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Ist Hundeerziehung heutzutage zu verkopft?

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      @Quebec: ich werfe auch nicht mit Gummibärchen *gg Keine Ahnung, woher er das hat.... ;-) Aber wie schon geschrieben, ich geh schon dazwischen, wenn er sowas bringt, und zeige ihm dann, wie er es richtig machen kann. Aber man muß halt, wie das so bei Kindern ist, schon immer danebenstehen und gucken, daß es richtig durchgeführt wird. Ist jetzt ja auch nicht so, als würde der Zwerg sich von früh bis spät so verhalten. Das waren halt einzelne Punkte, die mal vorkamen, zusammengefaßt. Nicht, daß sich das hier so anhört, als würd der den ganzen Tag die Hundis nerven *gg

      Beileibe nicht - daß er körpersprachlich zeigt, daß er verstanden hat, indem er stehenbleibt, wenn Hund sich bedrängt fühlt, oder betont langsam am Hund vorbeigeht, um den nicht zu provozieren, ist eher die Regel.

      Keine Sorge - ich paß schon auf meine Kröten auf, daß die nicht genervt werden... Vielleicht wissen sie auch wegen meines meist doch eher rechtzeitigen Eingreifens, daß ihnen nix passiert, wenn der Kleine meint, mal frontal hinstolzieren zu müssen oder so?

      Das, was ich geschildert hatte, waren eben einzelne Szenen, bei deren Vorkommen ich mich selbst gewundert hatte, daß er sich das bei den Hunden leisten darf..... Gerade, weil ich eher damit gerechnet hätte, daß Hund mal grummelt n der Situation, als daß er ausweichen würde.
      LG,
      BieBoss
      _______________________________
      Biene - Zwergpudel-Pinscher-Mix, *7.02.2007
      Bossi - Dt. Jagdterrier-Foxterrier-Mix, *4.06.2006
      Frieda - Dt. Jagdterrier, *~5.02.2001
    • Meine Tochter macht bei meinen Hunden auch mehr als sie bei fremden macht bzw. machen dürfte. Ich lasse beileibe nicht alles zu, aber wenn sie sich doch mal an Dis anlehnt, während beide auf dem Sofa liegen und Dis nicht mal mit den Ohren zuckt, dann ist das okay.
      Die Familienhündin von uns, die ich grade für 10 Tage hier habe, fühlt sich z.B. schnell bedrängt und knurrt dann und da darf mein Kind dann nicht hin und muss Rücksicht nehmen. (die Hunde haben unterm Schreibtisch ihren Platz, Ria setzt sich da manchmal dazu und spielt mit was, meine Hunde schlafen dicht an ihr dran, keiner fühlt sich gestört. Geht eben solange die Seniorin da liegt nicht .
      Liebe Grüße
      von Linda mit Logray und Dis
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    • Ich möchte mich an dieser Stelle selbst zitieren, vor etwa 4 Monaten schrieb ich:


      Cindychill schrieb:

      ich gehöre ja zur nicht mehr ganz jungen Generation und ich habe den Wandel in der Hundeerziehung miterlebt.
      Es geht mir nicht um ein "damals war alles besser oder schlechter", aber manches wünsche ich mir für mich selbst
      wieder zurück.
      Nämlich einfach nur sein mit dem Hund.

      Cindychill schrieb:

      Mit Chilly übe ich sehr viel mit Clicker, ich gehe mit ihm, weil er sehr an der Leine pöpelt, in einen Kurs, der nach neuesten
      Erkenntnissen positiv arbeitet.

      Und dennoch habe ich das Gefühl, bei dem ganzen fehlt etwas: Nämlich ich und das authentische dahinter. Irgendwie wird alles
      beclickt und belohnt, was eigentlich selbstverständlich ist. Hm, wie soll ichs formulieren. Früher bin ich einfach mit meinen Hunden gegangen,
      war der Radius zu groß, bin ich umgedreht. Punkt. Hund kam nach. Kein großes Hallo. Ich war ignoranter und ich war souveräner. Weil mein
      Umgang mit Hunden normaler war.


      Ich kann sagen: Ich habe zurückgefunden zu meinem unbeschwerten Umgang mit dem Hund. Den Kurs mit Clicker und neuesten Erkenntnissen habe ich längst abgebrochen, weil er mich gehindert hat, meinen Chilly 'ganzheitlich' zu erleben.

      Wir leben unbeschwert ohne großartiges Training, es gibt keinen Clicker mehr, kein gezieltes Trainieren von sogenanntem Problemverhalten und alles löst sich "in Luft auf". Nicht durch Zauberhand, aber durch gemeinsames Leben und Erleben.

      Sehr geholfen hat mir Ullis Buch 'Wege zur Freundschaft', auch mit Chillys Jagdleidenschaft anders umzugehen, nicht auf AJT zu bauen, sondern es zu nützen für gemeinsames Handeln.

      Ich bin sehr zufrieden mit unserem gemeinsamen Weg und wie sich Chilly entwickelt.

      @BieBoss, ich meinte mit meinem Beitrag nicht, daß wir mit Hunden umgehen wie es uns in den Sinn kommt und dabei die Signale ignorieren, sondern kurz gefasst, daß uns authentisch und empathisch sein dem Hund näher bringen kann als eine Hundeerziehung stur nach Lerngesetzen und Regeln, der aber das notwendige Einfühlungsvermögen fehlt.

      Auf die Geduld und Gutmütigkeit der Hunde zu bauen, die so manche Grenzüberschreitung ertragen, hat nichts mit meinem Beitrag zu tun
      mit Chilly dem Labradoodle


      Der große Blonde :)

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