Beiträge von Karpatenköter

    Weil das Thema Unsicherheit aufkam: leicht händelbar ist das je nach Hundetyp wirklich gar nicht. Die Polin ist da auch für Anfänger easy zu händeln, die geht von sich aus auf Abstand, wenn sie jemanden oder etwas nicht einschätzen kann.

    Mein Rüde ist situationsabhängig auch unsicher, löst das aber anders als die kleine Polin nach vorne, würde also auch beißen. Das ist gerade bei Familienzukünften echt stressig, weil ich ihn permanent im Auge behalten muss. Ohne Leine an Halsband und Geschirr sowie Maulkorb geht dieser Hund nicht zur Familie ins Wohnzimmer, sondern muss im Gästezimmer oder Auto bleiben.

    Zum Glück ist das absolut nicht unser Alltag, da wir nur zu Besuch sind - aber wenn deine angedachte Hündin aus Russland ähnlich reagiert wie mein Rüde, wird das mit Kinderbesuch richtig, richtig "lustig".

    Das liegt mir eher als einen wilden Hund zu zähmen

    Effektiv wird es doch aber genau darauf hinauslaufen.

    Im Bestfall dauert es nur Wochen, bis sich die Hündin an euch gewöhnt und kuschelnd mit euch auf dem Sofa sitzt.

    Im wahrscheinlichsten Fall wird sie nie ein Kuschelhund und wird evtl. auch mit den ständigen Kinderbesuchen überfordert sein. Wie sich das zeigt, kann man nicht voraussagen - mit "Glück" löst sie das nicht nach vorne, sondern erduldet das einfach und leidet still vor sich hin.

    Ich rate von diesem Direktimport ab. Warum schaut ihr euch nicht im örtlichen Tierheim um, wo ihr den Hund direkt kennenlernen könnt? Im Idealfall kennt der Hund dann schon Kinder, ist vielleicht sogar Trubel gewohnt usw.

    Hier sitzt eine ängstliche Hündin aus Polen. Die ist seit Ende 2019 bei mir und ist auch heute noch kein Kuschelhund. Mit Trubel überfordert - aber das kaschiert sie ganz elegant dadurch, dass sie sich zurückzieht und sich einen sicheren Platz in einer Zimmerecke, unter einem Tisch usw. sucht.

    Für euer Leben ist so ein Hund nicht wirklich geeignet.

    Schlussendlich kommt's ja doch immer darauf an, ob der Mensch bereit ist, sein Leben für den Hund einzuschränken bzw. um den Hund herum zu planen, ob man auch mit schweren Rückschlägen, absolut blöden und vermeidbaren Unfällen usw. leben kann (und möchte).

    Hätte ich mich damals im DF gemeldet und gefragt, ob der Dino zu mir passt ... puh ich weiß ehrlich nicht, ob die Antworten da ähnlich ausgefallen wären wie in einigen anderen Threads. Ich kann mir gut vorstellen, dass dann auch Beiträge "Du hast deinen ersten Hund seit nicht mal einem halben Jahr und willst dann schon n Hund mit mehreren Baustellen, sowohl gesundheitlich als auch verhaltenstechnisch, kaufen? Sorry aber bist du bescheuert?" gekommen wären.

    Ich hatte zu dem Zeitpunkt weder Erfahrung mit Gebrauchshundmixen noch mit "Problem"hunden, ich hatte nur das theoretische Wissen um Management etc. - und trotzdem komm ich gut mit dem Spinner zurecht. Auch damit, dass er absolut nicht besucherkompatibel ist.

    Hab ich mir damals einen arbeitsfreudigen Hund gewünscht, der bei Besuch selig schlafend im Körbchen liegen bleibt? Ja sicher!

    Bekommen hab ich den mit Dino nicht. Aber damit kann ich leben.

    Man kann rein von den Beiträgen einer Person im Internet nicht darauf schließen, wie anpassungsfähig, in manchen Fällen sicher auch leidensfähig, diese ist. Und oft können sich die Personen selbst dann auch nicht vorstellen, mit einem Hund, der vom Ottonormalmenschen und der Familie als "verrücktes Vieh" oder "gemeingefährlicher Hund" bezeichnet wird, zusammen zu leben und diesen Hund sogar zu mögen.

    Ich denke, dass es dringend notwendig ist, dass hier auch immer wieder die absoluten Negativeigenschaften einer Rasse zur Sprache kommen. Dann aber bitte hauptsächlich von den Leuten, die diese Rasse auch kennen.

    Wenn ich sehe, jemand interessiert sich für einen Mali, DSH, TWH oder einen anderen Spezialisten, dann geb ich kurz und knapp das wieder, was beim Lesen im Forum über diese Rasse hängen geblieben ist UND "rufe" im selben Beitrag auch Leute, die sich mit der Rasse auskennen. Dabei belass ichs dann auch oft. Nicht immer, aber oft. :sweet:


    Mir ist's ziemlich negativ aufgefallen, dass die Kaufberatungsthreads in meinen Augen immer wieder Neben- oder Hauptschauplatz von nicht zielführenden Diskussionen oder gar Streitigkeiten werden. Selbst wenn man freundlich daran erinnert, wieder zum OT zurück zu kehren, können manche es nicht lassen und so gibt's zwei Seiten später von einem anderen User den entsprechenden Hinweis ...

    Das find ich echt schade. Ich les da gerne mit, weil ich für mich selbst immer wieder neue Informationen herausziehen kann.

    Wenn ich miese Laune habe, dann schreib ich nix in den Threads, erst recht nicht, wenn ich nix Sinnvolles beitragen kann.

    Und wenn doch, dann bemühe ich mich tunlichst um einen höflichen, sachlichen Ton. Es muss ja nicht immer auf blauäugige User mit der rosa Brille draufgehauen werden.

    Wie man da was ändern kann - keine Ahnung. Die Sammelthreads mit den Erklärungen zu Begriffen wie "wachsam, loyal" oder "sensibel, familienbezogen" usw. halte ich für einen guten Anfang. Die kann man dann nicht nur Neuusern verlinken, sondern auch direkt die entsprechende "Übersetzung" oder ungeschönte Rassebeschreibung daraus zitieren.

    Vielleicht wäre das wirklich ein Anfang. Die Threads könnte man dann direkt im Kaufberatungsbereich anpinnen.

    Also für die "Dauertrends" im DF wie z. B. Anny-X hab ich mich nie wirklich begeistern können. Aber die Flocke find ich interessant. Muss mal ausmessen, ob die unter meinen Schreibtisch passt, dann kriegen die Hunde nen weiteren überflüssigen dringend notwendigen Schlafplatz :pfeif:

    Ansonsten... ich les gerne mit und freu mich mit, aber für Bissell und Co hab ich nicht das nötige Kleingeld und Klamotten kauf ich nicht gerne online, also fallen die DF-Trends für den Menschen für mich eh weg.

    Beim Trockenbarf-Hype war ich mal dabei, aber das ist ja auch wieder abgeebbt.

    Ich darf mir demnächst ein neues Paar Wanderstiefel holen und wollte mal fragen, ob hier jemand was zu den Haix Scout 2.0 sagen kann?

    Davor hatte ich die Mammut Nova GTX Mid (oder so), die sind jetzt nach 3 Jahren allerdings irreparabel durch und ich hätte schon gerne wieder mindestens wasserabweisende Wanderstiefel. Mindestens halbhoch, gerne aber auch höher. Hat da jemand Tipps? Der Preis spielt eine untergeordnete Rolle :pfeif:

    Hoka Challenger mid Leather.

    Hervorragender Grip, die dicke Sohle sorgt auch im Winter für warme Füße und ab und zu gefettet, sind sie wasserdicht, auch beim Engegner Nasses Gras.

    =)

    Die gab's leider nicht im Laden, es sind dann die Meindl Borneo 2 geworden. Mal sehen, wie die sich dann im Gebrauch machen.

    Welche Lederpflegemittel könnt ihr empfehlen? Ich hab jetzt erstmal nur ein Lederwachs mitgenommen. Ne Schuhbürste bekommt man ja nahezu überall.

    Ich hab zurzeit drei Hunde und es ist schon eine sehr deutliche Mehrbelastung gegenüber dem Alltag mit nur zwei Hunden.

    Gassi mit allen drei ist zwar möglich, aber für mich einfach anstrengend. Heißt also, dass ich meist 6x am Tag Gassi gehe. Entweder gehen die beiden Omis zusammen und Dino einzeln oder Bonny geht bei Dinos Runden mit und Masha bekommt eine Solotour.

    Dazu die finanzielle Mehrbelastung, nicht nur bei den Tierarzt-, sondern auch bei den Futterkosten, der Steuer usw. ...

    Aus dem Grund wird es bei mir keinen Dritthund mehr geben. Ich finde die Dynamik toll, die Bande versteht sich gut miteinander, aber ... es ist viel Arbeit, die als Alleinstehender manchmal doch auch zu "zu viel" wird.

    Für mich sind zwei Hunde optimal. Je nach Erziehungsstand sind getrennte Runden evtl. nicht nötig, außer es gibt gesundheitliche Gründe dafür oder man will eben gezielt etwas trainieren usw.

    Ich mag meine aktuelle Konstellation - zwei alte Hunde, ein Hund im besten Alter für Sport und Co. Sie lieben sich nicht, aber sie kommen gut miteinander aus, spielen mal miteinander und mittlerweile kommt es kaum noch zu größeren Konflikten. Die Große fragt in manchen Situationen nach meiner Unterstützung oder meiner managenden Hand, beim Rüden muss ich bei Ressourcen manchmal noch aufpassen, aber sonst klappts blendend.

    Aufstocken möchte ich zurzeit nicht, auch wenn ich mich aktiv über potentielle Rassen für meinen "Dino-Nachfolger" informiere und auch zu Züchtern fahre.

    Hauptsächlich spielen die Finanzen und der Aufwand eine Rolle dabei. Ich seh oft Hunde, die ich gerne übernehmen würde, weil sie mir vom Wesen her gefallen, sich für meinen Sport eignen usw., aber ich weiß ganz genau, dass das nicht geht und den Aufwand wieder deutlich steigern würde.

    Der Platz spielt da eine eher untergeordnete Rolle - mit drei Hunden auf 75 m² wird's manchmal schon eng, aber mit vier kleinen Hunden sähe das vielleicht wieder anders aus :ka:

    Ansonsten... Hm, ja. Mir ist es so grundsätzlich wichtig, dass die Hunde vom Wesen her zu mir und vor allem zueinander passen.

    Die Omis sind eher gemütlich und ruhig, der Rüde hat ein bisschen mehr Energie und wird manchmal auch zum Flummi. Das passt ganz gut - mal steckt der Rüde die anderen an und es wird getobt, manchmal sorgen die gemütlichen Omis auch dafür, dass der Rüde etwas runtertaktet. Sie ergänzen sich soweit ganz gut, aber es gibt natürlich auch Reibungspunkte |) Lässt sich ja eigentlich auch nicht vermeiden.

    Der Altersabstand ist mir auch recht ... egal. Zumindest aktuell, zu einer tattrigen Bonny würde ich z. B. keinen flippigen Junghund setzen. Dino dagegen kann sich gut auf andere Hunde und deren Bedürfnisse einstellen, da wäre dann auch ein greiser Hund kein Problem. Anleiten muss ich natürlich trotzdem, aber eben weitaus weniger als bei einem Knirps.

    Klar, das Risiko, dass beide Omis kurz hintereinander gehen müssen, recht hoch. Ich bin mir dem aber bewusst und wenn's so kommt, ist das okay für mich. Mein Ziel war und ist es, den Ömchen einen schönen Lebensabend zu bereiten - dazu gehört mMn auch, sich bewusst mit dem Thema Abschied auseinander zu setzen.

    Ich trenne da aber irgendwie zwischen "Ich hole einen bereits alten/kranken Hund zu mir" und "mein ehemals junger, fitter Hund ist jetzt alt (und ggf. krank)". Wenn ich daran denke, dass Dino irgendwann nicht mehr ist... hm. Ja. Ich kann mir kein Leben ohne den Spinner vorstellen.

    Einzelhund? Hm. Nur, wenn der verbleibende Hund dann auch schon so alt ist, dass ich ihm einen Zweithund nicht mehr guten Gewissens vorsetzen kann oder der Hund definitiv und hochgradig artgenossenunverträglich ist.

    Nur einen Hund zu haben hat schon viele Vorteile, keine Frage... Die Kosten sind geringer, man kann sich voll und ganz auf diesen einen Hund konzentrieren usw.

    Aber ich liebe dieses Miteinander, diese Dynamik zwischen den Hunden und ich denke, dass ich meinen dreien da auch einen Gefallen tue. Auch wenn's anstrengend sein kann, hier wird's vermutlich immer zwei Hunde geben. Und zwischendurch vielleicht den ein oder anderen Pflegi als Dritthund auf Zeit ... Ich kenn mich, ich kann's dann vermutlich eh nicht lassen :pfeif: