Ich komme aus Ostdeutschland und meine Eltern sind beide, als wir noch klein (unter 3 Jahren) waren, arbeiten gegangen. Das war schon damals finanziell nicht anders machbar. Meine Mutter ist in den 60er mit 6 Wochen bereits in eine Wochenkrippe gekommen. Ich bin wirklich froh, dass das Babys so nicht mehr angetan wird. Zudem empfinde ich persönlich Deutschland als nicht so sehr kinder- und familienfreundlich. Aber das ist Ansichtssache und das ist mir auch bewusst.
Selbst ich war noch in einer Wochenkrippe. Die wenigsten Frauen waren in Ostdeutschland daheim. Die Realität vieler Kinder in z.B. Bayern war es, dass die Mutter daheim war. Es hängt also sehr stark von der Region ab, wie man geprägt wurde.
Das denke ich auch... Es war abhängig von der Region, ob Land oder Stadt, usw
Daran hat sich aber auch heutzutage nicht soviel geändert. Bei uns auf dem Dorf ist es immer noch so dass viele Frauen erst wieder arbeiten wenn das Kind 3 ist. Und dann auch nur halbtags.
Es gibt hier keine Plätze für Kinder unter 1, Krippenplätze von 1-3 sind relativ wenig. Hortbetreuung in der Grundschule gibt's auch nur wenig Plätze. Ganztägige Grundschule ist ein Fremdwort.
Was mich am meisten stört beim Thema Kinder ist diese kleinmeierei - kiga Gebühren darf jede Stadt selbst festlegen, Hort genauso, Schulbücher kosten je nach Bundesland Unsummen oder gar nichts, busfahrkarten werden übernommen oder man muss selbst zahlen, usw usw usw
Wir wohnen ja im Dreiländereck ba-wü, rlp und Hessen. Und bekommen daher hautnah mit wie unterschiedlich das ist...
Meine mittlere wechselt gerade auf die weiterführende Schule.
Sie bleibt in Hessen - bekommt das busticket bezahlt (ist sogar ein Deutschland Ticket), ihre Schulbücher werden vom Land gestellt und sind komplett kostenlos.
Ihre Freundin geht in rlp zum Gymnasium. Sie muss alle Bücher selbst bezahlen und bekommt auch keine Fahrkarte.