Leinenaggressivität - was hilft wirklich?

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  • Hallo liebe Forumsmitglieder

    Ich habe hier schon einige Beiträge über dieses wohl gängige Thema gelesen,aber konnte es nie unserem Hund irgendwie 100%tig zuordnen.Deshalb möchte ich euch,trotz der vielen Beiträge,unser Problem mal schildern.

    Nachdem letztes Jahr unsere beiden Hunde innerhalb eines 1/2 Jahres an Altersschwäche gestorben waren,entschlossen wir uns vor 3 Monaten,wieder einen Hund als Familienmitglied aufzunehmen.
    "BARI" ( Hirtenhund Mix) kommt aus einer privaten Vermittlung,welche Hunde aus den Tötungsstationen in Rumänien holen.
    Dort lebte er in einem Rudel von ca. 12-15 Hunden und es gab dort nie Probleme mit anderen Hunden.
    So, dies nur zur Info, woher der Hund kommt.
    Nun zum Problem:
    BARI ist ein sehr gehorsamer,agiler und gelehriger Hund mit schneller Auffassungsgabe.Allerdings ist er noch nicht soweit,frei laufen zu können,da er sich noch sehr schnell von interessanten Dingen ablenken läßt.
    Deshalb gehe ich mit ihm immer angeleint Spazieren.
    Sobald uns andere Hunde entgegen kommen,wird er stocksteif,fixiert den anderen Hund und versucht,nach ihm zu schnappen.In anderen Situationen wedelt er mit dem Schwanz,versucht dann aber auch,den anderen zu schnappen.
    Dabei macht er keine Unterschiede zwischen Rüden und Hündinnen.
    Ich versuche dann im Vorbei gehen,seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken.Seine Reaktion ist dann das beißen in die Leine und das zerren daran (spielen ?).
    In anderen Situationen bleiben wir und der andere Hundebesitzer mit einem Abstand von ca. 2 Metern voneinander stehen,um uns zu unterhalten.Dann wird BARI sehr schnell ruhig und zeigt keinerlei Aggressivität mehr und wirkt entspannt.Man kann dann sogar miteinander weiter gehen,ohne,daß etwas passiert.Aber kommen sich dann die Hunde näher als 1 Meter,wird BARI wieder aggressiv.

    So, nach diesem langen Beitrag hoffe ich,daß einige von euch mir hier weiter helfen können.

    Gruß

    Heinz

    P.S.:

    Es gibt hier in Hamburg ausgewiesenen und eingezäunte Hundewiesen.
    Würdet ihr mir raten,BARI dort so einfach abzuleinen und auf die anderen Hunde los zu lassen?
    Wie gesagt, er kommt aus einem großen Rudel und dort gab es keine Probleme.

  • An der Leine haben Hunde nur eine eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeit. Sie können also ihre üblichen Rituale nur halb bis gar nicht vollziehen. Sie können weder Bogen laufen, noch fliehen also bleibt den meisten nur die Abwehr

    Hast du diese beiden Links schon gelesen:
    https://www.dogforum.de/ftopic61549.html
    https://www.dogforum.de/ftopic61551.html

    Es gibt auch noch ein Buch und zwar:

    Zitat

    Es gibt hier in Hamburg ausgewiesenen und eingezäunte Hundewiesen.
    Würdet ihr mir raten,BARI dort so einfach abzuleinen und auf die anderen Hunde los zu lassen?
    Wie gesagt, er kommt aus einem großen Rudel und dort gab es keine Probleme.


    Das kann man immer sehr schwer aus der Ferne beurteilen, eigentlich gar nicht. Selbst wenn er aus einem Rudel kommt, ist das keine Garantie das er generell verträglich ist. In einem Rudel gibt es halt dann Zoff und die Sache hat sich erledigt. Aber auf Spaziergängen wechseln die Hunde ja ständig, man trifft sich für einige Minuten und das wars.

    Evtl. würde ich mir einen Trainer hinzu holen, der sich die Sache ansieht und dann zu weiteren Schritten rät.

    Ein Allheilmittel gibt es nicht. Jeder muß selbst herausfinden welche der vielen Methoden paßt und zwar zu Hund und Halter.

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