Beiträge von Looking

    Ich persönlich würde vorübergehend auch zu einem Halti oder schlicht einem Geschirr mit Ring an der Brust greifen. Ich halte beides nicht für die Lösung aller Probleme und nutze es auch nicht. Aber als Überbrückung und Hilfe bis man Kontrolle über einen schweren und ziehenden Hund hat - ja, find ich gut. Ich denke, dass die Sicherheit die man bekommt (kann den Hund im Ernstfall halten und wird nicht über die Strasse geschleift) sich auch auf das zukünftige Training auswirkt und einem hilft, souveräner zu sein. Ein Dauerlösung ist es nicht. Aber eine Krücke die ich in einem solchen Fall ok finde.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass ihr euch und dem Hund grad keinen Gefallen tut mit unbedingt behalten wollen. So schnell lernen die meisten Menschen ohne viel Hundegespür nicht. Und unterwegs passiert vermutlich noch einiges was nicht ideal ist. Aber wenn ihr ihn so unbedingt behalten wollt, dann brauchts 150% Engagement.

    Danke für die Bottle-Erklärung, hatte ich noch nie gehört!

    Sagt - ich überleg mir eine GoPro fürs Trail analysieren zu kaufen. Hat jemand Erfahrung damit? Was braucht man, was ist unnötig? Ich will im Prinzip nur nicht allzu verwackelte Aufnahmen um selber aus meiner Sicht zu filmen oder jemandem die Kamera in die Hand zu drücken um uns beide zu filmen. Also reine Trainingshilfe.

    Kamera auf den Kopf? Wie alt (Version) geht da noch gut? Habt ihr Erfahrungen?

    Eure Verantwortung tragen heisst für mich in dem Fall, den Hund in kompetente, hundeerfahrene Hände abzugeben. Und zwar rasch. Hände die dem Hund Sicherheit und Führung geben können. Ihr könnt das nicht und mit jedem Tag der vergeht wird es schwieriger weil Jerry Dinge lernt die man nicht haben will.

    Ich denke, dass Anfänger mit einem sehr guten Händchen sowas hinkriegen können. Aber ihr habt dieses Händchen nicht. Das heisst nicht, dass ihr zur Hundehaltung unfähig seid. Aber ihr braucht noch Zeit um zu lernen, training und Wissen. Das ist alles problemlos möglich, ABER nicht so schnell wie das Jerry brauchen würde. Ich finde die Situation absolut unglücklich und ein behalten um jeden Preis hilft hier keinem. Dem Hund zuallerletzt.

    Ich würde den Hund ab sofort mit Maulkorb sichern, ihn an erfahrene Hände abgeben und dann erstmal eine längere Zeit mit lesen und Wissen aneignen verbringen. Und dann einen PASSENDEN gelassenen Anfängerhund einziehen lassen.

    Ich hoffe, ihr erkennt was Verantwortung in solchen Fällen auch heissen kann. Eingestehen, dass es andere gibt, die diesem Hund mehr bieten können. Das wäre echte Grösse.

    Zu klein weil zuwenig eindrucksvoll oder wegen der Verletzungsgefahr?

    Ich kenne allerdings keine Mudis persönlich. Rein vom Rassebeschrieb her klang das bei Beschäftigung nebenher nicht falsch. Aber eben. Rassebeschrieb und Realität. Beim Vizsla steht auch ruhig und nervenstark und die Zucht/Vermehrung geht oft in eine andere Richtung.

    Der Appenzeller ist glaub ca 10cm grösser - das reicht also definitiv um ordentlich Eindruck zu machen. Hier in der Umgebung hab ich vor den Appenzellern auf den Höfen mehr Respekt als vor den Bernern oder den grossen Schweizern.

    Ansonsten sehe ich auch noch den Mudi - viel meldefreudiger gehts wohl kaum. Und trotzdem ist er menschenbezogen und wird als leicht zu erziehen beschrieben. Da müsste man einfach das hüten im Blick haben und gegebenenfalls trainieren was erwünscht ist und was nicht.

    Wäre genauso deplatziert wie ein HSH. Ein hysterischer Kläffer, der nicht mal durchgreifen kann, wenn es drauf ankommt. Nee, das ist nix.

    Seit wann ist denn das Zuchtziel hysterisch? Und laut Rassenbeschrieb sollen viele Mudis neben Wachsamkeit auch Schutztrieb haben und gelten als mutig.

    Zitat

    Rasseneschrieb FCI

    Verhalten/Charakter (Wesen):

    Der Mudi ist außerordentlich lernfähig, von lebhaftem Temperament, mutig, wachsam, arbeitsfreudig, aufgeweckt und anpassungsfähig.

    Und

    Mudi Verhalten

    Wenn ich das lese würde ich annehmen, dass „hysterischer Kläffer“ nicht das ist, was ein gut gezogener Mudi sein sollte, auch wenn er viel und gern bellt?

    Und will man denn, dass ein Hund rasch mit den Zähnen durchgreift? Ich dachte, genau das ist ja eben problematisch, auch auf dem eigenen Grundstück? Ich hätte jetzt mit einem eingezäunten Grundstück lieber eine Warnanlage aka lauter Beller als einen Hund der mir ev jemanden auseinander nimmt und ich dann dafür angeklagt werde.

    Hier auch nochmal ne Stimme für die Appenzeller. Kleiner als der grosse, aber ehrlich, die sind giftig und laut und nicht leicht loszuwerden oder zu bestechen. Ich musste früher an vielen Höfen vorbei mit Appenzellern und die waren durchs Band deutlich weniger nett als die grossen. Meiner Meinung nach müssten die Appenzeller auch gesünder sein als die grossen (ausser da hat sich was geändert?), die grossen Sennenhunde sind leider ziemlich kaputt.

    Ansonsten sehe ich auch noch den Mudi - viel meldefreudiger gehts wohl kaum. Und trotzdem ist er menschenbezogen und wird als leicht zu erziehen beschrieben. Da müsste man einfach das hüten im Blick haben und gegebenenfalls trainieren was erwünscht ist und was nicht.

    Grösser: Landseer oder Leonberger? Die die ich kannte waren nett. Genausolange bis du da alleine aufgetaucht bist und die Besitzer nicht da waren. Vielleicht können da andere was dazu sagen?

    Ich denke, wenn du sowas wie Spiel oder Jagd abrufen willst, brauchst de erstmal etwas geileres als nomale Leckerchen (die deiner ja nicht SO toll findet).

    Was ist für deinen Hund belohnend? Fressen? Was ist das tollste Leckerchen? Was sind die mitteltollen? Was schnöde? Welche Spiele liebt den Hund? Fangen? Beute? Zergeln? Oder ist es etwas anderes wie tricksen, schwimmen, schnüffeln? Kraulen? Ich finde es wichtig, da wirklich ganz genau zu wissen was dem Hund wichtig ist. Und dann möglichst situationsgerecht belohnen. Wollte der Hund gerade etwas auf dem Boden fressen und hat es auf mein Kommando gelassen, belohne ich nicht mit hetzen sondern mit Futter. Wollte der Hund gern hetzen, belohne ich eher mit was aus dem Jagdbereich. Das kann man auch auf den Rückruf anwenden.

    Achtung, auf der Hundewiese würde ich im Beute und Futter sehr vorsichtig sein, das kann Ärger mit anderen Hunden geben.

    Ich habe so aufgebaut:

    1.) weicher Ruf, komm, muss nicht subito befolgt werden. Gibt mal nen Keks oder so

    2.) klares HIIIIER, muss befolgt werden, wird hochwertiger belohnt

    3.) Pfiff mit Anker, wird maximal und immer belohnt mit Katzenfutter (Beutel, superpraktisch) oder dem allerliebsten Spielzeug plus Futter.

    2 und vorallem 3 wende ich nie an, wenn ich keinen Hunderter auf das zurückkomme des Hundes wetten würde. Das ist im Aufbau wichtig. Wenn mein Hund im Spiel ist und es hoch hergeht, ruf ich einfach nicjt ab. Schlimmstenfalls renne ich rufend weg und mach mich sonstwie zum Affen. Aber ich nutze keinen Notfallpfiff für sowas unwichtiges. 9 von 10 mal wird der geübt wenn nichts ernst ist und ich sicher bin, es klappt. Bei uns klappt mittlerweile auch Abruf an Wild und Katze so. Und ich denke, im Spiel würde der Pfiff inzwischen gehen. Aber ich nutze das nicht zum Spass um mal zu schauen obs geht. Wichtig ist, dass der Notfallpfiff nicht zu oft und zu lange zu oft geübt wird. Sonst nutzt sich das ab. Wenn ich es üben wollen würde, dann so:

    Mit anderem Hund abmachen, spielen lassen. Idealerweise zu zweit und nicht auf der trubeligen Hundewiese. Erst wenn erste Power draussen und der Hund kurz das Interesse etwas verliert, rufe ich zu mir, belohne hochwertig und dann WICHTIG, schicke ich den Hund zurück zum Spiel/Kontakt! Das geilste für deinen Hund scheint ja das Spiel zu sein. Also ist RR eine Bestrafung. Ausser - er kriegt was tolles und darf weiterspielen. (wenn du denn sicher bist, dass es Spiel ist...). Üben würde ich das wohl nicht mit dem Pfiff sondern mit dem Abruf 2 bei uns.

    Ja, zuviel Östrogen. Bei uns war es eine verlängerte Läufigkeit. Schnalle schwoll nochmal an ne Weile nach Ende der Blutung und sie hatte leichten Ausfluss ohne Eiter oder Gebärmutterproblematik. Auf dem Schall war nicht ganz klar, ob verlängert oder zweite, aber ich denke verlängert.

    Vespa hat auch eine sehr lange Vorläufigkeit. Ich merke 2-3 Monate vorher schon, wie sich das Schnüffelverhalten verändert.

    Berechne mit ein, dass die Lieferzeit recht lang sein kann... nur das Minipaket bestellen lohnt sich eher weniger, denk ich.

    Ich bin auch gespannt wie es weitergeht. Momentan nutzt sie Spielen ziemlich oft. Am Anfang reagiere ich darauf auch oft. Aber die Idee ist ja nicht, dass sie dann den ganzen Tag Party feiert.

    Dann werden bei uns fertig, kraulen, spazieren folgen.

    Weiter dann vielleicht unsere Namen. Oder später.

    Nein. Aber ich finde schon, dass es keine in sich ruhende und absolut gelassene, stille, freundliche, zurückhaltende und gesunde mittelgrosse Rasse gibt die sich selber erzieht. Es gibt Rassen die das Potential dazu haben. Da muss man dann a) das richtige Individuum beim richtigen Züchter wählen und b) den Hund gut führen und erziehen. Ansonsten gibts gelassene und ruhige und anspruchslose Hunde nur erwachsen aus dem Tierschutz/Secondhand.

    TE - seid ihr denn bereit auch was für den Hund zu tun den ihr haben wollt? Sprich, die ersten Jahre in Kauf nehmen, dass es ein Junghund ist der noch lernen muss und dementsprechend nicht einfach „funktioniert“? Vieles von dem was ihr wollt kann man per Erziehung hinkriegen. Z.B. dass der Hund nicht zu allen hinrennt. Aber geschenkt ist das nicht bei allen Hunden.