Beiträge von Looking

    Die Vizslas die ich kenne haben diese leichte Sturheit des Labbis halt nicht. Ich finde, sie haben will to please, aber sie hängen nicht an deinen Lippen. Sie tun viel für dich weil sie an vielem Spass haben. Aber brauchen Erziehung und Klarheit. Will to work ist sicher das, was sie gut ausbildbar macht. Wie erwähnt wurde ist das Wesen echt wichtig. Ein Vizsla darf temperamentvoll und reizoffen sein, aber sollte dabei lernfähig und selbstsicher bleiben. Gerade aus den Hobbyzuchten kommen viele die krasse Wesensmängel haben und null Boden unter den Füssen. Das Problem ist, wenn man versucht den Trieb rauszuzüchten, verliert man auch Wesensfestigkeit. Jammerschade. Ein guter Vizsla muss mutig, anhänglich und lernfähig bleiben und zu Impulskontrolle fähig sein, sonst ist er auf Jagd nicht brauchbar. Leider wurde da viel Schindluder getrieben in der Zucht.

    Jemand hatte gefragt wegen Viszal versus Beagle. Das sind Welten. Der Beagle ist ein Meutehund und jagt mit den anderen Hunden recht selbstständig. Das macht ihn eher Artgenossenverträglich, aber nicht so leicht erziehbar. Der Vizsla wurde auf engste Zusammenarbeit gezüchtet, er will bei dir sein und mit dir zusammen jagen. Das macht es viel einfacher den Trieb zu kontrollieren und damit zu arbeiten. Der Radius ist auch nicht riesig. Aber man muss daran halt auch daran arbeiten und dem Hund rassegerechte Auslastung bieten. Von alleine ist der Vizsla auch nicht gehorsam am Wild. Der Grossteil der mir bekannten MVs läuft nach Training gut frei. Bei den Beagles sehe ich fast nur welche an der Flexi oder am jagen.

    Oh, mit Federvieh ist der Vizsla SEHR glücklich, genau sein Ding. Versuch mal welche kennenzulernen (gibt FB Gruppen. Oder Hands4Paws anfragen). Grad mit dem Labbi haben sie einiges gemeinsam. Können auch gern Clowns sein, sind oft eher bollerig, gern distanzlos, fiddeln schnell. Vizslas haben meines Erachtens mehr will to please. Haaren weniger. Dafür sind sie etwas wetterempfindlicher. Verglichen mit dem Show Labbi haben sie mehr will to work. Und sind meines Erachtens deutlich verschmuster. Am liebsten dir auf dem Schoss. Der Labbi ist tendenziell weniger reizoffen und erträgt mehr Party. Gibt aber bei beiden Ausreisser in beide Richtungen.

    Versuch mal einen Züchter kennenzulernen (Jagdliche Zucht, keine Hobbyzüchter!).

    Ich habs schon gelesen. Ich seh aber den Vizsla nicht als „Vollblutjäger“. Klar ist es ein Gebrauchshund. Aber ein ganz anderes Kaliber als ein Weimaraner, Deutsch Kurzhaar oder Terrier. Wenn man einen (AL?)Labbi in Betracht zieht und dem Hund Sucharbeit auf der Jagd bietet kann man meines Erachtens durchaus einen Vizsla in Betracht ziehen. Davon ab - Labbi und Flat sind auch Jagdhunde.

    Was jagd ihr denn? Je nach je kommen ja andere Rassen in Frage.

    Ich könnte mir den Drahthaarvizsla vorstellen - allerdings müsstest du das mit der Sensibilität noch genauer definieren. Die Vizslas sind reizempfänglich und insofern sensibel. Aber es ist kein Hund der bei einem Anschiss die Krise kriegt und wegen jedem Pups unters Sofa kriecht. Beim Drahthaar braucht das Fell halt die Pflege - dafür ist er wetterfester als der Kurzhaar. Fröhlich, arbeitswillig, kinderfreundlich, liebt es bei seinen Menschen zu sein, kein Einmannhund, alles da. Braucht aber auch seine Ruhe und Dauertrubel bekommt ihm nicht. Der DRahthaar wird etwas weniger alt als der Kurzhaar. Beim Kurzhaar ist die Wetterfestigkeit nicht immer da, gibt Frostbeulen aber auch solche die nie einen Mantel sehen.

    Ich kenne einen Lagotto der ein echter Nervtöter ist. Aber - mit dem wird null nichts gemacht. Ein alter Mann spaziert den um den Block. Die anderen 2 die ich ein bisschen kenne sind vielseitige und lustige Hunde die gerne arbeiten, aber jetzt keine krassen Auslastungen brauchen und sehr kontrollierbaren Jagdtrieb haben. Mir sind sie nicht negativ aufgefallen. Ich denke, sie sind etwas „robuster“ als ein Pudel, charakterlich. Aber ich kenne nur die drei persönlich.

    Mudi - hab gelesen, sie sind eher lautfreudig, aber keine sinnlosen kläffer. Aber anscheinend melden sie, bellen gern mal bei Aufregung im Sport oder wenns los geht. Wurden als vokal, aber nicht kläffend beschrieben. Weiss nicht, obs hier Mudihalter gibt?

    Ich hätte auch den Lagotto oder Pudel vorgeschlagen.

    Etwas in die Hüter-Richtung: ein Mudi? Menschenbezogen, will to please/work, vielseitig. Einzig wie das Bellverhalten ist weiss ich gar nicht. Kenne nur einen und der ist mir als anhänglicher, energetischer aber recht unauffälliger und leiser Hund im Gedächtnis geblieben. Müsstest du recherchieren. Sind nicht so oft gesehen, können aber von Rettungshund bis hüten wohl vieles.

    Ich hab auch echt Freude wenn ich sehe wie das wird. :herzen1:

    Phu. Das war anfangs das absolute Gegenteil. Wir haben mit ganz kleinen immergleichen Strecken angefangen, hin und zurück den gleichen Weg. Viel gebummelt, Pausen gemacht. Ich nenn das mäandern, ich hab ihr vorgemacht was ich will, laufen, schnüffeln, buddeln, angucken usw. Und halt mit Schlepp abgesichert und alles positiv verstärkt was möglich war. Eine Weile sind wir gar nicht mehr in den Wald, nur noch Quartier. Ich musste meine innere Haltung und Stimmung auch besser kontrollieren.

    Aber gell, wir haben auch die anderen Tage wo sie ins stressen kommt, auch mal drüber ist, Ohren Durchzug, Gehirn voller Murmeln. Dann nutze ich gern die Schlepp, bremse aus und mache Pausen.

    Ein Meilenstein. Vespa war heute ohne Geschirr und ohne Schlepp mit mir eine Stunde im recht wildreichen Gebiet auf kleinen Wegen unterwegs. Recht fit und schnell, aber immer mit entspanntem Schnüffeln, entdecken und gut ansprechbar. Ist nicht immer so, aber es ist definitiv nicht mehr eine Ausnahme. So stell ich mir einen jungen Vizsla vor. :herzen1: Die hat sich so gemacht! Anfangs war der Wald dort EXTREM anstrengend und reizüberflutend.

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    0.30 - Vespa findet eine tote Maus

    2.50 - unser Pausenplatz heute spooky, die Eichhörnchen haben dauernd Zeug auf uns runter geworfen. Vespa fand das seltsam.

    4.25 - buddeln mit super befolgtem Abbruch und Stressabschütteln (die Horroreichhörnchen!)