ANZEIGE

Ideen? Nervös, ängstlich, kläfig, Probleme mit Menschen und Hunden...

    • ANZEIGE

      anfängerinAlina schrieb:

      Achso, an das Selbst-Hochspringen hatte ich gedacht, weil es sie vielleicht auch umlenken könnte, wenn sie so eine wichtige Aufgabe bekommt?
      Die Idee finde ich in jedem Fall sehr gut - das lässt ihr ja viel mehr Handlungsfreiheit, weil sie das aktiv in Situationen, in denen sie Schutz möchte, einfordern könnte.


      Samira und Banjo schrieb:

      Bleibt sie denn gut alleine? wer es denn möglich sie zu hause zu lassen anstatt sie im Rucksack mit zu nehmen? oder bei einer anderen Person im sicheren Umfällt?
      Nein, Alleinebleiben ist auch ein Thema. Zusammen mit meinem Rüden geht es in 90% der Fällen leidlich, heißt: Sie ist nicht sehr entspannt, aber auch nicht außer sich. Am Besten klappt es im Büro - da sind beide Hund ein ihrem Bereich um meinen Schreibtisch, mein Weggehen ist nicht ritualisiert und nicht vorhersehbar, mal bin ich nur eine halbe Minute Wasser für die Kaffeemaschine holen, mal bin ich zwei Stunden in einem Termin. Komplett alleine lasse ich sie - außer im Auto für die halbe Stunde, Stunde, die ich mit meinem Rüden trailen bin oder Besuchshundedienst mache - momentan noch nicht länger.

      Wenn es irgendwie geht, dann lasse ich sie auch mal bei meinem Vater oder Freunden um mit dem Rüden gezielt was alleine machen zu können - aber auch das ist für sie dann eine "Aktivität" die stressig für sie ist.

      flying-paws schrieb:

      Samira und Banjo schrieb:

      für mich hört es sich nach insgesamt zu viel an...
      Genau mein Gedankengang. Insgesamt sind die Trainingsansätze nicht schlecht, denke ich. Aber es dürfte alles viel zu schnell viel zu viel sein.

      pawtastic schrieb:

      Ich habe ja schon geschrieben, dass ich das auch so sehe.

      Ich bin da seit gestern echt am Grübeln, gerade da es mehrere schreiben. Das folgende ist jetzt erstmal "lautes" Denken und ein bisschen erklären - es soll keine Rechtfertigung sein und auch eure Einschätzung nicht abtun.

      Denn mir ist schon klar, dass "zu viel" und "zu wenig" so individuelle Kategorien sind, dass auch ein für den einen Hund moderates Programm für den anderen die Grenze der Belastbarkeit darstellen kann. Mein Rüde ist nun auch einer der Hunde, die Ruhehalten lernen mussten und auch bei ihm gucke ich immer sehr, dass Tage mit Action und Arbeit von Tagen mit Schlafen und Pipirunden gefolgt werden, weil er das auch deutlich braucht.

      Ein bisschen ist der Punkt: Wir kommen gerade eigentlich aus einem ziemlich runtergefahrenen Modus: Meine Mutter ist Ende Januar gestorben, war seit August letzten Jahres im Hospiz. In der Zeit, gerade zum Ende hin, habe ich den Großteil der Woche im Haus meiner Eltern verbracht, Einfamilienhausgegend am Waldrand. Vormittags musste ich arbeiten und die Hunde konnten pennen, nachmittags waren wir im Hospiz und die Hunde konnten pennen. Zwischendrin waren wir im Garten (auch mal "nur" Gartentage) oder eine Runde durch den Wald mit keinen oder wenigen Hundebegegnungen. Evtl. "zählt" das nicht so richtig, weil es eine emotional anstrengende Zeit war, aber ansonsten war es schon ein sehr entschleunigter Alltag.

      Momentan fehlt mir da ein bisschen der richtige Ansatz, wo ich noch runterschrauben könnte. Dass sie im Rucksack sitzen kann, wenn ich mit dem Rüden einen Spaziergang mache war ja schon eine der Stellschrauben, an der ich gedreht habe. Dass wir fast alle Wege mit dem Auto erledigen z.B. auch - im Normalfall würde ich jetzt beidem schönen Wetter einfach die 2 km zum Büro laufen, vielleicht nochmal mit einer größeren Schleife durch den Wald und Abends wieder zurück.

      Ein bisschen will der Terrier ja auch zu seinem Recht kommen...

      pawtastic schrieb:

      Sobald der Hund auch merkt, dass jetzt Trainingssituation ist und ihm sowieso niemand zu nahe kommt, geht eh der Lerneffekt für außerhalb des Platzes flöten.
      Das ist klar, Hunde können natürlich gut unterscheiden, dass Hundeplatz was anderes ist - aber dass es gar keinen Lerneffekt geben kann, würde ich nicht behaupten. Denn jede Erfahrung: Andere Hunde sind da, es passiert mir nichts, meine Kommunikationssignale werden akzeptiert, ist ja für sich genommen schon mal nicht schlecht.

      Die Frage ist tatsächlich, wie nachhaltig das Lernen bei ihr sein kann, denn:

      Ich habe nun die ersten Schilddrüsenwerte bekommen und der T4-Wert ist unterhalb des Normbereichs. Und ihr Jodwert ist ebenso im Keller, am ganz unteren Rand des Referenzbereichs, also Jodmangel.

      Es wird vermutlich bis nach Ostern dauern, bis ich die T3- und T4-Antikörperwerte bekomme.

      Wenn sich hier wer mit Schilddrüsenwerten auskennt, poste ich sie auch gern.

      Ehrlich gesagt, der Jodmangel irritiert mich insofern, weil beide Hunde bis wenige Tage vor Blutentnahme ausschließlich mit Alleinfuttermittel (also Nass- und Trockenfutter) ernährt wurden. Seit ungefähr einer Woche füttere ich auch Reinfleischdosen von Lunderland + Gemüse/Flocken + Grünlippmuschel und Öl - aber selbst wenn ich da irgendwas verbockt hätte, dürfte das ja noch keine Auswirkung haben.

      Allerdings gibt es hier natürlich schon mal einen Ansatzpunkt, dass irgendwas gesundheitlich im Argen liegt...
      LG,
      Annika mit Filou (Cairn Terrier) und Elsje (Bolonka Zwetna)
      a.k.a. Rattentier und Fledermäusi
    • ANZEIGE
    • anfängerinAlina schrieb:

      Wenn es nun doch "bloß" die Schilddrüse ist, wäre das sicher sehr erleichternd für euch alle. Da drücke ich die Daumen.
      Selbst wenn es das nicht alleine ist, sondern nur ein Baustein wäre es schon mal eine Erklärung, warum ich mit ihr einfach so wenig Fortschritte merke und warum mir ihr Verhalten oft einfach sehr irrational-hysterisch vorkommt.

      Ich hab schon das eine deutsche Schilddrüsenbuch hier liegen und werde wohl auch mal in der FB-Gruppe um Rat fragen.

      Wenn es wirklich so wäre, dass der Jodmangel die Ursache für die Schilddrüsenproblematik wäre, dann müsste die ja theoretisch nach Beseitigung der Ursache verschwinden, es sei denn, die Schilddrüse kann darüber auch irreparabel geschädigt werden.

      anfängerinAlina schrieb:


      Welche Alleinfutter hast du gefüttert? Laut Stiftung Warentest können da ja schon auch mal einige Nährstoffe fehlen, auch wenn es eigentlich nicht erlaubt ist.
      Sie bekam bis Ende des letzten Jahres Royal Canin Gastro Intestinal, dann habe ich beim TroFu auf Magnusson umgestellt. An Nassfutter habe ich quer durch die Bank gefüttert: Terra Canis, Herrmanns, Fleischeslust - ab und an noch mal irgendwas anderes so aus dem Segment.

      Hmpf. Ich hab echt lange hin und her überlegt ob ich barfe oder sonstwie selber koche und mich immer dagegen entschieden, weil ich mir über die ganze Nährstoff-Sache nicht sooooo den Kopf machen wollte, bzw. man ja eben einiges falsch machen kann.

      Nun kann mein Rüde aber ein bisschen weniger auf den Rippen vertragen und bei der Elsje wollte ich gern gezielt mehr Kohlenhydrate füttern können, da schien mir die Idee mit Reinfleischdosen und entweder Gemüse & Co selber zubereitet oder über Flocken dazu eine gute Möglichkeit, das Ganze den Bedürfnissen anzupassen...
      LG,
      Annika mit Filou (Cairn Terrier) und Elsje (Bolonka Zwetna)
      a.k.a. Rattentier und Fledermäusi
    • Das Trofu kenne ich nicht, aber gerade den drei Nafumarken würde ich durchaus zutrauen, dass die zu wenig Jod drin haben. Mit den Schilddrüsenzusammenhängen kenne ich mich nicht weiter aus, aber selbst wenn es nicht nur am Jodmangel läge oder der irgendwie sekundär wäre, kann man einen SDU-Hund ja über Tabletten gut so einstellen, dass er wieder einen normalen Hormonspiegel hat, soweit ich weiß. Man muss die dann nur eben meist ein Leben lang geben.
      Für Reinfleischdosen mit Flocken und den Jodmangel (je nach dem, was da die Ursache ist) könntest du dir ja einen Plan machen lassen. Ich weiß gar nicht, ob Futtermedicus und so auch individuelle Vitamin-Mineral-Pulver mischen, aber vielleicht wäre das eine gute Lösung, je nach dem, welche Produkte dir da vorschwebten.
    • Mein Rüde hat SDU und der andere der auch so kläffig ist, hat auch leicht auffällige Werte.
      Ich hatte mal bei meinen Fertigfuttern ausgerechnet wie viel Jod enthalten ist und tatsächlich war entweder viel zu wenig oder gar kein Jod drin. Du könntest z.B. mit einer Feinwaage oder kleinem Messlöffel Seealgenpulver dazu geben.
      Es muss aber nicht am Jod liegen, die Antikörper können dann helfen rauszufinden ob es chronisch ist oder durch z.B. Ernährung ausgelöst.

      Ich habe grade bei fb die Werte gesehen. Die sehen ähnlich aus wie die von meinem Stinktier. Bei uns kommt demnächst eine Spezialistin vorbei und schaut sich den Hund an, weil die Werte nicht sehr auffällig sind, aber auch nicht normal. Vielleicht wäre Verhaltenstherapeut mit Schwerpunkt Schilddrüse auch eine Anlaufstelle für euch. Ich denke rein von den Werten ist es absolut grenzwertig und die Ärzte werden es ausprobieren oder ganz lassen wollen. Ich muss aber sagen, dass richtig einstellen auf die Tabletten kein großer Spaß ist. Bei uns wurde es erst noch sehr viel schlimmer und ging dann Monate später erst wieder bergauf. Überleg dir das gut :/
    • pawtastic schrieb:

      Ich habe grade bei fb die Werte gesehen.
      Ich bin ja auch doof, da ich die Werte eh abgetippt hab, kann ich sie hier ja auch einstellen:

      Auffällig waren:
      T4: 0,8 ug/dl (Referenz: 1,0-4,0 ug/dl)
      Jod: 30,4 ug/l (laboreigene Referenz 30-400 ug/l)

      Weitere Werte die mir vorliegen:

      Cholesterin: 171 mg/dl (Referenz: <389 mg/dl)
      T3: 0,677 ug/l (Referenz: 0,2-2,0 ug/l)
      fT4: 0,7 ng/dl (Referenz: 0,6-3,7 ng/dl)
      TSH: 0,06 ng/ml (Referenz: <0,5 ng/ml)
      TAK: 6% (Sie wurde allerdings im März auch geimpft.)

      pawtastic schrieb:

      Die sehen ähnlich aus wie die von meinem Stinktier. Bei uns kommt demnächst eine Spezialistin vorbei und schaut sich den Hund an, weil die Werte nicht sehr auffällig sind, aber auch nicht normal.
      Ich tu mich mit der Interpretation der Werte echt schwer. Wobei ich dachte, dass eben das gerade die Problematik bei einer subklinischen SDU ist, dass eben nicht alle Werte schlecht sind, sondern durchaus noch im Referenzbereich aber da eher am unteren Level. Irgendwie hab ich auch im Kopf, dass die Werte bei kleinen, jungen Tieren, sogar eher im mittleren Bereich liegen sollten. Aber das ist ja eh das Problem mit den Referenzwerten, auf was basieren die?

      pawtastic schrieb:

      Ich muss aber sagen, dass richtig einstellen auf die Tabletten kein großer Spaß ist. Bei uns wurde es erst noch sehr viel schlimmer und ging dann Monate später erst wieder bergauf. Überleg dir das gut :/
      Wobei es letztendlich ja nicht wirklich eine Entscheidung ist, oder? Also wenn es z.B. eine Unterfunktion wäre, wäre es ja keine Option sie nicht behandeln zu lassen... Auch wenn mich allein die Aussicht auf regelmäßige Medikamentengabe alle 12 Stunden "freut" - so regelmäßig geht es bei uns mit den Mahlzeiten bislang nicht zu.

      Danke @pawtastic für den Tipp mit dem Seealgenmehl, hatte mir @Heidesand in meinem Thread auch schon empfohlen.
      LG,
      Annika mit Filou (Cairn Terrier) und Elsje (Bolonka Zwetna)
      a.k.a. Rattentier und Fledermäusi
    • mairi schrieb:

      Wobei es letztendlich ja nicht wirklich eine Entscheidung ist, oder?
      Nein natürlich nicht, wenn sie krank ist, ist sie krank. Aber die Werte sind nicht grottig und je nachdem welchen Tierarzt du erwischt, kann es sein, dass der nicht substituieren möchte und zuerst mal am Jodgehalt dreht und dann nach ein paar Wochen noch mal ein Blutbild machen lassen möchte. Das würde ich vermutlich auch tun.
      Meiner hatte fast die gleichen Werte, ich habe dann so 2 Monate später noch mal Werte nehmen lassen und da waren sie im Referenzbereich, aber im unteren Drittel. Deswegen kommt jetzt die Ärztin und guckt auf das Verhalten.
      Du musst auch bedenken, dass Stress die Schilddrüse auch beeinflusst. Kann auch eine Schlange sein die sich in den Schwanz beißt, leider.
    • Wir waren ja schon ein paar Mal mit dem kleinen Zwerg laufen und die Ecke der Eilenriede, in der ihr quasi zwangsläufig laufen musst, war halt schon sehr voll. Kann mir vorstellen, dass das noch erschwerend hinzu kommt.

      Du hast ja schon ein paar Werte bekommen, ich habe da keinerlei Ahnung von und drück euch einfach die Daumen, dass ihr das wieder in den Griff bekommt.

      Als kleine Nebenfrage: Hast du denn das Gefühl, das Elsje dich schon sehr als Rückhalt und Schutz wahrnimmt? Oder meinst du, ihr fehlt auch noch etwas das Vertrauen in dich? Das kann ja dann vllt noch hinzu kommen.
      We were wolves, once. Wild and wary. Stealth and cunning.
      Then we noticed you had couches.

      Bestes Beispiel dafür: Das kleine dicke Dusselvieh
    • pawtastic schrieb:

      Du musst auch bedenken, dass Stress die Schilddrüse auch beeinflusst. Kann auch eine Schlange sein die sich in den Schwanz beißt, leider.
      Ich vermute einfach, dass viele Faktoren da eine Rolle spielen, sich gegenseitig beeinflussen, etc.

      In Absprache mit der TÄ werden wir wohl mit der Substituierung als weiteren diagnostischen Schritt anfangen, der T4 und das freie T4 sind ja nun wirklich nicht gut, parallel natürlich versuchen, den Jodwert wieder auf normal zu kriegen.

      Fanwolf schrieb:

      Wir waren ja schon ein paar Mal mit dem kleinen Zwerg laufen und die Ecke der Eilenriede, in der ihr quasi zwangsläufig laufen musst, war halt schon sehr voll. Kann mir vorstellen, dass das noch erschwerend hinzu kommt.
      Ja, genau - die Rahmenbedingungen sind halt: Leben in der Stadt, als Bürohund, etc. Und ich fahre jetzt schon sehr bewusst häufiger mal raus (war noch nie dankbarer fürs Auto!) - aber für 'ne kurze Löserunde kann ich halt jetzt nicht jedes Mal die Stadt verlassen.

      Fanwolf schrieb:

      Als kleine Nebenfrage: Hast du denn das Gefühl, das Elsje dich schon sehr als Rückhalt und Schutz wahrnimmt? Oder meinst du, ihr fehlt auch noch etwas das Vertrauen in dich? Das kann ja dann vllt noch hinzu kommen.
      Ich glaube, auch das könnte eine Rolle spielen. Also, sie sucht ja schon aktiv Schutz bei mir und bekommt ihn auch, sie achtet auf mich, aber ich merke schon, dass das gegenseitige Vertrauen noch wachsen kann. U.a. auch deswegen mache ich mit ihr z.B. den Junghundekurs - das ist wahrscheinlich eher bei mir 'ne Kopfsache, aber mir hilft es, dann auch wirklich einen Termin zu haben, wo eine Stunde dann eben nur sie dran ist. Und da sie ja gar nicht ungern mit mir was tut, hoffe ich einfach, dass das für uns beide was bringt.
      LG,
      Annika mit Filou (Cairn Terrier) und Elsje (Bolonka Zwetna)
      a.k.a. Rattentier und Fledermäusi

    ANZEIGE