Beiträge von Karpatenköter

    3 Hunde, 6-14 Jahre alt, insgesamt 2 bis 8+ km je Tag, überwiegend Wald/Feld

    Es schwankt bei uns extrem. An einem Tag gibt's nur Löserunden, das sind dann halt pro Runde nur ein paar hundert Meter durch den Wald... an anderen Tagen gibt's auch nur Gartengassi, da hab ich keine Ahnung, was die Hunde so an Strecke laufen.

    Unter der Woche fällt das Gassi häufig kürzer aus als am WE. Freitag bis Sonntag gibt's dann auf den/die Hunde angepasst längere Runden. Bonny (knapp 14,5) zB läuft auch noch locker 6-8 km am Stück, kommt daher also mit auf Dinos (6) Gassirunden. Masha (12) dagegen ist nach ~3,5-4 km schon müde, für sie gibt's daher eher kurze Strecken und viel Gartenzeit.

    Ich hab das Gefühl, dass meine Bande auch dann glücklich ist, wenn es wochenlang nur kurze Runden gibt. Gassi ist bei uns grundsätzlich mehr "entspannt bummeln und schnüffeln" als alles andere, d.h. die Hunde sind oft an der Schlepp/Flexi/im Freilauf und dürfen ihr Ding machen. Ab und an trainieren wir auch gewisse Dinge auf Freiflächen, die Hunde dürfen auch mal Leckerchen suchen usw.

    Am Wochenende oder an freien Tagen lauf ich mit Dino dann auch gerne mal Strecken über 10 km, da bleiben die alten Damen dann zuhause.

    Ich geh extrem selten mit allen dreien gleichzeitig spazieren. Oft laufen Dino und Bonny zusammen und Masha bekommt dann ihre Solo-Bummelrunden. Gelegentlich läuft Bonny auch mal bei Masha mit und Dino bekommt Solorunden, besonders wenn ich mit ihm trainieren oder wandern will.

    Wäre es vielleicht möglich, das einfach mal gezielt zu üben?

    Also super kurzer Trail, VP steht z. B. hinter einer Ecke, Cali setzt sich hin, wird gelobt, bekommt einen Teil der Belohnung ... Pause, VP läuft weiter, Cali darf nochmal starten und suchen, zeigt nochmal an ... usw. Also wirklich einfache Trails und ihr trainiert explizit nur die Anzeige.

    Bei mir und Dino hat es sich schon außerhalb vom Training etabliert, dass er sich vor mich setzt, wenn ich ihn direkt zu mir rufe. Erst wenn er saß, gab's das Lecker - das haben wir 1:1 so aufs MT übertragen. Nur dass die VP ihm dann das Futter hingestellt/hingehalten hat, auch während Corona. So hat er auch gleich gelernt, länger bei der VP zu verweilen, selbst wenn ich noch nicht da bin - z. B. weil ich im Dickicht die Leine loslassen musste, um nicht aufs Maul zu fallen, weil die VP schöööön durchs Dickicht gekrochen ist |)

    Am Anfang gab's dabei noch ein deutliches Sitz von mir, inzwischen setzt er sich artig von selbst hin. Außer er findet die VP oder die Umgebung gruselig, dann pfeifen wir auf die Anzeige und freuen uns einfach, wenn er sich dann zur VP und zu seiner Belohnung hintraut.

    Wir hatten erst gestern die Situation, dass die VP bei abwärtsgehenden Treppen versteckt war. War ein schmaler Gang in offenem Gelände, irgendwas an der Location fand Dino MEGA gruselig und hat sich überhaupt nicht runter getraut. Da hab ich ihm dann geholfen, bin vorgegangen und hab ihm die VP gezeigt ...

    In der Situation erwarten wir keine Anzeige von ihm, da ist uns wichtiger, dass er seine situative Angst überwindet und lernt "Ok, auch enge Treppen abwärts fressen mich nicht".

    Bei uns in der Gruppe zeigt ohnehin fast jeder Hund durch Absitzen an, Bellen ist bei unseren Trailern auch nicht wirklich erwünscht. Bei den Flächensuchern allerdings schon.

    Ich reihe mich mal hier ein… habt ihr eine Empfehlung für einen Maulkorb?

    Es gibt hier im DF einen großen Thread dafür. Ich weiß zwar nicht mehr, wie der heißt, aber ich glaube, Karpatenköter kann da helfen. ;)

    Da ist wirklich viel Wissen zusammengetragen und ich fände es schade, wenn man andere Threads damit zerschiesst.

    Tamaris
    17. April 2012 um 23:10

    Bitteschön =)

    Der ÖPNV ist bei uns auch ein Witz für die Arbeitnehmer.

    Man kommt zwar mit dem Bus ab 5 Uhr morgens in die nächstgrößere Stadt mit Bahnhof und auch da fahren die ganzen Pendlerzüge, ABER ... Ich fahr dann morgens zwangsweise erstmal 45 Minuten in die komplett falsche Richtung, steig dann in der Stadt in den Zug in die richtige Richtung um und bin wieder 45 min unterwegs. Und der letzte Bus nach Hause fährt um 18:05 Uhr. Als Schichtarbeiter hätte ich damit ein richtiges Problem ...

    Mein Dorf hat zwar einen Bahnhof, aber da fahren die Züge nur bis zur polnischen Grenze oder nach Berlin. Da hält kein einziger Zug in meinem Arbeitsort, nein - ich muss dann in Berlin wieder umsteigen und bin dann sogar 2 h unterwegs, nur um zur Arbeit zu kommen.

    Und sorry, auf das Geschiss 2x täglich hab ich gar keinen Bock. Das geht mal ausnahmsweise, wenns Auto in der Werkstatt steht. Aber das ist keine Dauerlösung. Ich musste zwei Wochen lang mit dem ÖPNV fahren, weils Auto mit nem Motorschaden inner Werkstatt stand und war danach dann fast reif für die Klapse.

    Weil: morgens um 5 aufstehen, Hunde lüften, füttern, schnell Brote schmieren und um kurz vor 6 zur Bushaltestelle flitzen. Irgendwann um kurz vor 8 war ich dann im Büro. Um 14:45 bin ich schon wieder los, damit ich meinen Zug überhaupt erwische. Der fährt hier auch nur einmal stündlich :rollsmile: So gegen ±17 Uhr war ich dann auch mal zuhause. Hunderunde, Hunde füttern - bumm, 18:30. Schnell was essen, bisschen entspannen. Bumm, 19:30, fast Bettzeit... weil der Wecker um 5 wieder geht.

    Dazu kommt, dass der Bus ab 7 Uhr völlig überfüllt ist mit Schülern. Die stehen oft bis vorne zum Busfahrer, weil man sich dicht an dicht quetscht. Darauf angesprochen sagt das Busunternehmen nur stumpf "Nöö, unsere Busfahrer sagen uns, dass der Bus nicht so voll ist, da hat jeder Platz... wir sehen keinen Bedarf für die Linienentlastung zu Stoßzeiten..."

    ÖPNV ist hier nur dann eine Option, wenn man masochistisch veranlagt ist oder keine Hobbies außer Arbeit und Schlafen hat. Oder eben zufälligerweise in der "richtigen" Stadt wohnt, sodass man keine Umsteige-Odyssee oder unverhältnismäßig lange Fahrtzeiten hat.

    Wenn mir noch mal jemand kommt mit "Ja dann lass das Auto halt stehen und fahr mitm Zug", dann klatscht es. Aber keinen Beifall.

    Bevor das jemand auf sich bezieht: nein, ist nicht auf eine konkrete Person oder Aussage hier bezogen, sondern schlicht eine Erklärung dafür, warum ich trotz exorbitanter Spritpreise nicht aufs Auto verzichten kann/werde.

    Kann ein Hund damit entspannt spazieren gehen und mit anderen Hunden spielen?

    Ja.

    Mein Rüde trägt beim Gassi zB dauerhaft Maulkorb und kann damit auch wunderbar mit anderen Hunden interagieren. Aus Gründen lass ich aber nur Kontakt zu Hunden zu, die wir schon kennen, weil ich ihn da besser einschätzen kann. Der Maulkorb stört ihn gar nicht beim normalen Gassigehen. Lediglich das Leckerligeben ist ein bisschen friemelig, deshalb werden wir aber auch bald wieder auf püriertes Nassfutter aus der Quetschdose umsteigen.

    Hat jemand eine erfolgreiche andere Methode für mich?

    Masha, meine 12-jährige Schäferhundmix-Dame, frisst draußen auch ALLES. Egal ob Taschentuch mit/ohne Anhängsel, Kot von Tieren, Kot von Hunden, manchmal auch Holz, ... alles. Am Anfang war das richtig schlimm, da hat die binnen Sekunden alles inhaliert, was in Reichweite war. Da gabs dann nur Gassi an der 1 Meter-Leine, damit ich sie nah bei mir habe und ihr gefährliches Zeug auch wieder aus dem Maul pulen kann ...

    Dinge wie Taschentücher "ohne Extra" sind ihr nicht so wichtig, da konnten wir relativ schnell mit Leckerchen arbeiten. Masha steuert auf ein Taschentuch zu? Masha wird freundlich angesprochen, das Leckerchen präsentiert und sie wird dann damit am Taschentuch vorbeigelotst. Ganz viel Lob, wenn sie mitmacht und das olle Tuch liegen lässt.

    Das klappt inzwischen ganz gut, ist aber halt auch mehr Management als wirklich Erziehung. Dafür braucht's inzwischen nur noch selten Leckerli, damit sie die Taschentücher liegen lässt, da reicht inzwischen häufig freundliches Ansprechen. Hin und wieder nimmt sie es dann noch ins Maul, lässt es auf ein "Ey Fräulein?!" aber auch wieder artig fallen :hust:

    Ich denke, mit einer Kombination aus Maulkorb und Training könntet ihr in der Situation Erfolge erzielen. Du musst halt etwas finden, was für den Hund viel viel geiler ist als Kot.

    Bei Taschentüchern ist Masha egal, was ich ihr im "Tausch" dafür anbiete - bei Kot muss ich schon richtig gutes Zeug dabei haben, damit sie den Mist liegen lässt. Trockenfleisch findet sie gut, genauso stark riechende Fischleckerchen. Aber ich muss halt dennoch schnell genug sein, sonst frisst sie erst den Kot und holt sich dann ein Leckerchen ab :ugly:

    Und: ich würd mir ne andere Trainerin suchen. Wer quasi nur mit einem Erziehungshalsband trainiert, qualifiziert sich mMn nicht im Geringsten als Trainer ...

    Es gibt Hunde, bei denen man in diesem Aspekt mit Training wirklich nicht viel erreichen kann. Die sind aber sehr selten und selbst meine bekloppte Masha kann da durchaus etwas lernen - und die ist wesentlich älter als dein Junghund. Nicht aufgeben, bleib dran :bindafür:

    Edit: bei Masha brauch ichs mit einem Abbruch gar nicht erst versuchen. Selbst wenn ichs ernst meine, wirkt das bei ihr nicht nachhaltig. Da müsste ich dann schon echt massiv körperlich werden und das will ich nicht... Wenn "ins Fell packen und unsanft wegzerren" plus "verbaler Anschiss" nicht ausreicht, was bleibt einem dann noch? :fear:

    Hier fahren viele zum Bäcker oder dem Bauernladen obwohl diese auch zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen sind.

    Aber genau die erreicht man mit Benzinpreiserhöhungen als letztes - bei so Kurzstrecken fällt der Verbrauch auch bei 3 €/Liter kaum ins Gewicht. Da müsste man schon auf mind. 10 €/Liter hoch.

    Wirklich weh tut die Benzinpreiserhöhung denen, die täglich auf ihr Auto angewiesen sind.

    Genau so sieht's aus.

    Frau Müller von nebenan, die das Auto nur einmal wöchentlich für den Wocheneinkauf bewegt, ärgert sich zwar auch über die gestiegenen Benzinpreise, aber sie muss nicht jeden Tag zur Arbeit pendeln, daher macht's ihr am Ende nicht so viel aus.

    Dafür tut's den Pendlern richtig, richtig weh. Manche können zwar im Notfall mit den Öffis fahren, sind dann aber halt ewig unterwegs ... ich zB fahr mit dem Auto 35 min je Richtung, mit dem ÖPNV wär ich rund 1,5 h je Richtung unterwegs. Da geh ich nach 2 Wochen aufm Zahnfleisch :ka:

    Mich nervt, dass das Wochenende schon wieder vorbei ist... Ich will ausschlafen, god damnit :lepra:

    Ich finde es auch schlimm, wir sind auf 2 Autos angewiesen.

    Dito ich muss jeden Tag 70 km fahren. Wenn das so weiter geht ist am Arbeitsort ne Ferienwohnung billiger.

    Dito :lepra:

    Ich hab immerhin noch den Vorteil, dass ich nach Polen zum Tanken fahren kann. Sind dann je Richtung zwar auch 60 km, aber ich spar aktuell 70 Cent/Liter, das rechnet sich dann wieder raus :ugly:

    Ich hoffe echt, dass sich die Spritpreise wieder auf ein halbwegs tragbares Niveau einpendeln.

    Sagt mal, wälzen sich eure Hunde auch so gerne im gefrorenen Gras?

    Wenn ich die Bande morgens in den Garten lasse und die Nacht sehr sehr kalt war, führt der erste Weg fast immer in den hinteren Gartenbereich auf die Wiese. Und dann schmeißen sich besonders Bonny und Masha erstmal hin und wälzen sich genussvoll im gefrorenen Gras. Stehen auf, rennen euphorisch ein paar Meter weiter, schmeißen sich wieder hin und wälzen sich noch mal. :D

    Warum?! Das ist doch kalt, es riecht weder besonders und dann ist auch noch der Boden gefroren...

    Dino macht das gar nicht, der wälzt sich aber sowieso kaum bis gar nicht. Außer es duftet nach Reh, dann schiebt er sich inbrünstig durch die Duftstelle :ugly:

    Ich möchte noch einwerfen, dass da eventuell auch ne genetische Veranlagung mit reinspielen kann. =)

    Also dass Toni schon vom Rassemix her eher zu den Hunden zählt, die jetzt eher keinen Bock auf Artgenossen haben.

    Mein (!) Fahrplan bei sowas wäre ...

    1. medizinische Abklärung

    2. neuen/anderen Trainer suchen - zumindest für eine Zweitmeinung

    3. überlegen, ob Hund genug Ruhe und Beschäftigung bekommt oder ob da was angepasst werden muss

    4. wenn gesundheitlich nix dagegen spricht: irgendeine Art von Hundesport anfangen. Muss nicht unbedingt etwas im Verein sein - Hauptsache, du gibst Toni eine Aufgabe, an der ihr regelmäßig gemeinsam arbeitet. Wenn er schnell hochdreht, würde ich zu Nasenarbeit raten. Da gibt's viele Möglichkeiten, z. B. ZOS, Mantrailing, Fährten ...

    5. dosiert und gezielt mit Hundehaltern und souveränen Hunden zu reinen Leinenspaziergängen treffen. Kein direkter Kontakt, kein Spielen lassen, einfach nur angeleint mit dem anderen Hund-Halter-Team spazieren gehen.

    Wie verhält Toni sich denn eigentlich, wenn nur Hündinnen anwesend sind?