Wenn ich 75 wäre, an MS oder ALS leiden würde - dann würde ich mir selbst keinen Hund mehr zutrauen (wollen) und könnte verstehen, wenn mein Umfeld der gleichen Meinung ist.
Ich habe vor einigen Jahren einen Welpen an eine relativ junge Frau mit MS abgegeben. Sie arbeitet schon immer mit Hunden, hat mehrere Hunde die alle zu Assistenzhunden von Ihr ausgebildet wurden und Sie unterstützen. Bardi ist als junger Nachfolger eines der älteren Assistenzhunde geplant. Darüberhinaus hat Sie ein großes Netzwerk an Unterstützern die mit den Hunden Dinge unternehmen die Ihr aufgrund Ihrer Erkrankung nicht immer/mehr möglich sind.
Sollte Ihr etwas passieren, das keine Hundehaltung mehr möglich ist, könnte Bardi von diesem Umfeld übernommen werden. Das war mir wichtig. Ihr war wichtig, daß sollte Ihr etwas passieren das ich mich dann auch mit darum kümmere einen guten Platz für Ihn zu finden.
Fitnes ist nicht immer eine Frage des Alters. Vorausschauend planen ist sicher kein Fehler, aber niemand hat für die nächsten 15 jahre Sicherheit.
Das ist lobenswert. Es ist toll, wenn es Leute gibt, die trotz MS oder anderen ähnlich einschränkenden Erkrankungen Hunde halten können und wollen und ein entsprechendes Unterstützer-Netzwerk hinter sich haben.
Ich sprach da allerdings von meiner Einstellung in Bezug auf das Zukunfts-Ich zu der Sache. Ich habe bereits einige chronische Krankheiten, die konsequente Medikamentengabe erfordern, mich gott sei Dank aber nicht großartig einschränken. Mit MS und ALS würde ich persönlich mir die Sache anders überlegen, gerade wenn ich dann zu den älteren Semestern gehöre. Ich würde mich einfach nicht wohl damit fühlen, wenn ich körperlich nicht auf der Höhe bin und dann einen großen Hund führen muss. Dass es anderen Leuten da anders geht und die eine andere Sicht auf die Dinge haben, ist ja klar ![]()