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  • Also....nach vielen Anregungen hier hab ich noch genauer beobachtet. Außerdem ergab sich am WE zufällig ein Treffen mit einem "Therapeuten", 3 Jahre alt. Meine Beobachtungen wie folgt:
    Kind rennt hüpfend in Abstand: keine Reaktion
    kind wirft Ball: Sie wartet bis er wirft, nimmt an.
    Kind auf Fahrrad ca. 5 m: keine Reaktion
    allgemein Fahrrad: keine Reaktion
    Jogger von hinten und vorne: keine Reaktion
    Kind klettert auf Geländer und springt hinunter, vorher "Sitz", keine Reaktion

    aber:
    Kind steht seitlich hinter ihr, fängt plötzlich an zu rennen, von hinten seitlich an ihr vorbei: sie versucht zu schnappen.

    Deshalb nehme ich an, dass die Situation immer dann kritisch wird, wenn eine gewisse Schrecksekunde dabei ist oder das Kind steht und plötzlich direkt auf sie zu rennt.

    Kann es sein, dass sie die Menschen einfach noch zu sehr aus "hündischer Sicht sieht???"

    Zum Thema "kleine, blonde Mädchen". Bei ca. 1,20 Größe, blond und etwas rosanes an, knurrt sie und bellt kurz, versucht auch vorwärts zu gehen.
    Auch in manch anderen Situationen kommt sie mir fast wie "kurzsichtig" vor. Jungs, z.B., die in etwa so gekleidet sind und die Größe meines Kleinsten haben, scannt sie ganz genau ab, als wollte sie sich vergewissern, ob es mein Sohn ist oder nicht.

    Auf die Frage nach dem "Abruf": ich hab erst dann zu schreien angefangen, als ich mitbekommen hab, auf was sie da losläuft und angefangen hat laut zu bellen.

    "Stop" werde ich verstärkt mit der Schlepp trainieren. So kann ich irgendwann innerhalb der Gesamtlänge das Kommando geben, und gleichzeitig dafür sorgen, dass es eingehalten wird.

    Falls Ihr noch Ideen und Anregungen habt, lasst sie mich wissen.

    LG

  • Hallo,
    ich finde Deine Übungsansätze im Prinzip ganz passend.

    Du machst Dir recht viele Gedanken zu den einzelnen Situationen und betrachtest alles sehr reflektiert. Das Einzige, wobei Dir evtl. ein Trainer helfen könnte, wäre noch einmal beobachtend einzuschätzen, ob Deine Interpretation mit der "Schrecksekunde" hinhaut oder nicht. Und gleichzeitig noch mal einen Blick auf Deine Reaktionen zu werfen - ob das Timing stimmt, ob sie grundsätzlich passen, ob der Hund sich in der "Schrecksekunde" an Dir orientiert.

    Ich würde vermutlich so weiterüben, wie Du es beschrieben hast - mit Kindern in der Nähe trainieren, gezielt mit zweibeinigen "Therapeuten" üben (dann ggf. zur Sicherheit für alle mit MK) und etwas später noch gezielt die Farbe ROSA ins Spiel bringen....

    Und dann in großen Teilen einfach die Zeit und die Gewöhnung an das "Sprunghafte" bei Kindern arbeiten lassen.

    LG, Chris

  • Chris
    das blöde an der "Schrecksekunde" ist, dass ich auch erschrecke, was wahrscheinlich wiederum der Hund mitkriegt. Die Kleine hat eh ne Hochfrequenzantenne eingebaut, was Stimmungen angeht. Sie kriegt sofort mit, wenn was im Busch ist. Entspannen tut sie sich dann erst, wenn das Ergebnis eingetroffen ist: z.B. Sohnemanns Abfahrt ins Skilager

    Sehe ich eine Situation entstehen:

    1. Beispiel: 2 Kinder fahren den Weg (geteerter Feldweg) mit dem Rad entlang. Wir stehen schon an der Kreuzung, Hund schnüffelt noch unten am Bachlauf.
    Mädchen stellt Fahrrad oben bei uns ab und fängt an die Wiese in Richtung Hund runterzurennen. Denk ich mir: "Mist, sollte vorher da sein". OK, nehm die Beine in die Hand und renn vor dem Mädchen runter, direkt auf den Hund zu und deute nach rechts (hab ich ihr so angewöhnt, wenn wir auf freiem Feld gehen, zeig ich die Richtung mit ausgestrecktem Arm).
    Hundi läuft also rechts einen Bogen in Richtung meines Mannes, der immer noch an der Kreuzung steht. Das Ganze läuft ohne Bellen, ohne Geknurre.

    2. Beispiel: wir gehen Spazierweg entlang. Sie bleibt ein wenig zurück um zu Schnüffeln. Eine Gruppe von 5 Personen mit großem Hund biegt seitlich in den Weg ein. Ich dreh mich um und beschreib ihr mit dem Arm einen Bogen. Den läuft sie dann auch außen rum über die Wiese.

    ist es kein Problem.

    Insgesamt orientiert sie sich ziemlich stark an mir. Als wir sie neu hatten, hatte sie panische Angst vor allen Hunden. Da kamen wir bei einer Begegnung keinen Schritt weiter.
    Wir haben uns mit den Leuten unterhalten und sie wollte immer weg ziehen, Schwanz unterm Bauch. Dann hab ich mich einfach mitten auf den Weg gesetzt (war mir wurscht wie bescheuert das aussah) und mich weiter unterhalten, was zur Folge hatte, dass sie sich neben mich gelegt hat.

    Sie muss insgesamt noch viel entspannter werden.
    Vor Dingen, die sie nicht kennt, hat sie erstmal Angst. Das kann dann schon mal ne Deko-Kuh sein oder eine Kabelrolle, die mitten auf dem Weg steht. Ich lass die Leine dann fallen, geh einfach drauf zu. Sie tippelt hinterher, erst mit gemischten Gefühlen, entspannt sich dann aber schnell.

    Sie ist auch noch schreckhaft z.B. LKW-Bremse oder anderer Hund, der an den Gartenzaun poltert. Sind es Dinge, auf die ich vorbereitet bin, z.B. an Sylvester, ist es kein Problem. Haben z.B. gemeinsam vom Kinderzimmer aus Feuerwerk geschaut. Da waren die bunten Lichter am Himmel ganz schnell zweitrangig nach der Gemütlichkeit des Bettes :roll:

  • Hallo nochmal,
    nun ja, sich selbst auch erschrecken ist ja nur menschlich...

    Vielleicht kannst Du nach dem eigenen Schreck recht fix noch ganz deutlich für den Hund selbst "entspannen" - so nach dem Motto "HUCH!", Ach, war ja nix und betont lang-laut-deutlich mit Lippenbremse ausatmen?

    Was ich in Beispiel 1 nicht nachvollziehen kann - weil ich mir die Situation aber auch räumlich nicht vorstellen kann - wer, wann, wo war - ist, warum Du auf den Hund zugerast bist und sie nicht stattdessen zu Dir gerufen hast?
    Kommt mir vor, so als erster Gedanke, als hättest Du selbst in diesem Moment ein wenig "Streß" vermittelt, weil Du so durch die Gegend gedüst bist.

    Ansonsten - Ihr habt schon so große Fortschritte gemacht! Alles auf ein Mal geht nicht, aber Ihr habt es doch offensichtlich schon geschafft, dass die Hündin sich an Euch orientiert und Eure Hilfestellung annimmt. Der Rest wird da schon noch kommen!

    LG, Chris

  • Chris
    ich hab sie nicht gerufen, weil sie dann dem Mädchen hätte genau entgegenlaufen müssen, oder ich hätt seitlich weglaufen müssen und sie zu mir rufen. Wär vielleicht cleverer gewesen, aber eben nicht die sichere Nummer :???:

    Wollen wir nichts schönreden. Es ist wie es ist. Vieles klappt erst 75% ig. Das sind eben immer noch 25% zu wenig, da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Was 100% ig klappt ist, dass sie nicht wegläuft. Wird mir der Abstand zu groß, werf ich mich hinter den nächsten Baum oder was auch immer und sie kommt mich holen, jedesmal.......und das ist gut so.

  • Chris
    ich bleib schon auf dem Teppich, keine Sorge.

    Aber ich versuch meinen Herzenshund auch mit dem Abstand zu sehen um unsere Baustellen zu erkennen.

    Ich hasse nix mehr als die Halter, deren Hunde alles dürfen und das Fehlverhalten jedesmal schöngeredet wird. Da sind mir die anderen zehnmal lieber, mit denen man Tips und Tricks austauschen kann. Das setzt allerdings die Ehrlichkeit voraus, dass man Dinge zugibt, an denen man noch arbeiten muss.

    Die ersten haben immer den perfekten Hund, die zweiten so wie ich eben (noch) nicht.

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