Individuelles Vorgehen bei Handfütterung
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Hallo,
Ich habe seit gestern, dem 30.1., mit Nicki mit der Handfütterung angefangen und habe eine Frage hierzu. Aber erstmal stelle ich Nicki nochmal kurz vor:
Nicki ist eine sechs Monate junge, frühkastrierte (vom Tierheim ausgehend) Dackel-Terrier-Hündin. Sie wurde in Ungarn "auf der Straße" geboren und wurde vom Tierschutz "Hand und Pfote e.V." aufgenommen und - nach einem dortigen Tierheimaufenthalt - in eine Pflegestelle hier in Deutschland, im Alter von knapp damals knapp sechs Monaten, vermittelt. Von dort habe ich sie dann kurz danach gekauft.
Sie ist jetzt ca.drei Wochen bei mir.
Seitdem hat sie gelernt das fremde Hunde nicht grundsätzlich böse sind
und nimmt auch schonmal selbst freudig aber unterwürfig kontakt auf.An fremden Menschen geht sie auch schon ohne Probleme vorbei, wenn diese sie nicht gerade ansprechen oder sich in irgendeiner Weise auffällig benehmen oder aussehen. Genauso ist es auch bei Joggern oder Fahrradfahrern.
Sie beobachtet sie zwar aber mit motivieren meinerseits geht sie meistens gut vorbei.Auch vor Autos hatte sie anfangs seehr großen Respekt, aber diese gehören für sie mittlerweile absolut zum Alltag und werden überhaupt nicht mehr beachtet.
Ich habe ihr am Anfang erstmal nur Zeit gelassen, habe ihr die Umwelt und die Menschen mit und ohne Hunde hier in Ruhe gezeigt und geholfen eine erste Bindung zu mir aufzubauenJETZT zu meiner eigentlichen Frage:
Ich habe mit ihr Handfütterung angefangen aus einem Preydummy um die Bindung zu mir weiter zu stärken.Ich habe ihr zunächst zuhause gezeigt das sie aus diesem Preydummy ihr Futter kriegt. Alles andere Futter habe ich natürlich dann auch weggestellt.
Nachdem sie gemerkt hat was das für ein Ding ist und das sie daraus ihr Futter bekommt, habe ich ihr den Preydummy dann auch nur noch draussen angeboten.Gestern, den ersten Tag wollte sie nicht daraus fressen, ich denke sie war zu beschäftigt die Gegend zu beobachten und Spuren zu verfolgen, Futter schien einfach unwichtig zu dem Zeitpunkt.
Zuhause hat sie dann aber den Futternapf wieder gesucht.
Während dem Spätabend-Spaziergang hat sie dann daraus gefressenHeute morgen im Garten hat sie wieder nichts gefressen, aus dem selben Grund wie oben angegeben.
Nun denke ich mir das der Schritt, gleich draussen zu füttern, für sie vielleicht zu groß war und biete ihr das Futter aus dem Preydummy erstmal nur noch zuhause an. Später möchte ich das dann im Garten versuchen und - wenn es dort gut klappt - auf dem Spaziergang.
Was meint ihr war mein erstes Vorgehen falsch, wie hätte oder vielmehr sollte ich das jetzt besser machen? Ist es so richtig erstmal nur im Haus üben, z.B. Apportieren üben oder Preydummy suchen und bringen, dies dann später in den Garten verlagern und erst dann viel später wieder auf dem Spaziergang?
Erstmal Entschuldigung für den langen Text und danke für das lesen und hoffentlich helfen-können
aber ich denke eine vorherige Vorstellung von Nicki ist ja dem dem Fall wichtig. - Vor einem Moment
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Hi,
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Warum fütterst Du aus dem Dummy?
Willst Du ihr richtiges Apportieren beibringen - oder geht es Dir um den Aufbau bzw. Verstärkung der Bindung?
Ich würde erstmal aus der Jackentasche füttern um die Bindung und das Vertrauen aufzubauen ... unabhängig von dem korrekten Aufbau diverser Übungen.
Also ganz einfache Kommandos wie Hier und Sitz ... und bitte mit ganz viel Spass dabei, nicht mit Erfolgsdruck.
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Ich möchte Handfütterung mit Dummy machen damit sie sich mehr an mich bindet und dadurch auch noch mehr Sicherheit kriegt in verschiedenen Situationen. Ausserdem möchte ich sie gerne damit unterwegs beschäftigen, danach suchen lassen oder apportieren je nachdem was ihr mehr liegt.
Sie möchte schon gefordert werden unterwegs.
Im Moment macht sie das indem sie irgendwelche Spuren verfolgen will, ich möchte ja nicht das sie beim ersten Freilauf auf und davon ist und allein auf Spurensuche geht.Für andere Spielzeug interressiert sie sich nicht und verfressen ist sie LEIDER
auch nicht. Leckerchen werden oft ignoriert oder halt genommen, so nach dem Motto, na wenn du das halt willst das ich das fresse.Wie gesagt, ich will keine schnellen Erfolge oder so mit ihr erzielen. Wir lernen in Ruhe und mit Spaß. Schließlich haben wir zum üben ja noch lange Jahre Zeit.
Sitz kann sie schon, an Platz und Hier üben wir gerade. -
Zitat
Ich würde erstmal aus der Jackentasche füttern um die Bindung und das Vertrauen aufzubauen ...Ich sehe das genau so, Handfütterung bedeutet für mich, dass
ich das „Futter am Körper“ trage. Und wie es das Wort schon aussagt,
aus der Hand füttere und nicht aus dem Dummy oder einer Schüssel ect.
und das konsequent auch nur noch draußen. -
Zitat
Ich möchte Handfütterung mit Dummy machen damit sie sich mehr an mich bindet und dadurch auch noch mehr Sicherheit kriegt in verschiedenen Situationen.Für dieses Ziel könntest Du aber auch direkt aus der Hand füttern.
Zitat
Ausserdem möchte ich sie gerne damit unterwegs beschäftigen, danach suchen lassen oder apportieren je nachdem was ihr mehr liegt.
Sie möchte schon gefordert werden unterwegs.Das ist meiner Meinung ein zweites Ziel ... deshalb meine Frage, was willst Du erreichen?
Ich vermute mal das es dafür noch zu früh ist, eben weil Eure Bindung ja noch nicht so stark ist.
Außerdem ist Apportieren schon relativ anspruchsvoll, sie ist ja auch noch sehr jung.Zitat
Im Moment macht sie das indem sie irgendwelche Spuren verfolgen will, ich möchte ja nicht das sie beim ersten Freilauf auf und davon ist und allein auf Spurensuche geht.Das ist doch ein toller Ansatz - dann mach doch mit ihr das, was ihr ohnehin offensichtlich Spass macht.
Mach Fährtenarbeit - mit Geschirr und Schleppleine.
Oder sonstige Suchspiele (Leckerlis im Streuwurf in der Wiese, Leckerlies aufm Baum, unterm querliegenden Ast ... viel Abwechslung für den kleinen Dackeldickschädel)Zitat
Für andere Spielzeug interressiert sie sich nicht und verfressen ist sie LEIDER
auch nicht. Leckerchen werden oft ignoriert oder halt genommen, so nach dem Motto, na wenn du das halt willst das ich das fresse.Noch unsichere Hund können sich selten auf ein Spiel einlassen ...
... sogar die Annahme von Leckerlies unterwegs ist doch schon ein Erfolg.
Sei stolz darauf das sie diese Dinge frisst, nur weil DU es so willst.Was man auch bedenken sollte: ich persönlich mag kein Lakritz, andere Menschen würden dafür "töten" .... man muss also das richtige Leckerlie finden.
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Mit Handfütterung sehe ich das so, bzw. habe es so gelernt das man den Hund direkt aus dem Dummy fressen lässt. Diesen Dummy hat man dann auch auf Spaziergängen bei sich und spielt dann damit mit dem Hund, lässt ihn suchen oder eben apportieren.
Nur zum Verständnis ich habe nicht vor sie professionell zum Apportieren auszubilden mit vorsitzen oder so sondern nur so zum gemeinsamen Spaß zwischendurch und auch nur wenn sie draußen auch Spaß daran hat. Zuhause haben wir beide schon viel Spaß daran. Fährten möchte ich ihr über kurz oder lang auch gerne beibringen da sie ja so einen Spaß daran hat und ich dies auch immer gern schon mal probieren wollte.
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Liebe Robina,
lass uns bitte keine Wortklauberei betreiben - denn das bringt Dich nicht weiter.
Die Methode die DU Handfütterung nennst ist sehr gut geeignet um einem Hund das Apportieren beizubringen. Und grundsätzlich sind gemeinsame Aktionen - wie eben z.B. Apportieren oder auch Fährten - sehr gut geeignet um die Bindung, das Vertrauen und die Zusammenarbeit zu stärken.
Aber nochmal - m.M. nach seid Ihr als Mensch-Hund-Team noch nicht soweit.Das was ich unter Handfütterung verstehe, das eben direkt aus der Hand füttern - und zwar die gesamte Futterration jeweils nach erfolgreicher Zusammenarbeit - ist ebenfalls ideal für den Bindungs- und Vertrauensaufbau. Außerdem ist es flexibler, da eben auch für leichtere Aufgaben (Sitz, Platz, Hier, Bleib) einsetzbar.
Beim Training mit einem Hund würde ich auch immer schauen, was der Hund mir anbietet. Wenn Deine Dackelnase Dir Fährten schon anbietet, dann nutze das. Apportieren könnt Ihr später immer noch, wenn Fährte mal langweilig werden sollte

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Warum denn nicht apportieren wenn sie so einen Spaß daran hat, ist doch nur zwischendurch zum Spielen, wie gesagt mache ich es doch nicht profesionell mit ihr wir SPIELEN nur auf diese Weise indem sie ihn mir wiederbringt

Fährten möchte ich unter Anleitung weiter lernen, aber erst wenn sie soweit sicherer geworden ist, im Moment wäre das zu früh. Ich übe im Moment nur hier und da mal Zuhause nach Futter zu suchen.
Ich denke zu Handfütterung gibt es verschiedene Auffassungen, manche meinen damit z.B. die Futterschüssel auf den Schoß oder ähnliches zu nehmen und jeweils Hand für Hand dem Hund das Futter zu geben.Ich bin wirklich nicht die Persönlichkeit die um so etwas streiten möchte und möchte auch keinem die Meinung nehmen, ich mache es so wie ich das aus verschiedenen Zeitschriften und von meiner früheren Hundeschule gelernt (mit unserem anderen Hund, mit ihm habe ich dort auch schonmal Fährten angefangen) habe, diese Methode ist ideal um die Bindung aufzubauen.
In den Augen des Hundes wird man damit wichtiger da man ja den Futtervorrat stets bei sich trägt.
Man kann verschieden Sachen mit ihm üben und unterwegs spielen, aber natürlich und gerade auch professionell das Apportieren üben. Man kann damit aber auch den Hund suchen lassen und somit die Nase beschäftigen, oder andere Sachen üben.
Ich bringe ihr z.B. gerade das Hier auf diese Weise bei.
So oder so ist das EINE Möglichkeit damit die Spaziergänge actionreicher zu gestalten.Ich war zunächst unsicher, ob ich nicht zu schnell damit vorgegangen bin.
Nicki braucht auf Spaziergängen im Moment noch mehr Zeit um fremde Menschen z.B. kennenzulernen, das ist mir heute klargeworden.
Wir fangen erstmal drinnen und später dann im Garten, Zeit haben wir ja genug.
Drinnen haben wir beiden sehr viel Spaß damit und es baut ungemein die Bindung auf und stärkt ihre Selbstsicherheit mit kleinen Erfolgserlebnissen.
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