Beiträge von Looking

    Noch eine Stimme für: jetzt schon einen Trainer mit Jagdhundeerfahrung ins Boot holen. Nicht wenn der Hund schon eine Weile da ist oder gar schon riesige Probleme aufgetaucht sind und sich Dinge verfestigen.

    Hat jemand Trainer-Tips hier?

    Hast du eigentlich ein Auto? Wie wohnst du?

    Stimmt, das mit den Korrekturen kenne ich auch. Vespa ist eine absurde Mischung aus Sensibelchen (da war ein Knall, ich geh da jetzt 2 Wochen panisch vorbei, letztes Mal im Auto gab es ein Geräusch beim Pfütze durchfahren und jetzt steig ich nicht mehr ein…), verknüpft rasend schnell und doch ein Panzer in gewissen Momenten. Korrektur ist da echt anspruchsvoll, da sie eben gerne zu leicht oder zu stark ist oder falsch verknüpft wird. In meinem Fall dann halt eher zu leicht und ich versuche mehr über Aternativverhalten aufzubauen. Und das ist „nur“ ein Vizsla mit zuwenig Prägung und Sozialisierung, der gilt als einer der leichtführigsten Jagdhunde neben den Retrievern.

    Wahrscheinlich ja eh zu spät, aber gerade für Jagdhunde gibt es gute Vereine die ehrlich vermitteln und vorallem Pflegestellen in DE haben. Hands4paws, Krambambulli, Vizsla in Not, sowas… mit einer Pflegestelle hat man dann jemanden der den Hund besser einschätzen kann, man kann zu Besuch gehen (und gegebenenfalls einen erfahrenen Trainer zum einschätzen helfen mitnehmen).

    Ist dir bewusst, dass der Hund anfangs in etwa 20h Schlaf und Dösen brauchen wird? Und auch später um die 17h?

    Ja, so ein Jäger braucht Irgendwann Auslastung, aber vorallem muss er auch Ruhe kennen lernen und abschalten können.

    Ich hab meinen Vizsla (sehr führerbezogener kooperativer Jagdhund) mit 7mt aus dem Tierschutz bekommen (und der kam aus einer netten aber zu trubligen Familie mit zuwenig Erfahrungen ins Tierheim!) und das erste halbe Jahr konnten wir 3x20 Minuten raus pro Tag. Plusminus immer dieselbe reizarme Strecke - ein Feldweg. Alleine bleiben ging erstmal gar nicht, dann nur in kleinen Schritten weiter. Ausflüge mit Hund? Kaum machbar. Besuch? Mega Aufregung. Ich erinnere mich, dass wir nach einem HALBEN JAHR das erste Mal 3 Stunden an einem See sitzen und baden konnten. Wir haben so manche Träne vergossen, hatten Verbrennungen von der Schleppleine und kein normales Leben mehr. Nun, 2.5 Jahre später ist mein Hund klasse. Ich muss zwar immer noch gut schauen, dass sie ihre 17h Ruhe und dazu entsprechende Auslastung hat, aber ich kann sie mal in ein Restaurant mitnehmen, Ausflüge machen, Seminare besuchen, Camping, Besucher usw. Aber immer mit Blick auf das Mass.

    Ich will dir damit nicht den Hund ausreden und dir auch nicht sagen, dass du es nicht schaffen kannst. Aber wenn du den Hund nimmst, sei dir sicher, dass du bereit bist, dich auf ein Szenario wie oben (oder ähnlich) einstellen kannst. Es muss nicht so kommen. Kann aber! Bei einem solchen Hund musst DU dich sehr anpassen können - sicherlich eine rechte Zeit lang.

    Gute Jagdhundebasics gibts z.B. als

    Webinar auf Dog-ibox.com. Körpersprache findest du da auch. Und einiges zu TS Hunden.

    Beim Mantrailing: ist dir bewusst, dass du dazu ein Auto brauchst? Und es pro Mal ca 2-3h plus Anreise dauern wird? Ansonsten eine geniale Auslastung die gut gemacht wirklich Spass macht.

    Für meine Hunde wäre das gar nicht machbar. |) Also, die würden am zweiten Tag dann auch unkonzentriert und schlecht arbeiten, glaube ich. Aber wir machen das ja auch eher in einem überschaubarem Rahmen. (Ich bin eh eher Zugucker bei Seminaren. Ist meist billiger und bringt mir mehr.)

    Für einen gut ausgebildeten fitten Hund im besten Alter sind sogar 4-Tage-Seminare machbar. Da sind dann automatisch immer auch kurze und/oder leichte Trails dabei. Aber am Ende des letzten Tages sind dann sowohl Hund wie HF ziemlich bedient.... Vor Jahren habe ich es noch geschafft, in einem 4-Tage-Seminar mit 2 Hunden 2 Plätze zu belegen, das liegt heute nicht mehr drin. :dead:

    Denn neben der Arbeit mit dem eigenen Hund macht man ja auch noch das Pensum des Teilnehmers ohne Hund - zumindest, wenn man seine Kenntnis der Materie ernsthaft vertiefen will (und nicht nur Feedback zu den eigenn Fehlern und Optimierungsmöglichkeiten haben will). Das fordert Laufleistung und Konzentration.

    Ist aber immer noch nix gegen das, was die Instruktoren leisten, motorisch und mental. Da habe ich höchsten Respekt von der Leistung!

    Emrys könnte 4 Tage noch nicht leisten, die Suchausdauer muss nicht nur bzgl. der einzelnen Trails erst aufgebaut werden. Er trailt seit Mitte April, und wir sind noch mitten im Aufbau des grundlegenden Fundaments. Bin gespannt, er hat in einer Woche sein erstes, zweitägiges Seminar.

    Krass, 4 Tage mit zwei Hunden doppelt belegt! Das ist ne enorme Laufleistung. Ich bin da definitiv eher der limitierende Faktor bei uns. Und nicht mitlaufen bei den anderen ist halt auch brutal schade. Ich bin froh hab ich inzwischen den Roller, das macht einiges aus. Mit Roller hatte ich 18000 Schritte - die ohne Roller hatten um die 30000 pro Tag.

    Zu wem gehst du mit Emrys? Bin gespannt wie es euch ergeht!

    Mit Hunden vom Züchter oder vom Hobbyvermehrer sollte auch nicht einfach so „gezüchtet“ werden. Ja, am Ende bleibt ein Risiko doch mal an einen Vollidioten vermittelt zu haben. Ich denke, wenn man verantwortungsbewusst vermittelt, die Leute gut aufklärt und kennenlernt ist das Risiko überschaubar. Wenn man jemandem so ein Tier anvertraut hat man ja wohl hoffentlich sauber gearbeitet. Und falls nicht, hat der Verein es eh schon nicht gut gemacht.

    Meine Hündin wird, wenn es geht, gar nie kastriert. Warum auch.

    Evtl. Kastration, falls das Tier alt genug ist.

    Falls nicht, sollte die Orga eine spätere Kastration zwingend anordnen und sich

    auch evtl. an den Kosten beteiligen.

    Eh also… nein? Eine Kastration ist ein massiver Eingriff und nicht für alle Hündinnen von Vorteil. Meine Orga schreibt im Vertrag, dass man sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass es niemals Welpen gibt. Egal wie. Für meine Hündin sehr von Vorteil, da die mit ihrer Unsicherheit ganz sicher kein Kandidat für ne (frühe) Kastra gewesen wäre. Was ich da teils an frühen Kastrationen im TS sehe… grusel…

    Nein, Litse ist ein Jagdhund aus Zypern. Ich hab mal versucht etwas über die Rasse und die genaue Verwendung zu erlesen, aber nix gefunden.

    Es wäre ganz gut in Erfahrung zu bringen, wie kooperativ die sind, wie genau gejagt wird, welche Aufgaben der Hund hat. In welchem Radius er unterwegs ist. Das würde dir helfen einzuschätzen, ob der Welpe nicht doch too much ist für deinen Bedarf und deine Möglichkeiten.

    Stell dich sowieso darauf ein, dass du dem Jagdhund wenn er älter wird eine rassegerechte Aufgabe geben musst (Dummysport, Fährte, Trailen, ZOS…). Schnüffelteppich reicht für so einen Spezialisten in der Regel nicht fürs glücklich sein.