Beiträge von Karpatenköter

    Sollte ein Hund, der Katzen und andere Tiere tötet und auch an der Leine Erfolg hat, aufgrund seiner Statur, Kraft und mangelnden Gehorsams zusätzlich einen Beißkorb tragen?

    Ja, unbedingt!

    Außerdem gehört der Hund auch an eine kürzere Leine, bis der Gehorsam sitzt.

    Wenn du Hund und Halter kennst, melde die bitte unbedingt beim Ordnungsamt. Das ist der einzige Weg, der hier Sinn macht.

    Leute, es war nur ein dummer Unfall, ein kleiner Biss. Manche tun ja so als hätte er ein Kind zerfleischt. Ich bin mir sicher das es dem Jungen gut geht und er keine bleibenden Schäden davon tragen wird!

    "Nur ein dummer Unfall"

    "Ein kleiner Biss"

    Finde den Fehler.

    Dein Hund hat gebissen, punkt. Dein Hund darf aber nicht die Chance zum Beißen haben, niemals! Nicht heute, nicht in Zukunft!

    Du lässt deinen Hund im Gebüsch stöbern - trotz Brut- und Setzzeit. Du förderst damit den Jagdtrieb; riskierst, dass dein Hund wildert und dafür vom Jäger erschossen wird... du hast auch schon einen Beißvorfall (ja, auch wenn es "nur" ein kleiner Biss war, ist das ein Beißvorfall...) aufm Konto - wieviele Warnsignale brauchst du noch?

    Ich kann zu dem Thema leider nix sinnvolles beitragen, die Epilepsie beim Menschen unterscheidet sich ja doch massiv von der Hunde-Epi ... aber ich wünsche dir und deiner Kaya, dass sich die Anfälle bald reduzieren und man ihr mit den Tabletten gut helfen kann.

    Du schreibst, sie bellt nur, wenn ihr z. B. von der Autobahn abfahrt - auf der Autobahn selbst ist sie aber ruhig, oder?

    Mein Rüde hatte richtige Panik vorm Autofahren, als er zu mir kam, es hat rund ein Jahr gedauert, bis er gerne mitgefahren ist.

    Bellt sie auch, wenn einer von euch bei ihr sitzt?

    Ihr könntet versuchen, ihr vor dem Bellen. (ganz wichtig) ein super mega tolles Kauteil anzubieten. Nimmt sie das an? Kauen beruhigt und wer kaut, kann auch nicht wirklich bellen =)

    Was passiert, wenn ihr von der Autobahn ab-, aber gleich wieder auffahrt? Bellt sie dann auch weiter?

    Ist sie von Welpe an bei euch? Wie waren die ersten Autofahrten mit ihr, hat sie da auch gebellt?

    Die Fragen sind ernstgemeint, denn nur durch Fragen kann man herausfinden, was die Ursache sein könnte.

    Aber er braucht Freilauf und viel Auslauf, muss flitzen und rennen können.

    Das braucht im Grunde genommen jeder Hund. Es gibt da nur ein paar Probleme ...

    Nicht jeder Hund kommt mit so viel Freiheit klar - leinenloses Laufen ist Freiheit, gewissermaßen jedenfalls.

    Nicht überall sind freilaufende Hunde erlaubt.

    Nicht jeder Hundehalter kann seinen Hund im Freilauf kontrollieren.

    Der letzte Punkt ist so ziemlich der häufigste und geht gerne Hand in Hand mit Punkt 1.

    Punkt 2 gibt es, weil es leider verantwortungslose Hundehalter gibt die Punkt 1 und 3 nicht erfüllen/erkennen können. Und dann kommt's zu Beißvorfällen wie bei dir.

    Es ist keine Schande, wenn man den Hund im Freilauf nicht zu 100% kontrollieren kann - aber dann hat man gefälligst Sicherheitsmaßnahmen zu treffen!

    In deinem Fall eben mindestens eine Schleppleine. Richtigen Freilauf gibt es dann eben nur auf übersichtlichen und eingezäunten Flächen.

    Mein Rüde läuft seit einem Beißvorfall im Herbst 2021 fast ausschließlich an der Flexi- oder Schleppleine, trägt dazu noch dauerhaft Maulkorb, sobald ich das Grundstück verlasse. Und weißt du was? Dem fehlt überhaupt nix! Der ist trotz "Leinenknast" glücklich. Der schnüffelt trotz Maulkorb fröhlich herum. Der wird aber auch 3x die Woche sportlich ausgelastet und hat daher ein Ventil für seine Energie. Das wäre für deinen Hund auch wichtig.

    Ich lebe quasi in der Pampa. Wir haben hier pro Monat vielleicht eine, maximal zwei Hundebegegnungen und selbst dann sieht man sich eher auf 30-50 Meter Distanz. Warum also lass ich meinen Rüden nicht frei laufen, auch wenn er einen Maulkorb trägt?

    Weil er bei jenem Beißvorfall

    - nicht abrufbar war

    - zwei (!) kleine, angeleinte (!!) Hunde angegriffen hat, ohne von denen provoziert worden zu sein

    - erst losgelassen hat, als ich ihm per Halsband die Luft abgedreht habe.

    Ich habe meinen eigenen Hund strangulieren (!) müssen, damit er den kleinen, vor Todesangst schreienden Hund loslässt und wir die Hunde trennen können.

    Offensichtliche Verletzungen gab es zum Glück nicht...

    Glaub mir, sowas WILLST du nicht erleben. Die Schreie des Hundes, die völlig aufgelösten Besitzer, die Leute ringsherum, die dich anstarren, weil dein Hund binnen Sekunden zur Bestie geworden ist und schlussendlich der Nervenzusammenbruch, wenn das Adrenalin weg ist.

    Und da war das "nur" ein anderer Hund.

    Du kannst froh sein, wenn die Eltern dich nicht anzeigen bzw. beim Ordnungsamt melden. Einmal wegen dem Verstoß gegen die Leinenpflicht, einmal weil dein Hund ein Kind derart gebissen hat, dass es geblutet hat und beim Arzt vorstellig wurde. Das ist kein Pappenstiel, Hunde können nämlich auch im Tunnel ihre Beißkraft noch gut dosieren.

    Du kannst froh sein, wenn du nur Leinen- und/oder Maulkorbpflicht verordnet kriegst. Wenn ein Hund ein Kind beißt, kann der u. U. auch eingezogen werden und du siehst den nie wieder.

    Willst du das?

    Mir war übrigens schon vor dem Beißvorfall klar, dass mein Hund nicht ohne ist, deshalb hab ich immer! gut aufgepasst. Nur an diesem einen Tag eben nicht. Und das war MEIN Fehler. Nicht der meines Hundes, nicht der der anderen Hunde - nein, es war einzig und allein mein Fehler.

    Und genau so ist das in deiner Situation.

    Du hast die vorherigen Anzeichen nicht erkannt.

    Du hast das Verhalten deines Hundes nicht ernst genug genommen.

    Du hast dich nicht an die geltende Leinenpflicht gehalten.

    Wenn du den Arsch in der Hose hast, gehst du mit einem Präsentkorb zu den Eltern, entschuldigst dich bei ihnen und dem Kind und dann sicherst du deinen Hund, denn die Chance, dass sich sowas wiederholt, ist nicht gering. Du kannst sie gering halten, indem du Vorsichtsmaßnahmen ergreifst!

    Zumal es dir auch zugute kommen kann, wenn du deinen Hund jetzt ohne amtliche Aufforderung dazu sicherst. Wenn du Glück hast, sind die Leute vom Ordnungsamt ein kleines bisschen nachsichtig und verzichten zumindest auf die Maulkorbpflicht.

    Mein Hund hat mich übrigens auch schon mehrfach gebissen - aus Schreck und sog. rückgerichteter Aggression. Keiner der Bisse hat jemals geblutet, wenn überhaupt war die oberste Hautschicht ein bisschen aufgeratscht. Blaue Flecken gab's selbstverständlich auch - aber auch im Schreck hat er bemerkt, dass er da gerade meinen Arm im Maul hat. Er hat dann SOFORT losgelassen.

    Hunde können sowas dosieren. Wenn die blutig beißen, dann bewusst.

    Ich bin bei ±4 Tierarztpraxen mehr oder weniger Stammkunde. Eine kleine Praxis, die nur allgemeine Behandlungen und normale OPs macht, zwei große Praxen mit Fachabteilungen und zu guter Letzt eine große Tierklinik mit 24 h-Dienst.

    Bei allen! Tierarztpraxen bring ich auch zu Terminen Wartezeit mit. Weil eben doch immer ein Notfall reinkommen kann - Dienstag hatte ich mit Bonny einen Termin um 18 Uhr zum Herz-US. Dran gekommen sind wir effektiv irgendwann gegen 19/19:30 Uhr, weil blöderweise halt drei Notfälle reingekommen sind. Großstadt-Tierklinik halt. Und ja, da warte ich dann auch gerne und freu mich einfach, dass mein Tier gerade kein lebensbedrohlicher Notfall ist, sondern wir gemütlich im Ultraschall-Raum rumsitzen und warten können, während die Tierärzte gerade das Leben einer Katze, eines Hundes usw. retten ...

    Es kann auch mal sein, dass der Patientenbesitzer noch so viele Fragen hat und es deshalb zu Verschiebungen kommt. Ja, nervt manchmal, aber man sollte auch immer im Kopf behalten, dass man selbst auch irgendwann in der Situation sein könnte.

    Ich bin da aber auch ziemlich pflegeleicht, merk ich grad - denn solange die Tierärzte fachlich kompetent sind und die Bedürfnisse meines Tieres beachten, ist es mir erstmal egal, wie lange ich warte. Klar bin ich manchmal ungeduldig, genervt usw., aber das lass ich niemals an den Tierärzten aus - die erleben schon genug Mist. Von zahlungsunwilligen Kunden bis hin zu absolut vernachlässigten Tieren, die man zur Behandlung erstmal aus dem vollgekoteten Filz befreien muss ... oder deren Besitzer eine Behandlung verweigern, weil "lohnt sich doch nicht, der ist doch schon so alt (Hund ist 7...)".


    Ich muss mir für viele Termine auch frei nehmen. Gehört mMn einfach dazu, da ist dann eben eine gewisse Flexibilität notwendig.

    Mit Glück muss ich mir nicht freinehmen, weil ich das Tierchen einfach morgens in der Praxis ums Eck abgeben kann, aber in den letzten 2 Jahren war das genau 1x der Fall und bei meinen Arbeitszeiten lohnt sich das einfach nicht.

    Meine zwei großen TAPs sind in Berlin - einfache Strecke jeweils 70 km. Pro Richtung. :ugly:

    Aber das isses mir wert, weil die Leute da fachlich super kompetent sind, es menschlich auch einfach passt und die Macken meiner Hunde gar kein Problem darstellen. Da gibt's dann ab und an auch eine Packung Schokolade o. Ä. als Dankeschön...

    In der einen Klinik arbeiten auch viele Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Wenn ich was akustisch nicht verstehe, was gerade bei Maskentragenden häufig vorkommt, frag ich einfach noch mal nach. Ich find das jetzt nicht so schlimm.

    Kurz: wenn die Leute vernünftig arbeiten, sich auf mein Tier einstellen können und mich nicht wie den letzten Idioten behandeln, bin ich schon zufrieden. Das Drumherum ist dann nur ein Bonus.

    Edit: Terminvergabe nur vormittags find ich allerdings auch blöd... manche kleine Tierarztpraxen können das aber oft nicht anders lösen, weil ja irgendwann auch OPs gemacht werden müssen.

    Ich halte Masha für sozial kompetent - Hunden gegenüber zumindest. Die lässt nervende Junghunde stehen, macht ihr Ding und wenn die dann trotzdem ankommen und weiter nerven, bekommen sie eine angemessene Ansage. Und dann ist das für Masha ok, dann kann weiter geschnüffelt werden. Der Jungspund darf dann auch mitschnüffeln, wenn der sich benehmen kann =)

    Sie weiß auch, wann sie besser kleine Brötchen backt, dafür muss es nicht erst knallen.

    Ihre Grundeinstellung gegenüber Hunden find ich sehr entspannt. Sie schaut kurz, wer das ist, überlegt, ob sie den Hund mag oder nicht und macht in beiden Fällen einfach ihr Ding: rumschlendern und schnüffeln. Ob sich ihr jemand anschließt oder nicht, ist ihr egal.

    Meistens löst sie sich elegant aus der Gruppe, erkundet mit der Nase die Umgebung und wenn das erledigt ist, sucht sie sich ein gemütliches Plätzchen, schaut zu und spielt sehr nett mit gelegentlich auftauchenden Junghunden. Die Dicke ist wegen ihrer Tiefenentspanntheit und sauberen Kommunikation ein gern gesehener Teilnehmer bei den dörflichen Gruppenspaziergängen =)

    Dino dagegen halte ich für weniger sozial kompetent. Der hat auch seine Hundefreunde, mit denen er super klarkommt, keine Frage - aber in vielen Fällen kann er auf den Hundekontakt einfach verzichten und reagiert dann teilweise auch sehr überzogen. Bei Welpen und Junghunden kommuniziert er oft zu subtil, wird dann nicht "gehört" und schlägt dann erstmal verbal um sich ... da bin ich dann gefragt, um den Zwergen zu verklickern "Is Schluss jetzt, spiel mit wem anders". Bei ihm muss ich ständig ein Auge drauf haben, anders als bei Masha, die viele Dinge im Alleingang schon sehr angemessen regelt.

    Wenn Dino dann aber Hunde gefunden hat, mit denen er auf einer Kompetenzstufe oder Wellenlänge liegt, läuft das sehr harmonisch. Da wurde früher* auch ausgelassen gespielt, man hat sich sooo toll gefunden, dass man sich gegenseitig die Schnute geputzt hat (:ugly:) und ist einfach sehr entspannt durch die Gegend spaziert. Da konnte ich mir dann sicher sein, dass es mit diesen Hunden kein Problem geben wird.

    *Inzwischen ist Dino auch geistig erwachsen und spielt deutlich seltener mit den Hunden vom Gassitreff. Liegt aber auch daran, dass ihm die Gruppe zu groß ist und er dann schlichtweg überfordert ist. Beim Einzelgassi mit seinen Hundefreundinnen sieht das anders aus, da wird ab und an kurz gespielt und geflirtet, aber 80% der Zeit laufen die einfach schnüffelnd miteinander rum. Ist für mich auch ok.

    Bonny ist ... hm. Bei ihr bin ich mir nicht so sicher und find das schwer zu beurteilen. Einerseits bin ich geneigt, sie als sozial kompetent einzustufen, andererseits eher nicht so. Sie sucht keinen Konflikt, meidet den sogar aktiv und wenn sie dann doch mal in einen gerät, dann gibt sie in 95% aller Fälle nach. Egal um was es geht.

    Im Kontakt mit Masha kann Bonny inzwischen aber durchaus "Hau ab" sagen. Wenn die Maus auf ihrem Platz liegt und Masha neugierig schnüffeln kommt, weil die Oma sich soo schön aufregt, dann wird Bonny laut, geht aber nicht nach vorne. Sie übertreibt nicht, sondern sagt klar, was Phase ist. Dann sorg ich dafür, dass Masha Leine zieht und Bonny nicht weiter ärgert.

    Gegenüber fremden Hunden bzw. unseren Gassibekanntschaften ist Bonny auch sehr nachgiebig. Sie ist höflich, wehrt sich aber selten bis gar nicht und da muss ich sie dann schützen.

    Für mich definiert sich Sozialkompetenz darüber, wie gut sich ein Hund auf andere einstellen kann, wie angemessen er kommuniziert (besonders in Konflikten) und wie gut er z. B. Kommunikationsdefizite eines anderen Hundes ausgleichen kann (womit wir wieder bei "angemessen" wären). Ein feinfühliger Hütehund checkt vielleicht eher, was Phase ist, als ein trampeliger Labbi, dem viele Hunde erst buchstabieren müssen, dass die Fiddelei nervt |)

    Nicht sozial kompetent sind für mich Hunde, die z. B. übers Feld angerannt kommen und einen anderen Hund verkloppen, weil "Angriff ist die beste Verteidigung" - "lieber hau ich den, bevor der MICH haut". Da muss dann in meinen Augen der Besitzer einfach dafür sorgen, dass der Hund nicht dazu kommt, präventiv um sich zu schlagen

    So kompetent Masha auch ist: für mich ist das kein Freifahrtschein, sie einfach machen zu lassen. Natürlich regelt sie vieles selbst und das auch sehr angemessen, aber ich seh es als meine Pflicht an, ihr dann auch den Rücken zu stärken und sehr lernresistente oder anderweitig eingeschränkten Hunde auch nachdrücklich von ihr fernzuhalten. Schlicht, weil ich nicht will, dass sie ihre Geduld über Bord schmeißt und doch mal zuhaut.