Was mir wirklich zu denken gibt ist, dass keiner von euch bereit ist sich mit dem Hund zu beschäftigen. Die Kinder sollen es super haben, die Frau auch, du willst am Abend Feierabendnund hast vermutlich noch ein anderes Hobby. Der Hund soll kuschen, brav sein, sich anpassen und bekommt gar nichts was sein Bedürfnis befriedigt. Ich lese nichts von emotionaler Bindung zwischen euch. Der Hund hat Angst vor dir, du findest er provoziert und benimmt sich scheisse und entspricht nicht den Erwartungen.
Nur hast du den Hund ausgesucht. Nicht der Hund sich euch. Und ich behaupte, der Hund ist nicht glücklich so. Ja, es gibt Schäfis die irgendwie mitschwimmen (können). Das sind aber nicht die, die schnappen und sich in der Box verkriechen.
Wenn du eh keinen Bock hast herauszufinden wer dein Hund ist, wo er aufblüht und strahlt... wenn er kein vollwertiges Familienmitglied sein soll... gib ihn ab. Weil - stell dir vor eines deiner Kinder hat eine massive Lernschwäche und muss dreimal die Woche zum Therapeuten. Keine Frage, oder? Oder eines stellt sich als Jahrhunderttalent im Schach heraus. Es dürfte wohl in den Club. Ich finde, auch ein Hund sollte neben Anpassung seinen Platz bekommen. Nicht nur den, der übrig bleibt wenn alle anderen haben was sie wollen.
Falls Abgabe kein Thema ist: Beschäftigung mit dem Hund in einem Bereich der den Hund begeistert ist unfassbar bereichernd. Schweisst zusammen. Wird Beziehung und Bindung bringen und stärken. Da liegt das Potential, dass ihr als ganze Familie euch für ein euch schutzbefohlenes Wesen Veeantwortung übernehmt und mit einem starken Teamgefühl belohnt werdet. Es wird nicht nur lästige Pflicht sein wenn du dich drauf einlässt. Und ja, ich finde es ist dein Ding. Du wolltest den Schäfi statt einem Spitz. Vorschlag: Trainer, Gesundheitsuntersuchung, Schutzmassnahmen und dann versuch es mit Rassegerechtet Auslastung und Training. Wenn du ihn dann nach 3-6 Monaten nicht heiss und innig liebst, dann soll es nicht sein. Ich wette dagegen. Wenn ich mit meiner Vizslahündin trailen gehe und wir immer besser und eingeschworener werde komme ich mit Endorphin- und Wasweissichwas-Schub nach Hause und platze vor Stolz und Freude. Nichts ist belohnender als gute Zusammenarbeit. (Und das obwohl trailen zeitintensiv ist, im Dunkeln, bei Regen, bei Kälte...)