An die Jägersprache musste ich mich auch erst gewöhnen. Irgendwann fängt man wohl an sie zu benutzen ohne es zu bemerken. Und glaub mir, wir Jäger sind gar nicht so herzlos wie wir vielleicht scheinen. Wir wissen, dass die Jagd nötig ist, auch der ein oder andere Schuss, mit dem man sich echt schwer tut. Ich zum Beispiel schieße total ungern auf Wildschweine, weil die oft eben nicht gleich umfallen. Ich erinnere mich noch sehr gut an den Frischling. Ich habe geschossen und dass erst mal auf dem Hochsitz und hab gezittert und dachte "F**ck F**ck F**ck!!!!". Als ich gesehen hab, dass er lag, war ich mega erleichtert. Beim Bock hab ich nach dem Schuss hab ich gehört, dass etwas in den Wald geflüchtet ist und war völlig fertig. Der Bock lag. Was geflüchtet war, war ein Schmalreh, das dabei war. Als Männe ein Kitz geschossen hat (auch das muss leider sein) hatte ich Pipi in den Augen, als ich gesehen hab, wie die Geiss in einiger Entfernung immer wieder nach dem Kitz geschaut hat. Eine fällig werdende Nachsuche am Morgen führt zu einer schlaflosen Nacht davor. Das gehört alles dazu und ich finde, wenn einen alles kalt lässt, sollte man es besser sein lassen.
Beiträge von peikko
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Ich hätte jetzt gedacht, ein Schuss in den Hals lässt schnell verbluten.
Das wäre dann der sogenannte "Hotelschuss". Der ist recht verpönt. Das Risiko ist einfach zu hoch.
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Wildschwein gibts nur gut durchgegart. Reh meistens auch.
magst du mir sagen warum Reh auch? Ich hab das bisher gerne roh gegeben, bin da aber vlt zu unbedarft
Landet einfach mit im Topf. Beim Zerwirken und wenn wir für uns kochen fällt auch mal das ein oder andere Stück roh an.
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Für mich klang es so, als wären die Tiere auch nach einem optimalen Schuss nicht sofort tot?
Der Kopf ist zu klein als Zielscheibe?
Das Gehirn, das man treffen müsste, ist echt winzig. Da ist das Risiko, es nicht tödlich zu treffen, zu hoch. Rehe sind beim Kammerschuss normalerweise sehr schnell tot. Mein Lebensgefährte hatte dieses Jahr ein Wilschwein, das mit Herzteffer noch mal im Kreis gelaufen ist. Nicht schön. Ich hab bisher nur nen Frischling geschossen, da ging der Schuss durch die Wirbelsäule in die Kammer. Das ist sofort liegengeblieben. Leider steckt man da nicht immer drin. Man tut alles, damit die Tiere nicht leiden, aber manchmal machen die genau im Moment des Schusses einen Schritt und der Treffer verschiebt sich.
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Wildschwein gibts nur gut durchgegart. Reh meistens auch. Ich sammel bis genug da ist und dann kommt alles mit den Knochen in nen großen Topf. Gemüse, was weg muss dazu, ne Stunde kochen, Knochen raussammeln und fertig ist sein Lieblingsfutter.
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Meiner Meinung nach schon. Bis auf die Tatsache, dass die Schultern dann nicht mehr wirklich essbar sind. Bei uns bekommt alles, was zerschossen ist allerdings der Hund.
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Weiss ich leider auch nicht
. Bin da Neuling. Hab jetzt mal nen Teelöffel voll für meinen 40 kg Hund ins Nassfutter gerührt um zu testen ob ers dann noch frisst und wie ers verträgt. Toll, dass ich das erst gefunden hab, nachdem ich bei dm war und Hanfsamen und Hanfprotein mitgenommen hab
. Bei uns gibts jetzt Hanfkur. -
Sorry dass ich nochmal OT komm. Penny hat bei uns gerade Biohanfmehl als Aktionsware. 350g für 2.99 Euro. Zur Info.
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Ich war zwar nicht angesprochen, aber ich antworte trotzdem Mal. Der Blattschuss geht durchs Schulterblatt. Da die Kammer, also der Brustkorb, dahinter liegt auch durch die Kammer. Beim reinen Kammerschuss bleibt das Schulterblatt unverletzt. Das kann man dann z B. als Schäufele verwerten. Der Vorteil besteht vor allem bei Schwarzwild aber im Blattschuss darin, dass das Tier mit dem Blattschuss nicht weit flüchten kann. Selbst bei einem Herztreffer rennen Wildschweine manchmal noch recht weit,was zu langen Nachsuchen führen kann. Das versucht man durch den Blattschuss zu vermeiden.
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Erst mal gar nicht, ich will versuchen sie einzuweichen. Das wird Menschen auch geraten. Ich denke ich sehe ja dann, was hinten rauskommt.