"Neuer" Hund
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OskCoop -
22. März 2010 um 19:24
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Meg haben wir am Tag nach dem plötzlichen Tod unseres Border Collies kennengelernt. Wir sind ins Tierheim gefahren, eigentlich weil ich auf deren Website ein hübsches Bordermixmädchen gesehen hatte. Ich weiß nicht, warum ich darauf gedrängt hatte, ich wollte irgendwie wohl auf diese Weise Abschied nehmen oder sowas seltsames... Aber "Klick" gemacht hat es bei einem ganz anderen kleinen Mischlingswirbelwind...
Es ist etwas ganz anderes mit ihr. Sie nimmt seinen Platz nicht ein sondern hat ihren eigenen Platz. Ich hab sie vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen, weil ich sie im Tierheim so traurig hab sitzen sehen. Mir fiel immer das Lied aus Disneys Bernard und Bianca ein:
Sei tapfer, mein Kind!
Es gibt Menschen, die lieb zu Dir sind.
Lass die Tränchen und glaube an mich:
jemand wartet auf Dich!Nun weine nicht mehr.
Ist Dir auch heute das Herzchen noch schwer.
Morgen lächelst Du auch so wie ich:
jemand wartet auf Dich!Ein Gebet, das Du verwahrt hast, im Herzen;
das sich schützend vor Dich stellt;
bringt Dir die Freude und das Glück,
damit Deine Welt sich erhellt.Verzage nur nicht!
Eine schönere Welt ist in Sicht!
Drum sei tapfer und glaube an mich:
Jemand wartet schon auf Dich!Eine Woche später durften wir Meg dann mit nach Haus nehmen.
Das ist jetzt ein Jahr und drei Wochen her. Ich denke noch sehr oft an unseren alten Hund. Er fehlt mir sehr, denn er war ein Tröstehund. Er hat gefühlt, wenn ich traurig war, und dann kam er von ganz allein zu mir und drückte sich ganz fest an mich und ging erst wieder weg, wenn ich lachte.
Alles in allem komme ich aber eigentlich mit Meg besser klar. Sie hat halt nicht die hohen Ansprüche eines Einstein mit Fell, sie ist zufrieden, wenn man mit ihr zwei Stunden am Tag rausgeht, ihr ab und an den Bauch krault, sie ein paarmal im Garten pullern lässt und wenn sie jeden Tag ihr Futter bekommt. Sie ist genügsamer, aber hat auch etwas sehr viel wilderes als unser BC. Der war ein halber Mensch, wenn er zu sprechen angefangen hätte, hätte das wohl niemanden in der Familie wirklich gewundert...
Meg ist ein echter Hund. Ich hab oft das Gefühl, sie ist mein erster Hund.
Als hätte ich ein Familienmitglied verloren und einen Hund dazubekommen. - Vor einem Moment
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Hallo,
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Unsere Nelly starb nach 9 1/2 Jahren. Und ich dachte immer so einen tollen Hund bekomme ich nie wieder.... Erst wollte auch ich keinen neuen Hund. Las per "Zufall" in der zeitung wegen Umzug Garafiano-Hündin" abzugeben. Na ja, wir schauten sie uns an und nahmen sie gleich mit. Sie war 3 Jahre lang im zwinger und ziemlich bemittleidenswerten Zustand. Ohje dachte ich... aber heute nach 4 jahren muss ich sagen - sie hat mir so viel geholfen, nach 5 monaten starb dann auch noch mein Mann - und sie wahr immer für mich da. Ruhig und lieb und hat zugehört...
Einen Menschen kann man nicht ersetzen, und ein Hund auch nicht, aber man kann einen lieben Hund wieder ein gutes zu hause geben.
Schade um die Zeit die vergeht ohne Hund! -
Danke für die Beiträge.
Nun weiß ich, dass es auch anderen so ergangen ist.
Finde jeden einzelnen Beitrag super und mich berührt alles, was ich da lese.
Mein kleiner Stinker ist mir auch so langsam richtig ans Herz gewachsen. Und fühle mich manchmal doch noch schrecklich, wenn ich ihn knuddele.
Ich versuche seit Wochen, die Halsbänder und Leinen von meinem toten Hund ins Tierheim zu bringen. Vielleicht schaffe ich das die Tage dann doch mal...
Denn unser neuer Hund soll seinen eigenen Krempel haben. Ich möchte nicht, dass er die Sachen meines toten Hundes hat.
Nun hoffe ich nur noch, dass bald die Bilder im Kopf vom Einschläfern irgendwann "verblassen"...Das war der MEGA-GAU schlechthin!!!!
Meinen besten Freund töten zu lassen...
Da knabbere ich heute noch dran!
Herzliche Grüße -
Mir ging es nicht anders.
Habe heute noch die Leinen, Halsbänder und etliche Spielsachen von Chucky hier und kann sie auch nicht ins Tierheim bringen.
Habe für Mylo auch alles neu gekauft, vom Spielzeug bishin zum Napf.
Chuckys Sachen sind alle in einer Kiste und stehen im Schrank. Das war schon schlimm die dahin zu räumen, in den 5 hundelosen Wochen hatte ich alles so stehen gelassen, wie es war. Dann kam Mylo.Fühl dich gedrückt, diese Bilder vom Einschläfern wirst du nie vergessen. Aber die schönen Momente, die du mit deinem Hund hattest, überwiegen ja und irgendwann kann man an diese denken und sich darüber freuen, dass man sie hatte.
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Was ich auch ganz ganz schrecklich finde: Ich konnte meinen geliebten Schatz nicht, als er tot war, mit Nachhause nehmen.
Es war der 2. Januar 2010, der Boden war metertief gefroren.
Ich hätte ihn so gerne im Garten begraben!!!
So kam er in eine Tierverwertungsanlage....
Ich hab es noch nicht einmal "geschafft", ihm , als er tot war, sein Halsband abzuziehen...Und habe die Tierärztin, die ihn eingeschläfert hat, gebeten, seine Leine zu "entsorgen"!
Ich glaube, wenn ich mit dem "leeren" Halsband und der Leine nachhause gefahren wäre, hätte man mich "wegbringen" können...
LG -
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Zitat
irgendwann "verblassen"...Das war der MEGA-GAU schlechthin!!!!
Meinen besten Freund töten zu lassen...
Da knabbere ich heute noch dran!
Herzliche GrüßeIch kann das sooo gut nachvollziehen! Das war für mich auch der absolute Horror und ich hab noch ewig lange Alpträume gehabt davon!
Ich musste Barney damals auch beim TA lassen und das kann ich bis heute nicht gut verkraften.
Mehrere Nächte danach hatte ich immer wieder denselben Traum:Ich bin zum Fenster in meinem Schlafzimmer und hab draussen vor dem Fenster Barney sitzen sehen, der mich total vorwurfsvoll angestarrt hat.
Draußen wars heftig am regnen, gewittern und stürmen.
Ich hatte das Gefühl, ich hätte ihn im Stich gelassen!Oh man, wenn ich das jetzt so schreibe, fliessen schon wieder die Tränen.....
Das hat mich so fertig gemacht damals!Aber glaub mir, ich muss jetzt nur weinen, weil ich mich grad stark durch mein Posting damit auseinandersetze.
Ansonsten kann ich dir sagen: Es wird leichter mit der Zeit! Das verspreche ich dir!
Ganz liebe Grüße
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Danke für Deine nette Antwort- und auch für die anderen Antworten!!!!
Es tut wirklich gut, auf Verständnis zu stoßen!!!!
Ich hatte, nach dem Einschläfern meines Golden, immer den Traum, dass die Tierklinik, in der er eingeschläfert wurde, am nächsten Tag anruft, und mir sagt, dass er wieder aufgewacht wäre, man ihm operativ doch hätte helfen können und er nun abgeholt werden könnte!Aber es stimmt, ich heule auch noch oft, aber es tut nicht mehr so ganz weh!!!!Am Anfang hatte ich Angst vor jeder Begegnung, mit Menschen, die meinen Schatz kannten. "Heute" bin ich froh, jede "erste Wieder-Begegnung" mit meinem Welpen hinter mir zu haben.
Herzliche Grüße
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