Beiträge von Karpatenköter

    Den Gedanke "wir nehmen ein krankes Tier aus dem TS auf und machen dem ein schönes Leben" find ich grundsätzlich gut und kann den auch verstehen! So isses nicht. Jeder Hund hat ein geeignetes Zuhause verdient. Ich hab Masha ja auch trotz der kaputten Pfote aufgenommen, auch wenn ich nicht gewusst habe, was da für ein Rattenschwanz an Behandlungen dranhängt.

    Nur: es ist FÜR MICH ein massiver Unterschied, ob der Hund von Geburt an durch gezielte Zucht (unheilbar) krank ist und trotz OPs lebenslang schwere Einschränkungen (wie eben Atemnot/Atemschwierigkeiten hat oder ob das durch Zufall/genetisches Lotto so ist. Bei erworbenen Krankheiten/Behinderungen sag ich erst recht nix, shit happens...

    Mich hat's in dem Moment nur sauer bis sprachlos gemacht, dass man das einfach schulterzuckend in Kauf nimmt, weil gehört ja dazu, dass Bulldoggen Atemnot haben und in ihrem kaputtgezüchteten Körper gefangen sind. Ach, dann lässt man das halt operieren.

    Ach, das muss mehrfach gemacht werden? Ja, ist dann halt so. Gehört ja dazu.

    Dass der Hund dadurch nur bedingt und auch nur für einen überschaubaren Zeitraum an Lebensqualität gewinnt, wird außer Acht gelassen.

    Auch, dass der Hund im Extremfall kein normales Hundeleben führen kann, sondern zu Spaziergängen morgens und abends verdammt ist, wenn es zu warm ist.

    Auch, dass man im Sommer damit rechnen muss, dass der Hund einem wegen 20°C bei nem normalen! Spaziergang zusammenklappt.

    kirasMom Südliches NRW ... spontan fällt mir nur Manu/DNUH ein.

    https://www.dnuh.de/

    Ist halt in Düren, ich weiß nicht, ob das in deiner Nähe is?

    Manu hat mWn Erfahrung mit Gebrauchshunden (zB Schäfis), das wäre hier vielleicht nicht ganz verkehrt.

    Als allerallerallererstes würde ich aber UNBEDINGT schauen, was genau hinter den Magenproblemen steckt.

    Magst du hier in diesem Thread mal aufschreiben, was schon untersucht wurde? Einfach der Übersicht halber, weil das mit zwei Threads sonst unübersichtlich wird...

    Forder auch unbedingt alle bisherigen Befunde an, lass dir die auch zukünftig aushändigen. Die sind grad bei längeren oder kurioseren Krankheitsgeschichten extrem wichtig.

    Es liegt ja eigentlich auf der Hand, dass ein Zusammenhang zwischen Verhalten und Magenproblemen existiert. Was zuerst da war, wird man nur rausfinden, wenn man eure Situation genauestens von fachkundigen Leuten beleuchten lässt. Da wäre ein Verhaltenstierarzt meine erste Anlaufstelle.

    Ist das derselbe Hund mit den Magenproblemen seit 6 Monaten, der kaum schläft? :face_screaming_in_fear:

    Jepp. Aber mein Hundetrainer hat mir da auch versichert. dass hätte nix miteinander zu tun und er reagiert auch so ausfallend, wenn ich ihn bis unter die Kiemen mit Mcp vollstopfe. Ich merke gerade, ich brauche echt einen neuen Trainer :unamused_face:

    ... Bitte nicht nur einen neuen Trainer, sondern auch einen kompletten Gesundheitscheck beim Tierarzt! Dass der Hund seit 6! Monaten Magenprobleme hat, ist absolut nicht normal und kann auch ein Auslöser für die Probleme sein.

    Bitte geh damit zeitnah zu einem Fachtierarzt, da muss was im Argen sein.

    Stress macht krank und wenn der Hund seit x Monaten auch nicht richtig schläft, dann hat der - sorry - nen Arsch voll Stress. Da isses dann auch kein Wunder, dass der Hund Magenprobleme hat, u. A. aggressiv auf Besuch reagiert etc pp.

    Erstens: woher kommt ihr? Grobe Region reicht, damit man euch nen vernünftigen Trainer empfehlen kann.

    Zweitens: Kind und Freund haben ab heute erstmal 0,0 mit dem Hund zu tun. Die gucken den Hund nicht an, die sprechen ihn nicht an, die fassen ihn nicht an. Bis der Trainer da war.

    Drittens: Hund sichern - mit MK und Hausleine am Halsband. Der MK gibt dir Sicherheit, weil der Hund am Beißen gehindert wird; mit der Hausleine kannst du den Hund halbwegs entspannt und sicher aus brenzligen Situationen holen.

    Viertens:

    gerade beim Kind kommt der Hund nicht mehr ohne Maulkorb in dessen Nähe

    Ich würd sogar nen Schritt weiter gehen und den Hund mittels Kindergitter o. Ä. in ein separates Zimmer ausquartieren, wenn das Kind da ist.

    Denn auch mit einem eigentlich bisssicheren Drahtmaulkorb (alles andere ist fahrlässig!) kann ein Hund noch verletzen. Zwar nicht durch Beißen, aber durch Rammen und Schubsen.

    Mein Rüde hat "nur" 16 kg und mag seinen MK eigentlich, aber es gibt Momente, da schubbert der sich mit MK an meinem Bein und hinterlässt versehentlich dann doch mal blaue Flecken. Und wenn er beim Tierarzt mal fixiert werden muss, steh ich IMMER vorne am Kopf, damit im worst case ich den MK ins Gesicht kriege - nicht der Tierarzt. Die Metallteile können ordentlich wehtun, unterschätz das nicht!

    Zurück zum Kindergitter: der Hund sieht und hört, was ihr macht, wird also nicht komplett ausgeschlossen. Er kann aber nicht zum Kind oder zu deinem Freund stürmen - zumindest solange er nicht gelernt hat, über das Gitter zu hüpfen. Daher bitte in eine investieren, das möglichst hoch ist (70 cm mindestens).

    Aber je länger mein Freund blieb, desto aggressiver reagierte der Hund auf ihn. Mittlerweile traut er sich, wenn er bei mir ist, gar nicht mehr zu bewegen, denn der Hund steht sofort zähnefletschend und mit aufgerichteten Fell vor ihm.

    Fangen wir am Anfang an: wie lief die Begrüßung ab?

    Wurde Kira (ich nehme mal an, dass dein Hund so heißt?) sofort beachtet und begrüßt?

    Seid ihr zusammen erstmal spazieren gegangen und dann gemeinsam in die Wohnung?

    Ist dein Besuch gleich zu dir und Kira in die Wohnung? Wie hat sie sich da verhalten?

    Gab es am 1. Tag irgendwelche Auffälligkeiten? Selbst wenns kleinste Dinge sind, die können u. U. den entscheidenden Hinweis liefern. Lag der Hund z. B. nicht im Körbchen, sondern nah bei euch, quasi "mitten im Geschehen"?

    anfangs hat die auch ganz stolz den Hund gefüttert.

    Ich kann den Gedanken dahinter verstehen, man will den Besuch gleich positiv verknüpfen, so a la "Hier guck, die haben Futter für dich, die meinens gut mit dir!"

    Nett gemeint, aber bei einigen Hunden leider der falsche bzw. kein passender Ansatz. Entspannter ist es - für alle! - wenn der Hund gleich lernt: "Besuch will nix von mir, ich hab mit denen auch nix zu tun". Gerade die unsicheren Exemplare sind froh, wenn sie merken, dass sie sich nicht mit fremden Menschen beschäftigen "müssen".

    Wenn das Kind zu mir möchte, schmeisst er sich dazwischen. Anfangsstadium war nur warnendes Bellen, mittlerweile stürmt er auch quer durch den Raum auf das Kind zu, fletscht die Zähne und schnappt, sobald ich mich dem Kind nähere

    Wie verhält sich das Kind, wenn es zu dir möchte? Rennt es vielleicht, ist es laut?


    Genug Fragen gestellt...

    Mein Dino (Rüde unkastriert, Schäferhund-Herdenschutzhund-Mix aus Rumänien) hat zu Anfang eine ganz ähnliche Problematik gezeigt.

    Besuch wurde beim Reinkommen in die Wohnung verbellt, teilweise auch angesprungen. Teilweise hat Dino dann auch nach dem Besuch geschnappt (!), obwohl der still stand. Auch wenn wir vorher mit dem Besuch spazieren waren.

    Manche Leute waren nach einer Kennenlernphase "ok" und durften sich auch in der Wohnung bewegen.

    Manche Leute aber durften in Dinos Augen nicht mal atmen oder sich bewegen, er hat dann gleich wieder losgebellt und wäre er nicht angeleint + bemaulkorbt gewesen, hätte er sicher auch nach manchen Personen geschnappt.

    Nehmt das nicht auf die leichte Schulter und wechselt den Trainer. Dass der jetzt nur sagt "Joa Maulkorb drauf und abwarten" zeugt davon, dass der entweder keine Ahnung hat, was sich da ggf. anbahnt oder dass er damit überfordert ist, das aber nicht zugeben will!

    Ich hab Dinos damaliges Verhalten leider auf die leichte Schulter genommen und hab jetzt einen Hund, den ich bei Besuch mit Maulkorb gesichert ins Auto sperren muss, weil er Besuch definitiv verletzen und vertreiben will. Dino ist in diesen Situationen nicht mehr ansprechbar und ich hab mich damit abgefunden, dass er niemals entspannt in seinem Körbchen liegen wird, während ich mit dem Besuch aufm Sofa sitze und quatsche.

    So ein Hund macht mitunter verdammt einsam. Ich komm damit klar, ich bin eh kein super sozialer Mensch und fahr dann halt mit meinen netten Hunden zu meinen Freunden. Aber nervig ist das schon und ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass ich nicht neidisch auf die Leute bin, deren Hunde entspannt im Körbchen liegen, während man Besuch hat.

    Noch ein paar Dinge:

    Wenn der Hund Menschen gegenüber misstrauisch ist, keinen! Kontakt "aufzwingen". Egal ob man nur ein Leckerli geben oder mit dem Hund spielen will. Wenn der Hund nicht von sich aus (!) in netter (!!) Absicht auf den Menschen zugeht, macht der Mensch genau NULL mit dem Hund.

    Dino ist ein Hund, der vielen vielen Menschen gegenüber skeptisch ist. Der legt sehr sehr viel wert auf "höfliche Ignoranz". Man darf ihn angucken, man darf ihm beim Schnüffeln, Tricksen etc zugucken, aber direkte Kontaktaufnahme a la Streichelnwollen wurde früher mit verbellen und heftigem (Ab)schnappen beantwortet. Wenn er einen Menschen interessant findet, geht er vorsichtig auf den zu und schnuppert mal an der Hose. Darüber darf man sich als völlig fremde Person dann schon mal freuen ;)

    Und wenn man ganz viel Glück hat, dann darf man dem Dino auch ein Leckerli anbieten - weil ich Dino mittlerweile gut genug einschätzen kann, um zu wissen "Ok, der ist entspannt, da kann man jetzt mal was anbieten". Halt auch nur, wenn ich das erlaube und (!) Dino gleichzeitig sichern kann.

    Machst du mit Kira irgendwelchen Hundesport? Irgendeine "sinnvolle" Beschäftigung, die dir hilft, sie besser "lesen" zu lernen?

    Wie sieht euer Alltag - deiner und Kiras! - aus?

    Ich wurde gestern von einer Bekannten angeschrieben, ich hätte doch Kontakte zum Tierschutz - sie und ihr Freund möchten einen Hund, "in Richtung Englische Bulldogge"...

    Ich hab ihr gleich erzählt, sie sollen sich von der Rasse verabschieden, weil Qualzucht.

    "Ja aber wenn der Hund schon im TS ist, braucht er ja ein Zuhause!"

    Also über die Krankheiten aufgeklärt, Videos, Fotos und Beiträge von brachycephalen Hunden verlinkt, die bei normalen Temperaturen bei einem normalen Spaziergang einen tödlichen Hitzschlag erlitten haben. Dass die häufig notwendigen Gaumensegel-OPs mit ±3000€ kein Pappenstiel und u. U. mehrfach notwendig sind ... dass Allergien und Gelenkprobleme quasi dazu hören.

    "Ja wir wissen über die Krankheiten Bescheid, das nehmen wir in Kauf."

    :wallbash: :wallbash: :wallbash:

    Selbst wenns ein Brachy ausm TS ist - WARUM will man das nicht verstehen?! Warum "nimmt man in Kauf", dass sich ein Tier lebenslang quält, weil es vom Menschen so gewollt wird?!

    Ich habs Gespräch beendet mit der Aussage, dass ich da nicht weiter beraten werde ... ich hab der Bekannten noch gesagt, dass sie mal bei dem Verein schauen soll, von dem ich Masha habe.

    Ehrlich... es ist einfach nur zum Mäusemelken. Es trifft ja immer nur die anderen Hunde, der eigene wird schon gesund sein. Und nicht bei 16°C oder 20°C mit nem Hitzschlag in die TK kommen ...

    Gewünscht wird übrigens ein "ruhiger" Hund, mit dem man 3x täglich bissl soazieren geht und vielleicht ein bisschen Apportgedöns macht. Vielleicht auch Dummy. Und dann ne Bulldogge, alles klar :ugly:

    Wenn die nur nicht so teuer wären ... knapp 90€ für ein Alltagsgeschirr sind mir echt zu viel |) ... warte, du hast das von grün gesagt?! Moment... Es gibt ja nirgendwo ein schönes Grün... vielleicht sind die 90€ dann doch ok. Hm. :denker:

    Aber Du nähst doch so gut, mach Dir sowas doch selber! Sogar ich habe es ja mittlerweile schon geschafft, Juro ein Geschirr zu nähen, da machst Du das doch mit links, oder?

    Ich bin zu faul dafür und gerade bei Dino hab ich im Fall der Fälle (Geschirr versagt, Dino reißt sich los und geht auf n anderen Hund drauf usw) nen Hersteller an der Hand, bei dem ich das reklamieren kann.

    Wär's jetzt ein Geschirr für Bonny, klar - die hat auch viele selbstgenähte Sachen. Aber bei Kalibern wie Dino oder Masha geh ich lieber auf Nummer sicher.

    Und ich habe ja noch das von Hunter (das Maldon), bei welchem zwar auch Plastikverschlüsse sind die aber doch viel stabiler wirken.

    Das hat Dino auch, ich find das super. Der kann da auch in die Leine knallen und es hält - aber Dino hat halt nur 16 kg...

    Bei einem Hund in Jimmys Größenordnung würde ich wirklich nicht auf Plastikschnallen vertrauen, auch nicht auf die "Sicherheits"-schnallen.

    Wenn, dann würde ich so ein Geschirr holen: https://www.canestaff.de/shop/tactical-cobra-geschirr/

    Muss jetzt nicht exakt das sein, aber mindestens ne Cobra-Schnalle wär schon nicht verkehrt. Die können nicht von selbst aufgehen. =)

    Ich seh die Blauäugigkeit bzw. in manchen Fällen einfach ... Ignoranz der Eltern ziemlich kritisch. Manche ziehen da gleich die nächsten Hunde für "Die Unvermittelbaren" heran, hab ich das Gefühl :fear:

    Wir haben in unserer Gassigruppe auch eine Familie mit drei Kindern und einer jungen Hündin. Die Hündin ist ein ziemlich tiefenentspannter Hund, extrem kinderlieb und geduldig ... auf einem der Spaziergänge fing der älteste Sohn dann an, die Hündin (und andere junge Hunde) random festzuhalten, weil er der Meinung war "die brauchen eine Pause". Gab zig mal den netten Hinweis, dass er das nicht machen muss, die SOLLEN sich bewegen, die DÜRFEN miteinander toben. Hat natürlich nicht gefruchtet ... erst als die Mutter dann gegen Ende des Spaziergangs explodiert ist, hat der Junge damit aufgehört. Der hat zwischendurch auch immer wieder mit Stöcken rumgefuchtelt und sich gewundert, warum der junge Bulldoggen-Rüde ihn immer angesprungen hat, ihm hinterher ist usw. :muede:

    Dass Kinder nicht immer mitdenken oder über ihre Handlungen und die Folgen nachdenken - klar. Aber dann müssen die Eltern (meiner Meinung nach!) einfach mal handeln, in dem sie klipp und klar sagen "Lass den Scheiß JETZT". Und nicht erst zigtausend mal bitten, den Stock wegzulegen. :ka:

    Wenn man falsches Verhalten schon erkennt, warum unterbindet man das nicht spätestens nach der 2. netten Warnung? Warum lässt man sowas immer laufen, bis es kurz vorm Knallen ist?!

    Nem Hund macht man doch auch möglichst sofort klar "Ey - den Menschen beißt man nicht!" ...