Ist dir bewusst, dass der Hund anfangs in etwa 20h Schlaf und Dösen brauchen wird? Und auch später um die 17h?
Ja, so ein Jäger braucht Irgendwann Auslastung, aber vorallem muss er auch Ruhe kennen lernen und abschalten können.
Ich hab meinen Vizsla (sehr führerbezogener kooperativer Jagdhund) mit 7mt aus dem Tierschutz bekommen (und der kam aus einer netten aber zu trubligen Familie mit zuwenig Erfahrungen ins Tierheim!) und das erste halbe Jahr konnten wir 3x20 Minuten raus pro Tag. Plusminus immer dieselbe reizarme Strecke - ein Feldweg. Alleine bleiben ging erstmal gar nicht, dann nur in kleinen Schritten weiter. Ausflüge mit Hund? Kaum machbar. Besuch? Mega Aufregung. Ich erinnere mich, dass wir nach einem HALBEN JAHR das erste Mal 3 Stunden an einem See sitzen und baden konnten. Wir haben so manche Träne vergossen, hatten Verbrennungen von der Schleppleine und kein normales Leben mehr. Nun, 2.5 Jahre später ist mein Hund klasse. Ich muss zwar immer noch gut schauen, dass sie ihre 17h Ruhe und dazu entsprechende Auslastung hat, aber ich kann sie mal in ein Restaurant mitnehmen, Ausflüge machen, Seminare besuchen, Camping, Besucher usw. Aber immer mit Blick auf das Mass.
Ich will dir damit nicht den Hund ausreden und dir auch nicht sagen, dass du es nicht schaffen kannst. Aber wenn du den Hund nimmst, sei dir sicher, dass du bereit bist, dich auf ein Szenario wie oben (oder ähnlich) einstellen kannst. Es muss nicht so kommen. Kann aber! Bei einem solchen Hund musst DU dich sehr anpassen können - sicherlich eine rechte Zeit lang.
Gute Jagdhundebasics gibts z.B. als
Webinar auf Dog-ibox.com. Körpersprache findest du da auch. Und einiges zu TS Hunden.
Beim Mantrailing: ist dir bewusst, dass du dazu ein Auto brauchst? Und es pro Mal ca 2-3h plus Anreise dauern wird? Ansonsten eine geniale Auslastung die gut gemacht wirklich Spass macht.