Wo sind bei euch so die Grenzen und Erfahrungen, doch mal den offiziellen Weg einzuschlagen und Hunde bzw ihre Besitzer anzuzeigen? Was passiert dann da eigentlich "wenn eigentlich nichts passiert ist"?
Wenn der Besitzer des angreifenden Hundes keine Einsicht oder Reue zeigt, sich nicht entschuldigt o. Ä. - dann kenn ich nix und geh zum Ordnungsamt.
Es kann immer mal passieren, dass man für die entscheidenden 2 Sekunden nicht aufpasst und der eigene Hund knallt in einen anderen, evtl. angeleinten Hund rein ... dann sammel ich so schnell wie möglich meinen Hund ein, entschuldige mich zigfach, bitte darum, dass der Halter seinen Hund auf Verletzungen untersucht und tausche die Daten aus.
Hatte ich hier schon einmal im Wald, da ist ein Molossermix auf Dino los. Bis auf vollgesabbertes Fell, einen Schreck und Wut meinerseits (wegen "die ist erstmal dominant, aber dann spielt die schön mit anderen Hunden!") ist aber nix passiert. Trotzdem haben wir sicherheitshalber die Daten ausgetauscht, ich hab Dino zuhause nochmal unter die Lupe genommen und dann per SMS geschrieben, dass mein Hund wirklich nix hat. Damit war die Sache für mich gegessen, die Halterin passt seitdem auch besser auf ihre Hündin auf. Wenn sowas nur einmal vorkommt und der Hund dann auch künftig besser geführt wird, spar ich mir den Weg zum OA.
Wo ich aber absolut gar nichts kenne, ist, wenn der Halter NULL reagiert und nicht mal nachfragt, ob was passiert ist, nachdem sein Drecksköter zu mir und meinem abgeleinten Hund abgedampft ist, die Hunde sich unüberhörbar angekeift haben und ich mitgebrüllt habe, um den Scheißköter zu vertreiben.
Dummerweise war die Halterin des Mistviehs weder in der Hundekartei unseres Ordnungsamtes eingetragen noch aus unserem Ort. Auf den TA-Kosten bei Dino ("nur" ein Loch in der Pfote und wochenlanges Verbändetragen) bin ich dann sitzen geblieben...
Dass die Trulla nicht mal mit dem Kopf gezuckt hat, als ich Dino im Schreck zur Sau gemacht habe, weil er mir (ebenfalls aus Schreck - ich wollte ihn hinter mir in Schutz bringen) in den Arm gebissen hat, hat mich dann noch wütender gemacht. Die ist einfach wortlos abgehauen, hat nicht mal rufend gefragt, ob was passiert ist.
Da krieg ich mittlerweile einfach Puls und bin schneller bei OA und Polizei, als die Halter überhaupt gucken können. Alles schön und gut, wenn es ne einmalige Sache ist, Fehler passieren nun mal und meistens lass ich mich mit einer aufrichtigen Entschuldigung auch wieder besänftigen ... aber wenn halt GAR KEINE Einsicht da ist, wars das bei mir mit Nachsicht und Fünfe grade sein lassen.
In deinem Fall mit den weißen Schäfis würd ich definitiv das OA darüber informieren, dass der Zaun nicht sicher ist und die Hunde einfach auf die Straße springen können. Da muss nachgebessert werden.
Und mit der Familie, deren vier Hunde auf euch los sind, würd ich einfach mal reden. Zumindest erwähnen, dass dein Hund verletzt wurde und nachfragen, wie ihr das klären wollt. Die Besitzerin hat sich ja entschuldigt, die Situation war ihr (der Schilderung nach) offensichtlich unangenehm ... da würde ich erstmal noch nicht auf eine Anzeige beim OA pochen, sondern evtl. noch eine Chance einräumen und den Tipp geben, die nichthörenden Hunde besser zu sichern (oder eben immer nur mit 2 Hunden loszuziehen).