Beiträge von Karpatenköter

    ...was aber vermutlich solchen Leuten egal wäre, weil sie ja mit mir nichts zu tun haben, ihnen also egal ist, ob mein Hund irgendwann ein Kläffer wird.

    Naja, ich habe beschlossen, dass ich zukünftig einfach freundlich, aber bestimmt "nicht streicheln" sage. Wenn Zeit ist, mit einem "Bitte" :-D

    Auch damit ist es manchmal nicht getan. Da kommt dann häufig noch "Aber, der ist doch soooo nieeeeedlich. Ich will doch nur mal"

    Dir kommt gerade Corona zugute. Einfach mal kräftig husten, dann will keiner mehr näher ran.

    Noch dazu ignorieren die meisten Leute eine höfliche Bitte.

    Ich war mit Dino spazieren, der trug n Maulkorb - am Strand wurde ich dann von einem Auswärtigen angesprochen. Hab kurz seine Fragen zur Umgebung beantwortet, da beugt er sich noch im Gespräch zu Dino runter, der neben mir steht und schon sehr argwöhnisch guckt, die Lefzen hochzieht... grad als der Mann die Hand nach dem Dicken ausstrecken wollte, knall ich ein "NICHT ANFASSEN" in den Raum. Die meisten Leute, die vorher nicht fragen (und trotz Maulkorb tatschen wollen...), kapieren es leider anders nicht.

    Eine direkte, klare Anweisung wird oft besser verstanden als eine Bitte, die wird meiner Erfahrung nach leider von vielen als Empfehlung, nicht aber als Verbot aufgefasst.

    Man muss nicht brüllen oder wütend werden, es reicht, wenn man das laut und deutlich sagt. Ich hab das auch erst lernen müssen, bin eigentlich ein eher stiller und schüchterner Mensch :tropf:

    Was mir aufgefallen ist, ist dieser Abschnitt:

    einen Begleiter für Charlie zu finden

    Du führst zwar auch aus, was du mit dem Hund machen möchtest, aber was ist da - abseits von Herausforderung, Gute Tat und Co. - dein Beweggrund? Willst du den zweiten Hund für dich oder eher als Kumpel für Charlie? =)

    Ich hab drei Hunde, und jeder Hund kam dazu, weil "ich will noch einen Hund". An einen Kumpel für Dino oder eine Bummelfreundin für Bonny hab ich da nie wirklich gedacht. Klar, die Hunde sollen miteinander auskommen und es wäre auch überaus toll, wenn sie sich so mögen, dass auch zusammen gekuschelt wird, aber das hab ich nicht erwartet.

    Ich wollte einfach immer nur noch einen Hund. Weil Dino ja einige Baustellen hat, hab ich ihm ähnliche Hunde schon ausgeschlossen und nach dem Reinfall mit der jungen Schäferhündin explizit was ruhiges und älteres gesucht. Da kam ich auf Bonny und die passt auch super zu uns. Dass sie ab und an mit Dino spielt, ist ein netter Bonus =)

    Wenn du dir unsicher bist, würde ich erstmal mit einem Gasthund "üben". Wie ist das, wenn man zwei Hunde zuhause hat? Wie ist das, wenn man mit zwei Hunden gleichzeitig spazieren geht - oder doch mit jedem Hund einzeln spazieren gehen muss? usw.

    Der Vorteil am Gasthund: es ist zeitlich deutlich absehbarer als bei z. B. einem Pflegehund, der Besitzer kann dir oft schon sehr genau sagen, wie der Hund tickt. So könntest du für dich persönlich genauer ausloten, welchen Typ Hund du dazunehmen möchtest.

    Wie hat sich das bei deinem Hund aufgelöst... bzw wie gehts euch jetzt?

    In den ersten Tagen nach dem Vorfall ist es mir eher schwer gefallen, ihm genauso zu vertrauen wie davor auch. Er war in dieser Zeit beim Gassi nur an der kurzen Leine, die war an Halsband und Geschirr eingehakt - Doppelsicherung also. Das in Kombination mit dem Maulkorb hab ich erstmal als "Versicherung" für mich selbst gebraucht, um überhaupt wieder das Vertrauen in meine Fähigkeiten als Halter zurück zu gewinnen.

    Ich war auch drauf und dran, ihn freiwillig zum Wesenstest zu schleppen, aber mehrere Hundetrainer haben mir davon abgeraten. Es reiche, dass ich weiß, dass dieser Hund durchaus Potential hat und dementsprechend gesichert wird. Bei einer Trainerin will ich noch ein paar Einzelstunden nehmen, aber dafür muss ich erst Videomaterial sammeln, weil der Dicke noch andere Baustellen hat ...

    Ich hab aus dem Vorfall einige Konsequenzen gezogen, denn genau wie bei deinem Nachbarn mangelts bei mir an Führung. Nicht völlig, ich hab den Dicken soweit gut unter Kontrolle und wir haben auch schon echt viel zusammen geschafft =) Aber ich weiß halt inzwischen, dass er wesentlich mehr Führung und Konsequenz braucht. Das tut ihm einfach gut.

    Konkret heißt das, dass er jetzt ordentlich neben mir zu laufen hat, wenn die Leine am Halsband eingehakt ist. Am Geschirr darf er auch mal ziehen, er darf schnüffeln und bummeln, muss aber immer ansprechbar bleiben.

    Er hat auf mich zu achten und mir zu folgen, wenn ich die Richtung ändere - ohne, dass ich ihn erst darauf aufmerksam machen muss!

    Dazu noch einige andere Dinge, die mir wahrscheinlich gar nicht so sehr auffallen. Jetzt geht es uns eigentlich ganz gut - er pennt neben mir im Bett und träumt, nachdem wir heute einen schönen langen Flexi-Spaziergang gemacht haben. Wir machen auch weiterhin Mantrailing, gehen weiterhin wandern usw.

    Ansich hat sich an meinem Leben mit Hund nicht viel geändert, es gibt jetzt halt nur mehr Regeln und weniger Freiheiten für den Dicken.

    Ich hab echt noch Raum für Verbesserung, was das Thema Führung bei ihm angeht, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg.

    Ich hatte halt auch das Glück, dass die Halter mich nicht angezeigt haben. Ich hätte das durchaus verstanden und mich auch nicht gewehrt, wenn da wirklich was von Amts wegen käme - wäre mein Hund das Opfer gewesen, hätte ich den Halter definitiv angezeigt.

    Sehr gerne doch, freut mich, dass ich ein bisschen helfen konnte. =)

    wie hat der Hund reagiert auf das was ihr getan habt

    Dazu noch: mein Rüde war offensichtlich sehr verstört und verunsichert von dem Chaos, als er dann aus dem Tunnel raus war. Ich hatte ihn an einem schweren Fahrradständer angebunden, damit ich mich um die angegriffenen Hunde und die Halter kümmern konnte. Er hat auf mich so gewirkt, als wüsste er gerade gar nicht, was los wäre. Als ob er das Geschehene der letzten ~1-2 Minuten gar nicht erlebt hätte.

    Das tat mir in der Seele weh und mich hat's auch echt fertig gemacht - als die anderen Besitzer weg waren und wir mit unserer Gassigruppe die Sache aufgearbeitet haben, stand ich erstmal heulend und kurz vorm Hyperventilieren rum. Ich kann mich, denk ich, gut in deinen Kumpel reinversetzen, ich hab den Besitzerinnen auch mehrfach gesagt, dass ich alle Kosten übernehme, dass sie ihre Hunde bitte jetzt auf Verletzungen untersuchen sollen und ich sie notfalls auch direkt in die Tierklinik fahre, sollte was sein usw. usf. ... das Geld etc. war denen (genau wie dir) total wurst, den Frauen ging es in der Situation einzig und allein um den Schock, den ihre Hunde (und sie selbst) hatten. Das kann kein Geld der Welt richten und als Halter des Angreifers fühlt man sich in der Situation einfach richtig, richtig scheiße. Man sucht nach Mitteln und Wegen, um das Geschehene irgendwie wieder gut zu machen, aber da gibt's außer Zeit und entsprechenden Maßnahmen halt nicht viel.

    Ich hab weder den Halter angezeigt noch werde ich das tun

    Das spricht für dich als Person. Auch, dass du so ruhig reagiert hast - ich glaube, gerade das hat Schlimmeres verhindern können, auch wenns dennoch nicht glimpflich für dich ausgegangen ist. Gute Besserung :verzweifelt:

    Deinem Freund würde ich definitiv einen guten, akita-erfahrenen Trainer ans Herz legen. Maulkorbtraining hast du ja schon angesprochen, aber für mich persönlich reicht das nicht, denn der Hund hat dich mehrfach (du schriebst was von 15) gebissen. Wäre das mein Hund, würde der nur dann ohne Maulkorb sein, wenn ich mit ihm alleine in gesicherter Umgebung (sprich Haus oder eingezäunter Garten) bin und mir sicher sein kann, dass ich ihn unter Kontrolle habe.

    Sobald Besuch kommt oder man das sichere Grundstück verlässt, Maulkorb drauf (bei Besuch besser noch Hund wegsperren).

    Mein Rüde hat vor nicht allzu langer Zeit zwei kleine Hunde angegriffen und den einen nicht mehr losgelassen, sodass ich ihm die Luft abdrehen musste, damit er loslässt und wir eine Chance haben, das überhaupt aufzulösen. Das ging aber auch nur, weil er sich in den kleinen Hund verbissen und sich nicht weiter bewegt hat - wenn ein Hund im Kampf tobt, bekommt man den nicht zu packen. Erst recht nicht am Halsband.

    Mein Hund war in dieser Situation auch überhaupt nicht ansprechbar, übrigens schon vor dem Biss nicht, als er zu den kleinen Hunden hin gelaufen ist! Da kannst du rufen und Krach machen wie du willst, wenn der Hund im Tunnel ist (war meiner und der Akita wird das auch gewesen sein), ist dem scheißegal, was um ihn herum passiert. Da ist auch das eigene Schmerzempfinden ausgeschaltet.

    Seit diesem Vorfall verlässt mein Hund mein Grundstück nur dann ohne Maulkorb, wenn er im Auto mitfährt. Und das, obwohl ich so lebe, dass wir bei unseren Spaziergängen nur sehr selten anderen Menschen oder Hunden begegnen.

    Wenn dein Freund seinen Hund nicht unter Kontrolle hat, dann stellt dieser Hund eine Gefahr dar. Maulkorbtraining schön und gut, aber da gehört JETZT ein vernünftiger Maulkorb drauf.

    Bitte kein Plastikteil, sondern ein richtig stabiler aus Draht. So einer: https://www.chicundscharf.com/product_info.p…-inu-ruede.html

    Der sollte auch passen. Wichtig ist, dass der Maulkorbumfang ungefähr 30-40% größer ist als der Schnauzenumfang des Hundes, damit der Hund auch problemlos hecheln, trinken, fressen und im Notfall auch kotzen kann.

    Und dann sollte dein Freund sich unbedingt darum bemühen, den Hund unter Kontrolle zu bringen. Wenn er das bis jetzt nicht geschafft hat, wird das ein hartes Stück Arbeit und da wird er meiner Einschätzung nach ohne einen vernünftigen, ehrlichen Trainer auch nicht weit kommen.

    Der Schock sitzt tief, so gings mir auch, als mein Rüde die kleinen Hunde angegriffen hatte - aber man darf sich davon nicht lähmen lassen. Man darfs aber auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das ist für deinen Freund jetzt ganz besonders wichtig: dass er die Sache zu 120% ernst nimmt, seinen Hund entsprechend sichert und darauf achtet, dass sowas nie wieder passieren kann. Auch wenn das halt bedeutet, dass der Hund nie wieder bei Besuch dabei sein darf.

    Lustig, an meiner bayrischen Grundschule (Gemeinde Wang) wurde Englisch ab der 3. Klasse unterrichtet. Das auch auf einem annehmbaren Niveau, sodass wir auf den weiterführenden Schulen dann gut mitarbeiten konnten.

    Allerdings hat meine Mutter auch darauf geachtet, dass ich auch außerhalb der Schularbeiten Interesse an Englisch entwickel, also gab's halt diese Micky Maus-Arbeitsheftchen. Dadurch hatte ich dann die gesamte Schulzeit über die Nase vorn, was Englisch anging. Auch, weil ich so mit 11-12 durch ein Hobby sehr viel auf englischsprachigen Webseiten unterwegs war.

    Ich glaube, da ist's zum einen sehr von der Region, von der Motivation des Lehrers und zuletzt auch davon abhängig, wie sehr das Kind zuhause unterstützt wird.