Beiträge von Looking

    Muss der Hund ruhig und tiefenentspannt sein wenn er sensibel und fein im Umgang wäre? Weil - ich finde, das widerspricht sich etwas. Die stoischen Hunde sind in der Regel nicht so sensibel und fein. Die mit den feinen Sinnen sind gern auch etwas lebhaft.

    Pudel wurde schon genannt, sensibel aber lebendig. Papillon z.B. ist auch ein feiner Geselle, aber lebhaft, verspielt und kein stoisches Wesen. Collie ebenso. Einige Windhunde erfüllen das feine auch - dafür ist das laufenlassen mit dem Jagdtrieb ein Thema.

    Lagotto - muss man gucken, ich kenne ein paar und die sind nicht alle so ganz ohne Pfeffer und eigenem Kopf.

    Was könnt ihr denn bieten? Was wäre das Programm für den Hund? Gassi? Und sonst? Interesse an Hundesport? Tricksen? Verein?

    Wir haben hier wieder mehrere junge Berner Sennen im Quartier. Hab ich vorher lange weniger oft gesehen. Bin gespannt wie es denen ergehen wird.

    DK seh ich hier sehr selten - wenn dann bei Jägern oder aktiven Zughundesportler. Wir hätten fast einen DK Mix (ev Vizsla) aus dem TS geholt - denke, da gibts einige die von den Jägern aussortiert und abgegeben oder zurückgelassen werden. In Ungarn sieht man die jedenfalls öfter im TH.

    Ansonsten - Frechies und (fette) Labbis, Goldies und Locken. Und viele TS Mixe.

    Da steht nicht mal, was die genau testen?! Hat das jemand herausgefunden? IGG4?

    Ich hab bei mir grad die Allergiediagnostik hinter mir und hatte zum alten Pricktest einen Epikutantest und noch IGE (ALEX) im Blut. Und nicht mal bei denen (Kassenanerkannt und seriös) kann man sich sicher sein. Bei mir ist eine Katzenallergie sehr eindeutig. War im Prick vor Jahren auch positiv. Im IGE nun nicht mehr angegeben. Ich bin mir aber sicher, dass ich reagiere.

    Für mich auch nicht. Die Nase vom Booxerwelpen der kürzlich gezeigt wurde war eine schöne Nase für einen Brachy. Die von Alana erahne ich mehr als dass ich sie als speziell ansehe. Glaube nicht, dass ich nur anhand des Kopfes auf eine „Rückzüchtung“ käme.

    Phu, das sieht aus, als ob ihr was extrem unangenehm wäre. Ich plädiere auch für eine umfassende Untersuchung von Herz und Lunge.

    Wie sieht es während Bewegung aus? Wir atmet sie da? Bewegt sie sich gern und normal bei 25 Grad? Was passiert, wenn man draussen bei den Temperaturen eine Pause macht? Kommt das nur Zuhause vor? Hat es einen Zusammenhang mit intensiverer Bewegung oder nur gemütlich kurz Spazieren? Oder wirklich egal WAS man macht, einfach die Temperatur muss höher sein? Was, wenn man sie bei Hitze zuhause anstrengt, drin? Hat Stress und Aufregung einen Einfluss? Was passiert, wenn man sie nach dem Heimkommen ablenkt - z.B. Tricks übt, was ungewöhnliches macht?

    Wie ist die Atmung normal? Hörbar? Schnarcht der Hund?

    Find ich super, hörst du den alten Hasen hier so gut zu!

    Ich persönlich kann dir erzählen - ich wollte mit ca 22 einen Saarloos. Die sind ja charakterlich auch seeeehr eigen. Einmannhunde, superintelligent, vorsichtig bis sehr unsicher, alleinebleiben oft schwierig bis unmöglich. Ich hab mir das absolut schöngeredet, wirklich mit viel Aufwand. Ich bekam dann in der letzten Minute doch noch eine Absage vom

    Arbeitgeber und gab den Traum erstmal auf. Erst mit 39 habe ich dann wirklich einen Hund aufgenommen. Und - rate was für einen! Komplett was anderes. Einen Vizsla, also kooperativer Jagdhund der everybodys darling ist, der es liebt mit mir zu arbeiten, der immer Bock hat und gut in zwei Haushalten mit zwei Bezugspersonen klarkommt. Im Nachhinein - den Göttern sei Dank hab ich den Saarloos nicht bekommen, das wäre schief gegangen und es wäre zu Lasten des Hundes gewesen. Heute finde ich Saarloos immer noch tolle Hunde - wären aber wirklich nicht mehr meins und unpassend in meinem Leben.

    Ich rate dir, schau, dass du einen unkomplizierten und anpassungsfähigen Hund nimmst. Einen der mit mehreren Personen kann. Einen der gern mit Menschen was tut und „JAAAAAAA!“ schreit, wenn du Tricks üben willst. Gerade weil sich nach 16 noch so wahnsinnig viel verändert innert kurzer Zeit.

    Du kannst dich später immer noch steigern und Shibas, Löwen... äh, du weisst schon, anspruchsvolle Hunde halten.

    Es gibt so ein Model, da gehts drum, dass die Herausforderungen im Leben durchaus ausserhalb der eigenen Komfortzone sein dürfen um einem wachsen und lernen zu lassen. Es gibt also einen Komfortbereich (bei dir: ab und an Hunde hüten, das kennst du gut), dann gibts einen aufregenderen Bereich (eigenen Hund erziehen! Ganz was anderes!) und dann gibts noch einen Kreis weiter aussen. Das ist jenseits der Wachstumszone und da ist man komplett überfordert. Sich auf Dauer da drin zu befinden macht überhaupt keinen Spass. Und man lernt auch nicht gut. Bei dir wäre das (schwieriger Hund als Ersthundehalter in einer Lebenssituation in der sich so vieles sonst abspielt, selbstständig werden, Beruf, Beziehung, Selbstfindung...).

    Noch was - stellt euch darauf ein, nicht sofort einen Hund zu bekommen. Coronabedingt ist es momentan recht schwierig. Wichtig ist, dass dein Hund aus einer FCI Zucht oder aus einem guten Tierheim oder Pflegestelle kommt, also bitte nehmt keine Abkürzungen über Hobbyzüchter/Vermehrer/dubiose Privatabgabe.

    Auch sehr hilfreich ist ein guter Hundetrainer! Vor dem Hundekauf. Der kann mit euch helfen den passenden Hund auszuwählen. Das ist etwas, was viele Trainer anbieten und wirklich hilft.

    Bin gespannt, wie es bei euch weitergeht.

    Ah - das kommt mir bekannt vor. Du schreibst, deine Hündin ist noch nicht so lange da und Vorgeschichte weitgehend unklar. Du beschreibst sie als eher unsicher.

    Meine Erfahrung mit meiner Vizslahündin ist grad eine ähnliche. Kam jung aus dem TS zu mir, Kontakt mit Hund (und Mensch) löst sie mit Geschwindigkeit und Irre „spielen“, sich aufregen, fiddeln. Sie kann dabei eine echte Arschkrampe sein und andere Hunde anbellen, nerven und total doof anmachen. Wie passt das zum unsicheren Hund? Es passt insofern, als dass Geschwindigkeit (und bei uns Körperlichkeit) ihre Stärke ist! Kein Hund ist schneller. Darin ist sie sicher. Deswegen ist das ihre einzige Erstkontaktstrategie. Hat nie was anderes gelernt und rennen geht immer. Für mich sieht das verdammt ähnlich aus bei euch, dein Hund ist sehr schnell!

    Was wir machen sind Begegnungen managen. Mit Trainer haben wir auch schon den Raum so begrenzt, dass Rennen nicht ging. Mach aber sowas bloss nicht ohne Fachperson und den richtigen Hund! Ich erzähls bloss wegen dem Verstehen. Bei Spaziergängen mit anderen Hunden gibts erstmal einfach gar keinen direkten Kontakt. Dann lass ich kurze Momente zu, sobald sie hochdreht, nehme ich sie raus. And so on. Nach einer Weile kommt Vespa an und merkt, dass es auch so geht und ihr nichts passiert. Wenn sich dann doch mal noch Geschwindigkeit entwickelt, ist es meistens viel weicher. Aber in den meisten Fällen unterbinde ich das erstmal.

    Mein spontaner Gedanke war ja auch Jören - aber das scheint doof bei euch. Ich könnte mir vorstellen, dass dein Hund weniger Alltagsspiele, aber dafür bald eine ernsthaftere und gerne ruhige Arbeit braucht. Klar, Flyball hört sich passend an. Aber eventuell tut es dem Hund erstmal besser, eben nicht nur über Tempo zu arbeiten. Mantrailing wäre wohl da meine erste Idee. Lastet ENORM aus. Macht selbstbewusst. Fördert Teamarbeit. Geht gut in der Stadt. Und nebenbei trainiert man alle möglichen Situationen.

    Schläft/ruht er seine 17-20 Stunden am Tag? Das wär für mich auch noch ein Pinkt wo ich genau hinschauen würde. Viel Ruhe. Wenig, aber hochwertige Auslastung.

    Ist immer schwierig. Ich geh dann von einem Menschengewicht von plusminus 70kg aus. Ist ja auch beim Menschen noch stark verbesserungswürdig mit den Dosisangaben. Neben dem Gewicht spielt auch Genetik und Stoffwechsel eine Rolle. Und 1:1 kann man auch nicht von Mensch auf Hund umrechnen.

    Per Naturam gibt für 10kg Hund 400mg 85% Boswellia an. Finde ich viel. Ich nehme selber nur 800mg. Vespa bekommt 400mg 65% und ich überleg mir sachte hochzudosieren.

    Bei einem 10kg Hund würde ich persönlich wohl nicht über 200mg Anfangsdosis haben wollen. Und dann mal gucken.