So, jetzt komme ich endlich mal dazu, zu antworten.
Also, nochmal etwas genauer, was die Ausgangslage bei mir ist:
Es gibt sehr viele Hunderassen, die ich super finde und die ich mir bei mir vorstellen könnte. Dabei bin ich auf keinen bestimmten Hundetyp eingeschossen, sondern das ist bunt gemischt - ich schreibe einfach mal ein paar Rassen auf, die ich mir vorstellen könnte:
- Husky
- DSH (HZ und LZ)
- hochläufige Terrier, z.B. Parson Russell, Patterdale, Irish, Fox
- Belgische Schäferhunde (zumindest drei davon, der Mali müsste nicht unbedingt sein)
- Deutsch Drahthaar
- Labrador
- Collie (KH und LH)
- diverse Windhunde
-...
Was ich hatte und habe:
- Westie
- Dackel-Pudel-Münsterländer (von der Orga geschätzt)
- Schäferhund-Windhund
- Kokoni
- Dackel-(Patterdale)Terrier
- HSH-Windhund
Den unterschiedlichen Hundetypen entsprechend, stelle ich mich auch auf die unterschiedlichsten Charaktereigenschaften ein - ich möchte eben bloß einen Hund, der nicht von vornherein artgenossen-aggressiv und menschenhassend ist, ob nun durch Genetik oder schlechte Erfahrungen.
Mein erster Hund war ein Westie. Ich habe allerdings schnell gemerkt, dass Mischlinge auf mich eine besondere Faszintion ausüben. Als ich meinen zweiten Hund bekam (ich hab weiter vorne im Thread erwähnt, dass meine Hündin der Hund ist, der im jüngsten Alter zu uns kam, da hab ich mich aber vertan, es war besagter zweiter Hund), haben wir uns den Wurf auf der Pflegestelle angesehen. Die Welpen waren bereits im Alter von wenigen Wochen aus Spanien nach Deutschland gebracht worden und ich weiß noch, wie fasziniert ich davon war, dass die Geschwister alle so unglaublich unterschiedlich waren, sowohl in Optik als auch im Charakter. Ben wurde dann der beste Hund, den ich je gekannt und gehabt habe. Ich liebe Mischlinge einfach. Ich liebe die Überraschungen, aber das heißt nicht, dass ich es nicht toll finde, zu wissen, welche Rassen mitgemischt haben - im Gegenteil. "Ui, ein Husky-Labrador! Ob eher der Labbi durchkommt oder der Husky? Wird das ein Fellmonster mit Fresssucht oder ein Kurzhaarhund mit ordentlich Jagd- und Lauftrieb?" - so in der Art, auch wenn ich das hier natürlich sehr überspitzt darstelle.
Naja, nach Ben folgten weitere Tierschutzhunde, ebenfalls alles Mischlinge - aber jeder von ihnen hatte eine prägende Vorgeschichte. Misshandlung/Mangelernährung/schlechte Sozialisierung auf Artgenossen/panische Angst vor Menschen... Und ja, natürlich sind auch kleinste Welpen keine komplett unbeschriebenen Blätter, aber der Unterschied zu Hunden, die schon Leid und Angst und Kampf in ihrem Leben erfahren haben, ist, meiner Meinung nach, enorm. Zusätzlich haben/hatten drei von drei hier lebenden Hunden Mittelmeerkrankheiten. Klar, kann auch einem "urdeutschen" Hund passieren, aber die Chance ist beim TS-Hund aus dem Ausland ja doch noch etwas höher.
Und das ist eben, was ich nicht mehr möchte. Ich möchte einen Hund, der noch nicht viel Schlimmes erlebt haben kann, einfach aufgrund des Alters. Hunde aus dem Auslands-TS kriegt man aber in diesem Alter eigentlich gar nicht (Ben hätte ja im Grunde auch nie so früh rüberkommen dürfen)...
Tja, und nun suche ich wohl die eierlegende Wollmilchsau. Ich möchte gerne auch weiterhin den TS unterstützen, wenn das möglich ist, deswegen habe ich gefragt, ob es Orgas gibt, die auf Inlandshunde spezialisiert sind. Aber ich möchte keinen Hund mehr, der älter als vier Monate ist. Und auch das ist ja schon eher ein Junghund, optimal wäre höchstens 12 Wochen alt. Ausnahmen würde ich machen, wenn der Hund von privat übernommen würde und ich ganz genau erfragen könnte, was der Hund schon kennt und erlebt hat, und ich ihn auch mehrmals besuchen könnte.
Auch Ups-Würfe sind für mich in Ordnung. Da habe ich aber das persönliche Problem, dass ich oft ziemlich blauäugig bin und mir tatsächlich nicht unbedingt zutraue, einen echten Ups-Wurf vom "Oh, schon der sechste Ups-Wurf mit der Hündin, na sowas"-Vermehrer zu unterscheiden.
Ihr habt mir ja jetzt schon so einige Möglichkeiten aufgezeigt:
- Tierheime7Tierärzte kontaktieren
- Ups-Würfe aus der näheren Umgebung
- Welpen von überforderten Neuhundehaltern
Das alles werde ich auf dem Schirm haben, wenn es soweit ist. Das Gute ist ja, dass ich wahnsinnig viel Zeit habe, denn es wird frühestens ein neuer Hund einziehen, wenn von drei Hunden nur noch einer da ist. Und auch dann eilt es nicht. Ich finde bloß, dass es nicht schaden kann, sich jetzt schon mal zu informieren und alle Möglichkeiten zu checken.
Auch Entfernung ist kein Problem, für einen passenden Hund nehme ich auch gerne eine Tagesreise in Kauf.
Ich bin jedenfalls mal gespannt, ob ich dann einen passenden Hund finde, aber die Chancen sind ja nicht sooo klein. :)