Beiträge von Looking
-
-
Vielen Dank euch! Also, vonwegen alt werden, ich bin 43, noch nicht ganz hundert. Trotzdem fand ich den unerzogenen 25kg Junghund der mit hundert Sachen noch in die Schlepp rennt bis man das im Griff hat und einem auf rutschigem Untergrund niederkegelt nicht soooo lustig. Dazu kommt der Platz im Auto und beim Campen.
Wenn alles so weiterläuft wie jetzt, sind wir zwei Besitzerinnen. Ich mehr „the brain“, sie mehr „the body“. Ich bin keine, die jeden Tag 15km läuft (oder laufen mag), hab aber Bock auf Training. Und ich mag Dinge ernsthaft machen, „nur so zur Beschäftigung“ ist nicht meins. Vespa trailt (ausser im Winter) zweimal die Woche, geht viermal im Jahr auf Seminar und zusätzlich einmal die Woche Physiogymnastikstunde, dazu je nach Saison Nasenarbeit im Wald und Feld (hier for fun), Dummysuche, Fährte, Trüffel suchen whatsoever. Meine Partnerin geht auch noch joggen oder canicrossen. Ich denke, an meiner Lust ernsthaft zu arbeiten scheitert das eher nicht. Aber klar, der Hund muss auch mal Tage ohne Arbeit klarkommen - aber alles andere wäre ja auch absurd und ungesund.
Beim Arbeiten übermotiviert und immer zu allem bereit und schnell ist auch ok für mich. Was ich nicht mag, ist ein nicht runterkommen können, richtig schlechte Nerven. Schnell on ist ok. Aber da muss auch ein off Schalter sein.
Stur: darf ich fragen wie ich mir das vorstellen muss? So konkret? Ich kann mir will to please mit Sturheit kombiniert grad schwer kombiniert vorstellen. Vespa hat auch mehr will to work als will to please, ist aber null stur.
Bodeguero: find ich tolle Hunde, wär mir aber tendenziell bisschen zu klein.
-
Sagt mal… gibts hier Menschen die Working Cocker in echt kennen? Mögt ihr bisschen berichten?
Ich überleg so ein wenig, was hier (später!) mal als Zweithund/Nachfolge einziehen wird. Vespa ist ein genialer Hund, aber ich werd nicht jünger und eine oder zwei Nummern kleiner und leichter wäre schick. Theoretisch steh ich total auf Vorstehhunde, allerdings mag ich da den kleinen Vertreter gar nicht. Müsste also entweder ein kleinerer Vorsteher/mix aus dem TS werden oder eine andere Jagdhundesektion. Wichtig ist mir: einigermassen überschaubarer Radius weil Schweiz. Will to work und will to please, kein allzu ausgeprägter Eigensinn, temperamentvoll aber bitte mit Hirn. Gerne Mantrailinggeeignet und auch sonst mit Lust an allen möglichen Sachen wie Dummy, Trüffeln, fährten, Mountainbike…
Working Cocker kenn ich nur von Videos und Insta - ich mag aber diese geballte Power in Miniformart auf den ersten Blick sehr. Dazu sollte bei einem Hund der unter der Flinte arbeitet der Radius vernünftig sein und auch die Kontrolle des Jagdtriebes scheint mir machbar. Aber wie sind die drin? Im Alltag? Kann ich erwarten, dass sie ähnlich schön unauffällig sind wie die meisten Vorsteher im Haus? Alltagstauglichkeit? Umgang mit Reizen? Andere Hunde? Gesundheit?
Und: wo lernt man die kennen ausser in England direkt?
-
Hätte ich nicht gedacht, dass es wirklich niemand hier schafft. Schade!
-
Ich weiss ja nicht wie weit deine Hunde vorlaufen, aber ich sehe auf 20m sehr genau wie jemand auf meinen freilaufenden Hund reagiert.
20 m ist ja kein Problem aber man sieht halt auch oft Hunde die viel weiter vom Besitzer entfernt sind. Komplimente für meinen Hund der auf Sitz auf Distanz reagiert bekomme ich auch oft.
Vielleicht habe ich den Threadhersteller falsch verstanden denn nachdem er geschrieben hat „Klar kann ich sie auch zu mir ranrufen, aber je nachdem, wie weit sie entfernt sind, ist das auch nicht die Lösung.„ nahm ich an dass der Hund relativ weit von ihm entfernt ist also weiter als 20 m und das Zurückrufen deshalb nicht die Lösung wäre.
Ich versteh das so, dass zurückrufen grad bei vielen Menschen in belebten Wäldern oft nicht praktikabel ist. Bei Velofahrern finde ich ein Stopp oft eh sicherer.
Thor Kommt ein Jogger hinter mir, merk ich ja bestens ob der seine Schritte verlangsamt oder stoisch weiterrennt. Und genau in der Situation ist ein Stop ja viel besser als ein dem Jogger dann entgegenrennender Hund.
-
Ich möchte mal anmerken, dass ich freilaufende Hunde mit größerem Abstand als Fuß Nähe zum HH per se sehr "adrenalinauschüttend" finde. Meiner Erfahrung nach, haben sich solche Hunde trotzdem nicht im Griff und kommen dann mal doch als Tut nix zum "Hallo sagen". Sowas findet mein Hund richtig kacke. Und ich bin dann alleine konfrontiert, den anderen Hund abzuwehren....
Nur mal so aus anderer Sicht. Ein unangeleinter Hund macht vielen Leuten großes Unwohl, erst Recht wenn sie nicht im Einflussbereich des Halters sind. In Ballungsgebieten würde ich meinen nie ableinen...Aus Rücksicht.
Und weil andere Hunde nun nicht kontrolliert werden sollen die, deren Hunde gut funktionieren nun den Hund an der kurzen Leine führen? Ne also. Da wo ich laufe und es andere Menschen hat, reagiert mein Hund recht früh bei Sichtung eines Menschen oder Hundes mit sich zu mir zurückorientieren und zurückkommen. Sind viele Menschen unterwegs, ignoriert sie. Hinrennen tut sie maximal wenn sie angelockt wird oder direkt (2-3m) in einen Hund läuft den niemand gesehen hat vorher. Und noch dann kann ich sie abpfeifen.
Hier bin ich die, die sich über ungewollte Hundebegegnungen nervt. Und wenn ein Hund sichtbar ist, wird meine zu mir kommen oder gerufen. Ich geh aber auf keinen Fall mit ner kurzen Leine spazieren damit die Biker, Jogger und Spazierer sich absolut perfekt fühlen. Man kann auch nebeneinander leben, respektvoll und vorausschauend. Wer uns sieht, merkt recht schnell, dass ich gedanklich beim Hund bin und sie unter Kontrolle habe in fast allen Situationen.
-
Klar kann ich sie auch zu mir ranrufen, aber je nachdem, wie weit sie entfernt sind, ist das auch nicht die Lösung.
Ein Hund sollte ja eigentlich nie so weit von seinem Besitzer entfernt sein. Es gibt Menschen, Pferde u.s.w. die angst vor Hunden haben. Von weitem kannst du das ja überhaupt nicht einschätzen und es wäre daher sicher besser die Hunde zurückzurufen.
Ich weiss ja nicht wie weit deine Hunde vorlaufen, aber ich sehe auf 20m sehr genau wie jemand auf meinen freilaufenden Hund reagiert. Vorallem bin ich ja auch aufmerksam und drück nicht am Handy rum. Man sieht sofort wenn jemand unwillkürlich den Schritt minimal ändert oder die Körperhaltung anders wird. Ich mache das auch so, dass ich je nach Gegend und Wegbreite und Menschen Vespa „nur“ stoppe und/oder ins Sitz bringe. Vorallem wenn sehr viele Menschen unterwegs sind am Wochenende - da ist man hier sonst teilweise nur den Hund am abrufen. Das wiederum bringt viel Unruhe und einen rennenden Hund hervor. An den Wegrand gehen wäre noch klarer, das werde ich nächstens auch mal versuchen. Dass man das bei Kindern, Hunden, Pferden oder Menschen die ängstlich reagieren oder komisch aussehen nicht macht, versteht sich doch von selbst.
Übrigens: ich bekomme selten so viele Komplimente für meinen „braven“ Hund wie wenn ich sie ins Stopp und Sitz auf Distanz bringe beim vorbeigehen. Das scheint die Menschen zu beeindrucken.
Ich hab auch aus dem Zughundesport ein Links/rechts Kommando - bin mir aber grad noch unsicher ob ich das nutzen will da es ja fürs abbiegen gedacht ist. Targettraining wär aber was für Vespa.
-
als ich angefangen habe selber zu belohnen
Belohnst du jetzt immer noch selbst oder die VP? Belohnst du mit Futter? Wenn es die VP ist, dann könnte ich mir vorstellen, dass sie die Dose mit dem Futter zackig an sich zur Brusthöhe hochzieht (also wie man einen Vorsitz einüben könnte) und dann aber, wenn der Po am Boden ist, sofort bestätigt und den Hund nicht zappeln lässt - das fände ich unfair nach einem guten Trail.
Seit Dezember belohnt die VP und hat die Anweisung sofort die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und zu verhindern, dass sich Vespa umdreht. Das klappt mal super, mal nicht, je nachdem wie die VP so ist. Leider gibts da einige die das Timing nicht so drauf haben und einfach zu spät reagieren. Sie wurde anfangs sogar auch ohne Sitz bestätigt. Dann reichte ein Sekundensitz. Aber man sieht halt, dass sie im Konflikt ist ob sie nicht doch mir vorsitzen soll. Machen wir mehrere Sequenzen direkt nacheinander bessert es klar, aber beim nächsten Trailen sind wir wieder da wo angefangen.
Ich denk auch, ich mach es jetzt so glasklar wie möglich, Futter zeigen, Sitz Signal optisch und akustisch und das ohne jede Verzögerung. Viele VPs warten halt recht lange für meinen Geschmack weil sie irgend eine selbstständige Anzeige beim erfahreneren Hund erwarten trotz Absprache, ich werd das nochmal deutlicher kommunizieren und vielleicht auch mal gezielt mit Leuten üben die es umsetzen können.
-
Wir sind ja auch grad an der Anzeige dran. Vespa hatte sich angewöhnt mir vorzusitzen nach einem kurzen vorbeigehen bei der VP als ich angefangen habe selber zu belohnen. Soweit kein Ding, aber bei Differenzierungen (die nur im Sport so vorkommen, ja), ist das aber oft nicht klar genug wenn sie bei allen vorbeigeht und dann vor mich sitzt.
Ich dachte, es ist simpel das Sitz wieder vor die VP zu bringen - konnte sie ja schonmal anfangs. Aber nein, sie ist immer noch im Konflikt zwischen VP und mir. Nach Monaten. Das ärgert mich, da ich nicht will, dass sie nach einem tollen Trail in einen Konflikt läuft. Ich denke, ich versuche es nun noch so, dass die VP wirklich sofort ein glasklares Sitz Signal gibt sobald Vespa da ist. Löst das den Konflikt nicht innert nützlicher Zeit, geb ich das wohl auf und lasse sie wieder so wie früher anzeigen. Die Differenzierungen mit bekannten Personen sind je eh müssig. Wird dann halt bei Prüfungen schwierig.
Falls jemand noch alternativideen hat, gern.
-
weil es hier jetzt gleich direkt nacheinander kam mit dem Umorientientieren. Sollte das sein oder "reicht" es auch, wenn der Hund zumindest nur fixiert und den Reiz aushält, ohne hinterher zu gehen?
(ich frage, weil ich meiner Hündin zwar lobend sage, dass ich gesehen habe, dass sie etwas sieht und das sie mir das toll gezeigt hat, aber sie "entscheidet" dann selbst, wann sie sich abwenden und sich den Keks abholen kann. Mir persönlich ist das auch egal, ob sie da länger steht und schaut, manchmal setzt sie sich sogar hin, um gemütlicher gucken zu können. Gucken darf sie. Ist das ok oder komme ich damit in Teufelsküche?)
Ich unterscheide da auch je nach Situation und Hund.
Ist der Reiz sehr stark und der Hund unerfahren, reicht ein gucken für mich sicher - mehr kriegt man ja nicht ohne massive Einwirkung. Ich arbeite dann mit dem gucken und auch gemeinsam gucken und Kekse reinschieben weiter. Kann der Hund bereits gucken und nicht losrennen und ist das recht gefestigt, wird die Umorientierung schneller kommen. Irgendwann kann ich sie dann auch verlangen. Inkl. Gehorsam. Beispiel von heute: Vespa sieht ne Katze auf dem Gehsteig vor uns. Schleicht drei Schritte und steht, fixiert. Ich lass sie 2,3 Sekunden, dann verlange ich Umorientierung. Kriege sie, Superkeks rollt in die andere Richtung. Also bedarfsgerecht belohnt. JETZT verlange ich Gehorsam, nehme sie ins Fuss und gehe an der Katze in 2-3m Distanz vorbei. Vespa angespannt, macht es aber gut. Wenn wir vorbei sind, gibts mehr Futterbelohnung. Spannung sinkt, Hund darf normal voraus weiter. Hätte ich das vor 2 Jahren machen können? Nein. Da hätte ich länger auf Umorientierung warten müssen. Und ich wäre einen Umweg gegangen nachher, sicher nicht so an der Katze vorbei. Will ich das in Zukunft so? Nein: Ziel ist, dass das Fixieren irgendwann quasi sofort abgebrochen werden kann, Hund sich umorientiert und ohne Theater an dem Tier vorbeigeht.
Ich kann das einfach nicht in jeder Situation gleich handhaben. Je nach Distanz, Tagesform, verbliebener Impulskontrolle, Reiz, Tier, eventueller Bewegung usw muss ich meine Forderungen anpassen.
Gemeinsames Gucken als Belohnung kannst du auch gut als bedarfsgerechte Belohnung einsetzen wenns für dich stimmt. Ich will das aber z.B. bei Katzen nicht. Bei Rehen oder Vögeln machen wir das aber.