Ich trug sie zum Tierarzt, über drei Kilometer, damit sie all ihre Lieblingsplätze nochmal sehen konnte, ohne sich mit der Atemnot zu quälen.
Was für ein unheimlich schöner Liebesbeweis. Sie hat das sicher sehr, sehr geschätzt, von dir getragen zu werden.
Andererseits möchte ich wissen, was ihr getan hättet. Hättet ihr sie bestrahlt?
Puh, schwer zu sagen. Wenn ich mit einem meiner Hunde gleiche Situation hätte und wir nur einen weiteren Monat herausschlagen können, vermutlich eher nicht. Wär eine der Omis betroffen gewesen, ich hätte sie wohl nicht mehr aus der CT-Narkose erwachen lassen. Beim Rüden, der mit seinen grob 5 Jahren ja im besten Alter ist ... weiß ich gerade gar nicht, ehrlich gesagt. Ein junger Hund hat natürlich oft bessere Genesungschancen, aber ob es das dann wert ist?
Zumal ja auch nicht immer zu hundert Prozent sicher ist, ob a) die Bestrahlung anschlägt und b) der Hund nach der Bestrahlung (möglichst) beschwerdefrei ist.
Ich glaube, ich hätte beim Rüden genauso entschieden wie du und die letzte gemeinsame Zeit noch möglichst tierarzt- und behandlungsfrei genossen, soweit das eben möglich ist... um dann, wenn der Hund auch signalisiert "Ich mag nicht mehr", den letzten Weg gemeinsam zu gehen.
Ich denke, eure Entscheidung war da schon ganz richtig, schließlich wolltet ihr nur das Beste für eure Hündin und habt in ihrem Sinne entschieden. Und genau das ist meiner Meinung nach das, was am meisten zählt.
Mit 14 Jahren hatte sie ganz sicher ein schönes, langes Leben. Auf einen Monat mehr oder weniger kommt es da nicht an, finde ich... Lebensqualität vor -quantität.
Ich wünsch dir, dass dir der Austausch hier im Thread ein bisschen bei der Heilung hilft. Fühl dich lieb gedrückt 