Beiträge von Landlue

    KiTa ist schon die längstmögliche Betreuungszeit, da Kind einen "Einzelintegration in der Gruppe" hat und seine Integrationsbegleitung nur für die Stunden kann. Und da das über das Schulamt läuft und alles bei Kindergartenkinder etwas wirr ist, haben wir uns damit arrangiert.

    Ab August geht es auf die Förderschule, bei der die tägliche Zeit von 8 bis 14:30 geht und Kind vom Zuhause abgeholt und danach wieder nach Hause gebracht wird. Das wird viel lockern, weil ich dann Nachmittags nicht mehr zuhause sein muss und alle Therapien in der Schule stattfinden werden :dafuer:

    Mich würde der Part am meisten stören. Das ist sein Kind! Ich kann es gerade schlecht in Worte fassen, aber ich kann doch da nicht einfach sagen: „Och nö, hab ich keinen Bock, mach ich eh den ganzen Tag.“ Ja, mag sein, vielleicht, aber wir sprechen hier vom Wickeln und Duschen - von der Basispflege - des eigenen Kindes.
    Zur Ausgangsfrage: Wer den Hauptteil der Pflege leistet, bekommt auch den Hauptteil vom Pflegegeld - so würde ich das (bei getrennten Konten) regeln und fair finden

    Pflegende Angehörige / Eltern sind unglaublich stark belastet - weil die für jeden Pillepups kämpfen müssen - alle Hilfen erstmal abgelehnt werden, jeder sich erstmal für nicht zuständig erklärt - sich alles ewig hinzieht, etc - und das kommt ja nur noch obendrauf, auf Sorgen und Ängste, die man mit einem schwerkranken Kind sowiso schon hat - dann wird so ein Kind ja auch immer größer und schwerer, irgendwann ist man auch körperlich am Limit!

    An dieser Belastung zerbrechen Beziehungen, weil dieses Hamsterrad immer läuft - 24/7 und die Gesellschaft es ja nunmal nicht einfacher macht!

    Die Pflege mit der Schieblehre aufzuteilen macht keinen Sinn!

    Landlue ihr braucht jemanden, der da mal von draußen drauf guckt - in BaWü gibt es zB die https://landesstelle-bw-wegbegleiter.de/ - das wird es ja woanders auch geben - das hilft ja nix, wenn ihr da auf dem Zahnfleisch lauft - mmtl werdet ihr ja noch länger gebrauchtr

    Danke dir, wir gucken mal, ob es sowas in Nds gibt.

    Bei mir/meinem Kind läuft alles über medicproof, da wir beide privat versichert sind (Verbeamtung).

    Ich muss sagen, dass es hinsichtlich des Pflegegrades noch nie zu Schwierigkeiten gekommen ist und wir dort immer sofort das bekommen haben, was wir brauchten. Sowohl der Erstantrag als auch die von uns angestoßene Neubegutachtungen waren problemlos. Halt einfach nur Termine.

    Alle Termine/Anträge bei den Ämtern gingen bis jetzt auch immer "so durch", da hatten wir halt auch nur die Termine, um den bürokratischen Weg korrekt zu gehen.

    Ja, ist Rennerei, aber keine der Stellen hat bisher gesagt "Kind ist nicht behindert genug für die beantragte Förderung", auch schon vor den tatsächlichen Diagnosen.

    Und das war halt mein Verdienst, da ich eben immer alles vollständig und korrekt eingereicht/ausgefüllt hatte. Diesen "Erfolg" lasse ich mir auch nicht nehmen.

    Mein Gerechtigkeitssinn sagt:

    Du arbeitest 8 Stunden, er weniger - die Stunden, die er weniger arbeitet als Du, gehören dem Kind und dessen Pflege.

    Nach den 8 Stunden, quasi ab Deinem Feierabend, hat auch er Feierabend - ab jetzt teilt Ihr Euch die Pflege hälftig. Da ja auch noch "das bischen Haushalt" anfällt, kann der Partner, der gerade keinen "Kind-Dienst" hat, da schon mal etwas machen. Beispielsweise macht er das Kind bettgehfein und Du kochst in der Zeit Abendessen oder umgekehrt.

    Ich kenne mich mit dem Pflegegeld nicht aus - ist der Zweck des Pflegegeldes eine Entschädigung für Mindereinkommen aufgrund verminderter Stunden bei der Erwerbstätigkeit oder ist das auch für den finanziellen Aufwand an Pflegemitteln, Betreuung usw. gedacht? Im ersten Fall sehe ich das Geld dann zu 100% bei ihm (sofern er die Mindererwerbszeiten auch für die Pflege nutzt), im zweiten Fall müsste ein Teil mit den Pflegemitteln verrechnet werden.

    Was Du sonst noch erzählt hast, da würde ich auch für beispielsweise eine Supervision oder eine gemeinsame Therapie, möglicherweise auch eine gemeinsame Kur mit Kind plädieren. Worte allein können so unterschiedlich verstanden werden und dann sind Missverständnisse und auch Misstimmung vorprogrammiert und manche Menschen können ihre Gefühle nicht so gut ausdrücken. Und mal die ganz "ketzerische" Frage: Wann habt Ihr beiden denn eigentlich mal wirklich Zeit für Euch, zusammen, aber auch allein (quasi Kurzurlaub für die Seele)? Das ist doch auch so immens wichtig. Ich drück Euch auf jeden Fall die Daumen, dass es besser wird.

    Danke für deine Anregungen, die nehme ich mit.

    Zeit für uns haben wir während der Fremdbetreuung bei den Großeltern oder der Verhinderungspflege. Mein Mann ist noch in der Feuerwehr, geht viel alleine in den Garten (auch ohne dortige Arbeit). Er hat Spaß an Gartengeräten und tüddelt da viel mit rum, auch trifft er sich einmal im Monat mit guten Freunden abends. Ich habe meine Ehrenämter (ich war auch in der Feuerwehr, und im DRK/JRK) niedergelegt, weil es mir zu viel wurde, kann aber so zwei Mal im Jahr ein langes Wochenende mit meinen guten Freundinnen in Hamburg machen. Und ich habe die Hunde als "großes" Hobby. Zu Terminen bei Freundinnen habe ich das Kind oft mit, weil eben alle Kinder haben.

    Der größte Liebesbeweis meines Mannes an mich: wenn er am Wochenende da ist, darf ich ausschlafen (so lange ich möchte, da nehme ich dann einen rumpeligen Wohnraum gerne in Kauf)

    Tatsächlich sprechen wir da offen drüber, ich habe aber nicht den Eindruck, dass das nachhaltig bei ihm ankommt. Er geht davon aus, der am meisten belastete in der Situation zu sein. Geht es mir schlecht, geht es ihm schlechter. Bin ich müde, ist er müder. Generell ist er derzeit sehr negativ unterwegs, weil er sich materialistische Wünsche derzeit nicht so erfüllen kann, wie er das möchte und es bei der Arbeit "in der Pflege brennt". Er ist in psychologischer Behandlung und eine "richtige" Depression soll es nicht sein.

    Ich muss das einfach nochmal stärker ansprechen, und dass meine Anliegen keine Eintagsfliegen sind.


    Danke euch!

    Es ist nicht selten, dass ein Elternteil in so einer Situation stärker leidet, auch wenn er gar nicht derjenige ist, der von außen betrachtet die größere "Last" trägt.
    Bei uns ist es "nur" ein autistisches Kind, um dessen speziellen Bedürfnisse ich mich quasi alleine kümmere, aber dennoch ist es mein Mann, der tatsächlich deutlich mehr drunter leidet, als ich es tue. Dein Mann sollte sich und seine Gefühle da ernst nehmen und dennoch dich nicht aus dem Blick verlieren.

    Alles Gute :kleeblatt:

    Wie soll das klappen? Also mal doof gefragt? Wie löst dein Mann das und bilden sich bei dir dann keine "Ablehnungen" gegenüber deines Mannes?

    Es würde ja gar kein Problem sein, wenn ich eben meine Arbeit reduzieren würde, dann wäre das ja alles gar kein Thema. Mich "ärgert" es nur, dass er Stunden reduziert, das gesamte Pflegegeld als Ausgleich bekommt, viele Dinge der Pflege nicht übernimmt und ich dann noch Rücksicht auf seine Gefühle haben soll, weil er sich ja mehr belastet fühlen könnte.

    Tatsächlich sprechen wir da offen drüber, ich habe aber nicht den Eindruck, dass das nachhaltig bei ihm ankommt. Er geht davon aus, der am meisten belastete in der Situation zu sein. Geht es mir schlecht, geht es ihm schlechter. Bin ich müde, ist er müder. Generell ist er derzeit sehr negativ unterwegs, weil er sich materialistische Wünsche derzeit nicht so erfüllen kann, wie er das möchte und es bei der Arbeit "in der Pflege brennt". Er ist in psychologischer Behandlung und eine "richtige" Depression soll es nicht sein.

    Ich muss das einfach nochmal stärker ansprechen, und dass meine Anliegen keine Eintagsfliegen sind.


    Danke euch!

    Würdet ihr "erwarten", dass wenn Ehepartner/Eltern gemeinsam ein pflegebedürftiges Kind haben, für dieses 599 € Pflegegeld bekommen und eben dieses Pflegegeld ausschließlich einem der Eltern zugute kommt, dass der "begünstigte" Elternteil auch einen spürbaren Mehranteil der tatsächlichen Pflege übernimmt?

    Die Idee vom Pflegegeld ist ja, dass der/die Angehörige, die den Pflegebedürftigen unterstützt, von ihm dafür "entlohnt" werden kann. Natürlich bezahlt ein Kind seine Eltern nicht wirklich - aber das ist erstmal das Grundkonzept.

    Pflege bedeutet ja ne Menge Arbeit - für die ggf. auf Erwerbsarbeit zumindest zum Teil verzichtet wird. Und damit auch auf die entsprechenden Rentenansprüche oder auch auf die Chance "Karriere" zu machen.

    Die Pflegekasse zahlt, sofern man nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeitet, einen an den Pflegegrad orientierten Rentenbeitrag.

    Den bekommt mein Mann auch und ist dadurch in der Rente nicht schlechter gestellt.

    Würdet ihr "erwarten", dass wenn Ehepartner/Eltern gemeinsam ein pflegebedürftiges Kind haben, für dieses 599 € Pflegegeld bekommen und eben dieses Pflegegeld ausschließlich einem der Eltern zugute kommt, dass der "begünstigte" Elternteil auch einen spürbaren Mehranteil der tatsächlichen Pflege übernimmt? Nicht alles, aber eben doch spürbar mehr, vlt. So 70:30?

    Ich stehe im Zwiespalt mit unserer derzeitigen Pflegesituation/Familiensituation und bräuchte Input.

    Das kommt darauf an,ob der Elternteil zb dafür mehr Zuhause ist.

    Also wenn beide zb noch einer Arbeit nachgehen und sich Abends dann um das Kind kümmern würde ich meinen beide machen gleich viel.

    Bleibt aber einer dafür Zuhause und macht diese Arbeit,würde ich davon ausgehen,dass derjenige halt dann auch mehr macht.

    Ich zitiere dich einmal:

    Ich arbeite derzeit 40 Stunden, mein Mann arbeitet 30 Stunden (wird aber noch weiter reduzieren wahrscheinlich 26 Stunden, die 30 Stunden beziehen sich noch auf PG 2).

    Mein Mann erhält das gesamte Pflegegeld als "Lohnersatz", damit er am Ende das gleiche wie in Vollzeit raus hat, das war von Anfang an sein Wunsch, dass er mehr zuhause bleiben könnte. Da er aber in der Pflege (exam. Pflegefachkraft) arbeitet, möchte er, sobald er nachmittags zuhause ist, selbst keine tatsächlichen, körperlichen Pflegetätigkeiten mehr ausführen, er würde das ja schon "den ganzen Tag" machen. Ich habe da etwas gegen. Mann arbeitet als Springer, kann sich seine Schicht also aussuchen und macht daher nur Frühschicht. Geht morgens um 05:30 aus dem Haus und ist um 14:30 wieder da. Kindergarten geht von 08:00 bis 13:00. Das hat zur Folge, dass (wenn Mann nicht frei hat oder 1x Oma Kind mitnimmt) ich das Kind sowohl bringen als auch holen muss (von 10x Bringen/Abholen übernehme ich derzeit 7). Ich bin durch Gleitzeit flexibel, muss aber meine Vollzeit trotzdem arbeiten. Auch die Ergotherapie einmal wöchentlich morgens muss ich wahrnehmen und um mein Homeoffice herum planen. Haushalt ist in guten Wochen 50:50, in schlechten auch gerne mal ich 70%, Mann nur 30 %. Jedes zweite Wochenende hat Mann einen Samstag Dienst, da bin ich dann auch gebunden (und Kind hat PG 3 ja nicht aus Spaß).

    Ich bin nur so verdammt müde, bin auch immer die Dumme die alle Unterlagen sichtet, Anträge stellt, Termine abmacht, Klamotten aussortiert und besorgt, Hygieneartikel im Auge behält und besorgt, alles mit der Pflegekasse regelt und generell alles im Hintergrund regelt (weil mein Job das ja auch schon macht und ich dann da "so gut bei bin")

    Er soll nur das Kind verdammt nochmal wickeln, wenn er zuhause ist und es vernünftig duschen (mit Schampoo/Duschgel und nicht nur Wasser), Kind eincremen, Zähne putzen, An- und Ausziehen. Mehr will ich doch gar nicht. Vor allem, weil es in der Woche und eben alle 2 Wochenenden auch von mir alleine geregelt wird. Und dann soll ich das auch noch machen, wenn er zuhause ist?

    Würdet ihr "erwarten", dass wenn Ehepartner/Eltern gemeinsam ein pflegebedürftiges Kind haben, für dieses 599 € Pflegegeld bekommen und eben dieses Pflegegeld ausschließlich einem der Eltern zugute kommt, dass der "begünstigte" Elternteil auch einen spürbaren Mehranteil der tatsächlichen Pflege übernimmt? Nicht alles, aber eben doch spürbar mehr, vlt. So 70:30?

    Ich stehe im Zwiespalt mit unserer derzeitigen Pflegesituation/Familiensituation und bräuchte Input.

    Wenn man, weil die Krankenkasse eine Behandlung (z.b. Lipödem-OP) ablehnt, diese OP als Selbstzahler durchführen lässt, sind dann Komolikationen auch durch die KK ausgeschlossen?

    Also Beispiel: Person lässt sich Fett absaugen, wird "gesund" entlassen und es treten ein paar Wochen später Komplikationen auf.

    Sind die Komplikationen dann auch Selbstzahler-Sache?

    Das haben die doch absichtlich so geschrieben, wer interessiert sich in Deutschland denn für den ollen amerikanischen Schriftsteller??