Ruhe ist etwas, was so reizoffene hochgetaktete Arbeitsrassen erst lernen müssen. Meine (Jagdhund aus wohl schlechter Aufzucht und mit zuwenig Erfahrungen) kam mit 7 Monaten aus dem Tierschutz und schlief tagsüber nur, wenn man sie festgehalten hat auf dem Sofa mit Körperkontakt. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte die auch den ganzen Tag Party gefeiert. Das war ein ganzes Stück Arbeit bis sie Ruhe konnte. Ihr jetziges Programm:
1-2h Spazieren pro Tag
Ab und an neue Umgebung oder neue Erfahrung
1x/Woche Mantrailing (dann aber kürzere Spazierrunde)
2x/Woche Canicross oder am Rad (ebenso gekürztes spazieren)
Ab und zu (!) mal zergeln, Dummy suchen oder Leinenführigkeitstraining.
Thats it.
Anfangs waren es 3x20 Minuten Feldweg und alle 2-3 Tage was neues kennenlernen. Also ein langer Weg zum jetzigen Program)
Kennt dein Hund eine Box (oder Kindergitter) als Ruheort drin? Das wäre vielleicht hilfreich.
Wenn du anfangs das Programm runterfährst kann es zu einer „Erstverschlimmerung“ kommen. Die Stresshormone müssen erst abgebaut werden. Dein neuer Trainer kann dir da sicher einen guten Plan an die Hand geben.
Wenn das mein Hund wäre, würde ich wohl noch das Futter gebauer anschauen und mir überlegen, den Hund beim spezialisierten TA vorzustellen um sicherzugehen, dass körperlich alles ok ist. Da muss nichts sein. Aber ist halt doof wenn man was verpasst. Ein Verhaltenstierarzt könnte auch Vorschläge machen was dem Hund beim entspannen lernen helfen kann (Da gibts vieles, je nach je passt aber was anderes. CBD, Rhodiola, L-Theanin, Aminosäuren usw).