Hund kann nicht spielen

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  • Es gibt einfach Hunde die es rein nervlich nicht verkraften, wenn man sie beim objektlosen Spiel hochpuscht. Ich finde auch, dass es nicht jeder Hund machen muss ;)
    Auch das mit dem Spielen mit anderen Hunden ist etwas was nicht jedem Hund liegt und was bei einigen Hunden eben in frühster Jugend vermasselt wurde, da hilft nur nach sehr souveränen Hunden zusuchen und sonst vorsichtig sein. Sonst festigt sich das Verhalten nur weiter.
    Was das Beuteverteidigen angeht ist das normales Verhalten eines beutestarken Hundes, da muss man eben aufpassen und ihm verbieten können Stöcke oder ähnliches aufzunehmen, wenn andere Hunde dabei sind.
    Beschreib mir mal wie du mit dem Hund zerrspielst.

  • Jetzt spiele ich nur noch mit seinem Spielzeug mit ihm.
    Das heisst ich werfe es und er soll es wieder bringen.

    Er legt es dann vor mich hin und bellt mich solange an bis ich es wieder werfe.

    Wenn ich das spiel dann beenden will (mit "aus") springt er an mir hoch und bellt noch eine Weile weiter und lässt dann aber ab.

    Früher bin ich eben mit ihm gerannt oder über Eis gerutscht aber dann beginnt er direkt mit jagen, das heißt er bellt, springt hoch und schnappt.

  • Okay Wurfspiele würde ich garnicht machen mit so einem Hund, dass pusht nur ;)
    Kennst du Zerrspiele? Schau mal unter Eckard Lind , der hat sehr gute bücher zum Thema richtig spielen mit Hunden.

    Ich komme aus deiner Gegend, wenn du mal in den chat kommst wenn ich da bin, oder deine e-mail freischaltest kann ich dir ein paar gute Trainer in der Gegend empfehlen

  • Hallo Bekka und willkommen im DF :winken:

    Ich versuche mal von oben nach unten abzuarbeiten:

    Zitat

    Ich hab ihn deshalb am Anfang ein bisschen zu sehr verwöhnt, er durfte zum Beispiel die ersten Mon. im Bett schlafen lassen. Ich weiß, dass man das nicht soll aber er war so ängstlich.


    Finde ich nicht schlimm, es hat Eure Bindung an sich verstärkt, denke ich, aber da wird auch nicht der Hase im Pfeffer liegen.

    Zitat

    Er gehorcht echt super , es sind nur so Dinge wie, dass er genau weiß er darf nicht ins Schlafzimmer und trotzdem muss ich ihn zehnmal am Tag rausschicken weil er mir überall hin folgt, wenn ich sage er soll bleiben wartet er halt noch 2 min.


    Naja, wenn das so wäre, dann würde er ja hören, wenn Du ihm sagst, daß er das nicht darf.

    Zitat

    Jetzt zum größeren Problem, mein Hund kann nicht spielen, er beißt richtig zu und steigert sich dann so da rein, dass er anfängt mich anzubellen und an mir hochspringt und steigert sich dann so rein dass er richtig aggressiv wir und auch kein "Aus" mehr was bringt.


    Er kennt keine Grenzen und hat die wohl bei Dir noch nicht kennengelernt.

    Zitat

    Er darf jetzt eben nur noch spielen wenn ich mit ihm allein bin und nur noch mit Spielzeug. Da bellt er aber trotzdem unaufhörlich.
    Immerhin schnappt er aber nicht mehr nach der Hand.


    Auch das Bellen ist mangelnder Respekt.

    Zitat

    Wenn andere Tiere in der Nähe sind darf nicht mal ein Stock oder ein Apfel in der Nähe sein, sonst geht er auf die anderen los.


    Sind die Dinge dann in Deiner Nähe? Oder verteidigt er die Dinge auch, wenn Du weit entfernt bist?

    Zitat

    Spielen ohne Spielzeug kann er mit anderen Hunden auch nicht, weil er nur jagt und dabei bellt und knurrt und somit die anderen entweder Angst haben oder auf ihn los gehen.


    Das ist die Folge der "schlechten" Sozialisierung, er hat keine saubere Kommunikation gelernt.

    Zitat

    Mein Hundetrainer hatte mir gesagt, sobald er zu wild wird ignorieren und weg drehen, das interessiert Mexx aber reichlich wenig


    Und was kommt dann? Wie verhält er sich? Wie verhälst Du Dich, wenn es nicht klappt?

    Zitat

    Befehle werden nie beim ersten Mal durchgeführt und teilweiße muss ich ihn 100 mal auf seinen Platz legen bevor er dort bleibt, obwohl wir das von Anfang an geübt haben.
    Seit neuestem beginnt er den Mülleimer zu durchwühlen, am Anfang heimlich, jetzt stört es ihn auch nicht mehr wenn ich daneben sitze.
    Beim Essen ist es dasselbe.
    Ich konnte noch nie was auf dem Tisch liegen lassen und raus gehen, jetzt muss ich nicht einmal mehr raus und er versucht es.


    Und auch hier wieder der fehlende Respekt

    Zitat

    Wenn er vor dem Gassi gehen rumquietscht und sich weigert sich hinzusetzten schau ich ihn nur an und beweg mich nicht von der stelle bis er sich hinsetzt, was er dann auch tut.


    Das ist schon Routine geworden, er weiß, wie er das bekommt, was er will. Ich würde mich bei Gequietsche umdrehen und weggehen.

    Zitat

    Und das mit dem auf dem Platz bleiben ist sehr schwer für ihn weil er mir immer nachlaufen will.


    Wieso leinst Du ihn nicht an, so daß er nicht vom Platz weg kann??

    Zitat

    Wenn ich ohne ihn den Raum verlass jammert er, wenn ich auf dem Klo bin stellt er sich davor schnüffelt unter die Tür und piepst.
    Wenn ich gehe dann schreit er, solange er merkt ich bin noch in der Nähe, danach ist er ruhig und sobald er mich im Hof hört geht es wieder los.


    Hat er Alleinbleiben gelernt? War er jemals ruhig, wenn Du gegangen bist?
    Er scheint Dich kontrollieren zu wollen, würde zum Bild passen.

    Zitat

    Er legt es dann vor mich hin und bellt mich solange an bis ich es wieder werfe.


    Und Du wirst dann auch?

    Zitat

    Wenn ich das spiel dann beenden will (mit "aus") springt er an mir hoch und bellt noch eine Weile weiter und lässt dann aber ab.


    Ihm fehlt die Frustrationstoleranz.

    Meine Tipps:
    Such Dir einen Trainer, der auch nach Hause kommt
    Lerne ihn zu lesen, ganz wichtig, denn nur so kannst Du erkennen, bevor er hochpuscht

    Die Vorab-Tipps:
    - Platz, heißt auf dem Platz bleiben, er wird angeleint und muss dort auch verweilen, natürlich nur, wenn jemand da ist, sonst ist eine Leine zu gefährlich. Beispiel, essen, Hund auf seinen Platz, dort gibt es ein "Bleib" und kein "Platz", denn das müßtest Du dauernd korrigieren. Dann wird er angeleint, so kann er das "Bleib" nicht von alleine auflösen.

    Spiel nach Deinen Regeln:
    Futtersuche: Du verteilst, wenn Kind und Katze nicht im Raum sind, sein Futter erstmal sichtbar, kannst dafür ne Straße legen, dann lass ihn suchen
    Dann kannst Du das immer schwieriger verstecken und ihm die Verstecke auch durch rechts und links oder heiß und kalt zeigen bzw. ihm helfen, sie zu finden

    Zerrspiele: Würde ich im Moment mit ihm nicht machen, solange er keine Grenzen kennt

    Grenzen: Man kann sehr viel machen, um die Frustrationstoleranz zu erhöhen:
    Futter: Er darf dabei sein, wenn das Futter gemacht wird. Wenn er fiept, muss er auf seinen Platz.
    Wenn er nicht fiept, dann muss er "Sitz" machen, bis DU ein Kommando gibst, dann darf er fressen
    Wenn er vor dem Spaziergang rumpiept, weggehen, ihn ignorieren, bis er ruhig ist. Erst wenn er ruhig in den Flur geht, wird auch Gassi gegangen
    Streicheln, nicht mehr, wenn er es will, sondern, wenn Du es willst. Heißt, wenn er ankommt und Dich anstupst, dann schickst Du ihn weg auf seinen Platz.
    Wenn er geht, dann rufst Du ihn nach ein paar Minuten und knuddelst mit ihm.

    Gib mal oben rechts in die Suche Frustrationstoleranz ein, da gibt es schon viele Threads zu.

    Impulskontrolle ist auch so ein Thema, auch da gibt es schon super Threads zu.

    Gruß
    Bianca

  • Zitat


    sweetathos ich habe meinen Hund nicht seit einem halben Jahr, sondern ihn mit einem halben Jahr bekommen. Das heisst ich hab ihn jetzt seit fast 4 Jahren.

    LG

    Aber ganz so gut zu horchen scheint er ja nicht, denn er stellt es in Frage.

    Hast schon mal eine gute Hundeschule in erwägung gezogen? :smile: oder wie bereits erwähnt wurde, ein Trainer der sich speziell die Situation bei euch daheim anschaut :smile:

  • Zitat

    :ops: :ops:

    Aber ganz so gut zu horchen scheint er ja nicht, denn er stellt es in Frage.

    Hast schon mal eine gute Hundeschule in erwägung gezogen? :smile: oder wie bereits erwähnt wurde, ein Trainer der sich speziell die Situation bei euch daheim anschaut :smile:

  • Zitat

    Hallo Bekka und willkommen im DF :winken:

    Ich versuche mal von oben nach unten abzuarbeiten:

    Finde ich nicht schlimm, es hat Eure Bindung an sich verstärkt, denke ich, aber da wird auch nicht der Hase im Pfeffer liegen.


    Naja, wenn das so wäre, dann würde er ja hören, wenn Du ihm sagst, daß er das nicht darf.


    Vielen Dank an dich.

    LG

    Sorry, das mit dem zitieren hat nicht so ganz geklappt, ich hoffe es trotzdem einigermaßen übersichtlich

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