Auslandshunde - Nachuntersuchung ja aber wie?
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amanite -
8. April 2010 um 16:48
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Hallo zusammen,
ich hab leider in der Suche nichts gefunden, obwohl ich sicherlich nicht die erste mit der Frage sein werde (sorry falls ich also das Thema nochmal neu anfrage)
Mein Hund ist aus dem Ausland und wurde vor der Ausreise auf die gängigen krankheiten getestet, alle Negativ. Nachdem er nun über ein halbes Jahr in Deutschland war, sollte man nochmal zur Nachuntersuchung gehen, weil er sich ja kurz vor der Ausreise nochmal angesteckt haben könnte bzw eine bestehende Krankheit erst jetzt nachweisbar sein könnte.
Ich möchte diese Nachuntersuchung unbedingt machen, für den Fall wenn er doch irgendwie positiv sein sollte, rechzeitig ärztliche Betreuung einleiten zu können. Er kommt zum Beispiel aus Fuerteventura und ich hab irgendwo mal gelesen, dass bis zu 30% Herzwürmer haben. Und das würd ich dann doch gern mal wissen.
So nun die Frage: Da sich hier die Ärzte alle nicht groß mit Auslandskrankheiten auskennen, was genau muss ich denen sagen, wass sie alles testen sollen? Ist für die Standard Auslandskrankheiten ein Bluttest ausreichend? Oder sollte da auch ein Ultraschall oder was auch immer da sinnvoll sein könnte, gemacht werden?
Wer von euch hat das ganze schon hinter sich gebracht?
Kennt ihr nen guten Arzt Nord-BaWü bzw. Süd-Hessen wär so meine Ecke?
Vielleicht weiß auch schon jemand einen circa Preis für das ganze (ich lass es sowieso machen, aber will am Tresen nicht schockiert aussehen)Danke schonmal
LG
amanite - Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Hallo Amanite,
Hunde aus dem Ausland (habe selbst drei) sollen unbedingt - wie dir schon geraten wurde - ca. ein halbes Jahr nach Ankunft in Deutschland auf die Südkrankheiten nachgetestet werden. Nicht allein deswegen, weil sie sich kurz vor der Ausreise noch angesteckt haben könnten, sondern auch, weil im Ausland oft nur Schnelltests gemacht werden, die nicht sehr aussagekräftig sind. Danach sollte weiterhin regelmäßig ca. 1x im Jahr nachgetestet werden, da z.B. die Leishmaniose eine Inkubationszeit von mehreren Jahren haben kann. Das heißt, selbst wenn heute negativ getestet wurde, kann das in 2 oder 3 Jahren anders aussehen.
Ein einfaches Blutbild reicht allerdings nicht aus, um festzustellen, ob eine der Südkrankheiten vorliegt - es gibt spezielle "Mittelmeerprofile", die alle häufig vorkommenden Krankheiten wie Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose und Filarien (die angesprochenen Herzwürmer) abdecken. Neben dem Bluttest sollte auch unbedingt eine Eiweißelektrophorese inklusive Kurvendarstellung (wichtig!) gemacht werden, da ein Titer allein nichts über die "Aktivität" einer Krankheit aussagt. Erst an der Kurve ist ersichtlich, ob überhaupt akuter Behandlungsbedarf besteht oder erstmal weiter beobachtet werden kann.
Viele weitere Infos zum Thema "Südkrankheiten", Ratschläge und Hilfe bekommst du auch im Leishmaniose-Forum von Parasitus Ex.
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Hallo Mone2801,
super
vielen vielen dank für die ausführlichen infos!
dann werd ich mal nen passenden arzt suchenLG
amanite -
Bei Parasitus Ex gibt es eine Auflistung von Tierärzten, die sich mit den Südkrankheiten auskennen, sortiert nach Postleitzahlen. Allerdings muss man im Leishmaniose-Forum angemeldet sein, um dort lesen zu können. Wenn du mir die erste Zahl deiner PLZ sagen magst, kann ich aber gern einmal für dich schauen, ob ein TA in deiner Nähe dabei ist

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