Beiträge von Wirbelwinde

    Kein Mensch käme auf die Idee sich von todgekochten, getrockneten und mit künstlichen Zusatzstoffen auf bedarfsdeckend getrimmten Pellets aus Abfällen zu ernähren, und dabei sicher zu sein gesund und fit alt zu werden.

    Tun wir das wirklich nicht?

    Fertigessen aus der Dose, eingeschweißte Fertigmenüs. Zugegeben Pellets sind das nicht; jedoch haben manche Müslis diese Konsistenz.

    Und das findest du gesund?

    Ich kenne zumindest niemanden der behauptet solch eine Ernährung wäre gesund.

    Selbst künstliche Zusatzstoffe und künstliche Vitaminpräparate werden beim Menschen immer kritischer gesehen, Hund soll aber ausschließlich damit alt werden.

    Ab vom Gesundheitsaspekt.

    Ich kann mir nichts besseres vorstellen als ein Menü mit leckeren Kräutern und frischen Zutaten, in einen leckeren Apfel zu beißen, knackiges Gemüse... alleine der Gedanke an Fertigfraß bringt mich zum würgen, mir vorstellen das meine Jungs das jeden Tag essen müssten mag ich nicht mal Ansatzweise.

    Aber Geschmäcker sind ja verschieden.

    Ich bin immer wieder geschockt was für Hunde alles gesund sein soll...

    Kein Mensch käme auf die Idee sich von todgekochten, getrockneten und mit künstlichen Zusatzstoffen auf bedarfsdeckend getrimmten Pellets aus Abfällen zu ernähren, und dabei sicher zu sein gesund und fit alt zu werden.

    Ein kleiner Hund kann locker 15, 16, 17 Jahre alt werden.

    Wenn man nicht zu denen gehören will die ihren Hund hinter sich herziehen und dann erklären "Ist normal, der ist schon alt! Er ist 9!" dann muss man sich da eben schon früh Gedanken machen.

    Und der Gedankengang "Hauptsache billig und kein Aufwand für mich" führt da eher nicht zum Ziel.

    Übermäßige Freude und ablecken sind eher Beschwichtigung, tu mir nix ich tu dir auch nix.

    Ich würde wirklich erst mal konsequent drauf achten das er nicht in solche Situationen kommt.

    Wedeln ist bei weitem nicht immer Freude, es bedeutet Aufregung, die kann gut oder schlecht sein.

    Leider leider werden Kleinhunde viel zu oft nicht ernst genommen, einen Schäferhund würde man ja auch nicht durch die Gegend schleppen...

    Und so lernen die kleinen gleich das ihre Warnsignale nicht ernst genommen werden, immer wieder werden sie von Menschen und Hunden bedrängt, und wenn nix mehr anderes mehr hilft kommt der nächste Schritt, abschnappen.

    Ein Hund ist kein Spielzeug, kein Teddyersatz für fremde Menschen und als Zwerg sind andere Hunde oft einfach gigantische Riesen die Angst machen.

    Da hilft jetzt nur noch verlorenes Vertrauen zurückgewinnen, konsequent vor fremden Hunden und Menschen schützen, nicht mehr durch die Gegend schleppen und streicheln nur wenn Hund ganz explizit von alleine kommt.

    Meine Jungs habe ich von klein auf ganz konsequent vor "ohh" und "ahhh" seufszenden Menschen und fremden Hunden geschützt, dafür viel Kontakt zu bekannten Hunden und Menschen die wussten das Hunde keine Spielzeuge sind.

    Muss ich meine Jungs hochnehmen weils gerade wirklich nicht anders geht kündige ich das an, mein "großer" hasst das, kanns aber mittlerweile gut aushalten weil ich es wirklich so kurz wie nötig halte.

    Je mehr man die Bedürfnisse des Hundes achtet um so eher hat man einen Hund an seiner Seite der einem Vertraut, völlig egal ob klein oder groß.

    Das ist nicht idealisiert, das ist deine Pflicht als Hundehalter!

    Ein Hund ist immer am Ende nur ein Hund, und als solcher ist sein Verhalten niemals zu 100% vorrauszusehen!

    Schau dir mal Berichte über Beißvorfälle an, in den allermeisten Fällen heißt es hinterher das er doch so Freude daran hatte und das ja noch nie gemacht hat!

    Vorher gesehen wude nicht das die überschäumende " Freude" nur ein Versuch war irgendwie mit überfordernden Situationen allein klar zu kommen weil ihm niemand raus half.

    Genau so sind fremde Menschen, Hunde und Kinder niemals 100% einzuschätzen, von fremden Hunden die von jetzt auf gleich einfach draufgehen, Erwachsene Menschen die einfach mal zutreten weil sie vielleicht Angst vor Hunden haben, zu Kindern die vielleicht nach nem lieben "Ei" mal sehen wollen wie weit sich ein Hundeauge eindrücken lässt...

    Am Ende bleibt alles das in deiner Verantwortung, und du und dein Hund müssen mit den Konsequenzen leben.

    Sicherheit sucht ein Hund immer da wo er immer Sicherheit geboten bekommt, und das dauert, denn Vertrauen komm nicht von allein.

    Hätte sich niemals ein Wolf dem Menschen angeschlossen hätten wir heute keine Hunde.

    Wären sie nicht beim Menschen geblieben würden sie heute nicht so fein auf uns reagieren.

    Ich denke schon das man das als Selektion zusammenfassen kann.

    Im Bezug auf den Menschen gibt es unglaublich viele Unterschiede zwischen Wolf und Hund.

    wo sie doch seit Jahrtausenden genau darauf selektiert wurden

    Hunde wurden in keinster Weise seit Jahrtausenden darauf selektiert, in der aktuellen Form mit Menschen zusammenzuleben. Das wurden nicht mal Menschen. Noch vor ein paar Jahrzehnten war Zwingerhaltung völlig normal, und das für eine relativ lange Zeit. Hunde wurden deutlich länger darauf selektiert, große Teile des Tages vom Menschen getrennt zu verbringen, als sie darauf selektiert wurden 24/7 mit dem Menschen zusammen zu sitzen. Nach der Logik müssten Hunde also bestens auf das getrennt in einer Box sitzen selektiert sein.

    Bevor das jetzt als Plädoyer in eine Richtung verstanden wird: Sind sie natürlich nicht, denn so (schnell) funktioniert Selektion nicht. In keine Richtung. Insofern hat Selektion erstmal gar nichts damit zu tun, was man von Boxen hält.

    Kein anderes Tier arbeitet so eng mit dem Menschen zusammen, reagiert so auf seinen Menschen.

    Glaubst du wirklich das Zwingerhunde mit ihrem Leben glücklich waren/sind?

    Es geht nicht darum ob es geht, sondern ob es dem Wesen des Hundes entspricht.

    Nicht umsonst ist der Hund als Haustier so beliebt, das wäre er nich wenn er vom Wesen grundsätzlich lieber ohne Menschen leben würde.

    Lea2020 Danke für die kompetente Erläuterung! Ich denke, damit dürfte jegliche Diskussion durch sein. :)

    Genau!

    Man kann darauf hoffen im Fall der Fälle einen Richter zu bekommen dem es genau so sch... egal ist ein Lebewesen, dessen Art nur besteht weil es sich dem Menschen eng angeschlossen hat, entgegen seiner Bedürfnisse zu halten!

    Dem es schnurz ist ein hochsoziales Lebewesen, das gerade aus seinem engen Familienverband gerissen wurde, allein in eine Box zu sperren.

    Mir fehlt da jegliches Verständnis.

    Man macht sich das Leben doch wesentlich einfacher wenn man diesen wichtigen Zeitpunkt zum Bindungsaufbau nutzt und hat viele Probleme dann gar nicht!

    Wenn ein Hund nur in der Box wirklich zur Ruhe kommt zieht sich das doch automatisch durch, und dann ist es schön einfach Hund auch tagsüber einzuknasten, diesmal mit der Ausrede "muss doch zur Ruhe kommen".

    Es geht auch anders, aber dazu muss man sich auf den Hund einlassen, Geduld, Zeit und Empathie mitbringen, und darf ihn nicht in seine eigenen Vorstellungen pressen.

    Erschreckend das es so viele Hunde geben soll die nicht mehr mit dem Menschen zusammen leben können sollen, wo sie doch seit Jahrtausenden genau darauf selektiert wurden...

    Ausschlussdiäten werden in den seltensten Fällen richtig umgesetzt :verzweifelt:

    Zusätzlich zu Fleisch und Kohlehydraten muss nämlich auch auf die Zusatzstoffe geachtet werden, da liegt auch verdammt oft das Problem!

    Da werden oft etliche Fertigfutter probiert und man wundert sich warum nix besser wird, ist doch jetzt Pferd, Fisch....

    Oder Pulverchen über frische Zutaten gekippt.

    Zutaten einer "echten" Ausschlussdiät bestehen immer nur aus Zutaten die der Hund wenn möglich noch nie hatte, denn alles womit man schonmal Kontakt hatte kann Reaktionen auslösen.