Beiträge von Karpatenköter

    Denkt ihr, dass ich vielleicht zu viel erwarte?

    Ja, definitiv.

    Die Hündin ist seit 7 Tagen bei euch, das ist nichts für einen Hund aus dem Ausland!

    Fangt ganz klein an und lasst sie ankommen. Wenn sie noch nicht Gassi gehen möchte, ist das eben so, dann geht ihr halt nur für Pipi und Co. raus. Früher oder später wird sie dann doch auftauen und erkunden wollen.

    Lasst auch irgendwelche Tricks erstmal weg, am wichtigsten sollte erstmal der Name und "Nein" sein. Mehr braucht ihr doch erstmal nicht.

    Stell ihr das Futter hin und geh aus dem Raum. Manche Auslandshunde trauen sich nicht ans Futter, wenn der Mensch im gleichen Raum ist.

    Es kann durchaus sein, dass Hunde aus Stress erstmal nichts fressen möchten bzw. wenn, dann nur nachts, während der Mensch schläft. Wenn ihr das Futter stehen lassen könnt, dann lasst es einfach stehen.

    Ich verstehe schon, aber warum hat Tessi so ne Unsicherheit...woher kommt Sie?

    LG

    Juli und Tessi:winken:

    Das kann zig Gründe haben.

    Schlechte Sozialisierung, blöde Erfahrungen, fehlende Führung (ist bei Dino und mir der Fall), ...

    Woher die Unsicherheit kommt, kann dir nur ein guter Trainer sagen. Bei Dino und mir ist es für unsere Trainerin leider recht offensichtlich gewesen :tropf:

    Aber wir arbeiten daran und inzwischen sind ein paar Dinge schon besser geworden. Es wird aber noch eine ganze Weile dauern, bis auch die schwerwiegenderen Probleme allmählich besser werden.

    Wann habt ihr denn den nächsten Termin? Dann kannst du deine Trainerin ja mal fragen. =)

    Bisher hatte ich Goberians im Auge - Mischlinge aus GR und Siberian Husky.

    Mir gefallen die Charakterzüge beider Rassen sehr und es könnte was supercooles dabei rauskommen. Aber auch was verrücktes. Ist gefühlt ne Wundertüte.

    Ich persönlich würden von solchen Mixen Abstand nehmen. Zum einen, weil man eben nicht weiß, was man bekommt, zum anderen, weil die Elterntiere oft nicht auf rassetypische Erkrankungen getestet sind.

    Was bei dir passen könnte, wären tatsächlich Labrador, Golden Retriever oder Dalmatiner. Die zwei Dalmatiner einer Freundin sind "alles kann, nichts muss"-Hunde und machen alles mögliche mit, sind bei Bedarf aber auch sehr entspannt.

    Sind jetzt aber auch nur die Rassen, die mir spontan einfallen.

    Ansonsten vielleicht auch ein Mischling aus dem Tierschutz, der eher entspannt ist.

    Welches Verhalten sollte dein Wunschhund denn überhaupt nicht zeigen?

    Und wenn man am Tier arbeitet, dann ist auch der Mensch dazu wichtig. Man „kuriert“ den Menschen oft mit und braucht viel viel Geduld und innere Ruhe.

    Kann ich selbst auch bestätigen ... ich gehör zu den Tierbesitzern, die gerne mal ein wenig zu den Helikopter-Haltern mutieren und gleich am nächsten Tag nochmal auf der Matte stehen, weils dem Hund nach einer Routineuntersuchung auf einmal schlechter geht :ugly:

    Das ist aber auch einer der Gründe, warum ich mich schlussendlich doch nicht für den Beruf entschieden habe. Ich tu mich im Umgang mit fremden Menschen schwer und wär maximal "hinter den Kulissen" in einer Tierarztpraxis gut aufgehoben...

    Und am Ende braucht man auch ein hartes Fell, wenn die Besitzer aus verschiedenen Gründen dem Tier nicht die optimale medizinische Versorgung zukommen lassen und man muss aushalten können, was Menschen Tieren antun und wie viel Schaden man durch Unterlassen anrichten kann.

    Und das ist auch einer der Gründe, warum ich so einen Heidenrespekt vor Leuten habe, die im veterinärmedizinischen Bereich arbeiten. Man erlebt zwar tagtäglich viele Besitzer, die sich aufopfernd um ihr Tier kümmern und manchmal auch das letzte Hemd dafür geben, nur damits dem Tierchen gut geht - aber eben leider auch die Schattenseite mit den Besitzern, die das Tier bei der kleinsten Verletzung lieber einschläfern würden, als eine teure OP zu bezahlen.

    Hmmh, ich achte da gar nicht so bewusst drauf.

    Gassi ist für mich auch eine Form von Aufmerksamkeit, ich achte darauf, was die Hunde tun, fordere mal Kommandos ein, mach den Dicken auf was besonderes aufmerksam, lass die Omi schnüffeln, wie sie lustig ist...

    Ansonsten ist zuhause echt Ruhe. Mal wird gezergelt, ab und an mach ich mit den beiden kleine Physio-Übungen, übe Tricks, blödel mit Dino aufm Sofa rum ... sowas eben. Aber nicht jeden Tag. Oft gibts auch Tage, da mach ich bis aufs Gassi gehen nix mit den Hunden und dann faulenzen wir halt zu dritt.

    Dino ist ein Kuschelhund, der ist glücklich, wenn er sich irgendwo an mich rankuscheln und dann schlafen kann. Zwischendurch fordert er auch mal selbst Aufmerksamkeit ein, indem er mich ganz zart mit der Nase anstupst, wenn ich am Schreibtisch sitze und er gekrault werden möchte.

    An anderen Tagen fordert er sehr deutlich mit Spielknurren zum Spielen oder Blödeln auf.

    Bonny dagegen bekommt - da bin ich ehrlich - nicht ganz so viel Aufmerksamkeit ab wie Dino. Oder zumindest auf andere Art und Weise. Sie ist nicht so der Kuschelhund, sie kommt lieber von selbst auf mich zu und fordert ihre Streicheleinheiten ein, wenn ich aufm Boden rumsitze oder gerade im Flur herumwusel. Und dann sitz ich da auch gerne mal eine halbe Stunde bei ihr aufm Boden rum, bürste ihr den Plüsch, knet ihr die dicken Ohren durch und zupf ihr die losen Wollbüschel ausm Fell.

    Ich hab manchmal durchaus das blöde Gefühl, dass die Hunde vielleicht zu wenig Aufmerksamkeit abbekommen. Aber dann gibts auch Tage, die sich komplett nach den Hunden richten und wo sie abends froh sind, dass ich mich wieder mit mir selbst beschäftige :D

    Ich glaube, im großen und ganzen hält es sich ja doch immer irgendwie die Waage bei uns. Mal gibts weniger Aufmerksamkeit, mal auch mehr ... aber ich führ da auch kein Buch drüber.

    Und dann kommts ja auch noch auf den Hund an, was der unter "Aufmerksamkeit" versteht. Manchen reicht es, wenn man sie zum Futter ruft, beim Gassi ein bisschen motiviert und danach wieder in Ruhe lässt, andere wiederum sind erst dann zufrieden, wenn sie mit Herrchen stundenlang aufm Sofa schmusen können.