen und sie an der Schleppleine legen. Jedes Mal wenn sie ansetzen möchte würde ich das rigouros unterbinden.
    Hol sie zu dir zurück und lobe sie wenn sie ruhig ist.

    Du kannst ihr zudem einen Platz im Garten zuweisen auf dem sie zu bleiben hat wenn Du das möchtest.

    So würde ich dagegen angehen.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Hallo Steffi,

    das habe ich bereits probiert. Sie wird wie gesagt hysterisch und ist nicht mehr ansprechbar. Wenn ich sie festhalte zappelt sie und jault, wenn ich nen Schnauzgriff mache quitscht sie durch das geschlossene Maul durch, wenn ich sie auf den Boden drücke damit sich ihr Blickfeld ändert schnappt sie um sich. Sie ist wirklich völlig hyterisch. Ich muß irgendwo vor dem Irrsinn ansetzen :-(

    Wenn das mit der Schleppleine klappen würde hätte ichs schon geschafft. Hatte sogar n extra Schleppleinen Coaching.

    Also ich hab schon überlegt ne Box in den Garten zu stellen um sie auf einen verbindlichen Platz schicken zu können. und ihr die Sicht zu nehmen. Aber bis ich sie da drin hab kreischt sie halt rum. So gehts ja auch nicht. Ich will an dieser Hysterie arbeiten. Nur weiß ich nicht wie :-(((((

    LG

  • Hallo nochmal,

    Dein Zaun ist ja nicht so hoch, hast Du vielleicht die Möglichkeit vor ihr Menschen und Hunde zu erkennen?

    Wenn das so wäre, dann könntest Du vorher schon aktiv werden und sie zu Dir rufen. Dann würde ich versuchen sie in weitem Abstand mit Leckerlis zu füttern so lange sie ruhig ist.
    Weiss halt nicht ob das klappt, aber so könntest Du vielleicht eine Gegenkonditionierung aufbauen.
    Hund kommt und es gibt bei Frauchen Superleckerlis.

    Ist sie auch so hysterisch wenn sie weiter weg vom Zaun ist?

    Warum denkst Du ist sie überhaupt so hysterisch?
    Wie verhält sie sich bei den normalen Spaziergängenw enn ihr ein Hund entgegen kommt?

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Annika, Du mußt die drei Sachen, die ich als Vorraussetzunge beschriben habe, ausserhalb des Gartens aufbauen.

    hysterische Hunde sind nicht ansprechbar, die bekommen weder mit, dass man sie an einer Schleppe durch die Gegend zieht, geschweige denn dass sie irgendwelche "Befehle" hören oder gar ausführen können. Das Gehir ist auf Lebenserhaltung (Flucht, Angriff oder Jagd - und da du denkst, dass es seit dem Coursing angefangen hat, könnte - muss es aber nicht - Jagdverhalten mit Hetz-Gejodel sein).

    Zu erst mußt Du es also erst mal schaffen, dass sie überhaupt wieder mit dem Vorderhirn (in dem das willentliche Denken stattfindet) arbeitet - wenn sie hysterisch ist, ist sie im hinterhinrmodus - und die arbeiten nicht miteinander, sondern hintereinander - entweder das eine oder das andere...

    Weil das Verhalten so stark ist, und weil es potentiell dazu führen kann, dass Du den Garten verlierst, würde ich:

    den Hund erst mal gar nicht in den Garten lassen - üb mit ihr an anderen Orten, wo das Geschrei "egal" ist, oder noch besser, wegen größerer Distanz oder besserem Sichtschutz nicht auftritt.

    Den Garten mit Sichtschutz ausrüsten - je mehr je besser. Die Buchenhecken sind vielleicht nicht so hoch, aber bald werden sie ja dichter. Wenn es erlaubt ist: Kauf Dir einen Schafszaun (gibts z.B. bei Amazon 50 Meter für um die 90 €. Damit kannst Du einen kleineren Bereich abstecken und dann die Sichtschutz-Matten dran hängen.
    möglicherweise sind Blumenbeete ja am Gartenrand erlaubt: es gibt viele Stauden, die verdammt hoch werden :D z.B. Astern oder Staudensonnenblumen, auch Gräser wie Chinaschilf, Bambus, etc... Auch wenn es nicht erlaubt ist, rundrum Beete anzupflanzen - Selbst einzelene Unterbrecher können schon helfen, weil sie die Aufmerksamkeit unterbrechen können.


    alle möglichen Sachen, die Du mit in den Garten nehmen kannst (Hundebox, Hundedecke, Geschirr, Geräusch (z.B bestimmtes Musikstück auf iPod o.ä....) mit Entspannung verknüpfen. Dann den Hund nicht als "Bestrafung" in die Box packen, sondern als Erholung von der Umwelt - die macht ihr gerade mehr Streß, als sie verarbeiten kann, sie klappt ins Hinterhirn, und das ist nur reaktiv...


    Ich finde es ganz wichtig, dass Du verstehst, dass sie sich nicht "entscheidet" zu kreischen. Sie kann sich nicht entscheiden, irgendetwas zu tun, Ihr hinterhinr hat die Führung übernommen und sie reagiert auf Auslöser mit schreien. Deshalb ist es auch völlig sinnlos, ihr etwas zu verbieten, ihr einen Befehl zu geben, etwas zu unterbinden, oder sie einfach wegzuziehen, in der Hoffnung, dass das ihr Verhalten auf diese Auslöser irgendwie verändern. Der Hirnteil der für "vernünftiges" Verhalten zuständig ist, ist bei einem hystreischen Anfall auf Standby-Modus und hat nix zu sagen!!!

    Du mußt ihre Reaktion auf diese Auslöser verändern (die Übungen, die ich im ersten Post beschrieben habe) und im Garten dafür sorgen, dass sie die Auslöser möglichst wenig sehen kann.
    Wenn sie hauptsächlich auf vorbeigehende Hunde reagiert, braucht der Sichtschutz tatsächlich nicht so hoch zu sein, weil sie ja
    a. selber nicht so groß ist und auch
    b. die anderen Hunde meißt nicht höher als 70 cm sind...

    Bestimmt war es geplant, dass Du mit ihr viel Spaß im Garten haben wirst. Das ist jetzt erst mal in weiter Ferne - Garten ist Streß für sie und damit auch für Dich.
    Erst, wenn ihr alle Komponenten zusammen habt (Entspannungssignale,
    Entspannungsverknüpfung mit ihrer Box, einer Decke und vielleicht einem Song..., Geschirrgriff, "Wo ist der Hund"-Spiel, UND genügend Sichtschutz fügst Du diese Teile zusammen.
    Richte es möglihst so ein, dass sie gar nicht erst schreit - wenn es Zeiten gibt, in der wahrscheinlichn viele Hunde am Garten vorbeiwandern werden, tu sie vorher in die Box. Mach ausserhalb der Box, wenn niemand auf den Wegen ist, irgendwas ruhiges, damit sie den Eindruck gewinnt, dass der Garten nur zum Lernen und Sonnenbaden da ist, nicht um sich darin aufzuregen. Menschen haben z.B. auch den Eindruck, dass es am Strand um Sonnen, Beach Volleyball, Erholung und Urlaub geht, und nicht um einen Ort an dem mensch schwere körperliche oder geistige Arbeite verrichten muß. Dieser Eindruck ist durch klassische Konditionierng entstanden. Und genau diese klassische Konditionierung hat dafür gesorgt, dass sie jetzt auf "Hunde am Zaun meines Gartens" mit hysterie reagiert. Kein "Denkprozess" notwendig.
    Gegen diese Verknüpfung mußt du jetzt mit anderen Verknüpfungen anarbeiten.

  • Liebe Martina,

    dankedanke danke... ich werde alle Deine Tipps anwenden. Mir ist klar, dass ich sie in den Anfällen nicht mehr kriege. Nur es fällt eben schwer vorher einzugreifen. Das Umkoditionieren ist wohl die einzieg Chance. Danke, dass Du es noch mal so übersichtlich erklärt hast.

    Ich habe jetzt auch einen Gasthund abgegeben, der sich mit ihr immer zusammen in Hysterie gebellt hat. Jetzt habe ich auch mehr Ruhe mit ihr allein zu arbeiten. Ich denke auch, dass der Garten momentan mehr Streß als Freude für sie bedeutet.

    Ich werde berichten wie es weitergeht.

    LG, Annika und Jodel-Maxi (und der kleine Bingo-Mann, der weder bellt noch sonst wie unangenehm auffällt ;-)...)

  • Supi,

    ich würde mich über Berichterstattung freuen :D.

    Das mit dem Gasthund finde ich interessant - man bekommt ja oft als Ratschlag, dass Emotionsübertragung stattfindet, und das man daher "einfach nur ruhig" ein muß, und alles wird gut.

    Andersrum klappt das oft ganz gut - einer wird hysterisch, und ein anderer, der vielleicht auch ein wenig unsicher ist, wird gleich mit angesteckt, und dann rennen zwei hystrische Hunde rum :gott: ...

    Natürlich hilft es, wenn man selber ruhig bleibt - nur so kann man doch selber noch sinnvolle Entscheidungen treffen, und so handeln, dass sich auch der Hund wieder beruhigen kann - aber einfach nur "ruhe ausstrahlen" alleine reicht längst nicht aus. ;)

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