Beiträge von Jonah-2

    Muss ich ihm theoretisch den Knochen weg nehmen können ohne ihm eine Alternative zu geben?

    Bisher gabs immer ein leckerli oder ein andere Spielzeug.

    Tauschen, so habe ich das auch gemacht. Und mein Welpe kam vom Züchter und hatte trotzdem extrem reagiert, wenn man ihm was wegnehmen wollte. Habe ich bisher nur bei Welpen so erlebt, die im Vorfeld nicht genug Futter abbekommen haben. Also habe ich ihm immer was Leckeres im Tausch angeboten und auch anfangs eigentlich fast immer seinen Kauknochen nach 5-10 Minuten zurückgegeben, denn ich wollte, dass er lernt, dass wir ihm nie was endgültig wegnehmen, e r immer alles wiederbekommt und es nicht nötig hat es zu verteidigen. Also Leckerchen im Tausch plus später den Knochen zurückgeben. Ich konnte ihm später so alles wegnehmen, auch wenn ich dann mal kein Lecker zum Tausch dabei hatte.

    Meine jetzige Hündin aus dem Tierschutz ist gut 10 Monate bei mir, aber es gibt schon noch Situationen, wo ich merke, dass sie immer noch nicht komplett angekommen ist, was ich persönlich mit "mir komplett vertraut" gleichsetze.

    Ich finds schwierig was dazu zu sagen, weil man nicht dabei war. Mein Altrüde hat zB mal rumgelegen und geschlafen. Dann kam meine Welpenhündin und hat im Spiel/Übermut rumgehopst und ist meinem Opi dabei auf die Schnauze gelatscht, Opi hat die Lefze hochgezogen., Welpe weiter gehopst, das ging so 3-4 Mal und dann hats meinem Opi gereicht, er ist aufgesprungen und hat sich auf sie gestürzt mit einem Riesengebrüll. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, weil ich so erschrocken war und mich am Türrahmen festgehalten habe, weil ich auf keinen Fall dazwischengehen wollte. Also meine Welpeline lag schreiend auf dem Rücken, der brüllende Opa oben über ihr. Dann hat sich Opa wieder hingelegt, mein Welpenmädel hat sich eingeschüchtert in eine Ecke verzogen und keine 5 min später hopste sie wieder rum, dupdidu und wieder gefährlich nahe an Opas Schnauze.

    Und so schlimm sich das für meine Ohren damals anhörte, mein Althund hat sie gar nicht berührt, es hat gereicht, die vorlaute Lütte mit fletschenden Zähnen so anzubrummen. Und das meine ich mit schwierig was dazu zu sagen, denn so eine Maßregelung Althund-Welpe finde ich normal und man kann das schlecht bei euch beurteilen, wenn man es nicht selber gesehen hat.

    Hallo, also wenn Lou sich im Gehege wohl fühlt und dort pennt, würde ich ihm keinen Welpen dazu setzen. Für Lilli ist es dann einfacher, sie kann draußen die Plätze wechseln und liegen wo sie will. Nur weil Lou sich in dem Gehege wohl fühlt, würde ich diese Tatsache nicht auf den anderen Hund als optimale Bedingung übertragen. Meine Hündin ist vormittags auch alleine und sie legt sich gerne mal um, muss auch meiner Meinung nach die Möglichkeit haben die Tür im Blick zu haben, durch die ich wiederkomme. Auch soll sie an der Terrassentür gucken dürfen, falls sie draußen ein Geräusch hört.

    Ich habe das jetzt so verstanden, dass du deine Lilli einsperren willst, weil sie im Moment noch Türen annagt. Das wird sich ja geben und bis dahin ist für sie ein extra Raum sicher besser, als sie zum Lou dazu zu sperren. Geht nicht ein Kindergitter vor die Tür eines Raumes? So habe ich meinen Abstellraum gesichert, weil dort meine Katze ihr Futter stehen hat.

    aber praktisch is mir das einfach zu heiß. Sollte sich was verheddern, oder der Hund erschrickt wegen der Katzen und will volle Kanne losspurten reißt der mich halb ausm Bett, wenn net ganz

    Sehe ich auch so, vor allem möchte man ja auch in RUhe schlafen und das soll der Hund auch können. Wenn er Durst hat, kann er dann gar nicht an den Napf. Und ich wäre ständig wach, weil ich Angst hätte, dass er sich erdrosselt, oder die Leine seine Beine abschnürt, weil er sich verheddert hat.

    Irgendwo hab ich gelesen, dass Katzen am besten das neue Zuhause kennenlernen wenn der Hund in dem Moment nicht da ist, um schon mal herauszufinden wo man sich verstecken kann, wo was ist, usw..

    So habe ich das bisher gemacht. Meine letzte Katze hatte ich im Tierheim abgeholt, meine Hunde durften kurz am Korb schnuppern, aber dann habe ich die Tür zugemacht und die Katze in mein Wohnzimmer gebracht. Dort hatte ich vorher schon Katzenklo und Futter aufgestellt und dann durfte sich meine neue Katze erst einmal 2-3 Tage alles in Ruhe ansehen, sich Verstecke suchen und mich kennenlernen. Meine Küche grenzt ans Wohnzimmer, die war für die Katze auch frei zugänglich. Meine Hunde waren in der Zeit in den anderen Räumen, aber schon mit im Haus.

    Am 3. Tag durften meine Hunde dann auch kurz ins Wohnzimmer, denn die wussten ja schon dass da wer neu ist und waren auch neugierig. Da saß meine Katze auf dem Esstisch und hat die beiden von oben angefaucht. Das habe ich dann noch ein paar Tage so gemacht, also meine Hunde immer nur ein paar Minuten ins Wohnzimmer reingelassen.

    Mir war dabei wichtig, dass meine Hunde sehen, dass dieses neue Tier meins ist, das ich es mag und habe meine Neukatze gestreichelt, und sie bekamen Leckerchen, wenn sie ruhig zugesehen haben.

    Bei meiner letzten Katze ging das alles ganz schnell, nach knapp 2 Wochen habe ich bereits alle Türen aufgelassen, aber noch das Kinderschutzgitter zugelassen. Aber so konnte meine Neukatze schon mal weitere Räume erkunden. Nach drei Wochen war alles klar, meine Hunde wussten, dass diese Katze nun zu uns gehört und ich konnte alle Türen auflassen, auch ohne Kinderschutzgitter.

    Allerdings war mein Neuzugang auch eine junge Katze, erst knapp ein Jahr alt, bei älteren Katzen kann es auch mal etwas länger dauern.

    Würdet ihr euch einen Hund bis ans Lebensende wünschen und riskieren, dass der Hund länger lebt als ihr oder eben nicht mehr versorgt werden kann von euch?

    Ja, würde ich mir wünschen, aber ich werds wohl nicht machen, wobei ich ja zum Glück nicht weiß, wann ich sterbe. Für meine Hunde und Katzen habe ich ein Testament gemacht, danach soll vom Erlös meines Hauses alles für die Tiere bezahlt werden, also Futter, Arzt, Hundebetten etc. Damit hoffe ich, dass im Falle eines Falles jemand meine Tiere nehmen kann, der sie gerne betüddeln möchte, es aber aus finanziellen Gründen nicht kann. Gerade alte Hunde finden ja nicht mehr so schnell ein neues Zuhause. Und auch, falls dann Freunde meinen Hund nehmen, sollen sie nicht aufs Geld achten müssen.

    Meine Hündin saß 2 Jahre im Tierheim und hier bei mir hat sie die ersten Tage auch nur drinnen gepinkelt. Auch direkt nach dem Spaziergang. Das kenne ich auch so von anderen Hunden, die sich noch nicht draußen trauen ihren Duft zu hinterlassen, genau wie die anderen es bereits geschrieben haben. Als meine Hündin sich dann das erste Mal draußen getraut hat, habe ich auch gleich gelobt, wobei ich gehofft habe, dass sie mein Lob auch als Lob erkannt hat, denn auch das muss man ja erst üben, also welches Wort/welcher Satz als Lob gemeint ist.

    Das mit dem stubenrein muss daher auch nicht gelogen sein, sie kann sehr wohl vorher in sicherer Umgebung stubenrein gewesen sein, nur jetzt ist sie bei dir, also in einer für sie fremden, neuen Umgebung. Wenn sie sich irgendwann sicher fühlt, wird sie bestimmt auch wieder stubenrein werden. Dazu passt auch, dass sie nicht rausgehen mag. Sie fühlt sich im Haus jetzt langsam sicher, aber draußen noch unsicher.